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Illustrator in Residence: Tobias Krejtschi

2020-2021 Universität Duisburg-Essen 

                                                                           
In Deutschland war die Universität Duisburg-Essen die erste und lange Zeit die einzige Hochschule, die dem amerikanischen Beispiel folgte und Gegenwartsautoren als Gastdozierende für Lesungen und Seminare an die Universität holte. Dieser Tradition folgend steht beim Projekt "Illustrator in Residence" ebenfalls ein Künstler im Fokus des Interesses, jedoch ein "Illustrator" – und kein "Poet". Angedacht ist der Hamburger Autor und Illustrator Tobias Krejtschi, der ein vielfach prämiertes und umfängliches Bilderbuchwerk vorgelegt hat.

Ähnlich wie bei Autorenlesungen als klassische Form der Autorenbegegnung unterteilt sich die Veranstaltung in verschiedene Bestandteile: Nach der Vorstellung des Illustrators und seines Werks folgt der Vortrag des Künstlers; in diesem spricht er von seiner Arbeit, von der Entstehung seiner Bücher; ein "Illustrator in Residence" also, der analog zu seinen schriftliterarischen Pendants den Zuhörenden seine Ästhetik, seine Poetik, darlegt. Daran knüpfen ein Gespräch zwischen Künstler, Moderierenden und Teilnehmenden sowie das Signieren der Bücher an; dabei bietet letzteres Gelegenheit, individuell mit dem Künstler in Kontakt zu treten.
Gerahmt wird diese Begegnung von verschiedenen literaturwissenschaftlich und literaturdidaktisch ausgerichteten Lehrveranstaltungen im Fach Deutsch für das Lehramt an Grundschulen, wodurch sich auch die Wahl des Bilderbuchs als Buchgattung erklärt. In den Lehrveranstaltungen werden sich die Studierenden zum einen literatur- und medienwissenschaftlich analytisch mit dem Werk Tobias Krejtschis‘ beschäftigen, zum anderen werden sie sich literaturdidaktisch mit Möglichkeiten der Vermittlung auseinandersetzen, insbesondere in puncto Leseförderung und -motivation.
Die Studierenden erproben damit eine Form der Literaturvermittlung, die heute zum Repertoire schulischer Leseförderung gehören sollte: Derartige Begegnungen mit Autoren bzw. Illustratoren zählen zu den leseanimierenden Verfahren, mit denen Lesemotivation aufgebaut, Anschlusskommunikationen ermöglicht und nachhaltige literarische Leseerfahrungen gefördert werden.

Das Projekt wird durch zentrale Qualitätsverbesserungsmittel der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Duisburg-Essen gefördert.

Plakat des Projekts

Lehr-Lern-Innovationen 2020: Forschendes Lernen

2020-2021 Universität Duisburg-Essen

Forschendes Lernen umfasst idealerweise alle Phasen des Forschungsprozesses; angefangen bei der Entwicklung einer Fragestellung bis hin zur Publikation der Ergebnisse. Die Veröffentlichung der Ergebnisse studentischer Forschung bleibt jedoch oftmals aus. Dies mindert nicht nur das Entstehen von Forschungsinteressen bei Studierenden, auch Mechanismen des wissenschaftlichen Veröffentlichungsprozesses, insbesondere aktuelle Entwicklungen im Open Access Publishing, bleiben den Studierenden fremd.
Hier setzt das Projekt an: Den Studierenden soll die Möglichkeit gegeben werden, einen Artikel für das wissenschaftliche Internetportal KinderundJugendmedien.de zu schreiben. Durch das Projekt sollen Prozesse des forschenden Lernens gefördert und Studierende am digitalen Publikationsdiskurs beteiligt werden. Das Projekt adressiert damit nicht nur digitale Kompetenzen, sondern bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich mit Forschungstätigkeiten auseinanderzusetzen und diese zu erproben: Weiter stärkt es das Entstehen von Forschungsinteressen, die "forschungsbezogene  Selbstwirksamkeitserwartung" der Studierenden sowie Kompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens, die Studierenden im Bachelorstudium oft noch fehlen (was die Ergebnisse schriftlicher Arbeiten leider häufig reflektieren).

Das Projekt wird durch das Programm Lehr-Lern-Innovationen des Zentrums für Hochschulqualitätsentwicklung der Universität Duisburg-Essen gefördert.

Homepage Lehr-Lern-Innovationen

Curriculum 4.0.nrw Digitale Transformation

2020-2021 Universität Duisburg-Essen

Das Projekt zielt auf die Erweiterung und Ergänzung der literaturwissenschaftlichen und -didaktischen Module im Fach Deutsch des BA-Studiengangs Grundschullehramt um die Anforderungen der digitalen Transformation: Von den zukünftigen Lehrkräften wird erwartet, dass sie Unterrichtsprozesse sowohl mit als auch über digitale Medien gestalten, dass sie mit diesen als Unterrichtsgegenständen umgehen und sie in Anwendung von digitalen Unterrichtsmedien und Werkzeugen in den Unterricht integrieren, dass sie entsprechende fach- und unterrichtsmethodische Kenntnisse anwenden und am digitalen Publikationsdiskurs teilnehmen können.
Hierzu sollen u.a. der Gegenstandsbereich der Module erweitert, fachspezifische Methoden um Digital Humanities ergänzt und literaturtheoretisches Wissen zur Medienkonvergenz vermittelt werden. Weiter sollen die Studierenden im Sinne des forschenden Lernens dabei unterstützt werden, Prüfungsleistungen veröffentlichen zu können.

Mit der Förderlinie Curriculum 4.0.nrw unterstützt die Landesregierung in Kooperation mit dem Stifterverband die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen bei der Digitalisierung der Hochschullehre. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft stellt dafür im Rahmen der landesweiten Digitalisierungsoffensive bis 2022 insgesamt 7,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Zur Presseerklärung auf den Seiten des Landesportals NRW

Transmediale Motivik

Universität Bremen/Universität Duisburg-Essen

Wenn Michel Foucault in "Die Ordnung der Dinge" darauf verweist, dass die "Dinge zu erkennen, bedeutet das System der Ähnlichkeiten zu enthüllen, die sie einander nahe und verbindlich werden ließen", dann verweist er damit auf eine zutiefst menschliche Eigenschaft bzw. Tätigkeit: Die Suche nach sich wiederholenden Ähnlichkeiten, wiederkehrenden Konstellationen und Mustern lässt sich als kognitionspsychologischer Prozess begreifen – und wird auch in der literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzung immer wieder thematisiert.
Davon zeugt die Bedeutung der Intertextualitäts- und Intermedialitätsforschung; in concreto beispielsweise das im Kontext der Kinder- und Jugendmedien immer wieder vorkommende "inhaltliche Muster" (Christiane Lubkoll) der Elternferne, welches Oliver Twist, Harry Potter, Pippi Langstrumpf, Mowgli und viele andere Figuren über Genre-, Gattungs-, und Mediengrenzen hinweg miteinander verbindet. Foucault bezeichnet diese Verweisbeziehungen als  "Knoten in einem Netz"; diesen Knotenpunkte entspricht das Motiv, das als verbindendes Element ein Netz von narrativen Medien konstituiert, aber gleichsam durch eben dieses konstituiert wird.
Ziele des Forschungsprojekts sind die Erarbeitung eines trennscharfen und operationalisierbaren Motivbegriffs, einer typologischen Ordnung von Motiven in Kinder- und Jugendmedien sowie die Entwicklung eines tragfähigen Analyseinstruments, das in Form eines Modells sowohl den narrativen Kern von Motiven erkennbar macht als auch seinen unterschiedlichen konkreten Ausgestaltungsdimensionen und -ebenen gerecht wird. Dieses Modell, das ein langjähriges Desiderat der Kinder- und Jugendliteraturforschung adressiert (vgl. O’Sullivan 2000, S. 70), wurde 2019 in einer ersten Veröffentlichung vorgestellt – und diente als Grundlage für ein Symposium an der Universität Duisburg-Essen. Derzeit wird die Veröffentlichung der Tagungsergebnisse vorbereitet.

Das Fokusprojekt wird durch Mittel der Zentralen Forschungsförderung der Universität Bremen unterstützt; das Symposium wurde durch die Geisteswissenschaftliche Fakultät der Universität Duisburg-Essen gefördert.

 

Zur Internetseite des Projekts

Zu einem Bericht über das Symposium auf KinderundJugendmedien.de

Plakat des Symposiums

Autor vor Ort

Autor Vor Ort Logo

Autor vor Ort ist ein Konzept im Bereich der Essener Literaturwissenschaft/Literaturdidaktik, das Lehramtsstudierenden literarische Erfahrungen im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur ermöglicht und ihnen zugleich ein Forum bietet, in Kooperation mit ansässigen Schulen eigene Studien- und Forschungsergebnisse einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Am 22.6.2020 wird Salah Naoura zu Gast in Essen sein.

Organisation und Veranstaltungsleitung: Dr. Bettina Oeste

bettina.oeste@uni-due.de

 

Nähere Hinweise zur Veranstaltung

Flyer mit Hinweisen für interessierte Studierende

Flyer mit Hinweisen für Schulen, die an der Veranstaltung teilnehmen möchten

Flyer für interessierte WissenschaftlerInnen und/oder PraktikerInnen, die eine Publikation zu dem Werk Salah Nouras beitragen möchten