Obwohl das Thema der Nachhaltigkeit heute in allen Medien zu finden ist und viele Unternehmen einen Nachhaltigkeitsbericht präsentieren, ist die Bedeutung des Begriffes der Nachhaltigkeit in unserer Gesellschaft noch weitgehend unbekannt.

Hans Carl von Carlowitz gilt bis heute als Vater des Nachhaltigkeitsgedankens, jedoch wurde dieser erst im Jahre 1987 im Zuge des durch die Brundtland-Kommission erarbeiteten Berichtes über die langfristigen Perspektiven für eine umweltschonende Entwicklungspolitik definiert:

Im Zuge von globalen Veränderungsprozessen, wie dem Wachstum der Weltbevölkerung, enormen Ressourcenverbrauch, Klimawandel, Entwaldung und Verlust der Biodiversität soll eine Nachhaltige Entwicklung diesen Prozessen so entgegenwirken, dass sie die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre Bedürfnisse nicht mehr befriedigen können.

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Der Brundtland-Bericht bildete die Grundlage für die UNO-Konferenz über Umwelt und Entwicklung im Jahr 1992. Insgesamt 178 Staaten bekannten sich auf dem Gipfel von Rio de Janeiro zum Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung und schufen dadurch ein für das 21. Jahrhundert globales Aktions- und Handlungsprogramm - die Agenda 21.

Bis heute knüpfen weitere Gipfel und Aktionspläne an die Rio-Konferenz von 1992 an, wie die von 2005-2014 ausgerufene Weltdekade für Bildung für Nachhaltige Entwicklung.