Historische Theologie
Herzlich Willkommen am Lehrstuhl für Christentums- und Kulturgeschichte!
Im wissenschaftlichen Mittelpunkt stehen die Lebenszeugnisse, die Menschen als Ausdruck ihres Gottesglaubens über 2000 Jahre hinweg hinterlassen haben: Texte, Gebete, Lieder, Bilder, Gegenstände etc. Leitend ist die Frage, wie sich das Religions- und Sozialleben der Menschen gegenseitig beeinflusst haben: Wer materiell arm ist, wird bei anderen Bibelstellen oder Lebensweisheiten aufmerken als ein Millionär!
Nichts ist so unvorhersehbar wie die Vergangenheit. So versuchen wir mit Hilfe verschiedener wissenschaftlicher Zugänge die Relikte aus zwei Jahrtausenden Christentum immer wieder neu zum Sprechen zu bringen. Dabei zeigt sich das Leben unserer Vorfahren als fremd oder einladend, als machtversessen oder sozial, als meditierend oder weltgestaltend, als gemeinschaftlich oder vereinzelt.
In den Lehrveranstaltungen helfen moderne Lehr- und Lernmethoden (auch aus den Bereichen Supervision und Coaching), die Sinnhorizonte hinter den Spuren aus der Vergangenheit zu erschließen sowie Brückenschläge zwischen den gegenwärtigen und den vergangenen Lebenswelten vorzunehmen.
Die entstandenen Buch- und Aufsatzpublikationen sind durch die gemeinsame Suche in den Lehrveranstaltungen mannigfaltig inspiriert. Sie spiegeln, wie wissenschaftlich orientierend, gesellschaftlich aufrüttelnd, menschlich perspektiveröffnend und spirituell anregend es ist, sich mit der Geschichte des geglaubten Gottes zu befassen – so wie sie uns anhand der überlieferten Zeugnisse je aktuell zugänglich ist. Damit erweist sich die Christentums- und Kulturgeschichte immer wieder als identitätsstiftend – auch für heutige Lebens- und Sinnhorizonte.
BildquelleAktuelles
Informationen
-
Putins religiöse Inszenierung als Machtstrategie
Mit Osterkerze, bei der Eistaufe, mit dem Patriarchen Kyrill: Putin will mit ikonischen Bildern seine orthodoxe Frömmigkeit und einen göttlichen Herrschaftsauftrag demonstrieren, sagt der Theologe Hubertus Lutterbach. Mit Elif Senel spricht er über orthodoxe Rituale, die Macht von Bildern und Missbrauch der Religion. Interview mit dem WDR -
Ein Nachruf auf Arnold Angenendt von Hubertus Lutterbach - aus: CHRIST IN DER GEGENWART, Nr. 34 / 2021, S. 5.in: Christ in der Gegenwart 75 (2023) Heft 16 (16. April) , 6.
- Ein Kommentar zur Frage der Frauenweihe von Hubertus Lutterbach bei Domradio.
- Ein Radiobeitrag mit Hubertus Lutterbach zur Geschichte des Zölibats ist auf Deutschlandfunk nachzuhören und nachzulesen.
- Ein Gespräch von Hubertus Lutterbach und Daniel Bogner zum Thema "Sexuelle Gewalt durch Priester": https://www.feinschwarz.net/erwachsen-im-glauben-ein-gespraech/
- Hubertus Lutterbach bietet einen Erklärungsansatz für die Gründe des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche: Die Vorstellung von der kultischen Reinheit, die Priester und Kinder in besonderer Weise verbindet.
Prof. Dr. Dr. Hubertus Lutterbach

| Dienstzimmer: R12 T04 E07 Universitätsstr. 12 45141 Essen |
Kontakt:
Tel.: +49-(0)201-183-3505 |
Benjamin Barvar
Publikationen
2023
- „Kinder stärken! Kinder schützen!“ Die Sternsingeraktion 2023 akzentuiert die Kinderrechte, in: Feinschwarz. Theologisches Feuilleton vom 06.01.2023 unter https://www.feinschwarz.net/kinder-staerken-kinder-schuetzen/
- Sexualität, eine Quelle der Unreinheit?, in: Verdammte Lust. Kirche – Körper – Kunst (Essays), München: Hirmer Verlag 2023, 38-48.
- Glauben hinter Schloss und Riegel. Wie viel Privatsphäre braucht der Glaube? Was wir von mittelalterlicher Klosterarchitektur lernen können, in: Christ in der Gegenwart 75 (2023) Heft 16 (16. April) , 6.
2022
- Beherzte Mitmenschlichkeit. Von der Fürsorge zur Ermöglichung gesellschaftlicher Teilhabe, in: Herder Korrespondenz Spezial („Delegierte Nächstenliebe. Die Kirche und ihre Caritas“), April 2022, 12-15.
- Die Helden von nebenan. Ohne ehrenamtliches Engagement würde unsere Gesellschaft schnell bröckeln. Ein Plädoyer zum Nacheifern, in: Christ in der Gegenwart 74 (2022) Heft 49 (04.12.2022).
- Ein Recht auf „Liebe live“! Caritas in den Brechungen christentumsgeschichtlicher Kontinuität, in: Evangelische Theologie 82
- (2022) 85-94. (hrg. von Pröpstin Bammel).
- Der (Pflicht-)Zölibat im Mittelalter. Eine Institution im Dienste der besonderen Gotteskindschaft, in: Klaus van Eickels – Christine van Eickels (Hrg.), Gebote – Verbote. Normen und ihr sozialer Sinn im Mittelalter (Bamberger interdisziplinäre Mittelalterstudien. Vorträge und Vorlesungen 9) Bamberg 2022, 237-268.
2021
- Antonius als Klimaheiliger?, in: Christ in der Gegenwart 73 (2021) Heft 17. Januar 2021, 6.
- Thomas Cook (1808-1892). Ein christlicher Touristikunternehmer am Start, in: Rosemarie Egger (Hrg.), Mein dunkles Herz mein Licht. Christen sprechen über ihr Christsein, Mainz 2021, 27-34.
- Vergangenheitssensibilität ohne Gegenwartssensibilität? Der Liudger-Sarkophag von Gernot Rumpf in Essen-Werden, in: Florian Bock – Sebastian Eck (Hrg.), Geschichte(n) des Bistums Essen in 30 Objekten, Münster 2021, 86-91.
- Das Ende der Gefängnisse. Eine christentumsgeschichtliche Provokation, in: Herder Korrespondenz 75 (2021) (Heft 6) 15-17.
- Religion fällt nicht vom Himmel. Der Kirchenhistoriker Arnold Angenendt ist gestorben. Einer seiner Schüler erinnert sich, in: Christ in der Gegenwart 34 (2021) vom 22.08.2021, S. 5.
- Liebesschlösser – Traditionsreiche Sehnsuchtsorte für Gottes Freunde und Menschenfreunde, in: Urs Schiller (Hrg.), Gottes Freunde und Menschenfreunde, Aachen 2021, 120-130.
- Das Fortleben des Wüstenvaters Antonius (+ 356) in der „Kleinen Eiszeit“, in: Zeitschrift für kirchliche Zeitgeschichte/Contemporary Church History 34 (2021) 109-125.
