Promotions- und Habilitationsprojekte
Aktuelle Promotionsprojekte
Erstbetreuung:
Annika Ahlefelder: Geschlecht, Differenz und Zugehörigkeit in der Kindheit – Eine ethnographische Untersuchung in der Grundschule.
Das Promotionsprojekt nimmt Differenzierungen in der Kindheit, insbesondere Geschlecht, in der Grundschule in den Blick. Es zielt darauf ab zu untersuchen, welche Differenzierungen Grundschulkinder in ihrem schulischen Alltag als relevant empfinden und wie diese ausgehandelt werden. Ein zentraler Aspekt ist daher die Fokussierung auf die Grundschulkinder selbst, ihre alltäglichen Praktiken und ihre Zugehörigkeit. Die empirische Untersuchung erfolgt ethnographisch auf Grundlage von teilnehmender Beobachtung im unterrichtlichen Alltag einer Grundschulklasse, welche durch informelle Gespräche und Gruppendiskussionen mit Kindern ergänzt werden. Link zur Homepage.
Bora Tan: Sprache als Differenz im Grundschulalltag. Eine praxeologisch-ethnografische Untersuchung der Bearbeitung sprachlicher Unterscheidungen durch Kinder.
Das Promotionsprojekt untersucht, wie sprachliche Unterscheidungen im Alltag einer Grundschulklasse hervorgebracht und durch Kinder aufgegriffen, reproduziert, verändert oder konterkariert werden. Dabei soll empirisch offen untersucht werden, in welchen Situationen Sprache als Differenzmarker relevant wird und ob dieser mit weiteren Unterscheidungsmerkmalen verknüpft wird. Methodisch ist eine praxeologisch informierte ethnografische Untersuchung mit teilnehmender Beobachtung und ergänzenden Audioaufnahmen vorgesehen. Link zur Homepage.
Zweitbetreuung:
Caterina Lazzarin (FRida & freD - Das Grazer Kindermuseum): Enhancing Children’s Museum Engagement. A Combined Participation and Visitor Research Perspective on Museum Education.
Aktuelle Habilitationsprojekte
Dr. Catalina Hamacher: Die institutionelle Hervorbringung von Behinderung in der Frühen Kindheit: Praxeologisch Rekonstruktive Perspektiven
Im Zentrum des Habilitationsprojektes steht die Frage, wie Behinderung von Kindern im Zusammenspiel von rechtlichen Vorgaben, organisationalen Strukturen und pädagogischen Praktiken institutionell hervorgebracht, bearbeitet und verändert wird. Das Projekt untersucht systematisch, wie die Kategorie Behinderung im Zusammenspiel von Normalitätsordnungen, rechtlichen Regelungen, organisationalen Verfahren und pädagogischen Praktiken hervorgebracht wird und knüpft an bisherige Forschungsergebnisse an, die zeigen, dass Teilhabe in der frühen Bildung eng mit präventiven Logiken verknüpft ist und über kategoriale Zuschreibungen im Rahmen formalisierter Anerkennungsverfahren von Eingliederungshilfeleistungen gesteuert wird (Hamacher 2026). An diese Forschungsergebnisse schließt das methodische Vorgehen des Habilitationsprojektes an, das auf einer Verschränkung von Diskurs- und Dokumentenanalysen, episodischen Interviews mit pädagogischen Fachkräften sowie Teilnehmenden Beobachtungen im Feld der Kindertagesbetreuung basiert. Link zur Homepage.
Abgeschlossene Promotionen
Susanne Gottuck: Differenzen (be-)deuten – Macht sehen. Theoretische, empirische und konzeptionelle Perspektiven einer macht- und differenzreflexiven Lehrer*innenbildung. Link zur Veröffentlichung. Link zur Homepage.
Sabine Hattinger-Allende: Antigones Kinder – Von der Sorge um das Neue. Link zur Veröffentlichung.
Agata Skalska: "Kinder werden nicht erst zu Menschen, sie sind es bereits." – Janusz Korczaks Bild vom Kind und seine Perspektive auf das Erwachsenen-Kind-Verhältnis. Link zur Veröffentlichung. Link zur Homepage.
Henning van den Brink: Spiel, Spaß, Spannung. Kulturelle Bildung aus der Sicht von Kindern. Link zur Veröffentlichung. Link zur Homepage.