Personen im Historischen Institut: Olav Heinemann

Geisteswissenschaften
Anschrift
Universitätsstr. 12
45117 Essen
Raum
R09 S03 B89
Sprechzeiten
Nach Vereinbarung

Funktionen

  • Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in, Geschichte
    GeiWi/Hist. Institut
    Anschrift
    Universitätsstr. 12
    45117 Essen
    Sprechzeiten
    Nach Vereinbarung

Forschungsschwerpunkte

Geschichte der Frühen Neuzeit
Adelsgeschichte
Genealogie
Heraldik

Werdegang

2003 – 2008
Studium der Geschichtswissenschaft und Anglistik an der Universität Duisburg-Essen

2008 Magister Artium (M.A.).
Thema der Abschlussarbeit: Dortmund in der „Battle of the Ruhr“. Die Großangriffe im Mai 1943, ihre Folgen und  die Reaktion der NSDAP

2009 – 2010
Wissenschaftliche Hilfskraft im Historischen Institut der Universität Duisburg-Essen

2010 – 2013
Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Duisburg-Essen im DFG-Projekt „Adel und Abstammung. Die Rezeption Widukinds von Sachsen im Kontext genealogischer Adelslegitimation in der Frühen Neuzeit“ (Prof. Dr. Brakensiek)

2014
Promotion zum Doktor der Philosophie (Dr. phil.)
Titel der Dissertation: Das Herkommen des Hauses Sachsen. Genealogisch-historiographische Arbeit im 16. Jahrhundert.

seit 2014
Koordinator des von der DFG geförderten Graduiertenkollegs „Vorsorge, Voraussicht, Vorhersage. Kontingenzbewältigung durch Zukunftshandeln“

Forschungsprojekt

Dr. Olav Heinemann 

Das Herkommen des Hauses Sachsen. Genealogisch-historiographische Arbeit der Wettiner im 16. Jahrhundert.

Leiter: Prof. Dr. Stefan Brakensiek
Drittmittelgeber: DFG
Laufzeit: 2010 - 2013 (abgeschlossen)

Die Historiographie des 16. Jahrhunderts hatte bereits zurzeit der Aufklärung, vor allem aber seit dem Historismus, einen schlechten Ruf, u.a. bedingt durch ihren höfischen Entstehungs- und Verwertungszusammenhang. Insbesondere den genealogischen Arbeiten mit ihren Auswüchsen in Form weit zurückreichender, phantastisch anmutender Ahnenreihen wurde mangelnde Wissenschaftlichkeit attestiert. Dass auch das sächsische Fürstenhaus hierin keine Ausnahme darstellt, davon legt die Ahnengalerie im „Langen Gang“ des Dresdner Schlosses ein beredtes Zeugnis ab. Das Negativurteil von Historikern früherer Jahrhunderte soll jedoch nicht den Weg zu einer Neubewertung verstellen. Die Dissertation untersucht die genealogisch-historiographischen Aktivitäten der Wettiner im 16. Jahrhundert und geht dem Verständnis von historischer Wahrheit nach, das die humanistische Geschichtsschreibung jener Zeit geleitet hat. Sie zeigt auf, wie dynastisches Herkommen durch Geschichtsschreibung geschaffen, verfeinert und popularisiert wurde. ferner wird analysiert, wie durch Schematisierung und Visualisierung, insbesondere auch durch den Einsatz der Heraldik, genealogische Evidenz geschaffen wurde und welche Bedeutung dabei den Netzwerken humanistischer Gelehrter und Künstle zukam.

Die Dissertation ist 2015 im Leipziger Universitätsverlag als Band 51 der Reihe „Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde“ erschienen (ISBN 978-3-86583-983-1 ).

Publikationen

Das Herkommen des Hauses Sachsen. Genealogisch-historiographische Arbeit der Wettiner im 16. Jahrhundert (Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde, Bd. 51). Leipzig 2015.

Zusammen mit Stefan Brakensiek: Von Enger nach Dresden. Widukind in den Genealogien der sächsischen Kurfürsten, in: Das Widukind Museum Enger. Geschichte, Kultur und Infotainment 2006-2016 (Stadtgeschichtliche Beiträge im Auftrag der Stadt Enger, Bd. 10), Bielefeld 2016, S 19-30.

Herrschaftslegitimation durch genealogisch-historiographische Arbeit unter Kurfürst August, in Winfried Müller, Martina Schattkowsky, Dirk Syndram (Hg.): Kurfürst August von Sachsen. Ein nachreformatorischer »Friedensfürst« zwischen Territorium und Reich. Dresden 2017, S.74-83.

Ein frühneuzeitlicher Trikephalos: eine Triade aus Drache, Löwe und Adler, in: Herold-Jahrbuch (Neue Folge), Band 22, Berlin 2017, S.71-100.