Newsletterarchiv: Nachlese

Newsletterausgabe 2/2026

Politische Bildung goes Social Media

Wie können Forschungsergebnisse im Bereich politischer Bildung auf Social Media sichtbar gemacht werden? Welche Potenziale und Risiken bestehen in der Nutzung? Mit diesen Fragen hat sich ein Workshop am 15.10.2026 (13-17 Uhr) mit Nejra Dedić-Demirović beschäftigt.

Mit dem Workshop sprechen wir Wissenschaftler*innen und Interessierte im Bereich politischer Bildung an, die sich angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung neue Arenen der Dissemination und des Transfers von Forschungsergebnissen erschließen wollen. Das Format zielt auf die Qualifizierung und kritische Reflexion von Sozialen Medien als Resonanzraum politischer Bildung. Angesichts von gesellschaftlicher Polarisierung, rechtsextremer Raumnahme und Verrohung öffentlicher Debatten muss sich auch die wissenschaftliche Arbeit im Bereich politischer Bildung klar positionieren und ihre Befunde, Einsichten und Prinzipien einem breiteren Publikum vertraut machen. Die rechtsextreme Vereinnahmung von Debatten um Migration, Neutralität in der Bildungsarbeit, Frühsexualisierung oder Wissenschaftsfreiheit nicht zuletzt in den Sozialen Medien zeigt, dass dieser Raum demokratische Stimmen braucht. Diese Sichtbarmachung und Verbreitung der eigenen Forschung im Bereich der politischen Bildung kann aber mit Herausforderung und Unsicherheiten für die Wissenschaftler*innen einhergehen, insbesondere, wenn es um die Thematisierung gesellschaftspolitischer Forschungsinhalte geht, deren Resonanz in der Gesellschaft und somit auch in den Sozialen Medien umkämpft ist. Diese unterschiedlichen Perspektiven wollen wir im IZfB-Workshop mit Nejra Dedić-Demirović aufgreifen.

Nejra Dedić-Demirović bereichert die Diskussion in sozialen Medien als aktive Expertin aus dem Feld der politischen Bildung und Bildungsforschung. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fachhochschule Dortmund im Feld der Rassismuskritischen Sozialen Arbeit, Lehrbeauftragte im Fachgebiet Erwachsenenbildung/Politische Bildung und promoviert an der TU Dortmund zu Bildungsaufstiegen. Dies verbinden wir mit einem Science-Speed-Format, um zu diskutieren, wie zentrale Befunde aus Forschung und Lehrpraxis im Bereich der politischen Bildung pointiert und zielgruppengerecht dargestellt werden können.

Anmeldung beim IZfB

Catrin Opheys

Newsletterausgabe 2/2026

TraNa Konferenz im Unperfekthaus

Im Rahmen der deutsch-polnischen Forschungskooperation TraNa fand vom 8.-11.9.2026 eine internationale Konferenz zum Thema Selbstpositionierung junger Menschen statt.

Vom 8. bis 11. September 2026 kamen im Unperfekthaus in Essen 25 Wissenschaftler*innen aus insgesamt 13 Ländern und vier Kontinenten zur TraNa-Konferenz zusammen. Über drei intensive Tage widmeten sie sich dem Konferenztitel „Young People’s (Self-)Positioning in the World: Subjectivities, Discourses, and Inequalities“.

In sieben thematischen Sitzungen wurden unterschiedliche empirische Felder, theoretische Zugänge und Perspektiven auf die Thematik vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Die Beiträge eröffneten vielfältige Anregungen für die weitere Kooperationen. Es entstanden zahlreiche Ideen für weiterführende Forschungsprojekte und Publikationsvorhaben, die in den kommenden Monaten weiterverfolgt werden sollen. Ein Großteil der Vorträge wird zeitnah über die Projekthomepage (https://www.uni-due.de/biwi/trana/) als Stream zur Verfügung stehen.

Ein besonderer Höhepunkt des Abendprogramms war das Screening des Dokumentarfilms „Misafir. A guest“ und die anschließende Diskussion mit der preisgekrönten Filmemacherin Mariam El Marakeshy. Der Austausch eröffnete spannende Perspektiven auf mögliche Transferprojekte und zeigte das Potenzial der Verbindung von (Film-)Kunst und Wissenschaft.

Insgesamt blicken wir auf eine sehr gelungene und inspirierende Konferenz zurück. Wir bedanken uns herzlich bei allen Beitragenden für ihre vielfältigen Impulse, die intensiven Diskussionen und den offenen Austausch – und ebenso bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie dem InZentIM für die Finanzierung und Unterstützung der Konferenz.

Dr. Jessica Schwittek / Prof.in Dr. Alexandra König / Katarzyna Jendrzey /  Maraia Bonsignore

Newsletterausgabe 2/2026

Beziehungsgestaltung im Sportunterricht

Dr. Caterina Schäfer, Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften, hat einen Vortrag auf dem AIESEP World Congress in Taiwan gehalten: The relationship matters – Video-based interaction analysis for professionalization of physical education students and teachers.

Auf dem AIESEP Research Association World Congress 2026 in Taipeh hat Dr. Caterina Schäfer die Ergebnisse einer Interviewstudie mit Sportlehrkräften in der 1. und 2. Phase der Lehrkräftebildung vorgestellt und diskutiert.

In dem Beitrag geht es um die Einsatzmöglichkeiten von videobasierten Interaktionsanalysen mittels Marte Meo Methode in der Sportlehrkräftebildung. Im Zentrum stehen dabei beziehungsorientierte Praktiken bzw. die Bedeutung von Beziehungsgestaltung im Sportunterricht.

Die Teilnahme wurde durch das Interdisziplinäre Zentrum für Bildungsforschung (IZfB) der Universität Duisburg-Essen finanziell gefördert.

Schäfer, Caterina (2025, Juni): The relationship matters – Video-based interaction analysis for professionalization of physical education students and teachers. AIESEP Research Association World Congress, Taipeh (Taiwan).

Dr. Caterina Schäfer

Newsletterausgabe 2/2026

BeKo-Kolloquium in Taipeh

Beim AIESEP World Congress 2026 in Taipeh präsentierten Dr. Dominik Edelhoff und Dr. Caterina Schäfer das BeKo-Kolloquium, ein Konzept zur forschungsbezogenen und ressourcenschonenden Begleitung von (Sportlehramts-)Studierenden bei Abschlussarbeiten.

Beim AIESEP World Congress 2026 „Dialogues on Knowledge across Cultures“, der vom 15. bis 19. Juni an der National Taiwan Normal University in Taipeh stattfand, stellten Dr. Dominik Edelhoff und Dr. Caterina Schäfer ihre qualitative Studie zum BeKo-Kolloquium vor.

Das hochschuldidaktische Lehr-Lern-Konzept unterstützt Sportlehramtsstudierende bei der Bearbeitung ihrer Abschlussarbeiten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Studierende ihre Forschungskompetenzen weiterentwickeln können und zugleich eine ressourcenschonende Begleitung durch Lehrende möglich ist. Dafür verbindet das BeKo-Kolloquium einen 90-minütigen, offenen Austausch in der Gruppe mit einer prozessorientierten Beratung. Die Ergebnisse der Studie weisen insbesondere auf positive forschungsbezogene Selbstwirksamkeitserfahrungen und eine hohe Zufriedenheit der Studierenden hin.

Der internationale Kongress bot die Gelegenheit, das Konzept mit Wissenschaftler:innen aus unterschiedlichen nationalen und kulturellen Kontexten zu diskutieren und Perspektiven auf Hochschullehre und die Betreuung von Abschlussarbeiten auszutauschen.

Das BeKo-Kolloquium wird zudem in einem bereits veröffentlichten peer-reviewten Beitrag ausführlich vorgestellt:

Edelhoff, D. & Schäfer, C. (2026). BeKo-Kolloquium – ein hochschuldidaktisches Lehr-Lern-Konzept zur Begleitung der Kompetenzentwicklung von Studierenden im Kontext von Abschlussarbeiten. Perspektiven auf Lehre. Journal for Higher Education and Academic Development, 1, 23–31.

Die Kongressteilnahme wurde durch das Interdisziplinäre Zentrum für Bildungsforschung (IZfB) der Universität Duisburg-Essen finanziell gefördert.

Dominik Edelhoff & Caterina Schäfer

Newsletterausgabe 2/2026

PISA-VET auf der WorldSkills Conference

PISA-VET auf der WorldSkills Conference 2026: Ein hochkarätig besetztes Panel mit OECD, ETS und BMBFSFJ diskutiert aktuelle Ansätze der international vergleichenden Kompetenzmessung in der beruflichen Bildung.

Die empirische Bildungsforschung steht im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung vor zentralen methodischen und psychometrischen Herausforderungen: Heterogene nationale Ausbildungssysteme, variierende curriculare Profile sowie die Erfassung domänenspezifischer wie überfachlicher Kompetenzen erfordern differenzierte Messansätze.

Mit der Initiative PISA-VET forciert die OECD die Entwicklung eines standardisierten Rahmenkonzepts, um berufliche Kompetenzprofile länderübergreifend valide zu erfassen und international vergleichbar abzubilden. Auf der diesjährigen WorldSkills Conference 2026 widmet sich eine dedizierte Fachsession diesem Vorhaben. Unter dem Titel „PISA-VET and the future of vocational skills“ diskutiert ein internationales Expertenpanel den aktuellen Stand der Testkonstruktion, psychometrische Modellierungen sowie die forschungs- und bildungspolitischen Implikationen für die VET-Landschaft. 

Auf dem Podium sind folgende Perspektiven vertreten:

  • El Iza Mohamedou (Head of the OECD Centre for Skills)

  • Andreas Schleicher (Director for Education and Skills, OECD)

  • Lydia Liu (Vice President, Educational Testing Service – ETS)

  • Prof. Dr. Esther Winther (ASCOT representative)

  • Oliver Diehl (Deputy Head of Division, Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend – BMBFSFJ)

  • David Hoey (CEO WorldSkills International)

Im Fokus stehen methodische Fragestellungen: die Übertragbarkeit etablierter Large-Scale-Assessments auf handlungsorientierte Berufsfelder, Herausforderungen der Skaleninvarianz über diverse Bildungssysteme hinweg sowie der Mehrwert empirischer Leistungsdaten für die evidenzbasierte Bildungsökonomie und Curriculumentwicklung. Detaillierte Informationen zum konzeptionellen Aufbau, den Erhebungsdomänen und den Pilotierungsphasen bietet der Projektüberblick zu PISA-VET bei der OECD.

Prof.in Dr. Esther Winther

Newsletterausgabe 2/2026

Stand auf dem "Demokratie"-Sommerfest

Als Fachgebiet Erwachsenenbildung/Politischen Bildung haben wir uns mit einem eigenen Stand am diesjährigen Sommerfest mit dem Motto „Demokratie“ beteiligt und verschiedene Mitmachaktionen angeboten, um in den offenen Austausch zu kommen.

Das diesjährige Sommerfest der UDE stand unter dem Motto „Demokratie“ und fand am 25. Juni 2026 am Essener Campus statt. Als Fachgebiet Erwachsenenbildung/Politischen Bildung haben wir uns mit einem eigenen Stand beteiligt und verschiedene Mitmachaktionen angeboten. So konnten wir mit den Mitgliedern der Universität und Gästen über folgende Fragen in den offenen Austausch kommen: Wie nehmen sie die Demokratie an der UDE wahr? Welche Themen und Werte sind ihnen wichtig?

Entlang von verschiedenen Methoden* haben wir auf dem Sommerfest einen Begegnungs- und Dialograum geschaffen: Besucher*innen konnten an einer kollaborativen Collage mit der Überschrift „Demokratie@UDE“ (Foto) mitwirken, sich zu ihren Vorstellungen von Gesellschaft positionieren und zentrale gesellschaftliche Werte hervorheben. Was uns sowohl in den verschiedenen Gesprächen als auch im Nachgang des Sommerfestes deutlich wurde: Den Mitgliedern der UDE sind das Zusammenleben und die demokratische Mitgestaltung von großer Bedeutung. Sie formulieren aber auch Sorgen und Herausforderungen durch aktuelle politische Entwicklungen, die etwa in den Bildmotiven der Collage zum Ausdruck kommen. Die gewonnenen Eindrücke und verschriftlichten Einschätzungen sind anschlussfähig zu Fragen politischer Partizipation, sozial ungleicher Zugänge zu Politik und Demokratie sowie zur Bedeutung von politischer Erwachsenenbildung, mit denen sich das Fachgebiet seit 2007 in Forschung und Lehre beschäftigt. Wer mal einen Blick auf die Collage in voller Größe werfen möchte, kann gerne in unserem Fachgebiet vorbeikommen.

* Einige Methoden haben wir aus der Methodensammlung der John-Dewey-Forschungsstelle entlehnt: https://tu-dresden.de/gsw/phil/powi/joddid/shop/shop/direkt-nutzen/riesenarbeitsblaetter-1#section-3

Catrin Opheys & Dr. Tim Zosel

Newsletterausgabe 2/2026

Workshop: Children Who Work 

Am College for Social Sciences and Humanities der UA Ruhr in der Lindenallee in Essen fand am 3. Juli 2026 der hybride internationale Workshop Children Who Work: Child Labour from Multidisciplinary Perspectives statt. 

Im Rahmen des Tandemprojekts von Aschalew Abeje (Bahir Dar, Äthiopien) und Anja Tervooren wurde aus interdisziplinärer Perspektive herausgearbeitet, dass Kinderarbeit im Globalen Süden skandalisiert, im Globalen Norden tabuisiert und viel zu selten als Teil des Aufwachsens von Kindern betrachtet wird.

In seiner Keynote skizzierte Karl Hanson (Genf) die Geschichte der International Labour Organisation (ILO) und zeigte, dass das langfristige Ziel, Kinderarbeit abzuschaffen, stets mit dem Bemühen, ihre Bedingungen zu verbessern, verbunden war. Seit Ende der 1990er Jahre wurde Letzteres jedoch zugunsten des Bestrebens, die „schlimmsten Formen“ von Kinderarbeit abzuschaffen, zurückgestellt.

Antje Ruhmann (Berlin) rekonstruierte, welche Arbeitsbedingungen sich Kinder im globalen Süden wünschen. In einer Befragung von in Deutschland lebenden Kindern zeigte sie, dass Kinderarbeit unterschiedliche Formen umfasst, meist jedoch die Pflege der Eltern. Addisu Gedilu (Gondar) stellte unter anderem die Frage, wie Kinder je nach Geschlecht unterschiedlich in Arbeit involviert sind. Mädchen übernähmen vielfältige Aufgaben (zuhause, in fremden Haushalten oder im öffentlichen Raum) und seien stärker als Jungen gefährdet, psychische, physische oder sexuelle Gewalt zu erfahren. Caterina Rohde-Abuba (Berlin) erarbeitete das Phänomen des Kidfluencing als Form moderner Kinderarbeit. Dabei stellen Kinder in Kooperation mit verschiedenen Unternehmen auf ihren Social-Media-Profilen kommerzielle Produkte vor. Die Kommodifizierung der Kindheit habe eine neue Qualität erreicht und müssen reguliert werden. Abschließend arbeitete Abeje anhand von Feldforschungen in Äthiopien heraus, dass die Vorstellung, nur die ärmsten Familien seien in Kinderarbeit involviert, nicht zutrifft. Die Entscheidungen seien in sozioökonomischen Krisen sowohl ein Überlebensmechanismus als auch eine langfristige Strategie für eine nachhaltige Zukunft – teilweise auch von wohlhabenderen Familien.

Prof.in Dr. Anja Tervooren, Annika Ahlefelder 

Newsletterausgabe 2/2026

Vorträge zu KI und Schulentwicklung

Das School Development and AI Research Lab (SD-AI) lädt zu vier spannenden Expertinnenvorträgen ein. Eine Teilnahme via Zoom ist allen Interessierten ohne vorherige Anmeldung möglich. Die Vorträge finden am 05.10. bzw. 12.10.2026 statt. Weitere Informationen

Das School Development and AI Research Lab (SD-AI) widmet sich interdisziplinären Perspektiven auf KI sowie der Verantwortung verschiedener Akteur:innen in der Schulentwicklung. Er bringt interdisziplinäre Wissenschaftler:innen zusammen, die zu KI im Bildungsbereich forschen, ebenso wie Praktiker:innen aus unterschiedlichen Ebenen des Schulsystems.
In diesem Rahmen lädt das SD-AI Forscherinnenteam zu vier spannenden Expertinnenvorträgen ein.

Als Expertinnen sprechen am 05.10.2026, 15:00 - 16:30h:

  • Prof. Dr. Evrim Baran (Iowa State University): Envisioning a Human-Centered AI in Education Ecosystem: Connecting Teacher Preparation, Schools, and Key Stakeholders
  • Prof. Dr. Sigrid Hartong (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg): Schulentwicklung in der Digitalität – KI verstehen, erfahren und aktiv gestalten

Als Expertinnen sprechen am 12.10.2026, 14:00 - 15:30h:

  • Prof. Dr. Sabine Seufer (Universität St.Gallen): Bildung für KI – KI für Bildung: Forschungseinblicke zwischen KI-Führerschein und agentischen Trainingssystemen
  • Associate Professor Olga Viberg (KTH Royal Institute of Technology, Stockholm): From Human Agency to Responsible AI in School Development: Designing Human-Centered AI for K-12 Education

Die Vorträge via Zoom stehen allen Interessierten ohne vorherige Anmeldung offen. 

Die Vorträge sind Teil zweier geschlossener Workshops, in deren Rahmen eine interdisziplinäre Netzwerkgruppe zu den Themenkomplexen "Menschzentrierte KI für Schulentwicklung: Strategien, Ökosysteme und Transformation" sowie "Bildung für KI – KI für Bildung: Human Agency, KI-Kompetenzen und intelligente Lernsysteme" diskutieren und schulsystemebenenübergreifende Erfahrungen austauschen wird. 

Weitere Informationen zu den Vorträgen sowie zum Forschungsprojekt SD-AI finden sich auf der Seite des College for Social Sciences and Humanities.

Dr. Manuela Endberg

Newsletterausgabe 2/2026

Delegation aus Jordanien

Am 24. Juni 2026 empfing das Learning Lab eine hochrangige Delegation aus Jordanien, um die strategischen Grundlagen für das neue College of Advanced Vocational Training (CAVT) in Amman zu erörtern.

Am 24. Juni 2026 empfing das Learning Lab eine hochrangige Delegation aus Jordanien, um die strategischen Grundlagen für das neue College of Advanced Vocational Training (CAVT) in Amman zu erörtern. Neben dem CEO des College, Dr. Ammar Gharaybeh, nahmen mehrere Programmverantwortliche und Studiengangleitungen an dem Workshop teil. 

Das von der deutschen Bundesregierung über die KfW Entwicklungsbank unter dem Dach der Crown Prince Foundation (CPF) geförderte CAVT zielt darauf ab, neue Maßstäbe für die berufliche Bildung im Nahen Osten zu setzen. Das künftige College wird maßgeblich auf moderne digitale Didaktik setzen, darunter Blended Learning, Flipped Classrooms sowie die Integration künstlicher Intelligenz.

Nach der Begrüßung durch den Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Marcus Roth, brachten Mitglieder der Abteilung für Berufs- und Weiterbildung – darunter Prof. Dr. Michael Kerres, Prof. Dr. Dieter Münk und Prof. Dr. Esther Winther – ihre Fachexpertise in den Workshop ein. Im Kern ging es um die Frage, wie eine strategische Ausrichtung im Kontext der höheren Berufsbildung in technischen Fächern erarbeitet werden kann und welche Schwerpunkte dabei besonders zukunftsträchtig erscheinen. 

Prof. Dr. Michael Kerres