Kontinuierliches ZTU-Schaubild des Stahls 100Cr6

Einstellung definierter mech. Eigenschaften an metallischen Werkstoffen Wärmebehandlung

In den am Institut für Metallurgie und Umformtechnik vorhandenen Kammeröfen können Wärmebehandlungen mit Temperatur-Zeit-Abfolgen von wenigen Minuten bis zu einigen Tagen durchgeführt werden. Neben den Kammeröfen stehen auch Hochfrequenz-Generatoren für induktive Erwärmung zur Verfügung welche hohe Aufheizgeschwindigkeiten erlauben und somit die Simulation von extremer thermischer Wechselbeanspruchung ermöglichen. Bei beiden Erwärmungsverfahren besteht die Möglichkeit, die Behandlung unter definierten Atmosphären (Stickstoff, Argon, Formiergas) erfolgen zu lassen, insbesondere um oberflächliche Oxidation zu vermeiden. Des Weiteren ist ggf. die Auswahl eines geeigneten Abschreckmediums zu beachten. Die Auswahl optimaler Wärmebehandlungsparameter kann auf Wunsch mit Hilfe des einschlägigen Normenwerks, unterstützt durch thermodynamische Simulation der Phasenbestandteile einer Legierung (Thermocalc) erfolgen.