Newsletterarchiv: Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs

Newsletterausgabe 1/2021 ProViel - Virtuelle Lernräume

Seit 2016 haben die Teilprojekte von ProViel (QLB) ein vielfältiges Angebot an Lehr-Lern-Materialien für die Studierenden und Dozierenden der Lehrämter erarbeitet.

Im MethodenLab wurden Lernräume entwickelt, in denen Studierende sich die Fähigkeit zum empirisch-forschenden Arbeiten selbstständig aneignen können. Hierunter fallen sowohl qualitative (z. B. Interviews) wie auch quantitative (z.B. standardisierte Fragebögen) Forschungsmethoden. Die Kurse sind so aufgebaut, dass auch Studierende ohne Vorkenntnisse das Werkzeug erhalten, eigene Forschungsarbeiten von der grundlegenden Planung bis zur finalen Auswertung umzusetzen.

Das CaseLab bietet vielfältige Materialien, die in der Lehramtsausbildung genutzt werden können, um theoretische Konzepte auf konkrete Fallbeispiele anzuwenden und eine nachhaltige Theorie-Praxisverknüpfung herzustellen.
Im Teilprojekt CLIPSS sind mit schulischen Schauspiel-AGs Videovignetten und Begleitmaterialien entstanden, in denen Unterrichtsszenen zum Thema „Klassenführung“ inszeniert wurden.
Im Projekt FLECTT wurden Reflexionsprompts entwickelt, welche die systematische, videogestützte Reflexion eigenen oder fremden Unterrichts von (angehenden) Lehrkräften zu den Themen Fehlerkultur, Mehrsprachigkeit und Klassenführung unterstützen.
Im Projekt Fallbasierten Lehren und Lernen wurden umfangreiche Schulporträts erstellt, welche u. a. authentische Unterrichtsvideos, Interviews mit Schulakteur*innen und standardisierte Erhebungen umfassen.
Studierende lernen nicht nur anhand von greifbaren Beispielen, Unterricht reflexiv zu betrachten, auch können die bereitgestellten Daten und Materialien in Absprache mit den Projektverantwortlichen als Grundlage für Haus- und Abschlussarbeiten genutzt werden.

Informationen unter

Newsletterausgabe 1/2021 Neues von der „Universitätsschule“

Wenngleich der Start des Schulbetriebs an der Tiegelstraße noch fern scheint, schreiten die baulichen und pädagogischen Vorbereitungen voran. Das Gebäude an der Tiegelstraße ist inzwischen abgerissen; der derzeitige Termin zum Start der Schule ist das Schuljahr 2024/25. Mittlerweile sind die Planungen zum Bau der Turnhalle auf dem Gelände soweit abgeschlossen, so dass davon auszugehen ist, dass der Bau gleichzeitig mit dem Schulbau in Betrieb genommen werden kann.

Der Lenkungskreis hat sich im November 2020 getroffen und hat u.a. Strukturen diskutiert, in denen die unterschiedlichen Akteure gemeinsam in der Vorbereitung arbeiten können. Es bestand eine große Einigkeit, dass im Prozess immer wieder Akteure in den Kreis der Interessierten aufgenommen werden sollen. Als Organisationsstruktur wurde daher eine „Offene AG Unischule“ beschlossen. Am 23.03.2021 fand im Rahmen dieser AG ein erster Workshop statt, der von Prof. Ingelore Mammes gemeinsam mit Dr. Nicola Großebrahm (ZLB) initiiert und organisiert wurde. Sein Ziel bestand vor allem in der Einholung von Input durch die Schulpraxis. Weitere Infos zum Programm: https://zlb.uni-due.de/2021/03/workshop-zur-universitaetsschule-am-23-maerz-2021/

Darüber hinaus wird derzeit diskutiert, ob die Schule als Schulversuch beantragt werden soll, um möglichst viel Freiraum für innovative Konzepte zu haben. Eine Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen.

Interessierte der Fakultät können sich zur Mitarbeit in der Offenen AG Unischule bei Dr. Nicola Großebrahm (nicola.großebrahm@uni-due.de) oder bei Prof. Ingelore Mammes und Dr. Anke B. Liegmann als Vertreterinnen der Fakultät im Lenkungskreis melden und werden dann in den Verteiler aufgenommen.

Newsletterausgabe 1/2021 Abschlussband Projekt PeSs

Das von der Arbeitsgruppe Bildungsforschung an der Universität Duisburg-Essen (Prof. Dr. Isabell van Ackeren) und dem Institut für Schulentwicklungsforschung an der Technischen Universität Dortmund (Prof. Dr. Heinz Günter Holtappels) gemeinsam durchgeführte Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Potenziale entwickeln – Schulen stärken (PeSs)“ unterstützte über einen Zeitraum von sechs Jahren (2014 bis 2020) insgesamt 36 Schulen der Sekundarstufe I in der Region Rhein-Ruhr in ihrer Schulentwicklungsarbeit. Gefördert wurde das Projekt durch die Stiftung Mercator.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Standorte standen den teilnehmenden Schulen in herausfordernden Lagen im Rahmen eines datengestützten und netzwerkbasierten Schulentwicklungskonzepts mit intensiver Beratung und kontextsensiblen Fortbildungsangeboten zur Seite. Begleitet wurde das Projekt zudem von der Qualitäts- und UnterstützungsAgentur des Landes Nordrhein-Westfalen (QUA-LiS NRW), um die gewonnenen Erkenntnisse breiter im Schulsystem nutzen zu können.

Im kürzlich erschienen Abschlussband werden zentrale Befunde in der Gesamtschau zusammengefasst und im Hinblick auf Hinweise für die Schulpraxis, Bildungsadministration und Wissenschaft diskutiert. Etwa zeigte sich, dass die kontinuierlichen Datenrückmeldungen an die Schulen zum eigenen Entwicklungsstand und -fortschritt die Schulen bei der zielgerichteten, systematischen und längerfristig angelegten Schulentwicklungsarbeit unterstützt haben.

Der Band ist auch als E-Book im Internet frei verfügbar:

Schulen in herausfordernden Lagen – Forschungsbefunde und Schulentwicklung in der Region Ruhr: Das Projekt „Potenziale entwickeln – Schulen stärken“, herausgegeben von I. van Ackeren, H. G. Holtappels, N. Bremm & A. Hillebrand-Petri

Newsletterausgabe 1/2021 Grundbildung und Alphabetisierung

Ein bedeutender Anteil der erwachsenen deutsch-sprechenden Bevölkerung gilt aufgrund geringer Lese- und Schreibfertigkeiten als „gering literalisiert“ oder hat einen Bedarf an anderen Angeboten, die Basiskenntnisse vermitteln und als Grundbildung bezeichnet werden. Die im Forschungsnetzwerk entstehenden insgesamt sieben Qualifikationsarbeiten beschäftigen sich mit unterschiedlichen Aspekten im Bereich der Alphabetisierung und Grundbildung mit Bedeutung für Nordrhein-Westfalen. Dabei thematisieren sie unter anderem die Weiterentwicklung von Diagnostik und didaktischen Arrangements, die Professionalisierung Lehrender sowie die Verstetigung notwendiger Strukturen und politischer Rahmenbedingungen.  

Das Netzwerk wird seit September 2020 für drei Jahre durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW gefördert. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen der Universität zu Köln - Arbeitsbereich Erwachsenenbildung/Weiterbildung (Prof. Dr. Michael Schemmann) und Professur für Alphabetisierung und Sprachliche Grundbildung (Prof. Dr. Irit Bar-Kochva); der Universität Duisburg-Essen - Fachgebiet Erwachsenenbildung/Politische Bildung (Prof. Dr. Helmut Bremer) und dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (Prof. Dr. Josef Schrader und Prof. Dr. Irit Bar-Kochva).

Ein wesentliches Charakteristikum des Forschungsnetzwerks stellt das dialogische Vorgehen von Wissenschaft, Politik und Bildungspraxis dar: Fragestellungen, (Wissens-)Bedarfe und Impulse werden begleitend zur Forschung mit den Akteuren verschiedener Ebenen diskutiert, so dass Erkenntnisse in nachfolgende Prozesse eingebracht werden können.

Mitarbeitende des Forschungsnetzwerks an der Universität Duisburg-Essen sind Felix Ludwig und Sarah Jasmine Ernst, die sich in ihren Forschungsarbeiten auf empirischer Basis mit unterschiedlichen Facetten der Alphabetisierung und Grundbildung auseinandersetzen.

Homepage des Netzwerkes

Newsletterausgabe 1/2021 Start BMBF-Projekt SchuMaS

Die zu Beginn des Jahres gestartete Bund-Länder-Initiative „Schule macht stark (SchuMaS)“ verfolgt das Ziel, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen an Schulen in sozial benachteiligten Lagen systematisch zu verbessern. Insgesamt werden deutschlandweit 200 Schulen aus der Primar- und Sekundarstufe I bei der Erfüllung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrages darin unterstützt, erfolgreiches Lernen ihrer Schülerinnen und Schüler individuell zu fordern und zu fördern. Dafür investieren Bund und Länder 125 Millionen.

Die Bildungsinitiative ist auf zehn Jahre angelegt und in zwei Phasen gegliedert: In der ersten Phase (2021 bis 2025) erarbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit den Schulen passgenaue Konzepte und Strategien für den Schul- und Unterrichtsalltag. In der zweiten Phase (2026 bis 2030) werden die entwickelten Maßnahmen ebenfalls mit wissenschaftlicher Unterstützung in die Breite getragen und möglichst vielen weiteren Schulen zur Verfügung gestellt.

Der Forschungsverbund setzt sich aus 13 Einrichtungen und Universitäten zusammen, darunter auch die Universität Duisburg-Essen (UDE). Beteiligt sind die Fakultäten für Bildungswissenschaften (Prof. Dr. Isabell van Ackeren, Prof. Dr. Kerstin Göbel), Gesellschaftswissenschaften (Prof. Dr. Sybille Stöbe-Blossey), Geisteswissenschaften (Prof. Dr. Heike Roll) und Mathematik (Prof. Dr. Bärbel Barzel). Zudem ist eines der vier deutschlandweiten regionalen Zentren an der UDE am Interdisziplinären Zentrum für Bildungsforschung (IZfB) angesiedelt. Die Regionalzentren bilden die Schnittstelle zwischen Schulpraxis, Bildungsadministration und Wissenschaft und begleiten, beraten unterstützen die teilnehmenden Schulen in der Umsetzung von Lösungsansätzen und Entwicklungsperspektiven.

Newsletterausgabe 2/2020 Neues Projekt bei der DRV

Das Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA) der Deutschen Rentenversicherung Bund hat die Förderung eines neuen Forschungsprojektes bewilligt (Laufzeit: 1 Jahr). Das an der Fakultät für Bildungswissenschaften angesiedelte Projekt wird von Björn Seitz (M.A.) und unter der Betreuung von Prof. Dr. Dirk Hofäcker bearbeitet. Untersucht werden die späten Erwerbsverläufe (ab 50 Jahren) von Personen, welche in ihrem Leben mindestens eine Phase des Bezugs einer Erwerbsminderungsrente aufweisen. Anhand prozessproduzierter Daten der Versichertenkontenstichprobe (VSKT) und mittels der quantitativen Methode der Sequenz- und Clusteranalyse werden die Verläufe zu verschiedenen Erwerbsverlaufstypen zusammengefasst. Die identifizierten Typen können dann mit Blick auf die Charakteristika der Erwerbsverläufe sowie der damit verknüpften Rentenanwartschaften miteinander verglichen werden. Unter anderem ist von Interesse, ob sich auch Verlaufsmuster Erwerbsgeminderter identifizieren lassen, welche in der späten Erwerbsphase nicht direkt in den Ruhestand, sondern nochmals zurück in Erwerbsarbeit führen. Derartige Erwerbsverläufe würden einem zunehmenden gesellschaftlichen Trend zugunsten der „Aktivierung“ älterer Arbeitnehmer entsprechen, der sich auch in politischen Reformen zu Erwerbsminderungsrenten zeigt.

Ergänzend werden anhand der Kohortenstudie „leben in der Arbeit“ (lidA) Befragungsergebnisse von Erwerbsgeminderten hinsichtlich ihrer Erwerbs- und Ruhestandspläne herangezogen. In diesem Zusammenhang können die identifizierten Erwerbsverlaufsmuster mit den subjektiven Rückkehrintentionen und -motiven Erwerbsgeminderter verglichen und eingeordnet werden. So lassen sich Potentiale erörtern hinsichtlich der Arbeitsmarkteinbindung älterer erwerbsgeminderter Menschen.

Newsletterausgabe 2/2020 Diskriminierung von Rom*nja

Rom*nja weisen im Vergleich zu anderen ethnischen Minderheiten, in allen europäischen Ländern, schlechtere Integrationsergebnisse in Hinblick auf den Bildungserfolg auf. Da diese ethnische Minderheit in Deutschland rapide wächst und sich vor allem in Städten in NRW und im Ruhrgebiet niederlässt, ist es wichtig die Gründe für ihre bildungsbedingte Marginalisierung besser zu verstehen, damit Roma-Jugendliche ihre Potenziale ausschöpfen können.

Zwar gibt es in Deutschland Forschungen über die unterschiedliche Behandlung von Schüler*innen aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit, doch ist wenig über die zugrunde liegenden psychologischen Prozesse bekannt, die Rassismus und Diskriminierung von Roma-Schüler*innen durch Lehrer*innen erklären könnten. Daran möchten Dr. Civitillo, Frau Ialuna und Prof. Jugert in ihrer neuen Studie ansetzen, indem sie untersuchen, inwieweit Lehrer*innen im Vorbereitungsdienst Roma-Schüler*innen diskriminieren und ob Dehumanisierung (d.h. die Bewertung anderer als weniger entwickelt) oder Vorurteile dieses Verhalten antreiben. Dazu sollen ca. 200 in NRW lebende angehende Lehrkräfte unserer und benachbarter Hochschulen an einer Online-Studie teilnehmen.

Die Pilotstudie wird mit knapp 5.000 € vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSJ) im Rahmen des DeZIM Instituts finanziert, das vom Bundestag dazu beauftragt wurde einen Rassismus-Monitor in Deutschland zu erstellen. 

Newsletterausgabe 2/2020 Ein Jahr Hochschulambulanz!

Im Juli 2020 feierte die Hochschulambulanz für Psychische Gesundheit (HPG) ihr einjähriges Bestehen. Das Team der HPG konnte auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurückblicken: die Therapieräume wurden eingerichtet und bezogen, notwendige Kooperationen mit inner- und außeruniversitären Einrichtungen erschlossen und Behandlungskonzepte etabliert. Auch die mit der Covid19-Pandemie einhergehenden Herausforderungen wurden gemeistert und das Behandlungsangebot an die Patient*innen konnte aufrechterhalten werden. Im ersten Jahr konnten bereits über 100 Patient*innen, vorwiegend mit Angst- oder affektiven Störungen, versorgt werden. Das Team der HPG unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Forkmann, M.Sc. Laura Paashaus und M.Sc. Theresa Busch ist inzwischen auf 16 Personen angewachsen, bestehend aus psychologischen Psychotherapeut*innen in Ausbildung, wissenschaftlichen Hilfskräften und einer Teamassistenz. Für das zweite Jahr hat sich das Ambulanzteam vorgenommen, aufgrund der gleichbleibend hohen Nachfrage, das Behandlungsangebot weiter auszubauen und die HPG noch enger an Lehre und Forschung anzubinden.

Newsletterausgabe 2/2020 Universität macht Ferien

Die Coronapandemie führt bereits jetzt dazu, dass bestehende Ungleichheiten noch weiter verschärft werden. Dies ist im Bildungsbereich besonders sichtbar bei jüngeren Kindern, für die der kontaktlose digitale Unterricht wenig geeignet ist. Studien belegen, dass aktive Ferien-gestaltung den Lernverlusten der Ferienzeit, die oft besonders Kinder aus sozial benachteiligten Familien treffen, entgegenwirken. Deshalb ist das Ziel der Initiative „Universität macht Ferien“, jetzt zu handeln und Pläne für eine anregende Feriengestaltung zu entwickeln.

Das Angebot wendet sich primär an Schülerinnen und Schülern aus neu zugewanderten oder sozial benachteiligten Familien, weil diese mutmaßlich besonders stark von Corona-bedingten Schulausfällen betroffen sind. Es steht zu befürchten, dass Schulausfälle, gepaart mit erhöhten Anforderungen an selbständiges Lernen auf Distanz, bestehende herkunftsbedingte Disparitäten weiter verschärfen werden. Neben oft fehlenden materiellen Voraussetzungen wie Zugang zu digitalen Geräten ist das Lernen auf Distanz auf einen ungestörten Arbeitsplatz, auf Strategien für selbständiges Lernen und auf elterliche Unterstützung angewiesen. Ziel ist die Entwicklung und pilothafte Durchführung eines Freizeitangebots, in dem Kinder in sprachlichen und schulischen Kompetenzen gefördert werden und gleichzeitig ein anregendes Ferienfreizeitprogramm erhalten. Das Programm wird von Lehramtsstudierenden der UDE umgesetzt.

Das Projekt wird aus Mitteln des Rektorats (Prorektorat Gesellschaftliche Verantwortung und Diversität) mit 40.000 € finanziert.

Koordination: Francesca Ialuna, Philipp Jugert, Anja Pitton

Weitere Beteiligte: Katja Cantone, Ulf Gebken, Inga Gryl, Hendrik Härtig, Gülsah Mavruk, Miriam Morek, Nicolle Pfaff, Heike Roll, Florian Schacht, Petra Scherer

Newsletterausgabe 2/2020 Schul- und Unterrichtsentwicklung im IZfB

Ein neuer Forschungsschwerpunkt im Interdisziplinären Zentrum für Bildungsforschung wird aus der Fakultät heraus koordiniert.

Im IZfB wurde ein neuer Forschungsschwerpunkt Schul- und Unterrichtsentwicklung ins Leben gerufen. Ein erstes Schwerpunkttreffen fand Mitte Juli unter der Leitung von Kerstin Göbel und Isabell van Ackeren statt. Es haben insgesamt 24 Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Fakultäten teilgenommen und Interesse an einem systematischeren Austausch und Kooperationen bekundet. Ein nächstes Treffen des Schwerpunkts ist für Oktober vorgesehen. Mit dem Forschungsschwerpunkt Schul- und Unterrichtsentwicklung sollen empirisch fundierte, methodisch vielfältige Forschungsansätze und Analysen von Schule und Unterricht einschließlich ihres Kontexts fachbezogen wie überfachlich gefördert und dabei auch Übergänge in die Schule bzw. von Schule in andere institutionelle Settings in den Blick genommen werden (siehe auch:  https://www.uni-due.de/izfb/schwerpunkte#schwerpunkt3). Interessierte Kolleginnen und Kollegen der Fakultät für Bildungswissenschaften sind herzliche eingeladen, sich an diesem Schwerpunkt zu beteiligen. Bei Interesse melden Sie sich bitte kurz per E-Mail bei kerstin.goebel@uni-due.de; isabell.van-ackeren@uni-due.de.

Newsletterausgabe 2/2020 Neues Projekt der AG Pädagogische Professionsforschung

Das Projekt „Fachspezifische Bearbeitungsformen von Anforderungen im Lehrerberuf (FaBeL) – eine praxeologisch-wissenssoziologische Perspektive auf fachliche Differenzierungen des Lehrerhabitus“ der AG Pädagogische Professionsforschung zielt auf die empirische Analyse fachbezogener Differenzen in der Bearbeitung zentraler Anforderungsfelder im Lehrerberuf aus einer wissenssoziologisch-praxeologischen Perspektive. Es wird untersucht, ob und inwiefern Lehrkräfte fachspezifische Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsmuster in Form impliziter Wissensbestände internalisiert haben. Mittels Gruppendiskussionen an verschiedenen Schulen mit Lehrkräften unterschiedlicher Unterrichtsfächer (Deutsch, Mathematik, Sowi/Politik) sollen diese durch die Rekonstruktion des Umgangs mit zentralen beruflichen Anforderungen, die für Lehrkräfte notwendigerweise zu bearbeitende Spannungslinien bilden, analysiert werden. Das Projekt mit einer 36-monatigen Laufzeit wird gefördert durch die DFG.

Newsletterausgabe 2/2020 International für Demokratie

Nach der erfolgreichen Durchführung von ICCS 2016 hat das BMBF wiederum die Universität Duisburg-Essen als nationales Studienzentrum für ICCS 2022 benannt. ICCS ist eine vergleichende Studie, die den Beitrag von Bildungssystemen zur Sicherung der mentalen Voraussetzungen von Demokratie in den Blick nimmt. Weltweit nehmen über 20 Bildungssysteme an der Studie teil, für Deutschland bereitet das nationale Studienzentrum derzeit den Feldtest in Nordrhein-Westfahlen und Schleswig-Holstein vor. Die Ergebnisse von ICCS tragen zur Entwicklung von Lehrplänen, Unterricht und Schule bei. Mehr Information zum theoretischen Hintergrund, zur Methodik, zur Förderung und zu aktuellen Veröffentlichungen findet sich hier.

Newsletterausgabe 2/2020 Wirtschaft – ein neues Fach in NRW

Über die Frage, ob und auf welche Weise Wirtschaft zu einem Lerngegenstand in der Schule werden soll, wird in Bildungswissenschaften, Fachdidaktik und Politik viel debattiert. Selten werden jedoch die Lehrpläne einzelner Bundesländer genauer analysiert und die darin kommunizierten Lernziele in einem systematischen Modell der Domäne so abgebildet, dass auf der Grundlage ein curricular valider Test entwickelt werden kann. Das Projekt ECON 2022 geht diesen Weg und will mit der Testung empirische Evidenz zur Anschlussfähigkeit der Lehrplankonzeption an die Voraussetzungen der Schüler*innen erzeugen. Mehr Information zum konzeptionellen Hintergrund, zur Methodik und zu weiteren Fragestellungen findet sich hier https://www.uni-due.de/edu-research/econ2022.php;

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Newsletterausgabe 1/2020 BMBF Projekt „ComeIn Communities of Practice NRW – für eine Innovative Lehrerbildung“

Wie nutzt man die Digitalisierung in Schule und Unterricht? Welche Kompetenzen benötigen Lehrer*innen und wie bekommen sie diese in Aus- und Fortbildung vermittelt? Unter der Leitung der UDE haben sich alle zwölf Hochschulen des Landes, die angehende Lehrkräfte ausbilden, zum Verbund „Communities of Practice NRW – für eine Innovative Lehrerbildung“ (ComeIn) zusammengeschlossen. Dieses Konzept wird jetzt über das Bund-Länderprogramm Qualitätsoffensive Lehrerbildung gefördert: Von 2020 bis 2023 erhält ComeIn 6,2 Mio. Euro. Zwei Mitglieder der Fakultät für Bildungswissenschaften, Herr Prof. Dr. Marten Clausen und Herr Dr. David Tobinski, sind mit ihrer Forschung im Projekt „ComeIn“ vertreten.

Newsletterausgabe 1/2020 DH.NRW

Direkt zwei Forschungsprojekte konnte Dr. David Tobinski erfolgreich in den Ausschreibungen der DH.NRW einwerben. Das Projekt „Think Tank Digitalität und Bildung“ hat die Jury im Rahmen der Förderlinie „DIGITALE LEHR-LERNINFRASTRUKTUREN“ überzeugt. Zusammen mit der AG „Digitalisierung in der Lehramtsausbildung“ ist der Antrag „ProDigi_UDE: Professionalisierung von Lehramtsstudierenden für die Bildung in der digitalen Welt“ in der Förderlinie „CURRICULUM 4.0“ entstanden und bewilligt worden.

Newsletterausgabe 1/2020 Interview: Forschung zur Politischen Bildung

„Nichts nutzt mehr gegen soziale Ungleichheit in der politischen Bildung als hochwertiger Politikunterricht“, so lautet eine These von Hermann Josef Abs im Interview der Transferstelle politische Bildung.

 
Die Transferstelle politische Bildung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die häufig anzutreffende Spachlosigikeit zwischen Forschung und Praxis zu überwinden. Im Format „Fünf Fragen“ stellen Wissenschaftler ihre aktuellen Arbeit einem bereiten Fachpublikum vor.  Das hier verlinkte Interview stellt Ergebnisse vertiefender Analysen zur Interntational Civic and Citizenship Education Study vor, die 2016 erstmals in Deutschland/Nordrhein-Westfalen durchgeführt wurde. Die Analysen, ihre theoriebasierte Herleitung und Interpretation wurden federführend von Doktorand*innen für englischsprachige peer-reviewed Zeitschriften erarbeitet. Sie zeigen, welche Effekte die bewußte Gestaltung von Lernumgebungen sowie weitere Merkmale des Sozialisationskontexts auf politisch relevante Bildungsergebnisse haben. Das Interview fasst jeweils ein zentrales Ergebnis zusammen und verlinkt dann auf den open-access Artikel. Weiterhin behandelt das Interview Fragen künftiger Forschung an der Schnittstelle von Theorie und Praxis.

Newsletterausgabe 1/2020 Neu: Datenreport EZW 2020

Der Datenreport Erziehungswissenschaft wurde in der aktuellen Fassung u.a. an unserer Fakultät erstellt. Er bildet die Entwicklung der Disziplin anhand von Strukturdaten ab.

Der Datenreport ist eine regelmäßig alle vier Jahre erscheinende Darstellung der strukturellen Entwicklung der Erziehungswissenschaft. Ziel der Publikation ist die Information der Fachöffentlichkeit, der Bildungs- und Hochschulpolitik über die Entwicklung der Erziehungswissenschaft als einem der größten Fächer an deutschen Hochschulen. Besonderes Augenmerk liegt auf den Indikatoren zu Studiengängen, Studierenden, Studienabschlüssen, Personal, Forschungsleistungen und Nachwuchsförderung.

Der Datenreport bietet Grundinformationen darüber, wie die Erziehungswissenschaft sich unter dem Einfluss dieser Veränderungen entwickelt, und dient der Identifikation fachpolitischer ebenso wie hochschul- und bildungspolitischer Handlungsbedarfe. Der Datenreport ist von herausgehobener Bedeutung für die aktuellen Diskussionen um die Sicherung von Ausbildungskapazitäten für professionelle pädagogische Berufe und um wissenschaftliche Karrieren. Der Datenreport wird von der Max-Träger-Stiftung finanziell gefördert und steht Open-Access zur Verfügung.

 

Newsletterausgabe 1/2020 Das FLECTT-Projekt

FLECTT - kooperative Unterrichtsvideoreflexion in ReFLECTing Teams zur Förderung der Professionskompetenz angehender Lehrkräfte geht in die zweite Projektphase.

Das in der AG Unterrichtsentwicklung realisierte Projekt FLECTT - kooperative Unterrichtsvideoreflexion in ReFLECTing Teams (ehemals Videogestützte Unterrichtsreflexion; Göbel & Neuber, 2018) als Teil des Gesamtprojektvorhabens ProViel (Professionalisierung für Vielfalt) entwickelt in der zweiten Projektphase das kooperative Reflexionssetting Reflecting Teams weiter und überträgt das Konzept auf die zweite Phase der Lehrer*innenbildung. Im November 2019 wurden gemeinsame Kooperationsperspektiven mit Vertreter*innen der ZfsL diskutiert. Im April 2020 wird das adaptierte Reflexionssetting in Kooperation mit dem ZfsL Essen nun zunächst im Praxissemester erprobt, wobei der Fokus auf Klassenführung als zentrales Merkmal gelungenen Unterrichts gelegt wird. Ab November 2020 wird das Setting auf das Referendariat übertragen, um videobasierte Reflexion langfristig in alle Phasen der Lehrer*innenbildung zu integrieren. Auch in der universitären Lehrer*innenausbildung wird das Reflexionssetting weiterentwickelt und auf die Analyseschwerpunkte Fehlerkultur sowie sprachliche Heterogenität ausgeweitet.

Bereits seit April 2016 verfolgt das Projekt das Ziel, Lehramtsstudierende mittels kooperativer Unterrichtsvideoreflexion anhand von eigenen sowie fremden Unterrichtsvideos auf die Unterrichtspraxis vorzubereiten, die Theorie-Praxisverzahnung zu stärken sowie eine Basis für eine reflektierte Grundhaltung angehender Lehrkräfte zu schaffen. Die bisherigen Teilnehmenden schätzen den Nutzen der kooperativen Videoreflexionsangebote insgesamt sehr positiv ein, weiterhin wird ein positiver Einfluss der kollegialen Videoreflexion auf die Einstellungen zu Feedback deutlich (Göbel & Gösch, 2019; Göbel, Bönte & Gösch, in Vorbereitung).

Weitere Infos

Newsletterausgabe 1/2020 Für Mehrsprachigkeit sensibilisieren

Erste Ergebnisse des Projektes „Franzimo“ verdeutlichen, dass insbesondere mehrsprachige Lernende von mehrsprachigkeitssensibilisierenden Aufgabenangeboten für den Französischunterricht profitieren.

Das von der DFG geförderte Projekt „Franzimo – Französisch als 2. Fremdsprache interkulturell und mehrsprachigkeitsorientiert“ (unter der Leitung von Prof. Dr. Kerstin Göbel, UDE, und Prof. Dr. Lars Schmelter, BUW) präsentiert erste Ergebnisse. Das Projekt „Franzimo“ zielt auf die Sensibilisierung für Mehrsprachigkeit und Interkulturalität ab. Hierfür wurden Aufgabenangebote entwickelt, die im Französischunterricht von neun Klassen der 7. Jahrgangsstufe an Gymnasien im Ruhrgebiet und im Bergischen Land eingesetzt wurden. Erste Ergebnisse zur Evaluation des Aufgabenmaterials durch die Lernenden weisen auf eine hohe Akzeptanz der mehrsprachigkeitssensibilisierenden Aufgaben hin. Insgesamt werden die Aufgaben positiv im Hinblick auf die Aufgabenbearbeitung, Verständlichkeit, Motivierungsqualität sowie Zielerreichung bewertet, wobei insbesondere mehrsprachige Lernende die Aufgabenangebote als besonders motivierend wahrnehmen. Ausgehend von diesen Befunden erscheint der regelmäßige Einsatz mehrsprachigkeitsorientierter Lernangebote im Unterricht sinnvoll. Aktuell in Planung sind der Austausch mit den beteiligten Lehrpersonen und die Vorstellung der Projektbefunde in den Schulkollegien. Weiterhin sollen zentrale Ergebnisse von „Franzimo“ sowohl in fachdidaktischen als auch erziehungswissenschaftlichen Fachorganen publiziert und das entwickelte Aufgabenmaterial veröffentlicht werden. Weitere Informationen sind auf den Projektwebseiten bereitgestellt:

Universität Duisburg-Essen

Bergische Universität Wuppertal

Newsletterausgabe 1/2020 Rückmeldungen von Lernenden

Nicht nur eine Frage der Haltung – das ScRiPS-Projekt präsentiert aktuelle Befunde zur Nutzung von Schülerrückmeldungen zum eigenen Unterricht in Berufspraxis und Lehrpersonenausbildung.

Aktuelle Befunde des Projekts „Schülerrückmeldungen zum Unterricht und ihr Beitrag zur Unterrichtsreflexion (SCRiPS)“ (geleitet von Prof. Dr. Kerstin Göbel, UDE) liefern wertvolle Hinweise für die Gestaltung schülerrückmeldungsgestützter Reflexionsangebote in der schulpraktischen Lehrpersonenausbildung und Berufspraxis von Lehrpersonen. Nachzulesen sind die Befunde der quasiexperimentellen Studie im Themenheft „Professionalisierung durch (Praxis-)Reflexion in der Lehrer_innenbildung?“ des Online-Journals Herausforderung Lehrer_innenbildung – Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion (HLZ), welches im Januar 2020 erschienen ist. Der Beitrag zur ScRiPS-Studie („Nutzung von Schülerrückmeldungen im Praxissemester – ein Forschungskonzept zur Förderung von Reflexivität“) zeigt auf, dass für die Nutzung von Schülerrückmeldungen zum Unterricht neben positiven Einstellungen zur Unterrichtsreflexion auch der zeitliche und organisatorische Aufwand des Rückmeldungseinsatzes, die Reflexionsformate selbst sowie Merkmale der Lernenden von Bedeutung sind. Weitere Befunde der ScRiPS-Studie werden im Frühjahr 2020 im Themenheft „Unterrichtsrückmeldungen durch Schülerinnen und Schüler“ (herausgegeben von Prof. Dr. Marten Clausen und Prof. Dr. Kerstin Göbel, UDE) der Zeitschrift Empirische Pädagogik erscheinen. Der ScRiPS-Beitrag („Einstellungen zur Reflexion von angehenden und praktizierenden Lehrkräften“) weist darauf hin, dass angehende Lehrkräfte der Nutzung kollegialer und schriftlicher Reflexionsformate positiver gegenüberstehen als praktizierende Lehrkräfte. Weiterhin zeigte sich nach dem Einsatz von Schülerrückmeldungen zum eigenen Unterricht im Praxissemester bzw. Schuldienst für die angehenden Lehrkräfte eine Zunahme der generellen Relevanzeinschätzung von Reflexion.

Newsletterausgabe 1/2020 Start BMBF-Projekt: UDIN

BMBF fördert Verbundprojekt UDIN zur Unterrichtsentwicklung digital und inklusiv in Research Learning Communities mit über einer halben Million Euro

Im Mai 2020 geht es los: Nachdem der Zuwendungsbescheid des Bundes vorliegt, kann der Verbund UDIN (Unterrichtsentwicklung in der Sekundarstufe I digital und inklusiv in Research Learning Communities) unter der Leitung von Anke B. Liegmann, René Breiwe und Isabell van Ackeren (UDE) in Kooperation mit Kathrin Racherbäumer (Universität Siegen) die Projektarbeit offiziell beginnen. Das Vorhaben ist in der BMBF-Förderlinie Digitalisierung II angesiedelt (FKZ 01JD1909A/B, Laufzeit: 5/2020-4/2023).

Ziel ist es, Digitalisierung und Inklusion an Schulen der Sekundarstufe nachhaltig voranzutreiben. Im Mittelpunkt steht der Gestaltungsansatz der Research Learning Communities (RLC), mit dem Wissenschaftler*innen, Lehrkräfte und Studierende digitale Tools nutzen, um inklusive Lernarrangements zu entwickeln, die erprobt und in einem datenbasierten, iterativen Prozess (Design Based Research Ansatz) weiterentwickelt werden.

Das Gesamtprojekt begleitet den Prozess, indem die einzelschulische Ausgangssituation systematisch erhoben wird, die Zusammenarbeit der RLCs, die Akteurskonstellationen, die Dissemination in die Breite sowie die Lernerfolge der Schüler*innen mit der Heuristik der Design-Based School Improvement in den Blick genommen werden.

Ein an der UDE angesiedeltes Teilprojekt rückt Prozesse der Professionalisierung auf Basis der Lehrkräftehabitusforschung in den Mittelpunkt, indem ausgehend von individuellen Dispositionen die konkrete Erschließung von digital gestützten Lernangeboten und damit auch von Lerninhalten erforscht wird.

Im zweiten Teilprojekt, das an der Universität Siegen verortet ist, wird die Umsetzung der entwickelten Lernarrangements durch ethnographische Beobachtungsprotokolle erfasst und mit der Grounded Theory Methodologie ausgewertet.

Ansprechpartner_innen: Dr. Anke B. Liegmann, Dr. René Breiwe

Newsletterausgabe 1/2020 Auftakt Talentschulversuch

Das Team der wissenschaftlichen Begleitung des Talentschulversuchs hat im offiziellen Rahmen des ersten Fachtags am 29. Januar 2020 das Forschungsdesign und erste Auswertungsergebnisse vorgestellt.

Der erste Fachtag diente als offizieller Auftakt der wissenschaftlichen Begleitforschung zum im Schuljahr 2019/20 gestarteten Schulversuch. Zum Fachtag waren auf Einladung des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen Vertreter*innen aller 60 Talentschulen sowie der Schulträger im Haus der Technik in Essen zusammengekommen. Eröffnet wurde der Fachtag durch ein Grußwort von Schulministerin Yvonne Gebauer. Der Fachtag diente zum einen dem Austausch und der Vernetzung aller beteiligten Schulen untereinander. Zum anderen stellte das Team der wissenschaftlichen Begleitforschung (Prof. Dr. Isabell van Ackeren, Dr. Sabrina Rutter, Laura Beckmann, AG Bildungsforschung/UDE, Prof. Dr. Nina Bremm/PH Zürich, Prof. Dr. Kathrin Racherbäumer/Universität Siegen) die zentralen inhaltlich-methodischen Aspekte ihrer Arbeit sowie erste Auswertungsergebnisse der von den Schulen eingereichten Ziel- und Absichtserklärungen vor. Zur systematischen Erfassung der schulischen Ausgangslagen sind Anfang Februar außerdem die Onlinebefragungen der Schulleitungen und des pädagogischen Personals der Talentschulen gestartet. Mit ersten Ergebnissen der Datenerhebung ist Ende März zu rechnen. Diese Ergebnisse sollen als Grundlage für die Auswahl vertiefender qualitativer Fallstudien an einigen der Talentschulen dienen.

Weitere Informationen: https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulpolitik/Talentschulen/index.html

Newsletterausgabe 1/2020 Neues Projekt „ForUSE-digi“

Das Projekt „Fortbildungs- und Unterstützungssysteme für Schulentwicklung im Kontext der Digitalisierung“ untersucht, wie Schulen und Lehrkräfte im Kontext der Digitalisierung unterstützt werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung das Metavorhaben „Digitalisierung im Bildungsbereich - Grundsatzfragen und Gelingensbedingungen“ als Verbundprojekt der Universität Duisburg-Essen, des Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF), des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) sowie des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM).

Das Forschungsprojekt „Fortbildungs- und Unterstützungssysteme für Schulentwicklung im Kontext der Digitalisierung“ (ForUSE-digi) wird als Teil der eigenständigen Forschung des Metavorhabens an der Universität Duisburg-Essen unter der Leitung von Prof. Dr. Isabell van Ackeren in der Arbeitsgruppe Bildungsforschung durchgeführt. Ziel ist die Erhebung und Dokumentation der Fortbildungs- und Unterstützungsangebote für Lehrkräfte und für die Entwicklung der einzelnen Schulen im Hinblick auf Digitalisierung. Angestrebt wird eine bundeslandvergleichende Bestandsaufnahme zu Strategien, Strukturen und Maßnahmen der Fortbildungs- und Unterstützungssysteme in Deutschland.

Für den ersten Teil der Bestandsaufnahme ist eine Dokumentenanalyse geplant. Die Datenerhebung erfolgt über eine Kombination systematischer Recherche frei zugänglicher Dokumente der staatlichen Akteure und systematische Nachfrage in allen Bundesländern. Anschließend folgen vertiefende Interviews mit Akteuren in Institutionen in ausgewählten Bundesländern.

Die Erkenntnisse werden sowohl für die Schulpraxis in Form einer Handreichung als auch für die Wissenschaft in einem Forschungsbericht aufbereitet und zur Verfügung gestellt.

Link zur Projektseite „ForUSE-digi“ auf der Website des Metavorhabens: https://digi-ebf.de/node/125

 

Newsletterausgabe 1/2020 Special Issue zu Südamerika

Annemarie Fritz-Stratmann, Pekka Räsänen und Vitor Haase geben Special Issue zu Numerical Cognition in Südamerika im Taylor & Francis Verlag heraus

Im Dezember 2019 bekam die Arbeitsgruppe Pädagogische Psychologie unter der Leitung von Prof. Dr. Fritz-Stratmann Besuch von Prof. Dr. Pekka Räsänen vom Niilo Mäki Institut, (Jyväskylä, Finnland) und Prof. Dr. Vitor Haase von der Universität Federal de Minas Gerais (Belo Horizonte, Brasilien). Gemeinsam geben die drei Experten im Forschungsfeld zu Numerical Cognition ein Special Issue im Taylor & Fancis Verlag heraus, das – derzeit im Druck - im Journal Estudios de Psicología englisch- und spanischsprachig erscheinen wird.

Die Idee für das Special Issue entwickelten die Herausgeber durch die anregenden Erkenntnisse und Kooperationen im Rahmen des gemeinsamen „International Handbook of Mathematical Learning Difficulties“ (2019, Springer Verlag). Hier legten internationale Forscher den aktuellen Kenntnisstand zu der Thematik aus verschiedensten Ländern der Welt dar. Auf Anregung des Herausgebers des Journals Estudios de Psicología Ricardo Rojas (Chile) wird nun ein Schwerpunkt auf die Bildungslandschaft in Lateinamerika und der Karibik gelegt.

Die intensive Forschung zu Numerical Cognition und Lernpsychologie im Fach Mathematik hat direkte und indirekte Implikationen für den Schulunterricht. Es ist jedoch sehr unterschiedlich, in welcher Form und Intensität der Austausch zwischen Forschung und Akteuren des schulpraktischen Alltags in den Ländern stattfindet. Ziel des special issues ist es daher, den Dialog zwischen Bildungssystemen und Forschung in Lateinamerika darzulegen. Hierdurch sollen die Akteure von den bisher gemachten Erfahrungen profitieren und der wechselseitige Dialog angeregt werden.

Newsletterausgabe 1/2020 Digitales Mathe-Screening

Annemarie Fritz-Stratmann veröffentlicht Digitales Mathe-Screening für das Vorschulalter, das mithilfe von RuhrFutur für alle Essener und Mülheimer Grundschulen und Kitas angeschafft wird

Schwerwiegende Probleme in Mathematik sind weitverbreitet. Nach den internationalen Schulvergleichsstudien TIMSS und PISA bemisst sich der Anteil an Jugendlichen, die schwerwiegende Probleme beim Rechnen haben auf 20% und nach ICD-10 leiden ca. 4-6% unter einer diagnostizierbaren Dyskalkulie. Diese Beeinträchtigungen haben gravierende Folgen für die Kinder. Schließlich hat das mathematische Wissen eine große Bedeutung für das weitere Leben der Kinder. Viele Studien stellten fest, dass Schulanfänger mit geringem Vorwissen in Mathematik als Erwachsene vielfach benachteiligt sind. Sie haben schlechtere Bildungsverläufe, verdienen weniger und leiden unter mehr gesundheitlichen Problemen (Ritchie & Bates, 2013; Parsons & Bynner, 2005).

Eine frühe Identifikation von Schwierigkeiten beim Rechnenlernen kann verhindern, dass große Wissenslücken bei Kindern entstehen, die sich in der Folge nur schwer schließen lassen. Seit 4 Jahren führt die Lehr- und Forschungsambulanz FoBu Screenings an mehreren Grundschulen in der Metropolregion Ruhr Screenings durch, um Kinder zu identifizieren, die ein großes Risiko haben, Rechenschwierigkeiten zu entwickeln. Dank RuhrFutur ist es nun möglich, allen Kitas und Grundschulen in Essen und Mülheim das digitale MARKO Screening zur Verfügung zu stellen.

Das digitale MARKO-Screening von Annemarie Fritz-Stratmann und Kolleginnen ist vor Kurzem im Hogrefe Verlag erschienen. Das Screening erfasst die mathematischen Konzepte vor und zum Zeitpunkt der Einschulung. Das digitale Screening kann ein halbes Jahr vor und zum Zeitpunkt der Einschulung von pädagogischen Fachkräften selbstständig in der Kita und Grundschule durchgeführt werden. Er erlaubt in kurzer Zeit eine Rückmeldung über das arithmetische Entwicklungsniveau eines Kindes und bietet darüber hinaus dem Niveau entsprechende pädagogische Förderempfehlungen. Somit können durch eine frühzeitige Diagnostik schwierige Lernvoraussetzungen erkannt und schlechten Entwicklungsverläufen entgegengewirkt werden.

Newsletterausgabe 2/2019 Nachlese zur Tagung "Quo vadis Forschung zu Schülerrückmeldungen"

Am 23. und 24. September fand an der Universität Duisburg-Essen die Tagung „Quo vadis Forschung zu Schülerrückmeldungen“ statt.  Die Tagung wurde von Prof. Dr. Kerstin Göbel und Katharina Neuber (Universität Duisburg-Essen) sowie von Prof. Dr. Corinne Wyss (PH Nordwestschweiz) und Meike Raaflaub (PH Zürich) organisiert und durch das Interdisziplinäre Zentrum für Bildungsforschung (IZfB) unterstützt.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreterinnen und Vertreter der zweiten und dritten Phase der Lehrerbildung aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Österreich und sogar Japan kamen zusammen, um gemeinsam über die Nutzung von Schülerrückmeldungen für die Reflexion von Unterricht in der Schule nachzudenken. Im Rahmen von insgesamt 20 Vorträgen wurden Befunde der empirischen Bildungsforschung sowie Ansätze und Konzepte aus der Schulpraxis präsentiert und gemeinsam diskutiert. Im Fokus der inhaltlichen Diskussionen standen die Fragen, wie Lehrkräfte und Lernende sinnvoll auf den Einsatz und die Reflexion von Schülerrückmeldungen vorbereitet und begleitet werden können, welche analogen und digitalen Rückmeldeverfahren für welche Zielstellungen der Nutzung von Schülerrückmeldungen geeignet sind und wie der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Schulpraxis gelingen kann. Der rege Austausch und die Kooperation von Forschung und Praxis soll im Rahmen eines Netzwerks weitergeführt werden. Weiterhin wird ein Tagungsband die vorgestellten Beiträge zur Eignung unterschiedlicher Rückmeldeverfahren, zur Nutzung von Schülerrückmeldungen in der Schulpraxis und zu den Wirkungen für die Unterrichtsentwicklung zusammentragen.

Newsletterausgabe 2/2019 Spielzeit weitet sich aus

Das Projekt „Spielzeit“ hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche, die in herausfordernden Stadtteilen aufwachsen, in ihrem unmittelbaren Umfeld durch Spiel, Sport und Bewegung zu fördern. Erfahrungen und Erkenntnisse liegen bis bisher im Einsatz des Spielmobils im Offenen Ganztag sowie in offenen Bewegungsangeboten am Wochenende (Projekte Open Area für Jugendliche, Open Sunday für Kinder sowie Mini Sunday für Eltern mit ihren Kindern). Erfolgreich konnte nun eine Ferienmaßnahme in der Hövelschule (Stadtteil Altenessen) unter Einbeziehung der benachbarten Sportvereine durchgeführt werden. Es gelang besonders gut, neu zugewanderte Eltern in dieses Projekt einzubinden. Weitere geplante Vorhaben sind eine Ausweitung des Schulsports in den urbanen Raum sowie ein Aufbau Bzw. Ausbau regelmäßiger Kinder- und Jugendsportangebote im Stadtteil Nordviertel und Altenessen. In diesem Projekt kooperieren das ISBW mit dem  ISSAB (Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung), der Grundschule Nordviertel, der Hövelschule, der Großenbruchschule, dem Leibniz-Gymnasium, dem Gymnasium Nordost, dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Essen und  dem Essener Sportbund.

Newsletterausgabe 2/2019 dokFORUM: Das 20. Kolloquium Forschungsberatung der DGfE

Das dokFORUM freut sich das „20. Kolloquium Forschungsberatung“ der DGfE am 14.11.19 auszurichten. Anmeldungen mit Projektskizzen werden unter buero@dgfe.de entgegengenommen. Der Impulsvortrag zu Forschungsanträgen von 10:15 Uhr bis 11:15 Uhr ist auch in diesem Jahr wieder für interessierte Mitglieder der Fakultät geöffnet.

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Newsletterausgabe 2/2019 Erstmaliger Start des Masters Psychologie

Drei Jahre nach der Einführung des Bachelors Psychologie geht im Wintersemester 2019/2020 der Master Psychologie an den Start. In Bezug auf die 30 zu vergebenden Studienplätze gab es eine große Nachfrage. Es erfolgten Bewerbungen aus vielen Regionen Deutschlands, Europas und sogar aus weiter entfernten Erdregionen. Erfreulich ist, dass sich eine hohe Übergangsquote aus dem Bachelor Psychologie abzeichnet.

Das Masterstudium umfasst vier Semester mit insgesamt 12 Modulen. Das Studienprogramm im Master hat einen Schwerpunkt im Bereich der Pädagogischen Psychologie. Der Abschluss ist ein allgemeiner M.Sc. Psychologie, der bspw. auch die Voraussetzungen für eine Ausbildung als Psychologischer Psychotherapeut/Psychologische Psychotherapeutin in der Regel erfüllt.