Bewegungs- und Trainingswissenschaft / Biomechanik des Sports

Neue Publikationen

14.09.2026 Gleichgewicht: Einfluss der Trainingsverteilung

Ziel der Studie war es, den Einfluss der Trainingsverteilung auf Gleichgewichtsleistungen zu ermitteln. Fünfundzwanzig Jugendliche (15,8 ± 0,6 Jahre) absolvierten ein Gleichgewichtstraining in massierter (4 Wochen, 3x/Woche) oder verteilter (6 Wochen, 2x/Woche) Form. Vor und nach dem Training wurden die Leistungen im Einbeinstandtest und Y-Balance-Test erfasst. In beiden Tests wurden signifikante Verbesserungen festgestellt, und zwar unabhängig von der Trainingsverteilung. Nur für ein Testitem ergab sich ein größerer Effekt zugunsten der Gruppe mit massiertem Training. Somit waren beide Formen effektiv, mit einem leichten Vorteil für die Kombination aus kürzerer Trainingsdauer und höherer Trainingshäufigkeit.

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10.08.2026 Effekte höheninduzierter posturaler Bedrohung beim Stehen und Gehen

Für Studie 1 (Stehen) und Studie 2 (Gehen) wurden 25 bzw. 28 Jugendliche rekrutiert. Die Teilnehmenden standen (Tandemstellung) oder gingen (5 m) mit freier oder eingeschränkter Armhaltung sowohl auf Bodenhöhe (keine Bedrohung) als auch 80 cm über dem Boden (Bedrohung). In beiden Studien führte Höhe zu nachteiligen Auswirkungen auf den emotionalen Zustand. Darüber hinaus wandten die Jugendlichen in Studie 1 eine Strategie zur Haltungskontrolle an, die sich von der bei jungen Erwachsenen beschriebenen „Versteifungsreaktion“ unterschied. Zudem wurden die bedrohungsbedingten Verschlechterungen der räumlich-zeitlichen Gangparameter (Studie 2) bei eingeschränkter Armbewegung noch verstärkt. Die Ergebnisse erweitern frühere Befunde zu den Auswirkungen von Haltungsbedrohung und eingeschränkter Armbewegung bei Kindern und jungen Erwachsenen.

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13.07.2026 Anforderungen an E-Mental-Health-Maßnahmen bei jugendlichen Spitzensportlern

In Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden des Universitätsklinikums Essen wurde eine web-basierte Umfrage mit 217 jugendlichen SpitzensportlerInnen durchgeführt. Die allgemeine Akzeptanz von E-Mental-Health-Interventionen war mäßig. Sportlerinnen und Sportler aus Einzelsportarten zeigten eine höhere Akzeptanz als männliche Sportler und Sportler aus Mannschaftssportarten. Bevorzugte Interventionen waren individuell anpassbar, wurden über eine Smartphone-App bereitgestellt und in Sitzungen von 10 bis 20 Minuten absolviert. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit nutzerzentrierter, flexibler E-Mental-Health-Interventionen, die speziell auf jugendliche Spitzensportler zugeschnitten sind.

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08.06.2026 Alterseffekte höheninduzierter posturaler Bedrohung beim Einbeinstand

Kinder und junge Erwachsene führten den Einbeinstand mit Beinschwung auf Bodenhöhe (keine Bedrohung) und 80 cm über Bodenhöhe (Bedrohung) mit freien und eingeschränkten Armbewegungen durch. Kinder unterschieden sich in Bezug auf subjektive und objektive Parameter des Gleichgewichts von jungen Erwachsenen, indem sie in Höhe ausgeprägtere emotionale Reaktionen sowie eine höhere Schwankungsfrequenz zeigten, insbesondere wenn ihre Armbewegungen eingeschränkt waren. Die Ergebnisse ergänzen frühere Forschungsarbeiten zu Haltungsbedrohungen und beschränktem Armeinsatz bei der Ausführung einer anspruchsvolleren semistatischen Gleichgewichtsaufgabe.

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11.05.2026 Effekte von Armeinsatz und Doppeltätigkeit beim Balancieren

Kinder und junge Erwachsene balancierten auf einem Balken, wobei sie ihre Arme entweder frei oder nicht bewegen durften, während sie gleichzeitig eine kognitive Aufgabe (d. h. serielle Subtraktionen) ausführten oder nicht. Balancieren unter Doppeltätigkeit wirkte sich negativ auf emotionale Parameter aus, doch der freie Armeinsatz verringerte diese Wirkungen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass freie Armbewegungen eine einfache, aber wirksame ergänzende „Oberkörperstrategie“ darstellen, welche die Gangkontrolle unter Doppeltätigkeit verbessert.

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04.05.2026 Ermüdung während eines Handballspiels

Nachwuchshandballer wurden während eines offiziellen Spiels bzgl. der Belastungsmerkmale Spielzeit, zurückgelegte Strecke, Beschleunigungen etc. registriert und die Ermüdung wurde mittels objektiver (Sprunghöhe) und subjektiver (BORG-Skala etc.) Parameter erfasst. Im Gegensatz zu den objektiven Ermüdungswerten veränderten sich die subjektiven Werte im Spielverlauf deutlich und wiesen mittlere bis starke Assoziationen zu den Belastungsmerkmalen auf. Somit scheinen subjektive Ermüdungswerte sensitiv zu sein, um spielbedingte Ermüdung festzustellen.

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