GERMANISTIK - UNIVERSITÄT DUISBURG-ESSEN
Das Institut für Germanistik
Das Institut für Germanistik, das der systematischen und historischen Erforschung der deutschen Sprache und Literatur gewidmet ist, gliedert sich an der Universität Duisburg-Essen in vier Abteilungen:
Auf jeweils eigenen Seiten informieren die Abteilungen über ihre interne Struktur sowie über ihre Aktivitäten in Lehre, Forschung und Wissenstransfer.
Im Jahr 2013 wurde zudem das abteilungsübergreifende Germanistische Zentrum für Rhetorik und Aufführungspraxis - Ruhrpodium gegründet.
Aktuelles
Informationen zum Studienstart inkl. Zulassungsverfahren zu Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2026
Für Informationen zum Studienstart und zum Zulassungsverfahren zu Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2026 beachten Sie bitte die Hinweise in der Rubrik Aktuelles für Studierende.
Nachruf auf Dr. Hannes Krauss (1945 -2026)
„Ich selbst bin Ende der sechziger Jahre, im Rahmen von Arbeiten zum nouveau roman eher zufällig auf ein paar neuere DDR-Romane gestoßen. Einen nouveau roman habe ich darunter zwar nicht gefunden, vieles indes, was mir fremd, weil in meinem Tübinger und Berliner Literaturwissenschaftsstudium inexistent war.“ Hannes Krauss
Hannes war ein Schwärmer. Zudem ein Meister des mündlichen wie schriftlichen, immer wieder auch subtil ironisch gefärbten Wortes. Seine Leidenschaft die Literatur. Und die die ästhetischen Qualitäten von literarischen Texten hat sein jahrzehntelanges Engagement für Literatur in Forschung und Lehre, seinen Einsatz für Autorinnen und Autoren nicht nur an der Universität geprägt. Hannes Krauss war ein überaus genauer Leser mit scharfem Blick für scheinbar nebensächliche Details im Text, die er in präzisen Analysen aufgriff und in diversen Veröffentlichungen, Aufsätzen, Essays, Handbuchartikeln sowie auch in Rezensionen (u. a. in konkret, in der Freitag oder zuletzt noch bei literaturkritik.de) seiner Leserschaft wiederum eingängig nahezubringen verstand. Auch Generationen von Studierenden, die Hannes Krauss von 1973 bis zur Pensionierung 2010 erlebt haben, werden sein Engagement, das – in seiner ihn kennzeichnenden Zugewandtheit und Verbindlichkeit – seine Lehrveranstaltungen prägte, bestätigen können.
Seine Grundlagen erarbeitete Hannes Krauss sich in Tübingen und West-Berlin; er studierte Germanistik und Geschichte auf Lehramt und war Teil des Kolloquiums von Walter Höllerer. Von hier stammt sein theoretisches und literaturhistorisches Rüstzeug, auf das er immer gerne – auch in Form von Anekdoten – zurückgriff. Nach einer Zwischenstation im Lehrdienst zog es ihn von Berlin ins Ruhrgebiet – erst als Mitarbeiter in der Linguistik/Didaktik bei Karl-Dieter Bünting, bevor Jochen Vogt ihn als Akademischen Rat in die Literaturwissenschaft holte. Hier verfestigte sich eine intensive Lese- und Forschungsbeziehung zwischen Hannes Krauss und der Nachkriegs-/Gegenwartsliteratur, insbesondere der Literatur der DDR.
Neben dem Forschungsschwerpunkt „DDR“, der 1994 auch zu seiner Promotion führte, war es die ebenso intensive Freundschaft zu Jochen Vogt, die sich früh andeutete und bis zum Tode der beiden Freunde binnen weniger Monate anhielt.
Durchdrungen von der lebenspraktischen Bedeutung literarischer Texte für die Lesenden, hat Hannes Krauss nicht nur als akademischer Lehrer gewirkt, sondern hat seit jeher seine Tätigkeit auch als Literaturvermittler außerhalb des Universitätsbetriebs gesehen – unter anderem im Dringenberg Kreis oder im öffentlichen Raum, etwa in dem in vielen Auflagen erschienenen Lesebuch Vom Nullpunkt zur Wende, das er über Jahrzehnte in der Auslandsgermanistik bekannt machte, zudem bei der Durchführung von Lesungen und Diskussionen in der Stadtbibliothek und in vielen Buchhandlungen, schließlich als Juror des Literaturpreises Ruhr, wo Hannes Krauss mit eindrucksvollen Laudationes auf Preisträgerinnen und Preisträger aufgefallen ist (siehe hierzu auch die Nachrufe von Jens Dirksen: Außergewöhnlicher Liebhaber der Literatur in der WAZ vom 28. 2. 2026 und Liebhaber der Literatur und des Ruhrgebiets unter https://www.literaturgebiet.ruhr/magazin/).
Dabei reichte sein Blick auf Literatur weit über regionale Bezüge hinaus: Sein Engagement im weit verzweigten Erasmusnetz, die germanistischen Institutspartnerschaften (in Italien, Portugal und Russland), die ihm noch über die Pensionierung hinaus am Herzen gelegen haben, sind maßgeblich das Verdienst von Hannes Krauss. Ein eindrückliches Zeugnis seines Einsatzes für die Förderung und Entwicklung der Auslandsgermanistik im Rahmen des DAAD war im Jahr 2015 die Verleihung der Ehrenprofessur der Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität des Fernen Ostens (DWGGU) in Chabarowsk.
Hannes Krauss wird vielen schmerzlich fehlen.
Werner Jung, Andreas Erb, Marion Bönnighausen, Peter Ellenbruch
2. Lesung der Literarischen Schreibwerkstatt
Am 23. Januar 2023 lädt die Literarische Schreibwerkstatt am Institut für Germanistik zu ihrer zweiten Lesung ein, die von 12-14 Uhr im Café der Brücke stattfindet.
Im Rahmen der Literarischen Schreibwerkstatt hatten Studierende die Gelegenheit, Erfahrungen mit dem kreativen, literarischen Schreiben zu sammeln. Eine Auswahl der dabei entstandenen Texte wird im Rahmen einer Lesung einem interessierten Publikum vorgestellt: Kürzestgeschichten, die – inspiriert von Formen der Flash Fiction – den Entwurf von Textwelten und narrativen Strukturen im Kopf der Leserinnen und Leser anregen, Short Stories und lyrische Texte sowie ein größeres, zu einem Gedicht von Ingeborg Bachmann kooperativ verfasstes poetisches Geflecht, das als mehrstimmige Sprechperformance präsentiert wird.
Die Schreibwerkstatt wurde aus Qualitätsverbesserungsmitteln der Fakultät für Geisteswissenschaften unterstützt.
"Was liest Du?" - ein literarischer Abend gestaltet von Lehrenden und Studierenden der Germanistik
In jedem Semester findet im Rahmen des Ruhrpodium die Veranstaltung "Was liest Du?" statt, ein literarischer Abend gestaltet von Lehrenden und Studierenden der Germanistik.
Im WS 2025/26 wird der Abend am 19.1.2026 ab 17.00 Uhr in R11 T00 D05 stattfinden. Das Rahmenthema im Wintersemester ist "Grusel, Geheimnis, Gespenster". Willkommen sind Texte oder Textauszüge aus den Bereichen Prosa und Dramatik ebenso wie Gedichte oder Songtexte von max. 8 Minuten Vorleselänge aus der deutschsprachigen Literatur. Wer selbst etwas vorlesen möchte, schreibt bitte bis zum 7.1.2026 eine Mail an corinna.schlicht@uni-due.de mit dem Hinweis auf den Text, den Sie vorlesen wollen. Allen anderen sind herzlich eingeladen vorbeizuschauen und zuzuhören!
Berufsmesse für UDE-GeiWis
Am 1. Dezember findet im Glaspavillon eine Berufsmesse speziell für Geisteswissenschaftler:innen statt, zu der alle Studierenden unserer Fakultät herzlich eingeladen sind! Die Messe wird organisiert von den Berufspraxistagen; vom Dekanat beteiligt sind das Praktikumsbüro, das Mentoring und das Marketing-Team der Fakultät.
Zu den Firmen und Institutionen, die vor Ort sind, gehören das Theater Oberhausen, die Funke Mediengruppe, die Rheinische Post, die Stiftung Mercator, der Klartextverlag, der Dumont Verlag und das Landesarchiv NRW; zudem ist Karrierecoach Susanne Heldens zu Gast.
Von 11 bis 17 Uhr stehen die Türen offen: Die Studierenden können verschiedene Berufsfelder kennen lernen und mit den vertretenen Unternehmen ins Gespräch kommen. Beim Bewerbungscoaching können sie Fragen zu Bewerbungsmappen klären und erhalten Tipps für Vorstellungsgespräche.
Bücher machen - Berufspraxistage im WiSe 2025/26
Was ist zuerst da, das Bild oder der Text? Wie findet man die passenden Bilder zu einer Geschichte? Mit ihren Zeichnungen ergänzt eine Illustratorin die Geschichten, sie erweckt Figuren zum Leben und bringt die Stimmung eines Buches zu Geltung. Sie macht die Textwelten – besonders bei Kinderbüchern – für die Leser:innen greifbarer und oft auch verständlicher. Über all diese Aspekte des Büchermachens, über die kreative Arbeit, Inspirationen und Herausforderungen im Alltag wollen wir uns in einem Werkstattgespräch mit der Buchillustratorin Lena Zeise austauschen.
Unser Gast Lena Zeise studierte Kommunikationsdesign und Illustration an der Fachhochschule Münster. Sie ist hauptsächlich im Kinder- und Sachbuchbereich tätig. Vor allem ihre Tierzeichnungen sind bemerkenswert. Für ihre Arbeit ist sie mit verschiedenen Preisen und Nominierungen bedacht worden.
Wann: 24.10.2025, 19.00 Uhr
Wo: proust wörter & schönes (Am Handelshof 1, im Allianzhaus, 45127 Essen)
Moderation: apl. Prof. Dr. Corinna Schlicht
Eintritt frei - Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Infos: https://www.uni-due.de/germanistik/schlicht/berufspraxistage.php
Eine Kooperationsveranstaltung des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt (Dortmund) [https://www.dortmund.de/themen/studium-wissenschaft-und-forschung/fritz-hueser-institut/index-2.html] mit dem Institut für Germanistik der Universität Duisburg-Essen und der Buchhandlung proust wörter & schönes (Essen) [https://www.buchhandlung-proust.de/woerter/].
Literarische Schreibwerkstatt im WiSe 2025/26
Im Wintersemester 2025/26 wird am Institut für Germanistik erneut eine Literarische Schreibwerkstatt angeboten. In der Schreibwerkstatt haben Studierende die Gelegenheit, Erfahrungen mit Formen des kreativen, literarischen Schreibens und mit den Potenzialen einer darauf bezogenen Sprach- und Schreibreflexion zu sammeln. Ausgehend von Schreibimpulsen werden unterschiedliche Formen literarischer Texte verfasst, in verschiedenen Gruppenkonstellationen diskutiert und aus Autor:innen- und Leser:innenperspektive hinsichtlich ihrer Wirkungen untersucht. Die Ergebnisse der Schreibwerkstatt sollen zu Semesterende im Rahmen einer Lesung einem interessierten Publikum vorgestellt werden.
Die Literarische Schreibwerkstatt wird geleitet von Prof. Dr. Michael Beißwenger und Dr. Liane Schüller. Nähere Informationen (auch zu Terminen, Ort und Anmeldemöglichkeiten) bietet der Ankündigungs-Flyer.
Mailverteiler für Studierende der Germanistik
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