Nobelpreisträger an der Universität Duisburg-Essen

2012

Prof. Dr. Dr. h.c. (mult.) Robert Huber FMRS
Zentrum für Medizinische Biotechnologie

Professor Robert Huber ist Mitglied und Gastprofessor am ZMB der Universität Duisburg-Essen. In der Forschung befasst er sich mit der Aufklärung und Interpretation der dreidimensionalen Struktur biologischer Moleküle. Dieses Wissen ist für die Grundlagenforschung als auch für die Entwicklung von Medikamenten von zentraler Bedeutung.

Professor Huber wurde am 20. Februar 1937 in München geboren und studierte Chemie an der Technischen Universität München. 1963 promovierte er an der TU München über die Kristallstruktur einer Diazo-Verbindung und des Insektenverpuppungshormons Ecdyson. Bis 1971 arbeitete er als Postdoc an der TU München und am Max-Planck-Institut für Eiweiß- und Lederforschung, wo er mit Arbeiten am Insektenerythrocruorin und am basischen pankreatischen Trypsininhibitor das erste proteinkristallographische Labor in Deutschland aufbaute. Von 1972 bis 2005 war er Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München.

1988 wurde Prof. Huber der Nobelpreis für Chemie verliehen für die Aufklärung der dreidimensionalen Struktur des photosynthetischen Reaktionszentrums. Damit konnten grundlegende Erkenntnisse über die Photosynthese gewonnen werden. Bei der Photosynthese wird bekanntlich Licht als Energiequelle verwendet. Durch diesen Prozess wurde der Sauerstoff auf der Erde gebildet, der die Voraussetzung für tierisches und menschliches Leben darstellt. Es werden auf der Erde ca. 100 Milliarden Tonnen Sauerstoff pro Jahr durch photosynthetische Prozesse, die in Pflanzen und einigen Bakterien ablaufen, produziert.

Prof. Huber ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats einer Reihe von Firmen und Mitgründer von zwei Biotech-Firmen, Proteros und Supprevnol. Die Forschergruppe um Robert Huber hat bisher mehr als 1100 wissenschaftliche Publikationen über Struktur und Funktion eines weiten Spektrums biologischer Makromoleküle und über Methoden der Proteinkristallographie veröffentlicht.

 

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