Wissenschaftlicher Nachlass von G. Ungeheuer

Wissenschaftlicher Nachlass von Professor Dr. Gerold Ungeheuer
(6.7.1930 – 12.10.1982)

Der wissenschaftliche Nachlass von Gerold Ungeheuer umfasst hand- und ma­schinenschriftliche Skripte, Notizen, Zeichnungen, Korrespondenzen sowie bibliographische Aufzeichnungen aus den Jahren 1954 bis 1982.

Mit der bereits im Jahr 1983 vorgenommenen Sichtung und Ordnung der schriftlichen wissenschaftlichen Dokumen­te des nur knapp ein Jahr zuvor verstorbenen Bonner Kommunikationswissen­schaftlers wurde die Absicht verfolgt, für die Sortierung und Katalogisierung vor allem in­haltliche Ordnungskriterien anzu­setzen, die es ermöglichen sollten, zum damaligen Zeit­punkt noch unpublizierte Arbeiten – von denen aber bereits gesagt werden konnte, dass sie postum veröffentlicht werden sollten, etwa im Bereich der Kommunikationsforschung, der Phonetik und der Linguistischen Datenverarbeitung – besonders detailliert zu erfassen und zu beschreiben.[i]

Ausgehend von dieser Zielsetzung wurde das Nachlassmaterial nach den folgenden im Wesentlichen inhaltlich und sachlich bestimmten Gesichtspunkten rubriziert:

  1. Diplomarbeit
  2. Phonetik (und Mathematik)
  3. Kommunikationsforschung (und Linguistische Datenverarbeitung)
  4. Studien zur cognitiosymbolica sowie zur Begriffs- und Wissenschaftsgeschichte (aus der Zeit zwischen 1977 und 1982)
 

Das Nachlassmaterial umfasst 22 Boxen. In den Boxen sind die Materialien bzw. Material­komplexe in Mappen gebündelt, die zwar nicht in allen Fällen, aber doch in einer Vielzahl der Fälle selbst von Ungeheuer in eben jenen Mappen aufbewahrt wurden.

Um die Nutzung des Nachlasses bzw. das Auffinden von Material zu erleichtern, wurde eine Kartei zum Inhalt der 22 Boxen angelegt. Die Karteikarten verfügen über folgende Informati­onen:

  1. Angabe zum Standort des Texts/Materials (Box- und Mappennummer)
  2. Titel des beschriebenen Texts (in vielen Fällen Ungeheuers eigene Titel)
  3. Angaben zu Format, Umfang des Papiers und zur Bestimmung der Schrift (handschrift­lich, Typo­skript, Fotokopie)
  4. Entstehungsdatum der Schrift / bibliographische Angaben (soweit bekannt )

Des Weiteren existiert ein Bericht über die Ordnung und Katalogisierung des gesamten Nachlassmaterials.

Online zugänglich sind:

  1. ein Wegweiser zum Auffinden des Nachlassmaterials
  2. die Karteikarten zum Inhalt der Boxen sowie
  3. eine Liste der Lehrveranstaltungen Gerold Ungeheuers
    zwischen 1963 und 1982
    .[ii]

Der Nachlass ist für Forschungszwecke zugänglich. Nach vorheriger Anmeldung kann Einsicht in die Archivmate­rialien genommen werden. Ausleihen sind nicht möglich. Um eine effektivere Dokumentenrecherche und eine systematische Aufbereitung für die wissenschaftliche Lehre in Zukunft zu ermöglichen, werden aktuell die schriftlichen Dokumente sowie die bisher noch nicht katalogisierten Audioaufnahmen seiner Vorlesungen und Radiobeträge digitalisiert und verschlagtwortet.

Für weitere Information und Terminanfragen wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Karin Kolb (Telefon: 3283; E-Mail: karin.kolb@uni-due.de)



[i]Postum veröffentlicht wurden:

Gerold Ungeheuer (1983): Einführung in die Kommunikationstheorie. 3 Kurseinheiten. Unter Mitarbeit von H. [sic!].G. Juchem. Hrsg. von der Fernuniversität-GH Hagen. Hagen (Studienbriefe der Fernuniversität Hagen.).

Gerold Ungeheuer (1987): Kommunikationstheoretische Schriften I: Sprechen, Mitteilen, Verstehen. Hg. v. J.G. Juchem. Aachen: Alano Rader Publikationen. (Aachener Studien zur Semiotik und Kommunikationsforschung. 14.).

Gerold Ungeheuer (1990): Kommunikationstheoretische Schriften II: Symbolische Erkenntnis und Kommunikation. Hg. v. H. W. Schmitz . Aachen: Alano Rader Publikationen. (Aachener Studien zur Semiotik und Kommunikationsforschung. 15.).

Gerold Ungeheuer (1993) Phonetik und angrenzende Gebiete. Aus dem Nachlass. Hg. v. W. H. Vieregge und J. Göschel. Stuttgart: Franz Steiner Verlag.

Für den Neudruck von Gerold Ungeheuers Sprache und Kommunikation im Jahr 2004 wurden die Beiträge der 2. Auflage des Bandes mit den Urschriften aus dem Nachlass – soweit vorhanden – verglichen; editorische oder drucktechnische Fehler der früheren Druckschrift konnten so behoben werden (vgl. Gerold Ungeheuer (2004): Sprache und Kommunikation. Hg. v. K. Kolb und H. W. Schmitz. Münster: Nodus Publikationen). Gleiches gilt auch für den Neudruck von Gerold Ungeheuers Einführung in die Kommunikationstheorie aus dem Jahr 2010.


[ii]Die Erläuterungen und Papiere wurden von H. Walter Schmitz im Zusammenhang mit der Sichtung und Katalogisierung des Nachlasses im Jahr 1983 erstellt.