Mitteilungen

Institut für Kunst und Kunstwissenschaft/Kunstpädagogik

Ausstellung: Serie und Sammlung

Sammeln trägt Sinn in das Zerstreute.
(Johannes Cremerius)

Sammeln spielt nicht nur im Alltag eine Rolle, sondern wird auch in der Kunst als Strategie verwendet.
Die von Studierenden der Kunstpädagogik des Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft kuratierte Ausstellung „Serie und Sammlung“ zeigt, wie sich Studierende im Sommersemester 2017 mit dieser Thematik auseinandergesetzt haben. In einer Zusammenstellung ihrer Arbeiten, die aus den Bereichen Collage, Zeichnung, Malerei, Video sowie Skulptur stammen, werden die unterschiedlichen Herangehensweisen des Sammelns und des Prinzips der Serie in der Kunst sichtbar.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei!

Vernissage: 19.07.2017 ab 19 Uhr | Ort: Atelierhaus Schützenbahn 19–21
Dauer: 20.07.2017–21.07.2017 | geöffnet werktags von 14–20 Uhr

Sparkassenpreis 2017: Clemens Wustmans für Doktorarbeit über Tierethik ausgezeichnet

2017-07-06 Wissenschaftspreise Sparkasse Essen 1000-408

Am 06.07.2017 wurden die diesjährigen Wissenschaftspreise der Sparkasse Essen für herausragende Dissertationen aus Medizin, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften verliehen. Aus der Fakultät für Geisteswissenschaften erhielt den Preis Dr. Clemens Wustmans (Evangelische Theologie) für seine Promotionsschrift Tierethik als Ethik des Artenschutzes. Eine Position kriterialer Verantwortungsethik.
Inwieweit können Tiere zu Subjekten ethischer Überlegungen werden? Dieser Frage widmet sich die ausgezeichnete Dissertation von Clemens Wustmans aus evangelisch-theologischer Sicht und schließt damit eine Forschungslücke. Denn obgleich das Thema eine hohe gesellschaftliche Relevanz hat, lag keine einschlägige Monographie aus dieser Disziplin vor. Wustmans beschäftigt sich mit philosophischen und biblischen Voraussetzungen tierethischer Diskurse und setzt sich kritisch u.a. mit der Position Peter Singers auseinander, dessen Werk „Animal Liberation“ bis heute Grundlage von Tierrechts-Bewegungen ist. Wustmans zeigt, dass tierethische Debatten häufig anthropozentrisch oder pathozentrisch geführt werden. Mit anderen Worten: Wir Menschen schützen besonders, was wir als uns ähnlich empfinden oder was wir als leidensfähig ansehen. Es geht meist um das einzelne Tier – und nicht etwa um die Art: Die toten Fliegen an der Windschutzscheibe fallen nicht unter bisherige ethische Konzepte. Ob Nutztierhaltung und Ernährung, Nationalparks und Ökotourismus oder Zoos und die Praxis des Culling – die meisten Formen im Umgang mit Tieren sind kontrovers. Clemens Wustmans’ Ansatz einer Tierethik als Ethik des Artenschutzes geht über rein theologische Überlegungen hinaus. Er zeigt, wie wir als Menschen Verantwortung für den Schutz der uns umgebenden Biodiversität übernehmen können.

Publikation: Clemens Wustmans, Tierethik als Ethik des Artenschutzes. Chancen und Grenzen. Stuttgart 2015.
mca/11.07.2017; (c) Foto: Sparkasse Essen (in der Mitte: Clemens Wustmans)

KoWis bei Kongress des BMBF

Bonn zeigt die Zukunft

Kongress Bonn

Die Zukunft hat schon begonnen – zu sehen war dies auf dem Zukunftskongress Mensch – Technik – Interaktion des BMBF am 26. und 27. Juni 2017 in Bonn. Unter dem Motto „Technik zum Menschen bringen“ wurde dort gezeigt, wie immer intelligentere Technologien uns bei alltäglichen Aufgaben unterstützen werden. Neben einem umfangreichen Vortragsprogramm zeigte eine Ausstellung Forschungsprojekte zur technischen Entwicklung u.a. in Mobilität, Gesundheit, Lernen und Wohnen. Vorgestellt wurde dort auch das KOMPASS-Projekt, das vom BMBF an der Uni Bielefeld (CITEC) und am Institut für Kommunikationswissenschaft der Uni Duisburg-Essen, Abteilung Prof. Dr. Karola Pitsch, gefördert wird. Auf dem Kongress gezeigt wurde „Billie“, ein virtuelles Assistenzsystem für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen, an dessen Entwicklung die Essener KoWi beteiligt ist. Billie soll sozial kooperativ und „einfühlsam“ interagieren und über Fähigkeiten wie Verstehen oder Akzeptanz NutzerInnen besser unterstützen – hier berührt diese Technologie kommunikationswissenschaftliche Kernthemen.
Über Karola Pitsch erhielten auch Studierende der Kommunikationswissenschaft die Einladung des BMBF, den Zukunftskongress zu besuchen. Besonders faszinierend für sie: Innovationen wie die Mixed-Reality-Brille von Microsoft, HoloLens, oder der humanoide Roboter Pepper. Da im Bereich von Prof. Pitsch intensiv zu multi-modaler und zu Mensch-Roboter-Kommunikation geforscht wird, bot der Besuch in Bonn den Studierenden des Masterstudiengangs die seltene Gelegenheit, neueste Technologien aus diesen Bereichen hautnah erleben zu können.

07.07.2017/mca; Foto: Prof. Dr. Karola Pitsch mit Studierenden der Kommunikationswissenschaft im alten Plenarsaal des Bonner Bundestags. (c) Institut für Kommunikationswissenschaft

Poet in Residence 2017

Poetikvorlesungen, Lesung und Schreibwerkstatt mit Christoph Hamann:
Gehen – Stolpern – Schreiben. 10.–13.07.2017! Infos>>Christoph Hamann

Sommerkurs mit Gästen aus Australien

International Sommerkurs 2017
​Mit 15 Studierenden der Macquarie University, Sydney, Australien, hat die Sektion für Internationale Beziehungen der Fakultät für Geisteswissenschaften am 3. Juli 2017 den 9. Sommerkurs eröffnet. Der Sommerkurs geht auf die Initiative von Frau Dr. Claudia Benholz zurück (†) und fand 2009 erstmals in Essen statt.
Macquarie und UDE sind seit langem durch eine Kooperation verbunden. Über den Sommerkurs, der in großen Teilen über die Sektion finanziert wird, hat die Fakultät die Möglichkeit, eigene Studierende befreit von hohen Studiengebühren für ein Semester nach Sydney zu senden. Zwei mal im Jahr finden dazu Ausschreibungen statt. Am 15.7.17 beginnt die nächste Ausschreibung für unsere Studierenden für den Zeitraum Juli bis Dezember 2018. Die Sektion hat für die Gäste von "Down under" Sprach- und Landeskundeunterricht organisiert. Und natürlich gibt es auch wieder Exkursionen zu interessanten Zielen in Nordrhein-Westfalen. Der Kurs endet am 21.07.2017
/05.07.17

​​​Dies Academicus 17

Wir gratulieren Dr. Nina Preyer (Romanistik) zum Duisburg-Essener Lehrpreis 2017. Der Preis wurde am 28.06.17 auf dem diesjährigen Dies academicus verliehen.

Kommunikationswissenschaft

Drücken oder ziehen? Die Welt der Piktogramme

Piktogramme
Tür blitzt bei Berührung? Warnhinweise am Eingang von R12 (Foto: M. Arora)

Piktogramme begegnen uns überall im Alltag. Sie werden da eingesetzt, wo Sprache nicht funktioniert: Im Straßenverkehr und in Gebäuden. An Orten, wo Menschen international zusammenkommen. In Laboren. Denn sie geben schnelle Orientierung in einer fremden Umgebung, zeigen Verbotenes, Erlaubtes oder Gefahren an. Sie sind Werbeträger, Maskottchen, Protestzeichen, Sportsymbole. Dass sie all dies können, scheint an ihrer Eigenschaft zu liegen, unmittelbar verständlich zu sein, egal welchen kulturellen Hintergrund, welches Alter oder welche kognitiven Fähigkeiten der Betrachter hat. Doch wie werden Piktogramme eigentlich gestaltet, um dies zu leisten? Und wie werden sie von Betrachtern interpretiert? Diesen Fragen widmet sich die Doktorarbeit von Alexander Christian, die jetzt erschienen ist. >> weiterlesen

Reise nach Wuhan

UDE-Delegation besucht chinesische Top-Universitäten

Wuhan

Seit 35 Jahren pflegt die Medizinische Fakultät der UDE einen Austausch mit der Huazhong University of Science and Technology (HUST). Deren 110-jähriges Jubiläum war nun Anlass, die Zusammenarbeit mit anderen Fakultäten der UDE auszuweiten. Vom 19. bis zum 21.05.2017 besuchte eine Delegation bestehend aus Prof. Dr. Jens Martin Gurr (Anglistik) und Prof. Dr. Andreas Niederberger (Philosophie) sowie Prof. Dr. Rolf Müller (Physik),  Prof. Dr. Michael Giese (Chemie), Prof. Dr. Markus Taube (IN-EAST School of Advanced Studies) und Simone Müller (AAA) die HUST und die Wuhan University (WHU) in der Provinz Hubei (Zentralchina). Beide Hochschulen gehören zu den Top-Universitäten des Landes. Aus den Geisteswissenschaften war auch Swantje Weis (Institut für Sachunterricht) dabei. Sie hat den „Mitteilungen“ von ihrem Aufenthalt erzählt. >> weiterlesen

Frauenförderung

Das Gleichstellungsteam der Fakultät stellt sich vor

Gleichstellungsteam

Seit November hat die Fakultät für Geisteswissenschaften ein neues dezentrales Gleichstellungsteam: Auf der Frauenvollversammlung wurde am 02.11.16 PD Dr. Claudia Hiepel (Historisches Institut) zur Gleichstellungsbeauftragten gewählt. Unterstützt wird sie von ihren Vertreterinnen Stephanie Hück (Nichtwissenschaftliche Mitarbeiterinnen, Historisches Institut), Ilka Fladung und Dr. Judith Lange (Mittelbauvertreterinnen; beide Institut für Germanistik). Verstärkt wird das Team durch Ines Ziemniak (SHK).
Die Kernaufgaben des Teams sind gemäß dem gesetzlichen Auftrag die Arbeit in den Kommissionen sowie die Beratung der Fakultät in allen die Gleichstellung von Frauen betreffenden Fragen und bei der Erstellung des Frauenförderplans. Die Fakultät für Geisteswissenschaften ist in diesem Bereich bereits gut aufgestellt. 70 Prozent der Studierenden sind weiblich, mit 38 Prozent Professorinnen ist die angestrebte Quote von mindestens 40 Prozent Frauenanteil fast erreicht. Doch an diesen Zahlen wird auch deutlich: Auf dem Karriereweg innerhalb der Wissenschaft gehen Frauen verloren. Warum das so ist, ist eine der Fragen, mit denen sich das neue Gleichstellungsteam verstärkt befassen wird. Gerade bei den guten Bedingungen an unserer Fakultät zeigt sich darauf keine einfache Antwort – man muss genau hinsehen. Die bessere Beratung von Frauen nicht erst während Qualifikationsphase, sondern bereits im Studium wird einen weiteren Arbeitsschwerpunkt bilden. Demnächst soll es daher eine regelmäßige Sprechstunde für weibliche Fakultätsangehörige geben. Auch Workshops für Frauen zu Themen wie speziellen Fördermöglichkeiten oder der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind geplant.
Die Anforderungen an die Gleichstellungsarbeit sind in allen Statusgruppen unterschiedlich, das wird im Gespräch mit dem Gleichstellungsteam deutlich: Während für Akademikerinnen die Karrierelaufbahn mit ihren Stufen relativ klar ist und es v.a. darum geht, diese sukzessiv auch zu erreichen, sind die Aufstiegschancen für MitarbeiterInnen aus Technik und Verwaltung oftmals gering. Hier geht es vor allem um Themen wie Fort- und Weiterbildung, mögliche Höhergruppierungen bei Aufgabenänderungen und die Verhinderung einer zunehmenden Akademisierung von Arbeitsplätzen, die eigentlich für BewerberInnen vorgesehen sind, die einen Ausbildungsberuf gelernt haben.
Gleichstellung ist kein Selbstläufer. Denn auch Frauen in verantwortlichen Positionen setzen sich nicht immer für andere Frauen ein. Grund für Ilka Fladung, Claudia Hiepel, Stephanie Hück, Judith Lange und Ines Ziemniak, sich in diesem Bereich für unsere Fakultät zu engagieren. Sie sind sich einig: Obgleich gesellschaftlich und politisch schon viel erreicht wurde, sind wir von einem Idealzustand, indem Gleichstellung selbstverständlich wäre, auch in den Geisteswissenschaften noch weit entfernt.

Ausführliche Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf der Website der Gleichstellungsbeauftragten.

04.05.17/mca; Foto: Ines Ziemniak, Claudia Hiepel, Ilka Fladung, Judith Lange, Stephanie Hück (v.l.n.r)