Theorie des Sozialen (M.A.)

Studienort

Essen

Studienbeginn

Aufnahme des Studienbetriebs zum WiSe 2020/21. Das Studium im Masterstudiengang Theorie des Sozialen kann im ersten Fachsemester nur zum Wintersemester aufgenommen werden. Die Aufnahme des Studiums in einem höheren Fachsemester ist sowohl zum Winter- als auch zum Sommersemester möglich.

Regelstudienzeit

Im Vollzeitstudium: 4 Semester; im Teilzeitstudium: 7 Semester

Vorbemerkungen

Interdisziplinäre Blicke auf das Soziale, vom Interpersonellen zum Globalen
Mit dem Masterstudiengang Theorie des Sozialen antwortet die Universität Duisburg-Essen auf die wachsende Notwendigkeit, aktuelle gesellschaftliche Schlüsselthemen mit interdisziplinären wissenschaftlichen Zugängen zu untersuchen. Ziel des Studiums ist es, ein integratives, d.h. Soziologie und Philosophie zusammenführendes Verständnis von Phänomenen zu erlangen, die zentral zur sozialen Lebensform menschlicher Personen gehören. Die einschlägigen Phänomene umfassen:

    - Empathie
    - geteilte und kollektive Intentionalität
    - soziale Normen
    - informelle und formelle Institutionen sowie soziale Rollen
    - die globalen Dimensionen der Interaktion heutiger Individuen
    - transnationale institutionelle Akteure

Diese Phänomene werden zum einen unter strukturellen und explanativen Gesichtspunkten behandelt, zum anderen in ihrer normativen Bedeutung analysiert.

Das Absolvieren des Studiengangs wird Studierende in die Lage versetzen, die komplexen sozialen Phänomene der heutigen Zeit zu verstehen und zu beurteilen. Ihnen werden grundlegende analytische und normative Kompetenzen vermittelt, die in unserer immer unübersichtlicher werdenden sozialen Welt dringend vonnöten sind. Zielgruppe des Studiengangs sind Studierende mit einem BA-Abschluss in Philosophie oder Soziologie mit Berufszielen in den Bereichen
  Wissenschaft
  Politik und Politikberatung
  Medien
  NGOs
  Politische Bildung

Akkreditierungszeitraum

Akkreditiert bis zum 30.09.2026

Beschreibung

Die Lehre erfolgt durch das Institut für Philosophie und das Institut für Soziologie an den Fakultäten für Geisteswissenschaften und für Gesellschaftswissenschaften.
Es gibt zwei Einstiegsschwerpunkte für Studierende mit Bachelorabschluss in Philosophie oder Soziologie, in denen unterschiedliche Grundmodule es ermöglichen, zentrale Inhalte aus dem jeweils nicht auf BA studierten Fach im ersten Semester nachzuholen.
Zwei philosophische und zwei soziologische Kernmodule, die im ersten und zweiten Semester studiert werden und Schlüsselthemen der Mikro- und Makrosozialität aus deskriptiver und normativer Perspektive thematisieren
Scharnier des Studiengangs, das Interdisziplinäres Modul, das sich über Semester zwei und drei erstreckt und Lehre aus Philosophie und Soziologie verbindet, die durch Lehre aus den Instituten für Psychologie, Kommunikationswissenschaften, Sozioökonomie und Politikwissenschaft ergänzt wird
Im dritten Semester das MA-Arbeit-Orientierungsmodul, das in enger Begleitung durch Lehrende aus Philosophie und/oder Soziologie die MA-Arbeit eigenständig vorzubereiten erlaubt
Masterarbeit im vierten Semester.

Studienverlauf (+)

Studienverlauf und Modul-Inhalte

Modul 1: Grundmodul Theoretische Philosophie

  • Systematische Grundbegriffe und Fragen der philosophischen Anthropologie und philosophischen Psychologie
  • Bewusstsein & Intentionalität
  • Wünsche, Überzeugungen, Absichten, Emotionen
  • Rationalität
  • Geteilte Intentionalität
  • Philosophie der Person
  • Personale Identität
  • Höherstufige Einstellungen

Modul 2: Grundmodul Praktische Philosophie

  • Systematische Grundbegriffe und Fragen der politischen, Sozial- und Rechtsphilosophie
  • Gerechtigkeit, Freiheit, Gleichheit, Wohlergehen
  • Gesellschaft, Rechte, Recht
  • Historische und aktuelle Ansätze in der politischen Philosophie
  • Von Aristoteles zu Habermas
  • Normative Ethik
  • Tugendethik, Kontraktualismus, Utilitarismus, Kantianismus

Modul 3: Grundmodul Soziologie: Soziologische Theorien

  • Klassische und aktuelle soziologische Theorien
    • Von Durkheim und Weber zu Luhmann und Bourdieu
  • Themen aus der allgemeinen und speziellen Soziologie
    • z.B. Organisationssoziologie, Kultursoziologie, Stadt- und Regionalsoziologie
  • Aktuelle Entwicklungen soziologischer Theoriebildung
    • Handlungsverstehen und -erklären
    • Analyse gesellschaftlicher Entwicklungen wie soziale Differenzierung, Globalisierung und Regionalisierung


Modul 4: Kernmodul S1: Wissenschaftstheorie

  • Wissenschaftstheoretische und wissenschaftssoziologische Voraussetzungen soziologischer Forschung
  • Methodologie der Kritik von Erklärungsanspruch und Erklärungsreichweite soziologischer Theorien
  • Soziologische Theorie und empirische Forschung
    • Einfluss theoretischer Konzepte auf empirische Forschungsdesigns
    • Bedeutung empirischer Befunde für soziologische Theoriebildung

Modul 5: Kernmodul P1: Strukturen des Sozialen

  • Intersubjektivität
  • Empathie
  • Geteilte Einstellungen
  • Gemeinsames Handeln
  • Sozialontologie
  • Soziale Tatsachen
  • Soziale Arten
  • Soziale Konstruktion

Modul 6: Kernmodul S2: Globalität

  • Transnationale Soziologie
  • Globalitätsforschung
  • Transnationale Vergesellschaftung
  • Migration
  • Cross-border labor markets
  • Globalisierung und Transnationalisierung von Kunst, Wissenschaft und Recht

Modul 7: Kernmodul P2: Normative Dimensionen des Sozialen

  • Soziale Emotionen wie Schuld, Scham, Empörung, Achtung und Bewunderung
  • Verantwortlichmachen und Verzeihen im Alltag und im Recht
  • Die Normativität sozialer Institutionen, wie vom Recht, von Spielregeln und von Etikette
  • Konstitutive und regulative Regeln
  • Durch technische Veränderungen der Sozialität entstehende ethische Herausforderungen

Modul 8: Interdisziplinäres Modul

  • Integration philosophischer und soziologischer Zugänge zu sozialen Phänomenen
  • Kritische Erarbeitung des aktuellen Forschungsstands zu ausgewählten Fragen, die aus philosophischer wie aus soziologischer Sicht von besonderer Bedeutung sind
  • Disziplinäre Ergänzung durch Lehre aus der Sozialpsychologie, der Sozioökonomie, der Politikwissenschaft oder der Kommunikationswissenschaft

Modul 9: MA-Arbeit-Orientierungsmodul

  • Selbständiges Ordnen erarbeiteter Forschungsmethoden aus Philosophie und Soziologie, ggf. aus benachbarten Disziplinen
  • Rezeption und Sichtung von Forschungsergebnissen auf dem neuesten Stand
  • Einkreisen eines eigenen Forschungsthemas mit Unterstützung von Lehrenden aus Philosophie und/oder Soziologie
  • Artikulation einer eigenen Forschungsfrage für die MA-Arbeit

Modul 10: MA-Arbeit

  • Eigenständige Bearbeitung einer wissenschaftlichen Fragestellung, die entweder primär der Philosophie oder der Soziologie oder aber gleichermaßen beiden Fächern zuzuordnen ist

Fächerkombinationen

Es handelt sich um einen interdisziplinären und fakultätsübergreifenden Ein-Fach-Master-Studiengang.

Studienplan

siehe Prüfungsordnung: Theorie des Sozialen (M.A.)

Prüfungen/ECTS-Credits

Projektarbeiten

sind nicht vorgesehen

Infomaterial

Ein Flyer wird derzeit noch im Fach erstellt. Außerdem wird derzeit noch an der Website gearbeitet.

Alle relevanten Informationen finden Sie in der Prüfungsordnung: Theorie des Sozialen (M.A.)

Fünfte Ordnung zur Änderung der Fakultätsordnung der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen vom 03. November 2020

Zugang zum Studium (+)

Zugangsvoraussetzungen

Voraussetzung für den Zugang zum Masterstudiengang Theorie des Sozialen ist der Nachweis des erfolgreichen Abschlusses:    des Studienfaches Angewandte Philosophie im Zwei-Fach-Bachelorstudiengang oder
    des Studienfaches Philosophie im Bachelorstudiengang mit der Lehramtsoption Gymnasien und Gesamtschulen oder
    des Bachelorstudiengangs Soziologie oder
    eines gemäß § 63a Abs. 1 HG gleichwertigen Abschlusses an einer anderen in- oder ausländischen Hochschule.


 

Zulassung

Mindestnote: 2,5

Detaillierte Vorschriften s. FPO, §2 der Prüfungsordnung: Theorie des Sozialen (M.A.)

Eignungsfeststellungsverfahren

ist nicht vorgesehen

Besondere Einschreibungsvoraussetzungen

keine

Vorkurse

sind nicht vorgesehen

Sprachkenntnisse

Studienbewerberinnen oder Studienbewerber, die ihre Studienqualifikation nicht an einer deutschsprachigen Einrichtung erworben haben, sollen vor Beginn des Studiums hinreichende deutsche Sprachkenntnisse gemäß der Ordnung für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber (DSH-Ordnung) nachweisen.

Weitere Sprachkenntnisse

Keine

Studienbegleitende Praktika

ist nicht vorgesehen

Fachpraktische Tätigkeit

ist nicht vorgesehen

Studienbegleitende Auslandsaufenthalte

ist nicht vorgesehen

Kosten

Semesterbeitrag

Berufsmöglichkeiten/Arbeitsmarkt (+)

Das Absolvieren des Studiengangs soll Studierende in die Lage versetzen, die komplexen sozialen Phänomene der heutigen Zeit zu verstehen und zu beurteilen. Ihnen werden grundlegende analytische und normative Kompetenzen vermittelt, die in unserer immer unübersichtlicher werdenden sozialen Welt dringend vonnöten sind. Absolvent(inn)en des Studiengangs werden daher zum einen Personen sein, die in der Lage sind, sich in öffentlichen Diskursen fundiert einzubringen. Sie werden die Kompetenzen erwerben, eine differenzierte politische Kultur mit zu gestalten.

Zum anderen werden durch den Studiengang potentielle Nachwuchswissenschaftler(innen) mit hohem akademischem Niveau ausgebildet. Als solche erreichen sie den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung und sind in der Lage, im Diskurs bzw. in der souveränen Auseinandersetzung mit der Fachliteratur eigenständige Antworten zu klassischen, aber vor allem auch zu aktuellen Fragestellungen an der Schnittstelle zwischen Philosophie und Soziologie zu entwickeln. Sie werden in die Lage versetzt, sich an der aktuellen wissenschaftlichen Forschung auf eine besondere Weise zu beteiligen, die durch ihre Integration philosophischer und soziologischer Perspektiven ermöglicht wird. Berufsziele in den Bereichen:

  • Wissenschaft
  • Politik und Politikberatung
  • Medien
  • NGOs
  • Politische Bildung

Allgemeine Studienberatung für Studieninteressierte und Studierende (+)

Aufgrund der Corona-Pandemie findet im Moment keine persönliche Beratung statt. Das ABZ berät jedoch auch weiterhin Studieninteressierte, Studierende und Absolvent*innen zu allen Fragen zur Studienwahl, zum Studium und zum Übergang ins Berufsleben. Die aktuellen Beratungsangebote finden Sie unter www.uni-due.de/abz.

Kontakt zur Fakultät und Fachberatung (+)

Abteilung/Institut

Die verantwortlichen Professoren:
Studiengangsleitung:

Prof. Dr. Neil Roughley (Institut für Philosophie)
Professur für Philosophische Anthropologie und Ethik
R12 V04 D79
Telefon +49 201 183 3468
neil.roughley@uni-due.de

Studiengangsmanagementteam:

Prof. Dr. Gregor Bongaerts (Institut für Soziologie)
Professur für Allgemeine Soziologie / Soziologische Theorie
LF 163
Telefon +49 203 379 2412
gregor.bongaerts@uni-due.de

Prof. Dr. Andreas Niederberger (Institut für Philosophie)
Professur für Politische, Sozial- und Rechtsphilosophie
R12 V04 D93
Telefon +49 201 183 3474
andreas.niederberger@uni-due.de


Ansprechpartnerin am Institut für Philosophie:
Dipl.-Kff. Leslie Arnolds
Kustodin
R12 V04 D07
Telefon +49 201 183 4050
Leslie.Arnolds@uni-due.de

Beratungseinrichtung der Fakultät

siehe Abteilung/Institut

Fachstudienberatung

Wird noch auf der Homepage der Fächer bekannt gegeben.

Weitere allgemeine Informationen

NC-Werte

Die aktuellen NC-Verfahrensergebnisse sowie die Ergebnisse der vergangenen Jahre finden Sie auf den Seiten des Einschreibungswesens.

Zum Einschreibungswesen

Sprach-Assessment SkaLa

Dieser Online-Self-Assessment ist für ALLE Lehramts-Studienanfänger*innen verpflichtend. Die Teilnahme erfolgt nach der Bewerbung, aber vor dem Einschreibungstermin. Bei der Einschreibung ist die Teilnahmebescheinigung vorzulegen. Die Registrierung und weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Zentrums für Lehrerbildung (ZLB).

Mehr zu SkaLa

Häufig gestellte Fragen

Sie haben Fragen zu Studienvoraussetzungen, Bewerbung oder Einschreibung? Hier finden Sie die Antwort.

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