Forschungsprofil & -schwerpunkte

Nanowissenschaften

Nanotechnologie ermöglicht es, in vermeintlich lange bekannten Materialien neue Eigenschaften zu entdecken – und zu nutzen. An der Universität Duisburg-Essen (UDE) vertritt das Center for Nanointegration Duisburg-Essen (CENIDE) den entsprechenden Profilschwerpunkt. Seit 2005 vernetzt es die Aktivitäten, die sich mit der Nanodimension beschäftigen, in den Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie in der Medizin. Das Know-how von mehr als 65 Arbeitsgruppen verteilt sich auf fünf Forschungsschwerpunkte:

  • Dynamische Prozesse in Festkörpern
  • Gasphasensynthese
  • Magnetismus
  • NanoBioMaterialien
  • NanoEnergieTechnik

Im einzigartigen Forschungsgebäude „NanoEnergieTechnikZentrum“ (NETZ) am Campus Duisburg werden Grundlagenforschung und anwendungsbezogene Weiterverarbeitung für die Energietechnik verknüpft. Das hier beheimatete Analysezentrum „Interdisciplinary Center for Analytics on the Nanoscale“ (ICAN) mit seinem einzigartigen Gerätepark und der entsprechenden fachlichen Kompetenz steht internen wie externen Nutzern offen. Künftige Nanoexperten werden bereits seit 2006 im Bachelor- und Master-Studiengang „NanoEngineering“ ausgebildet.

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Biomedizinische Wissenschaften

Der Profilschwerpunkt "Biomedizinische Wissenschaften" an der UDE vernetzt die Grundlagenforschung in den naturwissenschaftlichen Bereichen am Campus Essen mit der klinischen Forschung am Universitätsklinikum in Essen. Er umfasst das Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB) und das Erwin L. Hahn Institut, eine hochschulübergreifende interdisziplinäre Forschungsinstitution zur Erforschung und Anwendung der Magnetresonanz-tomographie (MRT) Bildgebung in den Neurowissenschaften und in der medizinischen Diagnostik und Therapie. Die aktive Vernetzung der Forschergruppen untereinander fördert und ermöglicht über Kooperationen und vielfältige, gemeinsame interdisziplinäre Projekte die Entwicklung von Ideen und Innovationen. Aktuelle Forschungsergebnisse können direkt in die klinische Forschung bis hin zur Durchführung klinischer Studien eingebunden werden.

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Die Zukunft urbaner Systeme

In einem der größten Ballungsräume Europas befassen sich Ingenieur-, Wirtschafts-, Natur- und Gesellschaftswissenschaftler mit der Zukunft urbaner Systeme und arbeiten an tragfähigen Konzepten für die nachhaltige Entwicklung des menschlichen Lebensraumes im Kontext des Strukturwandels. Für diesen Zweck müssen ökologische, ökonomische und soziologische Sichtweisen zusammengeführt und in politisch machbare Strategien umgesetzt werden. Die Integration von Stadt und Verkehr, das Mobilitätsverhalten im Personen- und Güterverkehr, eine vernünftig in die Stadtstrukturen eingebundene Abfall- und Verkehrsbewältigung oder die zuverlässige Ermittlung der Wasserqualität sind einige der Stichworte, unter denen zahlreiche Arbeitsgruppen ihre Aktivitäten bündeln.

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Wandel von Gegenwartsgesellschaften

Der Wandel von Gegenwartsgesellschaften ist ganz wesentlich eine  Reaktion auf Phänomene der Entgrenzung. Für nahezu alle Bereiche des  gesellschaftlichen Lebens lässt sich beobachten, dass soziale Prozesse  die Grenzen der Wirkungsbereiche etablierter gesellschaftlicher  Institutionen überschreiten, derjenigen gesellschaftlichen  Einrichtungen, Normen und Verhaltensmuster also, die diese Prozesse im 20. Jahrhundert recht erfolgreich reguliert haben. Entgrenzungsphänomene mit beträchtlichen Folgewirkungen für die  weltgesellschaftliche Entwicklung finden sich daneben auch in so  genannten fragilen Gesellschaften, die ein solches Institutionensystem  nicht ausgebildet oder im Zuge politischer Umbrüche verloren haben. Phänomene der Entgrenzung beobachten wir sowohl „nach außen“ wie auch „nach innen“: nach außen als Überschreitung der Wirkungsgrenzen gesamtgesellschaftlicher Institutionen (gesellschaftsübergreifende  Entgrenzung), nach innen als Überschreitung der Wirkungsgrenzen von  Institutionen, die spezifisch auf einzelne Handlungsfelder innerhalb  der Gesellschaft gerichtet sind (innergesellschaftliche Entgrenzung).  Phänomene der Entgrenzung führen zu einem Einflussverlust der  etablierten gesellschaftlichen Institutionen und erzeugen einen Bedarf an neuer Ordnungsbildung. Gegenstand des Profilschwerpunktes ist es,  neue Formen der Ordnungsbildung in entgrenzten Verhältnissen zu erforschen.

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