Kolleg

Essener Kolleg für Geschlechterforschung

Konzeption und Chronik

Das Essener Kolleg für Geschlechterforschung wurde als zentrale Forschungseinrichtung der Hochschule konzipiert und im Januar 1998 eröffnet.

Wissenschaftlich steht das Kolleg in der Tradition der Geschlechterforschung und macht sich die in den vergangenen 30 Jahren erarbeiteten Paradigmen und Ergebnisse zunutze. Es vertritt einen Ansatz, in dem Frauen- und Männerforschung nicht als bloße Addition gedacht werden, sondern betont das Gender-Verhältnis. Hierbei stehen die Konstitutionsbedingungen von Geschlecht, die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern sowie Differenzen innerhalb der Geschlechtergruppen im Zentrum.

1997 als zentrale Forschungseinrichtung gegründet, initiiert, koordiniert und betreibt das Essener Kolleg für Geschlechterforschung (EKfG) disziplinäre und interdisziplinäre Geschlechterforschung unter Beteiligung aller Fachbereiche, die auf dem Gebiet der Geschlechterforschung aktiv sind oder werden wollen. Zu seinen Alleinstellungsmerkmalen gehört die enge Kooperation von MedizinerInnen und Mitgliedern der gesellschafts-, geistes-, ingenieur- und naturwissenschaftlichen Fakultäten unter einem gemeinsamen Dach. Die Struktur des Kollegs mit derzeit 50 Mitgliedern aus sieben verschiedenen Fakultäten garantiert ein außergewöhnlich hohes Maß an Multi- und Interdisziplinarität mit vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten. Sie stellt zugleich hohe Herausforderungen an eine effektive Vernetzung der Standorte und Themen – bei einer erfolgreichen Implementierung einer der großen Vorteile und Stärken des Kollegs.

geschlechterkolleg@uni-due.de

Doris Janshen (1946-2009)

Gründungsdirektorin des Essener Kollegs für Geschlechterforschung

Prof. Dr. Doris Janshen

Prof. Dr. Doris Janshen gründete das Essener Kolleg für Geschlechterforschung 1998 und war bis 2009 seine leitende Direktorin. Einen Überblick über ihre wissenschaftlichen Werdegang finden Sie hier >> CV von Doris Janshen

Am 17. Februar 2009 ist Doris Janshen überraschend verstorben, daher fand am 22. Oktober 2009 ihr zu Ehren das interdisziplinäre Symposium "Tempus fugit - Gender bleibt. Denken an Doris Janshen" statt. Im Journal des Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW, Nr. 25, erschien ein Nachruf von Mona Motakef und Karen Shire.

Der private Büchernachlass von Doris Janshen wurde dem Kolleg geschenkt und in den Kollegbestand sowie in die Universitätsbibliothek der UDE und die Bochumer Frauenbibliothek Lieselle aufgenommen. Eine Reihe von Büchern wurde zugunsten von Girls' Hope mit großer Unterstützung von Prof. Dr. Gerhard Metzger-Pregizer verkauft. Der Bestand des EKfG-Archivraums wurde sowohl an das Universitätsarchiv der UDE als auch an das Frauenarchiv ausZeiten gegeben.