Mitteilungen

Tagung am Kulturwissenschaftlichen Institut

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Literatur in Zeiten der Überwachung

Wie wird in Zeiten von Überwachung erzählt? Diese Frage stellte am 5. und 6. Juli 2018 eine literaturwissenschaftliche Tagung am KWI (Leitung: Prof. Dr. Werner Jung/Dr. Liane Schüller). Die internationalen Referenten nahmen Literatur als Selbstbeobachtungsprogramm von Gesellschaften in den Blick und betrachteten so unterschiedliche literarische Gegenstände wie das mittelalterliche Spielmannsepos "Salman und Morolf", Hitchcocks "Fenster zum Hof" oder den Roman "Rote Handschuhe" von Eginald Schlattner. Im abschließenden Gespräch zeigte sich, dass trotz der äußerst vielschichtigen und heterogenen Perspektiven der Beiträge auf den Themenkomplex „Literatur und Überwachung“ einige Gemeinsamkeiten, aber auch Desiderate herausgearbeitet werden konnten. Den ausführlichen Bericht von Kira Ehlis (Studierende Literaturwissenschaft) finden Sie hier.
/12.07.18

Tagung: Literatur und Überwachung am KWI; (c) Fotos: Institut für Germanistik

Literaturgeschichte erleben: Exkursionen am Institut für Germanistik

Vom 6. bis zum 8. Juni 2018 fuhren Studierende der germanistischen Mediävistik auf Exkursion nach Xanten. Schon zum zweiten Mal besuchte die Essener Mediävistik die Siegfriedstadt. Dieses Mal ging es bei dem dreitägigen Blockseminar unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Schubert allerdings nicht um die Nibelungen, sondern um Iwein, den Ritter mit dem Löwen. Ihm hat das Siegfriedmuseum seine aktuelle Ausstellung gewidmet. Die Unterkunft in historischem Ambiente, Einblicke in Original-Handschriften und ein Minnesänger ließen das Mittelalter lebendig werden. Den ausführlichen Exkursionsbericht von Teilnehmerin Johanna Mett lesen Sie hier!

Ebenfalls auf literaturgeschichtlichen Spuren wandelten die Teilnehmer des fächervernetzenden Seminars Grimmwelt – Wörter, Märchen und mediale Adaptionen von PD Dr. Simone Loleit und Dr. Liane Schüller. Sie fuhren am 27. Juni 2018 nach Kassel, um die dortige Ausstellung "Grimmwelt" zu besuchen. Hier konnten die Studierenden – teilweise interaktiv – ihre Kenntnisse aus den Seminarsitzungen vertiefen und vieles über das Leben, Schaffen und Wirken der Brüder Grimm erfahren. Die Ausstellung zeigt wertvolle literarische und historische Exponate sowie ein eigens für die Grimmwelt gestaltetes Werk des Künstlers Ai Weiwei. Ein lohnender Besuch, der allen Beteiligten viel Spaß gemacht hat!

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02.07.18/Fotos: 1. Klever Tor, Xanten; 2. vor dem Hexenhäuschen in der Grimmwelt; 3. die TeilnehmerInnen der Kassel-Exkursion; (c) privat

Einladung zur Diskussionsrunde Das Feierabendbuch

Nach Feierabend noch ein gutes Buch lesen – nur welches? Die "Redaktion Gegenwartskulturen" lädt Studierende und Interessierte aller Disziplinen ein, aus drei Texten das beste Buch für den Feierabend zu küren. Zur Auswahl stehen Waguih Ghali: Snooker in Kairo, Thorsten Palzhoff: Nebentage und Ion Luca Caragiale: Humbug und Variationen. Bei Snacks und Getränken wird am 27.06.18 ab 19 Uhr in der Heinrich-Heine-Buchhandlung Essen gelesen und diskutiert! 

Kontakt: Vera Kostial, Institut für Germanistik literaturkritik@uni-due.de

Internationale Tagung DaF Gesprochene Sprache in der kommunikativen Praxis

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Die Tagung „Gesprochene Sprache in der kommunikativen Praxis – Analysen authentischer Alltagssprache und ihr Einsatz im DaF-Unterricht“ wird in Kooperation des Instituts für Germanistik der UDE mit dem Germanistischen Institut der WWU Münster vom 20. bis 22.6.2018 in Münster durchgeführt. Sie bringt AuslandsgermanistInnen zusammen, die sich mit der Erforschung von Strukturen des gesprochenen Deutsch und/oder ihrer Vermittlung im Unterricht befassen. Als Austauschforum über Projekte und Perspektiven der Vermittlung von Mündlichkeit im DaF-Unterricht in verschiedenen Ländern trägt sie zur Vernetzung der Forschenden und Lehrenden auf diesem Gebiet bei. Die Beiträge schlagen eine Brücke zwischen der Gesprochene-Sprache-Forschung, der Fremdsprachendidaktik und der Auslandsgermanistik, verzahnen Theorie und Praxis und treiben die Reflexion von Konzepten und Methoden voran.
Interessierte ZuhörerInnen wenden sich bitte an Beate Weidner oder an Juliane Schopf.| Programm

Institut für Anglophone Studien öffentliche Gastvorträge

Das Institut für Anglophone Studien lädt ein zu zwei Gastvorträgen von Prof. Dr, Matti Peikola (Turku) and Prof. Dr. Nicholas Brownlees (Florenz). Sie sind Teil des MA-Workshops "Framing (news) discourse", Interessierte sind herzlich willkommen!

Prof. Dr. Matti Peikola (Turku): Paratextual frames for interpreting and navigating Middle English biblical manuscripts | Donnerstag, 14.06.18 |10.15–11.45 Uhr | R12 V03 D02

Prof. Dr. Matti Peikola (Turku): The Early Modern English title-page as a site for promotional discourse | Freitag, 15.06.18 | 9.15–10.15 Uhr | R12 R04 B21 

Prof. Dr. Nicholas Brownlees (Florenz): Forms and functions of paratext and editorial comment in 17th-century English news | Freitag, 15.06.18 | 10.30–11.30 Uhr | R12 R04 B21 

(Für Studierende, die ein Auslandssemester in Turku verbringen möchten, besteht am 14.06.Gelegenheit, mit Prof. Peikola zu sprechen: 11–12 Uhr, R12 R04 A17.)

Es war einmal ein Märchenfest….

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… vor rund zwei Jahren, das war so schön, dass sich am Mittwoch, den 6. Juni, die Tore des Glaspavillons bereits zum zweiten Male öffneten. Wieder waren es Dr. Andrea Schäfer und – im Namen der Schulkooperationen - Privatdozentin Dr. Kerstin Hamacher-Lubitz, die einluden zu einer wahrlich märchenhaften Veranstaltung. Rund 120 wirklich sehr junge Forscherinnen und Forscher dreier Grundschulen machten sich, eskortiert von ihren Lehrerinnen, Lehrern und einem Schulleiter, auf den Weg nach Essen, wo sie ein kindgerechtes Angebot zur effizienten Sprachförderung erwartete, das vom traditionellen Märchenvorlesen und „Rapunzel“-Workshop bis hin zum Tatort-Spiel „Der Wolf und die sieben Geißlein“ reichte.
Die Besonderheit: Alle drei Forscherdelegationen wurden von Partnerschulen der Fakultät für Geisteswissenschaften entsendet. So profitierten Schülerinnen und Schüler der Oberhausener Bismarckschule, der Albert-Schweitzer-Grundschule aus Bottrop und der Grundschule Nordstadt, Velbert von diesem fabelhaften DaZ/DaF-Angebot. Begleitet von Dr. Schäfer und ihren Studierenden gelang es den begeisterten Gästen spielerisch, über das beliebte und vertraute Medium Märchen Sprache zu erfahren, zu erleben und zu vertiefen. Zugleich galt es, zum ersten Male Uni-Luft zu schnuppern und wer weiß das schon, fängt rückblickend nicht doch vieles an mit einem „Es war einmal…“?

/11.06.18; Text und Foto: Kerstin Hamacher-Lubitz. Foto:Nach dem Märchenfest: die Veranstalterinnen (2. u. 4. v. l.) mit einigen der zahlreichen Studierenden, die höchst engagiert mitwirkten, samt Requisiten zum Tatort-Spiel „Der Wolf und die sieben Geißlein“.

Peter Wawerzinek ist Poet in Residence

Wawerzinek

Autoren-Skooter nennt Peter Wawerzinek seine Poetikresidenz (11.–15.06.18) an der UDE. Unter dem Titel „Schreiberling sein ist nicht schwer“ kündigt er eine Tour durch den Literaturbetrieb an – vom weißen Blatt Papier, das der Autor mit Wörtern, Sätzen, Text füllt, bis zum Manuskript, zur Lesung. Um die „Lockungen und Nöte“ des Schreibens wird es gehen, denn wer schreiben muss, der schreibt, gleich, ob am Ende die Veröffentlichung steht.

„Ich bin ein Schreiberling, bin kein Fallen- oder Schriftsteller, der den Texten nachstellt wie der Jäger dem wilden Tier", sagt er, dessen autobiographischer Roman Rabenliebe (2010) mit dem Bachmann-Preis ausgezeichnet wurde: „Ich habe gedacht, wenn ich mich schreibend verschenke, entfliehe ich dem Teufelskreis der Erinnerung. Schreibend bin ich tiefer ins Erinnern hineingeraten als mir lieb ist“. In Schluckspecht (2014) folgen wir ihm in den Abgrund seiner Abstürze. Abstürze, die ihn an den Rand der Existenz brachten – und ohne die es die „literarische Existenz Peter Wawerzinek“ vielleicht nicht gäbe. Jetzt kommt Peter Wawerzinek, Schriftsteller, Hörbuchautor, Regisseur, Sänger und genialischer Poet, nach Essen, und lädt ein auf seine Skooter-Tour: „Und nach der Tour weiß man etwas mehr über sich und seine Schreiblust. Man lässt es sein oder schreibt fleißig weiter, und sagt sich: Eines Tages werde ich die richtigen Worte finden und sie werden einfach sein. (Jack Kerouac)“

Poetikvorlesungen:
Am Beginn liegt der Stift in der Hand - wann werden daraus Bücher?
Montag, 11.6., 16.00–18.00 Uhr, Glaspavillon (R12 S00 H11)

Über das Schreiben, den Haushalt und die Pflege der Worte
Dienstag, 12.6., 16.00–18.00 Uhr, Glaspavillon

Wie schwer und wie einfach ist es, mit oder ohne den Literaturbetrieb zu leben?
Mittwoch, 13.6., 16.00–18.00 Uhr, Glaspavillon

Lesung: Mittwoch, 13.6., 19.30 Uhr, Glaspavillon

Schreibwerkstatt:Dienstag, 12.6., Donnerstag 14.6. und Freitag, 15.6., jeweils 10.00 (ct) –14.00 Uhr in R09 S04 B02. Die Teilnahme an der Schreibwerkstatt ist den Studierenden der Universität vorbehalten. Anmeldungen im Sekretariat bei Stefanie Fleischer-Pantazis (WST-A.07.04) oder über stefanie.fleischer-pantazis@uni-due.de.

05.06.18/(c) Abbildung: Andreas Erb
Pressemitteilung der UDE

Cécile Wajsbrot. (c) Foto: Institut français Bonn

Autorenbegegnung Témoignage et littérature. Rencontre avec Cécile Wajsbrot

Cécile Wajsbrot gehört zu den wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen französischen Literatur. Eingebunden in einen intensiven Dialog mit anderen Künsten thematisieren ihre Romane das Verhältnis von literarischem Schreiben und Zeugenschaft, von historischem Dokument und ästhetischer Form. Ihr fünf Romane umfassender Zyklus Haute Mer steht nun kurz vor seiner Vollendung, und Cécile Wajsbrot wird an diesem Abend aus dem fünften Roman lesen, der unter dem Titel Destruction zu Beginn des neuen Jahres erscheinen wird und nach Musik, Skulptur, Malerei, Videokunst und Photographie nun die Literatur ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. Die lecture-débat wird in französischer Sprache sein. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Témoignage et littérature. Rencontre avec Cécile Wajsbrot | Mittwoch, 6. Juni 2018 | 18 Uhr | Casino des Studentenwerks, Reckhammerweg 3, Campus Essen | Moderation: Prof. Dr. Stephanie Bung
In Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Kulturzentrum Essen e.V.

/30.05.2018

Kooperation zwischen UDE und Stadt Gelsenkirchen InKuR: Neue Partnerschaft mit dem Museum Schloss Horst

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Das Institut für Niederrheinische Kulturgeschichte und Regionalentwicklung hat eine neue Jahrespartnerschaft geschlossen: Am 23.05.2018 um 18 Uhr wurde der Kooperationsvertrag zwischen der UDE, getragen vom InKuR, und der Stadt Gelsenkirchen, getragen vom Museum Schloss Horst, von Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke, Anette Berg, der Dezernentin für Kultur, Bildung, Jugend, Sport und Integration der Stadt Gelsenkirchen sowie Hans-Joachim Siebel, Leiter des Museums Schloss Horst und Prof. Dr. Ralf-Peter Fuchs, Direktor des InKuR in Anwesenheit der Presse, der InKuR-Mitglieder sowie Studierender unterzeichnet.
Diese Partnerschaft ergänzt die fünf bereits bestehenden Kooperationen des InKuR mit Städten und Gemeinden am Niederrhein und ist die erste Jahrespartnerschaft des Instituts. Die Jahrespartnerschaften sollen künftig regelmäßig mit verschiedenen Institutionen geschlossen werden und einer weiteren Vernetzung der Hochschule mit der Region sowie der Entwicklung neuer Projektideen dienen. ... >> weiterlesen

24.05.18/Simone Frank; Foto: Dominik Greifenberg (zum Vergrößern anklicken)

>> Pressemeldung der UDE

Einladung

Jubiläumsfeier: 10 Jahre beste Exkursion an der UDE

2008 war Liverpool Kulturhauptstadt Europas. Seitdem fährt Neil Deane (Institut für Anglophone Studien) jedes Jahr mit Studierenden und Interessierten aus der Fakultät in die Stadt am River Mersey – seine Heimat: Er kennt die schönen und die abseitigen Ecken, die Sehenwürdigkeiten und die schrägen Seiten und nicht zuletzt die guten Pubs der Stadt und zeigt sie seinen Mitreisenden auf der inzwischen legendären Fahrt. Dieses Jahr wird die Jubiläumsexkursion stattfinden – aber vorher wird gefeiert: ExkursionsteilnehmerInnen aus zehn Jahren teilen in einer Hommage an Liverpool am 23. Mai ihre Eindrücke einer der lebendigsten Städte der Welt in Bildern, literarischen, musikalischen und anderen unterhaltsamen Erinnerungen mit interessierten Gästen. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei!

Hommage an Liverpool – 10 Jahre Exkursion | Mittwoch, 23. Mai 2018 | 18 Uhr |
Die Brücke, Campus Essen

/16.05.18/ (c) Fotos: Neil Deane

Einladung zur Ausstellungseröffnung RESULTATE 2018

Resultate18

In ihrer Jahresausstellung RESULTATE 2018 präsentieren die Studierenden der Kunstpraxis an der UDE eine Auswahl der praktischen Arbeiten aus ihren Kursen. Dabei wird die Vielfalt der künstlerischen Themen – von  Malerei, Zeichnung und Grafik über Skulptur und Rauminstallation bis hin zu Fotografie, Video und Performance – zur spannenden Reise durch alle Facetten zeitgenössischen Kunstschaffens. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
 
RESULTATE 2018 | Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 16. Mai 2018 | 19 Uhr | Raum A87 (Campus Essen, Gebäude R12, 2.Etage) mit Begrüßung, Einführung, Klangperformance und Grillfest der Fachschaft Kunst.
/09.05.18

Samim Akgoenuel

Gastvortrag: Prof. Dr. Samim Akgönül (Straßburg)

Im Rahmen des Forschungskolloquiums Türkeistudien ist der Historiker und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Samim Akgönül an der UDE zu Gast. Am 9. Mail 2018 spricht er über Turks of France, Turks from France or French Turks: Political Loyalty and Identity Building.
Samim Akgönül ist Professor an der Universität Straßburg. Er forscht zudem am CNRS und lehrt an der Syracuse University. Seine Forschung befasst sich mit der Genese des Konzepts der "Minderheit" und mit unterschiedlichen religiösen Minderheiten in der Türkei sowie in West- und Osteuropa.

Gastvortrag in englischer Sprache: Turks of France, Turks from France or French Turks: Political Loyalty and Identity Building | Prof. Dr. Samim Akgönül (Straßburg) | Mittwoch, 09.05.18 | 18.15 Uhr | R12 V03 D20 | Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

/04.09.18, (c) Foto: privat

Nachbericht internationale Tagung

Utopie

Anderswo im Anderswann. Autofiktion als Utopie

Mit dem Utopischen des autofiktionalen Selbstentwurfs befasste sich vom 21. bis zum 23. März 2018 die internationale Tagung Anderswo im Anderswann. Autofiktion als Utopie der UDE (Bereich LuM, Prof. Dr. Rolf Parr), der WWU Münster und der RU Nijmegen, in Gnadenthal bei Kleve.
Die aktuelle Utopieforschung hat sich von idealisierenden Zukunftsvisionen verabschiedet. Sie diskutiert Utopie (u.a.) als ‚Impuls’, ‚Methode’ oder als ‚Bewusstsein’. Mit dem Fokus auf die Utopie kommt das Imaginäre, Visuelle und Fantastische in den Blick, das die Autofiktion von der Autobiographie unterscheidet. Wie aber muss man sich ein Bewusstsein vorstellen, das sich nicht in Deckung mit dem Realen befinden will? Wie entwirft es sich, wie stellt es sich literarisch dar? Diesen Fragen gingen die 16 Vorträge der Tagung nach und nahmen dabei Werke vom 18. Jahrhundert bis zu aktuellen Literaturverfilmungen in den Blick. Einen ausführlichen Konferenzbericht von Miriam Zeh (Frankfurt) können Sie hier nachlesen.

/30.04.18; Bild: Makis E. Warlamis, Utopien 04. Kunstmuseum Waldviertel

Prof. Dr. Klaus Michael Meyer-Abich. (c) Foto: Ulrich Bartosch

Nachruf

Trauer um Prof. em. Dr. Klaus Meyer-Abich

Die Fakultät für Geisteswissenschaften trauert um Prof. em. Dr. Klaus Michael Meyer-Abich (Institut für Philosophie). Meyer-Abich wurde 1972 auf den Lehrstuhl für Naturphilosophie an der im selben Jahr gegründeten Universität-Gesamthochschule Essen berufen, deren erstem Senat er angehörte. Von 1976 bis 1981 leitete der Philosoph und Physiker den VDW, von 1984 bis 1987 war er Wissenschaftssenator in Hamburg. Nach seiner Forschungsprofessur »Kultur­geschichte der Natur« 1989 bis 1996 am KWI kehrte er 1997 an die Universität Essen zurück, wo er bis zu seiner Emeritierung 2001 forschte und lehrte. Am 19.04.18 verstarb Klaus Michael Meyer-Abich nun im Alter von 82 Jahren. Seine Thesen einer holistischen Naturphilosophie, seine Gedanken zu Umwelt und Energienutzung, zum Frieden mit der Natur, zu Gesundheit als politischer Aufgabe, die er in zahlreichen Publikationen ausarbeitete, sind heute aktueller denn je.

/24.04.18

Willkommen an der Fakultät Prof. Dr. Hannes Krämer

Prof Dr Hannes Kraemer

Die Fakultät begrüßt ein neues Mitglied: Prof. Dr. Hannes Krämer hat zum Sommersemester 2018 den Ruf auf die Professur "Institutionelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Kommunikation in Institutionen und Organisationen" am Institut für Kommunikationswissenschaft angenommen.
Hannes Krämer hat Kommunikationswissenschaft und Praktische Sozialwissenschaften an den Universitäten Duisburg-Essen, Maynooth (Irland) und Bern (Schweiz) studiert. Sein wissenschaftlicher Werdegang führte ihn zunächst ans Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Universität Konstanz (Projekt: „Zur Genealogie und Praxis des Kreativsubjekts“). Von 2010 bis 2017 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Vergleichende Kultursoziologie (Prof. Dr. Andreas Reckwitz) der Europa-Universität Viadrina. Von 2017 bis 2018 war Krämer Koordinator des Forschungszentrums B/ORDERS IN MOTION und Leiter der Forschungsgruppe „Border & Boundary Studies“ an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder.
Prof. Krämers Forschung zielt auf die Analyse kommunikativer Praxis in sozial und kulturell heterogenen Institutionen und Organisationen in verschiedenen sozialen Feldern: So zählt zu seinen Arbeitsschwerpunkten unter anderem die Grenzforschung. Prof. Krämer ist Gründungsmitglied der Sektion „Kulturwissenschaftliche Border Studies“ der Kulturwissenschaftlichen Gesellschaft; 2019 erscheint das von ihm mit herausgegebene „Handbuch Grenzforschung“ und in wenigen Wochen das Themenheft „Komplexe Grenzen“ bei der Berliner Debatte Initital.
Außerdem forscht Hannes Krämer, der für seine ethnografische Arbeit selbst einige Jahre in der Werbebranche tätig war, zum Feld künstlerisch-kreativer Erwerbsarbeit und ist Sprecher des entsprechenden DFG-Netzwerks. Im Gegenstandsbereich aktueller Arbeits- und Organisationsforschung gilt sein Interesse ebenso der Zukunftspraxis von Organisationen. Der Sammelband How Organizations Manage the Future. Theoretical Perspectives and Empirical Insights wird in Kürze erscheinen.

Wir heißen Hannes Krämer sehr herzlich als Professor an unserer Fakultät willkommen!
 

/18.04.18; (c) Foto: mca

Nur Streifen

Sommersemester 2018 – Aktuelles

Ehrenprofessur der Fakultät

Dr. Ludger Claßen ist zum Ehrenprofessor der Fakultät für Geisteswissenschaften ernannt worden. Die Urkundenübergabe durch den Dekan, Prof. Dr. Dirk Hartmann, fand am 10.04.18 statt. Ludger Claaßen, langjähriger Geschäftsführer des Klartext-Verlages in Essen, ist der Fakultät  seit über 30 Jahren auf vielfältige Weise verbunden, insbesondere dem Bereich LuM. Dort baute er den Bereich "Verlagspraxis" des Studiengangs mit auf, war lange Zeit als Dozent tätig und ermöglichte vielen Studierenden in seinem Haus Einblicke in das Verlagswesen. Der Klartextverlag hat nicht nur ein umfangreiches Regionalprogramm zu Ruhrgebietsthemen aufgelegt, sondern immer wieder auch wissenschaftliche Schriften aus den Ruhrgebietsuniversitäten veröffentlicht. Selbst Germanist und Historiker, hat Ludger Claßen neben seiner erfolgreichen Verlegertätigkeit zahlreiche wissenschaftliche Beiträge an der Schnittstelle von Literatur- und Geschichtswissenschaft publiziert. Die Fakultät freut sich, ihn als Ehrenprofessor gewonnen zu haben und gratuliert zugleich sehr herzlich.

Neues Prorektorat

Prof. Dr. Barbara Buchenau (Institut für Anglophone Studien, Nordamerikastudien) hat zum 1.4.18 das Amt der Prorektorin für Gesellschaftliche Verantwortung, Diversität & Internationales übernommen. Mit der Umbenennung hat das ehemalige Prorektorat für Diversity Management seinen Schwerpunkt erweitert. Die Arbeit schließt neben den Bereichen Diversity-Management, das an der UDE  einen starken Forschungsaspekt beinhaltet, und Gleichstellung auch solche Aktivitäten der Uni ein, die in die außeruniversitäre Gesellschaft hineinwirken sollen oder auf einen verstärkten Austausch mit ihr hinwirken. Die regionale Verankerung der Universität fällt ebenso in das erweiterte Ressort wie die Stärkung der internationalen Vernetzung der UDE.

Neue Gleichstellungsbeauftragte

Ebenfalls seit 1.4.18 hat die Universität mit Prof. Dr. Christine Heil (Institut für Kunst und Kunstwissenschaft) eine neue Gleichstellungsbeauftragte. Sie löst damit die langjährige Gleichstellungsbeauftragte der UDE, Ingrid Fitzek, ab, die die Geschäftsführung des IAQ übernimmt. 2014 bis 2016 war Christine Heil bereits Gleichstellungsbeauftragte der Fakultät.

Kolloquien, Vorlesungen, Reihen

Auch in diesem Semester finden an den Instituten der Fakultät wieder zahlreiche Vorlesungen, Kolloquien und Vortragsreihen statt, zu denen die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist. Die Programme stellen wir für Sie in der rechten Spalte dieser Seite zusammen. Bitte informieren Sie uns, wenn Ihnen dort ein Eintrag fehlt.

Kontakt

10.04.18/mca