Informationen zum Forschungsprojekt

Begleitforschung PRO AKTIV, Teilhabe gestalten – Arbeitsfähigkeit erhalten

Das von den Jobcentern Ennepe-Ruhr-Kreis und Märkischer Kreis sowie der Deutsche Rentenversicherung Westfalen implementierte Projekt PRO AKTIV war ein Modellvorhaben des Bundesprogramm „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“. Zentrales Ziel des Projekts war es, die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitssuchenden (SGB-II-Leistungsbeziehende mit gesundheitlichen Problemlagen) wiederherzustellen/zu verbessern.

Dafür sollten auf der einen Seite gesundheitsfördernde Angebote mit Qualifizierungsangeboten verknüpft werden. Auf der anderen Seite wurde eine bessere Verzahnung zwischen den Jobcentern, der Rentenversicherung und den Leistungserbringern sowie weiterer relevanter Akteure (z.B. Selbsthilfeorganisationen) angestrebt.

Durch die Begleitforschung des Institut Arbeit und Qualifikation sollten mögliche Veränderungen, Erfolge und Misserfolge im Rahmen von PRO AKTIV erkannt werden. Die Ergebnisse wurden an die Jobcenter Märkischer Kreis und Ennepe-Ruhr-Kreis sowie an die Rentenversicherung Westfalen zurückgespielt und gemeinsam mit Blick auf die weitergehende Gestaltung des Modellprojekts diskutiert.

Im Rahmen von PRO AKTIV konnten Menschen im SGB II-Leistungsbezug mit zum Teil erheblichen körperlichen und psychischen gesundheitlichen Einschränkungen erreicht werden. Die Begleitforschung konnte zudem zeigen, dass viele dieser Personen eine Verbesserung ihrer gesundheitlichen Lage am Ende ihrer Projektteilhabe wahrgenommen haben.

Im Hinblick auf die Zusammenarbeit von Jobcenter und Rentenversicherung Westfalen wurde zudem deutlich, dass nicht nur kontinuierliche Abstimmungsprozesse sondern auch ein gegenseitiges Verständnis über Strukturen und Prozessabläufe für die jeweils andere Organiation nötig sind, um SGB II-Leistungsbeziehende an eine medizinische oder berufliche Rehabilitation anzubinden. Weitere Ergebnisse der Begleitforschung können dem Forschungsbericht entnommen werden (Drescher et al. (2025): Erfolge, Herausforderungen, Perspektiven von PRO AKTIV – Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitforschung eines rechtskreisübergreifenden rehapro-Modellprojekts)

Publikationen zum Projekt

Drescher, Susanne, 2025: Gesundheitsförderung als Brücke in die Erwerbstätigkeit für Langzeitarbeitslose : Erkenntnisse aus dem rehapro-Modellprojekt PRO AKTIV. Duisburg: Inst. Arbeit und Qualifikation. IAQ-Report 2025-12 | DOI-Link| Info | Lesen

Drescher, Susanne / Alfuss, Charlotte / Kirsch, Johannes / Rinke, Timothy, 2025: Erfolge, Herausforderungen, Perspektiven von PRO AKTIV – Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitforschung eines rechtskreisübergreifenden rehapro-Modellprojekts . Duisburg: Inst. Arbeit und Qualifikation. IAQ-Forschung 2025-06 | DOI-Link| Info | Lesen

Stefancic, Martina / Drescher, Susanne / Lachner, Tina / Schneider, Fabienne , 2025: Mit rechtskreisübergreifenden Kooperationen in PRO AKTIV zur nachhaltigen Integration in Arbeit. In: Welt der Gesundheitsversorgung 14 (3/2025), S. 146-150

Vorträge zum Projekt

Dr. Susanne Drescher: Vernetzung von Jobcenter und Rentenversicherung: Die integrative Arbeit von Lots*innen und Teilhabeberatung – Schnittstellenanalyse im Mehrebenensystem. Reha-Kolloquium, Leipzig, Deutsche Rentenversicherung Bund, 24.03.2026

Dr. Susanne Drescher: Passgenaue Arbeitsvermittlung im Spannungsfeld zwischen gesundheitlicher Vorbereitung und Arbeitgeberanforderungen. Erkenntnisse aus PRO AKTIV . 3. Fachkonferenz rehapro, Duisburg, rehpro-Programmevaluation , 03.03.2026

Prof. Dr. Martin Brussig: Podiumsdiskussion. Fachtag: Neu vernetzt: PROAKTIVe Zusammenarbeit von Jobcenter und Rentenversicherung, 10.10.2024

Projektdaten

Laufzeit des Projektes
01.05.2020 - 31.12.2024

Forschungsabteilung
Arbeitsmarkt – Integration – Mobilität

Leitung:
Dr. Susanne Drescher

Finanzierung:
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

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