Mitteilungen

Peter Stamm ist Poet in Residence

Peter Stamm

(c) Foto: Anita Affentranger

Karg und lakonisch ist seine Sprache. Lange Sätze, Sprachschmuck, Metaphern sind seine Sache nicht. Ihn interessiert, wie etwas funktioniert. In "präziser Prosa" schreibt er über die Liebe, das Erinnern, über Identität und Existenz. Der Schweizer Schriftsteller Peter Stamm hat zahlreiche Preise erhalten, hatte mehrere Poetikdozenturen inne und hat über seine Romane viel an Schulen gesprochen. Doch eine Deutungsrichtung vorzugeben, widerstrebt ihm zutiefst, selbst wenn es seine eigene ist: "Wozu sollten wir lesen, wenn wir nicht die Freiheit hätten, das herauszulesen, was wir wollen", sagt er und auch, dass er selbst seine frühen Romane heute anders liest als zur Zeit ihrer Entstehung. Über die Schönheit von Städten wie seinen Wohnort Winterthur hat Peter Stamm einmal gesagt, dass er sie auf Dauer nicht aushält und dass es eine "Schönheit der Ehrlichkeit" gibt. Ab 19. November 2018 übernimmt er die  Poetikdozentur des Wintersemesters an der UDE: "Der Schriftsteller schreibt, der Maler malt, der Musiker macht Musik, aber was wirklich zählt, ist etwas, was sie alle verbindet und was jenseits der technischen Ausführung liegt. Ich versuche herauszufinden, was einen Text zur Literatur macht, eine Wanderung voller Um- und Abwege."

Poetikvorlesungen

Schreiben ist Nebensache | Montag, 19.11., 16:00, S03 V00 E33
Sinnfragen sind Formfragen | Dienstag, 20.11., 16:00, S03 V00 E33
Ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang | Mittwoch, 21.11., 16:00, S03 V00 E33

Lesung aus Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt: Donnerstag, 22.11., 18.00, Casino

Schreibwerkstatt (nur für Studierende der Universität Duisburg-Essen): 20.11., 21.11., 22.11., jeweils 10–14 Uhr,  Casino (Anmeldung bei Stefanie Fleischer-Pantazis)

mca/12.11.18

Tagung am Historischen Institut Die Ver-Ortung der Bundesrepublik – Ideen und Symbole politischer Geographie nach 1945

Auch nach dem Ende des Dritten Reiches und der Pläne der Nazis für einen "eurasischen Großraum" war Deutschland nicht frei von Ideen einer symbolischen Geographie. Durch die Teilung schien den Nachkriegsdeutschlands die Zugehörigkeit zu den beiden Großräumen "Ost" und "West" förmlich eingeschrieben und trug zu deren jeweiligen Identitäen sowie Feindbildern bei. Doch neben der binären Logik des Kalten Krieges gab es stets noch andere mentale Landkarten. Mit seinem Ende stellten sich für die BRD neue Fragen z.B. einer gänzlich "westlichen", "europäischen" oder gar "christlich-abendländischen" Identität.
Bisherige Forschungsansätze, die vermeintlich feststehende räumliche Zuordnungen problematisierten, stellten meist  Aspekte eines Beispiels ins Zentrum der Analyse –  etwa das Konstrukt des "Westens" oder "Ostens" hinsichtlich politischer Symbolik, Kontextualisierung und historischer Entwicklung. Die Tagung unternimmt erstmals den Versuch, verschiedene Imaginationen von 1949 bis heute gemeinsam in den Blick zu nehmen, um Anknüpfungspunkte, Konvergenzen und Konfliktlinien auszuloten und der oft erhobenen Forderung nach Komparativität Rechnung zu tragen.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Tagung: Die Ver-Ortung der Bundesrepublik – Ideen und Symbole politischer Geographie nach 1945 | 14.–16.11.2018 | Glaspavillon | Veranstalter: Prof. Dr. Frank Becker (UDE), Prof. Dr. Michael Wala (RUB), Darius Harwardt (UDE) | Programm

Dr. Gülsah Mavruk (c) Foto: UDE

Sparkassenpreis für Dr. Gülsah Mavruk

Wir gratulieren Dr. Gülsah Mavruk (DaZ/DaF) zum Erhalt des Essener Sparkassenpreises für Geistes- und Bildungswissenschaften. Sie wurde heute ausgezeichnet für ihre Dissertation mit dem Thema Microteaching in der universitären Lehrerausbildung – Rekonstruktionen studentischer Erfahrungsräume im Berufsfeldpraktikum im Bereich Deutsch als Zweitsprache, die bereits den Diversitypreis der UDE erhielt. Die Arbeit befasst sich mit einem aktuellen Problem im Lehramtsstudium: der Vorbereitung von angehenden LehrerInnen auf Klassen, die durch den Zuwanderungshintergrund der Schüler von sprachlicher und kultureller  Heterogenität geprägt sind. In Bezug auf diese Situation leistete Gülsah Mavruk nicht nur innovative Forschung, sondern entwickelte darüber zugleich ein in der Schule konkret anwendbares Modell.

5.10.18/mca

(c) Foto: Tony Webster

Gastvortrag

The American Dream

Der Amerikanische Traum ist ein äußerst vielgestaltiges Konzept. Doch trotz einer Fülle an relevantem Material fehlt bisher eine hinreichende Definition. In seinem Vortrag "The American Dream: New Approaches to an Old Topic" beleuchtet der Ehrendoktor unserer Fakultät Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Peter Freese Ursprung und Geschichte des American Dreams, seine Kommerzialisierung in der Werbung und die kritische Reflexion in der Popmusik, um ein Inventar der Grundzutaten dieses Konzepts aufzuzeigen.

8.11.2018,  18.15 Uhr, S05 T00 B08

(c) Foto: PK 042

Interdisziplinäre Konferenz

Die Ordnung(en) der Arbeit.

Vom 7.–9. November 2018 findet am Promotionskolleg Die Arbeit und ihre Subjekte. Mediale Diskursivierungen seit 1960 die Konferenz „Die Ordnung(en) der Arbeit. Fiktionen und De/Konstruktionen einer geordneten und ordnenden Arbeitswelt“ statt. Sie befasst sich mit Bewegungen in der Arbeitswelt, Weisen der Institutionalisierung sowie „Normalisierung“ von Parametern. Außerdem werden dystopische und utopische Alternativvorschläge aus Kunst und Literatur gegen ausbeuterische Arbeitsverhältnisse erörtert.

7.–9.11.2018, KWI Essen

9. Forschungskolleg QuerILB

Inklusive Religionspädagogik der Vielfalt – Konzeptionelle Ansätze und Forschungsprojekte: Vortrag und anschließender Workshop

Religiöse Vielfalt und soziale Unterschiede in der Schule, heterogene Lerngruppen und inklusive Unterrichtsformen stellen die (Religions-)Pädagogik vor Herausforderungen sowohl in der Praxis als auch in der Wissenschaft. Die Veranstaltung führt anhand eines Vortrags und einer Präsentation von Fortbildungsmaterialien in Fragestellungen ein, die sich mit der Entwicklung einer inklusiven Religionspädagogik der Vielfalt stellen.

Programm

Gastvortrag Prof. Dr. Katajun Amirpur

Von Hashtags und schiitischen Diskursen: Die Genderfrage in Iran und im internationalen Diskurs

Dass Islam und Emanzipation ein Widerspruch sind, ist heute ein vielfach gehörtes Narrativ. In der islamischen Welt und auch in Deutschland zeigen aber viele Frauen, dass dieser Widerspruch nicht im Islam selbst begründet ist, sondern in einer patriarchalischen Lesart der Religion. Sie fordern daher die männliche Sicht auf die Religion und die Exegese heraus und formulieren einen eigenen Zugang, der ihnen islamisch verbriefte Rechte gibt.

Poster

Einladung: Das Feierabendbuch

​Nach Feierabend noch ein gutes Buch lesen – nur welches? Gemeinsam diskutieren wir uns durch den Dschungel der belletristischen Neuerscheinungen und küren den besten Titel: unser Feierabendbuch.
Bei Snacks und Getränken treffen wir uns am 30.10.18 ab 19:00 Uhr in der Heinrich-Heine-Buchhandlung direkt am Campus und diskutieren, kritisieren, loben und bewerten die folgenden Leseproben:

Susanne Röckel, Der Vogelgott

Heinz Helle, Die Überwindung der Schwerkraft

Marie Gamillscheg, Alles was glänzt

Ein Exemplar des Gewinner-Buchs wird am Ende verschenkt! Herzlich eingeladen sind alle Leser*innen aller Disziplinen. Weitere Infos hier!

Eine Veranstaltung der Redaktion Gegenwartskulturen
/22.10.18

Studies

Fakultät für Geisteswissenschaften: Drei neue Studiengänge

An unserer Fakultät gibt es ab diesem Semester drei neue Studiengänge. Der Bachelorstudiengang Türkeistudien sowie die Masterstudiengänge Geschichtspraxis Interkulturell und Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (DaF/DaZ) tragen Bedarfen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft Rechnung, die in jüngster Zeit zunehmend an Bedeutung gewonnen haben:
Im BA-Studiengang Türkeistudien können literatur-, sprach-, geschichts- und kulturwissenschaftliche Veranstaltungen besucht werden. Sie bieten einen breiten Überblick über die Türkei im europäischen und globalen Kontext. Neben Türkisch wird zudem ein Semester lang intensiv eine weitere Sprache vermittelt, z.B. Kurdisch, Arabisch, Griechisch, Osmanisch oder Armenisch.
Der MA-Studiengang Geschichtspraxis interkulturell verzahnt die Geschichtswissenschaft mit anderen Fachkulturen und der Berufspraxis. Angesichts religiöser, sprachlicher und ethnischer Diversität unserer Lebens- und Arbeitswelt geht es weniger um die Vermittlung der „einen“ Geschichte als um die Moderation  unterschiedlicher Geschichten. Der Studiengang kooperiert mit  Kulturinstitutionen, Behörden, Verwaltungen und Unternehmen.
Der MA-Studiengang Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (DaF/DaZ) reagiert auf den steigenden Bedarf im Bereich DaZ/DaF durch eine grundständige universitäre Ausbildung. Studierende werden inhaltlich und methodisch auf die Besonderheiten des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache, seine Vermittlung und Erforschung vorbereitet und lernen durch ein Lehr- und Forschungspraktikum die entsprechenden Berufsfelder kennen.

Alle Informationen finden Sie unter den entsprechenden Links!
/15.10.18

​​​Nachbericht Jubiläumskolloquium der Fachvereinigung Niederländisch

Fassade1

Am 24. und 25. September fand auf Einladung der Abteilung Niederländische Sprache und Kultur der UDE das 10. „Kolloqium der Fachvereinigung Niederländisch“ statt (Leitung: Prof. Dr. Heinz Eickmans/Prof. Dr. Ute Boonen). Beteiligt war auch das INTERREG-Projekt Nachbarsprache & buurcultuur, in das die UDE mit MitarbeiterInnen aus den Bereichen Niederlandistik, DaZ/DaF und InKuR eingebunden ist.
>> weiterlesen

Header182
​ 50 Jahre Gesellschaft für Angewandte Linguistik –
Internationaler Jubiläumskongress in Essen

Vom 10. bis zum 14. September war unsere Fakultät Gastgeberin einer besonderen Konferenz: Auf Einladung der anglistischen und germanistischen Linguistiken der UDE trafen sich SprachwissenschaftlerInnen aus rund 30 Ländern, um in Essen den 50. Geburtstag der Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL) zu feiern.
Sehr herzlich willkommen geheißen wurden die internationalen Gäste am Dienstag von Oberbürgermeister Thomas Kufen: Er stellte Essen vor, eine offene, tolerante Stadt, die schon seit langem von Miteinander unterschiedlicher Kulturen geprägt ist und die sich im Zuge des Strukturwandels zunehmend als Wissenschaftsstandort profiliert.
>> weiterlesen und Fotogalerie!

Germanistische Institutspartnerschaft mit der University of Namibia Projektseminar »Stadtwahrnehmung« in Windhoek

Windhoek 2018
"Das ist Namibia!" – Die TeilnehmerInnen des Projektseminars

Wie sehen Friedhöfe in Windhoek aus? Wie verändert sich das Bild einer Kreuzung in der Stadt über den Tag hinweg? Welches Bild geben Schulen in den verschiedenen Stadtteilen ab und wie sieht es jeweils genau gegenüber aus? Und wie spielen Weite und Enge in der Wahrnehmung einer Stadt wie Windhoek zusammen? Fragen wie diesen ging das vom DAAD im Rahmen der Germanistischen Institutspartnerschaft mit der University of Namibia geförderte Projektseminar vom 6. bis 11.9.2018 in Windhoek nach. Namibisch-deutsche Studententeams setzten unter Leitung von Prof. Dr. Julia Augart (UNAM) sowie Prof. Dr. Rolf Parr und Dr. Andreas Erb (UDE) ihre Projekte in Form von Fotostrecken und essayistischen Texten um. Die Ergebnisse wurden in einer viel beachteten kleinen Ausstellung präsentiert.

17.09.18/rp, (c) Fotos: Rolf Parr (zum Vergrößern anklicken)

Joachim Friedrich. (c) Foto: Friedenstein Bottrop

Autorenbesuch von Joachim Friedrich im Förderunterricht

Am Mittwoch, den 19. September, besucht der bekannte Kinderbuchautor Joachim Friedrich den Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund der Universität Duisburg-Essen. Joachim Friedrich wird aus seinem neuesten Buch vorlesen und mit den Kindern über das Schreiben und den Beruf des Autors diskutieren. Friedrich lebt mit seiner Familie in Bottrop und gehört zu den bekanntesten deutschen Kinderbuchautoren. Er schrieb unter anderem die Reihe 4 ½ Freunde über das Detektivbüro Kalle & Co. Der Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund bot zuletzt in den Sommerferien einen Sprachkurs mit dem Schwerpunkt Literatur sowie eine Schreibwerkstatt in Kooperation mit der lit.kid.RUHR an. In der Schreibwerkstatt wurden kreative Texte, beispielsweise Erzählungen, Gedichte und Raps, verfasst und vorgetragen. Nach den Schulferien wird die Schreibwerktstatt in Kooperation mit der lit.kid.RUHR weitergehen – interessierte Schülerinnen und Schüler sind herzlich eingeladen!

Der Autorenbesuch findet am 19.9.2018 um 15 Uhr in Raum R09 S04 B08 am Campus Essen statt. Weitere Informationen erhalten Sie von Dr. Eva Schmidt (eva.schmidt@uni-due.de) und Julia Plainer (julia.plainer@uni-due.de).

/07.09.2018