Bewegungs- und Trainingswissenschaft / Biomechanik des Sports

Neue Publikationen

13.07.2026 Anforderungen an E-Mental-Health-Maßnahmen bei jugendlichen Spitzensportlern

In Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden des Universitätsklinikums Essen wurde eine web-basierte Umfrage mit 217 jugendlichen SpitzensportlerInnen durchgeführt. Die allgemeine Akzeptanz von E-Mental-Health-Interventionen war mäßig. Sportlerinnen und Sportler aus Einzelsportarten zeigten eine höhere Akzeptanz als männliche Sportler und Sportler aus Mannschaftssportarten. Bevorzugte Interventionen waren individuell anpassbar, wurden über eine Smartphone-App bereitgestellt und in Sitzungen von 10 bis 20 Minuten absolviert. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit nutzerzentrierter, flexibler E-Mental-Health-Interventionen, die speziell auf jugendliche Spitzensportler zugeschnitten sind.

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08.06.2026 Alterseffekte höheninduzierter posturaler Bedrohung beim Einbeinstand

Kinder und junge Erwachsene führten den Einbeinstand mit Beinschwung auf Bodenhöhe (keine Bedrohung) und 80 cm über Bodenhöhe (Bedrohung) mit freien und eingeschränkten Armbewegungen durch. Kinder unterschieden sich in Bezug auf subjektive und objektive Parameter des Gleichgewichts von jungen Erwachsenen, indem sie in Höhe ausgeprägtere emotionale Reaktionen sowie eine höhere Schwankungsfrequenz zeigten, insbesondere wenn ihre Armbewegungen eingeschränkt waren. Die Ergebnisse ergänzen frühere Forschungsarbeiten zu Haltungsbedrohungen und beschränktem Armeinsatz bei der Ausführung einer anspruchsvolleren semistatischen Gleichgewichtsaufgabe.

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11.05.2026 Effekte von Armeinsatz und Doppeltätigkeit beim Balancieren

Kinder und junge Erwachsene balancierten auf einem Balken, wobei sie ihre Arme entweder frei oder nicht bewegen durften, während sie gleichzeitig eine kognitive Aufgabe (d. h. serielle Subtraktionen) ausführten oder nicht. Balancieren unter Doppeltätigkeit wirkte sich negativ auf emotionale Parameter aus, doch der freie Armeinsatz verringerte diese Wirkungen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass freie Armbewegungen eine einfache, aber wirksame ergänzende „Oberkörperstrategie“ darstellen, welche die Gangkontrolle unter Doppeltätigkeit verbessert.

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04.05.2026 Ermüdung während eines Handballspiels

Nachwuchshandballer wurden während eines offiziellen Spiels bzgl. der Belastungsmerkmale Spielzeit, zurückgelegte Strecke, Beschleunigungen etc. registriert und die Ermüdung wurde mittels objektiver (Sprunghöhe) und subjektiver (BORG-Skala etc.) Parameter erfasst. Im Gegensatz zu den objektiven Ermüdungswerten veränderten sich die subjektiven Werte im Spielverlauf deutlich und wiesen mittlere bis starke Assoziationen zu den Belastungsmerkmalen auf. Somit scheinen subjektive Ermüdungswerte sensitiv zu sein, um spielbedingte Ermüdung festzustellen.

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06.04.2026 Training zur Reduktion von Seitigkeit

In Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden der Universität des Saarlandes und gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wurden die Effekte eine singulären (nur Gleichgewicht) versus kombinierten (Gleichgewicht + Sprungkraft) Trainings untersucht. Die beteiligten Fußballer (U13–U17) absolvierten ein 9-wöchiges Training, wobei nur die singulär-trainierende Gruppe ihre Seitigkeit statistisch signifikant reduzieren konnte, was einen Prädiktor für Verletzungen der unteren Extremitäten darstellt.

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04.03.2026 Ermüdungssymptome bei Wettkampf-Bodybuildern

In Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden des Universitätsklinikums Essen wurde eine Interview-Studie mit Wettkampf-Bodybuilderinnen durchgeführt. Alle Bodybuilderinnen erlebten psychische und somatische Ermüdungssymptome, welche u. a. durch das Zusammenspiel von sportspezifischen Anforderungen und Körperwahrnehmung sowie die Priorisierung von Leistung gegenüber Gesundheit geprägt waren. Somit bildet die Studie eine Grundlage für die Entwicklung gezielter psychologischer Interventionen und könnte perspektivisch zu einer verbesserten Gesundheit beitragen.

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