Forschung

Empirische Unterrichtsforschung an der UDE Forschung im Bereich Sachunterricht

Entsprechend des Profils der UDE liegen die Forschungsschwerpunkte im Lernbereich Natur- und Gesellschaftswissenschaften (Sachunterricht) in der empirischen Unterrichtsforschung. Die Ansätze der Empirischen Bildungsforschung beziehen sich in den aktuellen Studien auf die Lehrerausbildung im Fach Sachunterricht. Im Fokus stehen hierbei insbesondere die erste und zweite Phase der Lehrerausbildung.

Allen Forschungsprojekten ist gemein, dass Sachunterricht als ein integratives Fach verstanden wird und nicht als unverbundener Zusammenschluss seiner Bezugsdisziplinen. In diesem Zusammenhang verdient es der besonderen Erwähnung, dass es der UDE gelungen ist, beim Land Nordrhein-Westfalen einen Innovationsantrag einzuwerben, der nachhaltig Forschung und Lehre in einem autonomen Lernbereich Natur- und Gesellschaftswissenschaften (Sachunterricht) sicherstellt.

Folgende Studien laufen unter anderem aktuell am ISU:

Schüler erklären naturwissenschaftliche Phänomene

Jennifer Krupinski betrachtet in ihrem Promotionsprojekt die mündlichen Erklärfähigkeiten von SchülerInnen des Sachunterrichts zu naturwissenschaftlichen Phänomenen. Ziel der Studie ist die systematische Erfassung und Analyse mündlicher Erklärfähigkeiten der SchülerInnen von der 1. bis zur 4. Klasse. Daran anknüpfend werden angemessene Fördermethoden zur Weiterentwicklung der Erklärfähigkeiten für den Einsatz im Sachunterricht entwickelt. Diesem Vorhaben wird im Rahmen von zwei aufeinander aufbauenden Studien nachgegangen.

Anschlussfähige Übergangsgestaltung als Aufgabe von Sach- und Fachunterrichtslehrkräften

Julia Brüggerhoff untersucht in ihrem Promotionsprojekt die fachdidaktische Herausforderung einer anschlussfähigen Übergangsgestaltung vom Sachunterricht der Primarstufe zum Fachunterricht der Sekundarstufe I. Ziel der Studie ist die Erfassung relevanter Kompetenzen von Lehrkräften zur Übergangsgestaltung mithilfe einer Delphi-Studie und einer Schüler-Lehrer-Befragung.

SUSe I – Übergänge Sachunterricht zu Sekundarstufe I

Das Graduiertenkolleg SuSe I untersucht die Herausforderungen des Übergangs des vielperspektivischen Sachunterrichts der Grundschule zu den Fachperspektiven der Sekundarstufe I in sieben verschiedenen Bezugsfächern und DaZ/DaF als Säule der sprachlichen und begrifflichen Bildung. Alle Bereich sind über die jeweiligen Professuren und jeweils einen Promovenden eingebunden.

Aus dem Team der Didaktiken des Sachunterrichts arbeitet Simon Ohlenforst mit dem fachlichen Bezug Geographie mit. Er untersucht, inwiefern insbesondere relationale Raumkonzepte, wie sie in der Sekundarstufe zunehmend vermittelt werden, auch in der Grundschule anschlussfähig sind.

ProViel, Teilbereich Qualitätsentwicklung und -sicherung

Mit zwei MitarbeiterInnen ist das ISU am Teilbereich Qualitätsentwicklung und -sicherung im Projekt ProViel der UDE beteiligt. Hier wird die Ausbildungsqualität im Lehramtsstudium im Hinblick auf fachdidaktisches, fachwissenschaftliches und bildungswissenschaftliches Wissen quantitativ erhoben mit dem Ziel, die Kompetenzvermittlung im Lehramtsstudium zu optimieren.

Spatial Citizenship for the Youngest

Jana Pokraka beschäftigt sich Innerhalb ihres Promotionsvorhabens mit einem geographischen Schwerpunkt u.a. mit der Verknüpfung von Theorien zur mündigen Raumaneignung von Schüler*innen und der Diversitätsforschung.

Denise Könen siedelt Ihr Promotionsvorhaben im Bereich Didaktik des Sachunterrichts mit dem Schwerpunkt Gesellschaftswissenschaften im Bereich der geographischen Bildung und raumplanerischen Teilhabe von Kindern an, wobei ihr ihre zusätzliche Anbindung an das Institut für Geographie zu Gute kommt.

Innovativität im Sachunterricht

Swantje Borukhovich-Weis und Claudia Scharf forschen im Zuge ihrer Dissertationsprojekte zu dem Thema Innovativität. Innovationen werden politisch wie wirtschaftlich gefordert und werden daher von einer Vielzahl von Disziplinen thematisiert. Oftmals erscheint der Innovationsbegriff jedoch als unscharfes Postulat und zielt vielmehr auf eine neoliberale denn auf eine emanzipatorische Bildung nach humanistischem Ideal ab. Dementsprechend intendiert das Projekt, den Begriff semantisch zu präzisieren und auf der Grundlage dieser Begriffsdefinition zum einen zu ermitteln, wie Innovativität als Teil von Professionalität angehender Lehrkräfte konstituiert werden kann. Zum anderen werden Möglichkeiten der Innovationsaneignung erarbeitet, mithilfe derer eine emanzipatorische, zu Mündigkeit befähigende Bildung für Schüler/innen ermöglicht wird.  Logo Innovativit _t Im Sachunterricht                                                                                                                             © Tibor Hegewisch

EuLe

Anna Windt, Anna Hasenkamp & Sarah Rau-Patschke forschen im Projekt EuLe - Entwicklung der Planung, Durchführung und Reflexion von Sachunterricht in der zweiten Phase der Lehrerbildung. Das Projekt EuLe untergliedert sich in drei Teilprojekte, die zunächst getrennt die Planung (Promotion von Anna Hasenkamp), die Durchführung (Promotion von Sarah Rau) und die Reflexion (Teilprojekt von Anna Windt, in Kooperation mit Gerlinde Lenske) von Sachunterricht in den Blick nehmen, Messinstrumente entwickeln und angehende Lehrkräfte längsschnittlich über den Verlauf der zweiten Ausbildungsphase verfolgen. Da die drei Teilprojekte auf dieselbe Stichprobe zurückgreifen, lassen sich im Gesamtprojekt auch Abhängigkeiten zwischen den drei Bereichen Planung, Durchführung und Reflexion untersuchen. Weitere Informationen finden Sie hier, hier und hier.

Logo Eule

Professionswissen von Lehrkräften im naturwissenschaftlichen Sachunterricht

Maike Schmidt forscht am ISU zum Zusammenhang von Ausbildungshintergrund und Professionswissen von Lehrkräften im naturwissenschaftlichen Sachunterricht. Hauptziel der Studie ist es, herauszufinden, ob es Unterschiede im Professionswissen von Lehrkräften mit naturwissenschaftlicher, gesellschaftswissenschaftlicher oder keiner Ausbildung im Sachunterricht gibt.