Grundsatzerklärung zum Institut für Turkistik an der UDE

 

Das Institut für Turkistik in der Fakultät für Geisteswissenschaften ist bundesweit einzigartig, denn es bildet seit zwanzig Jahren Türkischlehrende aus. Dies ist umso wichtiger, als immer mehr Schulen Türkisch als Unterrichtsfach anbieten. Daneben kann Türkisch auch noch im Rahmen des UDE-Studiengangs Kulturwirt studiert werden.

Die Turkistik ist ein integraler Bestandteil des geisteswissenschaftlichen Fächerkanons. Seit der Berufung von Prof. Dr. Kader Konuk im Jahr 2014 auf den Lehrstuhl für „Türkische Literatur- und Kulturwissenschaft“ liegt der besondere Fokus auf Migration und Akkulturation. Im Mittelpunkt steht die moderne multiethnische Türkei vor der historischen Folie des Osmanischen Reiches.

Das Fach ist offen und kosmopolitisch ausgerichtet. Die Studierenden haben die Möglichkeit, die Türkei in ihrer kulturellen und sprachlichen Vielfalt kennenzulernen. In den Blick genommen wird die moderne türkische Sprache, wie sie in der Türkei und in Deutschland gesprochen und geschrieben wird. Außerdem wird die zeitgenössische türkische Literatur und Kultur kontrastiv und interkulturell erforscht und unterrichtet. Dies gilt auch für unterrichtliche Lehr- und Lernprozesse, die besonders unter den Aspekten von Integrativität, Multimedialität und Interkulturalität berücksichtigt werden.

Auch die Beschäftigung mit kontroversen gesellschaftspolitischen oder weltanschaulichen Fragestellungen ist integraler Bestandteil von Forschung und Lehre. Ideologisch geprägte Beeinflussungsversuche oder diffamierende Übergriffe auf einzelne Universitätsmitglieder oder Gruppen missachten das allgemein geltende Gebot der Wissenschaftsfreiheit (mehr unter https://www.uni-due.de/de/universitaet/ort_der_toleranz.php) und werden nicht geduldet.