Rückblick auf den Jubiläumstag am 29. November 2013

15 Jahre Essener Kolleg für Geschlechterforschung

Das Essener Kolleg für Geschlechterforschung (EKfG), eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Duisburg-Essen und Knotenpunkt des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW, blickte im letzten Jahr auf erfolgreiche Arbeit in der Geschlechterforschung und Nachwuchsförderung zurück. Die Veranstaltung hatte zum Ziel die Verdienste des Kollegs, seiner Initiator/-innen und persönlichen wie institutionellen Wegbegleiter/-innen in den vergangenen 15 Jahren zu würdigen.

Bei der Jubiläumsfeier im evangelischen Studierendenzentrum "die BRÜCKE" am Campus Essen wurden die KooperationspartnerInnen, Mitglieder, WegbegleiterInnen und VertreterInnen ausgewählter Förderinstitutionen herzlich von Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke begrüßt, gefolgt von einem Grußwort von Anke Brunn, Ministerin für Wissenschaft und Forschung in Nordrhein-Westfalen zu Zeiten der Gründung des EKfG 1997 und einer Einführung der Geschäftsführerin des EKfG, Dr. Maren Jochimsen. Vorstandsmitglied Prof. Dr. Maritta Heisel würdigte in ihrem Rückblick in die Geschichte des Kollegs das EKfG als Pionierinstitution. Einen Einblick in die aktuelle Arbeit des Kollegs und einen Ausblick auf seine Pläne für die Zukunft gab der anschließende gemeinsame Vortrag von aktiven Mitgliedern des EKfG. Die Projekte und Forschungsschwerpunkte der vier Forschungscluster des EKfG 'Geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung', 'Karrierewege - Karrierewelten', 'Erwerbs- und Fürsorgearbeit' und 'Wahrnehmung - Repräsentation - Sichtbarkeit' wie auch der Zukunftsbereich Diversityforschung wurden durch Vorträge der verantwortlichen Wissenschaftlerinnen aus Bereichen der experimentellen Tumorforschung, Erwachsenenbildung, Soziologie, Sozialpsychologie und Postcolonial Studies vorgestellt.

Einen Höhepunkt der Veranstaltung bildete der Festvortrag von Prof. Dr. Cornelia Klinger vom Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien zum Thema „Auswirkungen des turn to diversity auf die Geschlechtertheorie und –forschung“. Die anschließende lebhafte Diskussion mit den TeilnehmerInnen und die folgende interdisziplinär zusammengesetzte Gesprächsrunde über die Herausforderungen und Visionen der Geschlechterforschung im 21. Jahrhundert verdeutlichten die ungebrochene Relevanz der Geschlechterperspektive im Hinblick auf die qualitative Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen Wissenschaft. Eine Posterausstellung mit ausgewählten Aktivitäten des Kollegs und einer Vorstellung der wichtigen Arbeitsschwerpunkte begleiteten die Veranstaltung. Der Jubiläumstag klang mit einem Empfang und Musik aus.

Programm und nähere Informationen zum Veranstaltungsort: [online] [PDF]