14. und 15. Januar 2016, Kulturwissenschaftliches Institut Essen Nachbericht zur Tagung „Autonomie und Paternalismus “

Das Recht auf Autonomie ist ein zentraler Wert moderner liberaler Gesellschaften. Insbesondere paternalistisch motivierte Eingriffe in die Freiheit anderer standen daher lange Zeit in schlechtem Ruf. In jüngster Zeit wird die Frage nach dem richtigen Verhältnis von Autonomie und Paternalismus jedoch in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen neu gestellt. Die interdisziplinäre Tagung „Autonomie und Paternalismus“, die von Wissenschaftler*innen der Universität Duisburg-Essen organisiert wurde, hat diese Entwicklung aufgegriffen und hierzu Vertreter*innen aus Sozialwissenschaften und Philosophie ins KWI geladen. Den Auftakt der Tagung machte Silke Bothfeld, Bremen, die für Autonomie als Ziel wohlfahrtsstaatlicher Politik argumentierte. Andreas Niederberger von der Universität Duisburg-Essen ergänzte die politiknahen Überlegungen Bothfelds mit einigen grundlegenden Überlegungen zur Frage, wie wir Autonomie verstehen sollten und verteidigte eine kantische Konzeption. Mit den Vorträgen von Johannes Giesinger, Zürich, und Zoe Clark, Bielefeld, rückten dann kinderethische Fragen in den Mittelpunkt der Tagung. Interessant waren die unterschiedlichen Perspektiven der Referenten: Während sich Giesinger mit gerechtfertigter Paternalisierung von Kindern beschäftigte, setzte Clark sich mit den international verbrieften Rechten von Kindern auseinander. Den Abschluss bildeten drei philosophische Vorträge zur ethischen Legitimation von Patientenverfügungen demenziell erkrankter Menschen. Die sich an die Ausführungen von Dieter Sturma, Bonn/Jülich, Oliver Hallich, Duisburg-Essen sowie Bettina Schöne-Seifert, Münster, anschließenden lebhaften Diskussionen waren durchaus beispielhaft für den inspirierenden Charakter dieser gelungenen Tagung.

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Workshop, 26. Oktober 2015 "Migration in Metropolen: Sprachgebrauch und Spracheinstellung im Ruhrgebiet"

Ziel des interdisziplinär konzipierten Vorhabens ist es, die sprachlichen Mittel und kommunikativen Strategien sowie die Einstellungen von SprecherInnen in der Metropolregion Ruhrgebiet in Alltagssituationen zu untersuchen. Dies erfolgt aus drei einander ergänzenden Perspektiven: Der Interaktionalen Linguistik und Gesprächsanalyse (Schwerpunkt Wolfgang Imo), der Soziolinguistik und Einstellungsforschung (Schwerpunkt Evelyn Ziegler) und der Migrations- und Integrationsforschung (Schwerpunkt Haci-Halil Uslucan). Analysiert werden sollen in dem Projekt erstens Entwicklungstendenzen im alltäglichen Sprachgebrauch unterschiedlicher Sprechergruppen (SprecherInnen mit Deutsch als Erstsprache und SprecherInnen mit Türkisch oder Arabisch als Erstsprache) im Ruhrgebiet sowie Sprachkontaktphänomene im Sinne einer gegenseitigen Beeinflussung zwischen den regionalen, kolloquialen und ethnolektalen Varietäten. Zweitens sollen Veränderungen in der gesellschaftlichen Wahrnehmung und der wechselseitigen Beurteilung unterschiedlicher Sprechergruppen – hier sind natürlich vor allem die Migrantengruppen von Interesse – der Diskurs um Pegida zeigt die gesellschaftliche Relevanz dieses Themas – aufgedeckt werden. Mit der Analyse von zwei Zeitschnitten leistet das Projekt auch einen Beitrag zum Verständnis der Dynamik sprachlicher und kultureller Integration und Akkommodation.

Für den 26. Oktober 2015 ist ein Workshop mit einschlägigen ExpertInnen zu den projektrelevanten Fragestellungen geplant. Ziel des Workshops ist es, Input zu den projektrelevanten theoretischen Grundlagen einzuholen und mögliche Risiken in der Durchführung der empirischen Projektteile zu identifizieren. Folgende TeilnehmerInnen nehmen am Workshop teil: Prof. Dr. Peter Gilles (Universität Luxemburg), Dr. Katharina König (WWU Münster), Dr. Erkan Özdil (TU Dortmund), Dr. Galina Putjata (WWU Münster),  Prof. Dr. Doris Tophinke (Universität Paderborn)

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Postgraduate Forum, 8. bis 10. Oktober 2015, Gesellschaft für Anglophone und Postkolonial Studien (GAPS) Follow-Up Research Workshop “Neurosis & Social Transformations”

Das Forschungsprojekt "Neurosis & Social Transformations" versteht moderne Imperien als beständige Formen von Souveränität in einer Welt sich wandelnder (politischer, sozialer, ökonomischer) Grenzen und untersucht die oft unbemerkten, aber schmerzhaften Konsequenzen deren Auflösung, Transformation, und Re-Institutionalisierung. Um diese Arten des Wandels von Gegenwartsgesellschaften zu untersuchen, nehmen die Organisator_innen des dritten Postgraduate Forum (8. bis 10. Oktober 2015) der Gesellschaft für Anglophone und Postkolonial Studien (GAPS) dessen Thema –  „Empire & Neurosis“ – zum Ausgangspunkt, um auf der Grundlage der Konferenz einen interdisziplinären Workshop (voraussichtlich im Februar 2016) an der UDE zu entwickeln.

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Workshop, 2./3. März 2015 Mediale Darstellungen von Arbeit seit 1960

Jede und jeder wird schon einmal die Beobachtung gemacht haben, dass man es beimSprechen über ›Arbeit‹ in medialen Kontexten in der Regel mit einem Mix aus sozialen, politischen, medizinischen, psychologischen und ökonomischen Aspekten zu tunhat, also einer Zusammenführung von Wissen aus ganz verschiedenen Spezialbereichen einschließlich der zugehörigen Versprachlichungen und Verbildlichungen vonArbeit. Dieses Konstrukt von ›Arbeit‹ und mit ihm auch der ›Subjekte der Arbeit lässt sich aber nicht so einfach mit einem der gängigen Arbeitsbegriffe fassen. An genau diesem Punkt der Konstruktion von Arbeit im Schnittpunkt verschiedener gesellschaftlicher Wissensbereiche setzen das Thema und der spezifische Zugriff des Workshops an. Gefragt wird danach, wie das Wissen über Arbeit aus verschiedenen Spezialdiskursen gerade in Medien wie Film, Fernsehen, Presse, Radio, digitalen Medien, Literatur, Theater und Musik aufgenommen, weiterverarbeitet und zu immer wiedermneuen komplexen Gegenständen ›Arbeit‹ zusammengeführt wird. Von daher sind es die medialen Darstellungen, die unser Alltagswissen von ›Arbeit‹ und damit auch densozialen Gegenstand ›Arbeit‹ überhaupt erst hervorbringen, und zwar immer wieder neu und anders. Die medialen Diskursivierungen von Arbeit stellen sich demnach alseffiziente Regulierungen des Wissens von Arbeit dar, das Themen und Diskussionenkanalisiert, und zwar ohne dass dies direkt sichtbar wäre. Denn dazu bedarf es allererst der genauen Rekonstruktion, Beschreibung und Analyse in einer Anzahl von Untersuchungen.

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Tagung, 16./17. Januar 2015, Fakultät für Bildungswissenschaften Qualitative Online Erhebungen

Gegenstand der Tagung waren Themen und Fragestellungen bezüglich qualitativer Online-Erhebungen. Diese kommen im Zuge der Verbreitung computermediatisierter Kommunikationsformen in den Verfahren der qualitativen Forschung immer häufiger zum Einsatz. Die Datengewinnung findet hierbei unter neuartigen, bisher bei Erhebungen nicht vertrauten Bedingungen statt und es werden „eigener Art“ erhoben. Online-Erhebungen machen Aspekte qualitativer Erhebungen deutlich, die zuvor nur wenig zur Geltung kamen und derer sich die Qualitative Sozialforschung bisher kaum angenommen hat. Die methodologische Reflexion dieser Verfahren steht somit an ihrem An-fang. Aspekte, die behandelt werden müssen sind die Vor- und Nachteile sowie zentralen Unterschiede zwischen Online- im Vergleich zu Face-to-Face-Erhebungen. Es muss die Frage gestellt werden, welche Merkmale internetbasierte bzw. computermediatisierte Kommunikationsformen aufweisen und welche Besonderheiten, Grenzen und Probleme bei Online-Erhebungen auftreten? Nicht zuletzt ist zu berücksichtigen, wie sich die Rolle der ForscherInnen durch den Einsatz qualitativer Online-Erhebungen verändert.
An diesen Aufgabenkomplex knüpfte die Tagung in Essen an. WissenschaftlerInnen, die sich in verschiedenen Forschungskontexten mit Verfahren qualitativer Online-Erhebung beschäftigen, lieferten theoretische und methodologische Beiträge, aber auch solche, die sich mit der praktisch-methodischen Umsetzung qualitativer Online-Erhebungen in konkreten Forschungsprojekten befassen. So entstand eine Einsicht in das Spektrum der Möglichkeiten und Herausforderungen beim Einsatz dieser Verfahren. Die konkreten Beispiele aus der aktuellen Forschung bildeten eine Basis, um die oben genannten Themen und Fragestellungen zu identifizieren und diskutieren

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Workshop, 26.-27. Juni 2014, Transnational Labor Markts: Bridging Different Regulatory and Cultural Contexts

Mit Fragen der Herausbildung und Strukturierung grenzüberschreitender Arbeitsmärkte befasste sich der sich der zweitätige Workshop, den eine Forschergruppe um Ingo Schulz-Schaeffer, Anja Weiß und Sigrid Quack am 26. und 27. Juni 2014 im Rahmen des Profilschwerpunktes „Wandel von Gegenwartsgesellschaften“ an der Universität Duisburg-Essen organisierte. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der UDE und der UA Ruhr diskutierten mit Kollegen und Kolleginnen anderer deutscher und europäischer Hochschul- und Forschungseinrichtungen über die Entstehung transnationaler Arbeitsmärkte, grenzüberschreitende Mobilität von Arbeitstätigkeiten und Arbeitskräften, sowie Herausforderungen und Möglichkeiten ihrer transnationalen Regulierung. Im Rahmen des Workshops wurden erste Ergebnisse der Forschungsprojekte von Karen Shire, Ingo Schulz-Schaeffer und Petra Stein vorgestellt, die von der DFG unter dem Dachpapier „Grenzüberschreitende Arbeitsmärkte“ mit insgesamt 1 Mio. € gefördert werden.

Flyer

Veröffentlichung Vortragsreihe "Entgrenzung und Ordnungsbildung, Wandel der Demokratie"

Aus der vom Profilschwerpunkt Wandel von Gegenwartsgesellschaften geförderten Vortragsreihe ist eine Publikation beim Verlag Springer VS hervorgegangen: "Ordnungsbildung und Entgrenzung - Demokratie im Wandel" von Prof. Dr. Renate Martinsen. 
> Flyer  
>  Inhalt  

  • Vortragsreihe 2013: "Entgrenzung und Ordnungsbildung - Wandel von Demokratie" > mehr
  • Vortragsreihe 2012: "Entgrenzung und Ordnungsbildung - Wandel von Demokratie" > mehr
  • Vortragsreihe 2011: "Ordnungsbildung in entgrenzten Verhältnissen" > mehr
  • Vortragsreihe 2009: "Wandel des Wandel" > mehr
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Workshop, 23. November 2012 Politische Narrative

Dem Erzählen scheint derzeit auch in der Politikwissenschaft eine erstaunliche Karriere bevorzustehen. Welchen Beitrag die Analyse von Narrativen - so die wissenschaftliche Bezeichnung von Erzählungen - im Untersuchungsfeld Politik überhaupt leisten kann, ist allerdings noch offen. An diese Frage knüpfte ein Autorenworkshop an, der am 23.11.2012 unter dem Titel "Politische Narrative" in Duisburg stattfand. Eingeladen hatten die Herausgeber des dazu geplanten Buches, die als übergreifende Projektgruppe gemeinsam zur Rolle und Funktion von Erzählungen forschen: Frank Gadinger (Käte Hamburger Kolleg), Sebastian Jarzebski und Taylan Yildiz (beide NRW School of Governance). Unterstützt wurde der Workshop vom Profilschwerpunkt "Wandel von Gegenwartsgesellschaften" an der Universität Duisburg-Essen.

Über 30 WissenschaftlerInnen sind dem Ruf nach Duisburg gefolgt und diskutierten mit Mitgliedern des hiesigen Instituts für Politikwissenschaft und Fellows des Kollegs intensiv über die Möglichkeiten und Schwierigkeiten einer politikwissenschaftlichen Narrativanalyse.

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Workshop, 20.-23. Juli 2012 „Interdisziplinäre Perspektiven auf Migration und Mehrsprachigkeit“

Zentrale Fragen der aktuellen Forschung beschäftigen sich mit der nachhaltigen Verankerung der Mehrsprachigkeit und den sich durch zunehmende Mehrsprachigkeit und Migration entwickelnden Veränderungen in unserer Gesellschaft (vgl. die Diskussionen um den an Institutionen tief verwurzelten monolingualen Habitus, siehe u.a. Gogolin 1994). Wie reflektieren Gesellschaften Machtverhältnisse im Kontext ethnischer und nationaler Minderheitenregelungen, beispielsweise in der Vergabe von Staatsangehörigkeit oder in der Anerkennung unterschiedlicher Lebensformen? Welche Faktoren ermöglichen eine erfolgreiche Mehrsprachigkeit und eine interkulturelle Lebensweise bei gleichzeitiger Inklusion in bestehende Ordnungen im Sinne einer gelungenen Heterogenität (vgl. u.a. Karakaşoğlu & Lüddecke 2004)? Wie können alle Sprachen und Kulturen, die in einem Staat gelebt werden, gewinnbringend in eine Politik der Kooperation übertragen werden (vgl. Müller 1998)? Im Fokus steht auch die Frage, wie Individuen ihre Mehrsprachigkeit in einer offenen, diversen und pluralistischen Gesellschaft erleben, diese pflegen, ausleben und tradieren.

Diese und weitere Fragestellungen sollen im Workshop „Interdisziplinäre Perspektiven auf Migration und Mehrsprachigkeit“ analysiert, diskutiert und beantwortet werden. Zentral ist vor allem der interdisziplinäre Austausch über aktuelle Forschungsthemen im Kontext von Migration, Bildung, Mehrsprachigkeit und sozialem Wandel vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Modernisierungsprozesse.

Sie finden >hier eine Zusammenfassung des Workshops.

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Workshop, 28./29. Oktober 2011 Ready or Not? Assessing Recent Changes in Japan’s International Crisis Management Capabilities

Organizers: Dr Alexandra Sakaki and Dr Kerstin Lukner

On October 28 and 29, 2011 the DFG Research Training Group 1613 “Risk and East Asia”, in cooperation with the White Rose East Asia Centre, Universities of Leeds and Sheffield organized a workshop entitled:

“Ready or Not? Assessing Recent Changes in Japan’s International Crisis Management Capabilities”

The workshop brought together doctoral candidates, early career academics and renowned experts engaged in the study of Japan’s foreign and security policy and the country’s role in East Asia.

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Summer School, 20.-23. September 2011 “Classifications and the Construction of Belongings”

The Summer School was organized jointly between the Department of Social Sciences at the University of Duisburg-Essen (Prof. Dr. Anja Weiß), the Department of Social Science at the Ruhr-Universität Bochum (Prof. Dr. Ludger Pries), and the Essen College of Gender Studies (Dr. Maren A. Jochimsen ). It was funded by the organizers and the main research area "Change in contemporary societies" of the University of Duisburg-Essen and the Institute for Advanced Study in the Humanities (Essen).

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Workshop, 29./30. Juli 2011 Normen in den Internationalen Beziehungen zwischen Normalität und Normativität

Normen zeichnen sich gegenüber anderen Regelungstypen durch die moralische Dimension der ‚oughtness’ aus, das heißt ihre präskriptive und evaluative Qualität (Finnemore/Sikkink, 1998). Obwohl im Kern des Normenbegriffs verankert, erfährt diese normative Seite im Vergleich zu den ‚normalisierenden’ regulativen und konstitutiven Aspekten in der Normforschung der Internationalen Beziehungen „verblüffend wenig Aufmerksamkeit“ (Finnemore/Sikkink, 1998: 891). Mehr Aufmerksamkeit ist jedoch vonnöten, denn die Einbeziehung des Normativen hat erhebliche Folgen für das ontologische Verständnis des Normkonzepts. Die normative Qualität von Normen scheint die...

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Workshop, 3. März 2011 Experimental perspectives on behavioral economics and culture in East Asia

A workshop organized by Prof. Dr Werner Pascha, Prof. Dr Markus Taube, Dr Gari Walkowitz (University of Cologne) and Sven Horak analysed:

"Experimental perspectives on behavioral economics and culture in East Asia".

Culture as a factor for systematic decision making by individuals is not yet widely accepted in economic theory. Classic economic models are not flexible enough to include culture as an influential factor determining human behavior. A experimental approach might be a good way to explore cultural considerations in economics. However, while use of such methodology has been established in Western scholarship, it is still in the early stages of development in East Asia.
This workshop tried to advance that approach in the course of several lectures on Experimental Economics.

 

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Fortbildung, 15.02.2011, 25.03.2011 und 08.04.2011 Kompetent Forschen in den Sozialwissenschaften

In einer Reihe von vier Workshops baten das DokNet der Fakultät für Sozialwissenschaften und der Profilschwerpunkt "Wandel von Gegenwartsgesellschaften" Veranstaltungen zur Fortbildung von Promovenden und Post-Docs an.
 

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Workshop, Mai 2010 Zwischen Beruf und Pflege: Konflikt oder Chance?

Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege wird vor dem Hintergrund demografischer, ökonomischer und pflegepolitischer Argumente zunehmend notwendig und schließt Überlegungen zur Ausgestaltung sozialer Gerechtigkeit und Chancengleichheit mit ein. Zum einen stellen die Hochaltrigen die am schnellsten wachsende Altersgruppe in Europa dar, was auf eine erhöhte Nachfrage nach pflegerischer Versorgung schließen lässt. Zugleich führen die Verlängerung der Lebensarbeitszeit und die steigende Erwerbstätigkeit von Frauen zu einem abnehmenden informellen Pflegepotenzial und zu einem steigenden Anteil an Arbeitnehmer/innen mit Pflegeverantwortung. Aus der Sicht des Staates wird eine ambulante Versorgung favorisiert, gleichzeitig kann eine mangelnde Vereinbarkeit für die Betroffenen mit vielfältigen Belastungen verbunden sein und für die Unternehmen eine Reihe von Folgekosten bedeuten (z.B. Verlust von qualifizierten Arbeitnehmer/innen, Verlust von Produktivität und Qualität der Arbeitsleistung).

Tagung, 20.-22.September 2010 „Regieren, Government und Governance – Institutionen, Akteure und Politikfelder in vergleichender Perspektive“

Vom 20.-22.September 2010 fand an der Universität Duisburg-Essen ein Kongress der Sektion „Vergleichende Politikwissenschaft“ statt. Die Tagung beschäftigte sich mit Fragestellungen und Forschungsproblematiken rund um das Thema „Regieren, Government und Governance – Institutionen, Akteure und Politikfelder in vergleichender Perspektive“.

Unter dem Motto: „Regieren, Government, Governance – Institutionen, Akteure und Politikfelder in Vergleichender Perspektive“ wurden in verschiedenen Workshops darüber diskutieren, wie sich Regieren heute gestaltet und wie es sich verändert. Dabei standen konkrete und aktuelle Problemfelder  wie die Möglichkeiten von Sozialpolitik in Zeiten der Wirtschaftskrise oder das Verhältnis von Politik und Ökonomie in Autokratien im Fokus, aber auch Grundsatzfragen der Disziplin.

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Workshop, 04. Juni 2010 und 02. Juli 2010 Zweites Training zum Publizieren in begutachteten Zeitschriften

Zum zweiten Mal fand im Juni und Juli 2010 die Veranstaltung "Publizieren in begutachteten Zeitschriften", gefördert vom Profilschwerpunkt "Wandel von Gegenwartsgesellschaften, statt. Wie beim ersten Training dieser Art im Wintersemester 2009/10 wurden Expertinnen und Experten hinzugezogen, die kompetent über die einzelnen Aspekte des peer-review informierten.  Im zweiten Teil des Workshops bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, eigene Manuskripte zur (Wieder-) Einreichung vorzubereiten und kollegial zu begutachten.

Das Training verfolgte dabei drei Ziele: Erstens sollte es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein grundlegendes Verständnis des peer-review-Prozesses vermitteln, um so Hürden abzubauen und Unsicherheiten zu verringern. Zweitens diente es der Vermittlung praxisnaher Strategien für eine erfolgreiche Veröffentlichung. Drittens unterstützte das Training Autorinnen und Autoren bei der Einreichung eigener Manuskripte.

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Workshop, 20./21. November 2009 und am 15./16. Januar 2010 Publizieren in begutachteten Zeitschriften

Iim Wintersemester 2009/10 findet im Rahmen des Profilschwerpunkts „Wandel vonGegenwartsgesellschaften“ dasTraining „Publizieren in begutachteten Zeitschriften“statt. Diese Veranstaltung richtete sich insbesondere an PostdoktorandInnen und fortgeschrittene DoktorandInnen aller amProfilschwerpunkt beteiligten Institute, war aber auch für andere Fakultätsmitglieder offen.


 

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Workshop, 08. Oktober 2009 Der öffentliche Sektor und die Ökonomisierung der Gesellschaft

Der Workshop „Der öffentliche Sektor und die Ökonomisierung der Gesellschaft" soll eine interdisziplinäre Plattform zur Diskussion bieten und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit geben, in einen kontinuierlichen, thematisch strukturierten Austausch einzusteigen. Er richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der am Profilschwerpunkt beteiligten Institute und Einrichtungen, insbesondere insofern ihre Arbeiten Bezüge zum Thema aufweisen. Besonders Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sind aufgefordert, ihre eigenen Themen, Thesen und Projekte zur Diskussion zu stellen und im kollegialen Austausch weiter zu entwickeln.

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Fachworkshop 14./15. Mai 09 Autoritäre Konsolidierung

Am 14. und 15. Mai 2009 fand im Mercator-Haus der Universität Duisburg-Essen der Fachworkshop „Autoritäre Konsolidierung" statt, an dem rund 20 Expertinnen und Experten aus dem gesamten Bundesgebiet teilnahmen.

Zweck des Fachworkshops war die Diskussion über Perspektiven zukünftiger Forschung zu autoritären Regimen, wobei der Begriff der „autoritären Konsolidierung" als eine mögliche Option ins Zentrum der Debatten gerückt wurde. Außerdem sollte die Frage nach einem spezifisch „deutschen" Beitrag zum US-amerikanisch dominierten Mainstream diskutiert werden.

Die Workshopbeiträge repräsentierten die gesamte theoretische und empirische Spannbreite des Forschungsfeldes. Steffen Kailitz (TU Dresden) eröffnete den Workshop mit einem Vortrag zum Stand der Autokratieforschung, wobei er mit der deutschen Totalitarismusforschung und den US-amerikanisch geprägten Comparative Politics zwei ideengeschichtlich unterschiedliche Stränge miteinander verband. Er schloss, dass die...

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Themenentwicklungsworkshops

Mediale Darstellungen von Arbeit seit 1960

Ein Themenentwicklungs- und Vernetzungsworkshop an der Universität Duisburg-Essen, 2./3. März 2015.
Veranstaltet von der interdisziplinären Arbeitsgruppe »Mediale Diskursivierungen von Arbeit« unter Beteiligung von Prof. Dr. Christoph Bieber, Dr. Thomas Ernst, Prof. Dr. Jens-Martin Gurr, Prof. Dr. Rolf Parr (Sprecher), Prof. Dr. Alexandra Pontzen in Zusammenarbeit mit dem Profilschwerpunkt und der Hans-Böckler-Stiftung. > Flyer

Versicherung und Absicherung persönlicher Risiken: das Zusammenspiel von Individuen, der Familie, des Marktes, gesellschaftlicher Gruppen und des Staates in verschiedenen Regionen und Epochen

Ein Themenentwicklungs- und Vernetzungsworkshop an der Universität Duisburg-Essen, 28.November 2014.
Veranstaltung unter der Leitung von Prof. Achim Goerres unter Beteiligung von Prof. Jeanette Brosig-Koch, PD Martin Brussig, Prof. Marcel Erlinghagen, Prof. Dirk Hofäcker, Prof. Martin Kalsson, Prof. Rüdiger Kiesel, Dr. Rumin Luo, Prof. Andreas Niederberger, PD Sybille Stöbe-Blossey, Prof. Carsten Ullrich, Prof. Anja Weiß und Dr. Kristina Weissenbach.

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Forschungsbericht

Der Forschungsbericht 2019 präsentiert die Highlights der Forschung der Profilschwerpunkte und ausgewählter Institute, eine Online-Version des Beitrags des PSP Wandel ist hier abrufbar. Dort befinden sich auch unsere Forschungsberichte seit 2007 im Archiv.

Aktuelle Ausschreibung Forschungsförderung

Informationen zur aktuellen Förderausschreibung des Profilschwerpunktes befinden sich hier.

Mitgliedschaft und Mitglieder

Eine Übersicht der aktuellen und ehemaligen Mitglieder des PSP Wandel sowie Regeln zur Mitgliedschaft finden sich hier.