Mentale Gesundheit in der wissenschaftlichen Qualifizierungsphase

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Mentale Gesundheit gemeinsam stärken

Die wissenschaftliche Qualifizierungsphase eröffnet vielfältige Chancen, ist aber häufig auch mit hohen Anforderungen verbunden und zählt zu den anspruchsvollsten Abschnitten einer akademischen Laufbahn. Forschende in frühen Karrierephasen bringen hohe Motivation, Engagement und Innovationskraft mit. Gleichzeitig sind wissenschaftliche Karrieren häufig durch unsichere Arbeitsverhältnisse und befristete Beschäftigung, hohe Leistungsanforderungen inklusive Publikationsdruck und Drittmittelsicherung sowie komplexe Übergänge geprägt.

Diese Rahmenbedingungen können sich auf die physische wie psychische Gesundheit auswirken: Viele Forschende berichten von einer Beeinträchtigung der Arbeitsleistung und Arbeitszufriedenheit als Resultat von Stress, Überlastung und mangelnder Sicherheit. Wir begleiten Forschende in frühen Karrierephasen und möchten Rahmenbedingungen schaffen, die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und nachhaltige Karriereentwicklung gleichermaßen unterstützen. 

Für uns bedeutet mentale Gesundheit mehr als die Abwesenheit psychischer Erkrankungen. Sie beschreibt die Fähigkeit, Herausforderungen des wissenschaftlichen Alltags zu bewältigen, die eigenen Potenziale zu entfalten und langfristig gesund arbeiten zu können. Mentale Gesundheit verstehen wir deshalb nicht ausschließlich als individuelles Thema. Sie wird ebenso durch die Rahmenbedingungen wissenschaftlichen Arbeitens beeinflusst. Neben individuellen Strategien zur Gesundheitsförderung braucht es daher unterstützende Strukturen, Orientierung und Austausch.

Unsere Angebote greifen beide Perspektiven auf: Sie stärken individuelle Ressourcen durch Beratung, Workshops und Austausch und erleichtern zugleich den Zugang zu Unterstützungsangeboten und gesundheitsförderlichen Strukturen innerhalb und außerhalb der Universität.

Unsere Arbeit orientiert sich dabei an den Empfehlungen der UniWiND-Publikation „Mentale Gesundheit in der Promotionsphase“ sowie am Gesundheitsverständnis der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 

Wie wir Sie unterstützen

Individuelle Beratung und Coaching

Im vertraulichen Gespräch haben Sie die Möglichkeit, ihre aktuellen
Herausforderungen einzuordnen, geeignete Unterstützungsangebote zu finden sowie
Bewältigungsstrategien zu erarbeiten.

Gleichzeitig können Sie analysieren, inwieweit diese Belastungen struktureller Natur sind. Dadurch können Sie ihre Handlungsspielräume klarer definieren, eine realistische Akzeptanz für gegebene Grenzen entwickeln und angemessene Verantwortung übernehmen.

Darüber hinaus erfahren Sie emotionale Unterstützung und entwickeln Praktiken der Selbstfürsorge. 

Peer-Austausch & Vernetzung

Wissenschaft muss nicht allein stattfinden.

Der Austausch mit anderen Forschenden bietet Orientierung, stärkt die gegenseitige Unterstützung und eröffnet neue Perspektiven im Umgang mit Herausforderungen.

Raum für Austausch bieten z. B. folgende Angebote:
  • Gemeinsam statt einsam: Kollegiales Coaching für Promovierende der UDE
  • mentoring³ für Doktorandinnen und Postdoktorandinnen der UA Ruhr
  • meet & connect: Netzwerktreffen für die Junior Faculty der UDE
  • International Researcher Compass 
Diverse Informations- und Karriereveranstaltungen der UA Ruhr Research Academy bieten vor allem für Promovierende und Postdocs der UA Ruhr zusätzlich Möglichkeiten für Vernetzung und Austausch. 

Workshops und Qualifizierung

Unsere Qualifizierungsangebote vermitteln Kompetenzen, die Forschende in unterschiedlichen Karrierephasen stärken, z. B. zu folgenden Themen:

  • Umgang mit Belastungen 
  • Zeitmanagement 
  • Konfliktkompetenz 
  • Resilienz 
  • Entscheidungsfindung 
  • Führung 
  • Übergänge gestalten
Für Promovierende werden diese Themen im Rahmen der (Home) Training Days behandelt. Für Postdocs und Junior Faculty werden unter dem Dach der UA Ruhr Research Academy entsprechende Workshops angeboten.

Ihre Ansprechpersonen im GC Plus

Sie möchten sich unverbindlich informieren oder überlegen, welches Angebot für Ihre Situation passend sein könnte?

Wir unterstützen Forschende in unterschiedlichen Phasen ihrer wissenschaftlichen Qualifizierung vertraulich und individuell. Gemeinsam klären wir, welche Unterstützung hilfreich sein kann – sei es innerhalb des GC Plus oder durch weitere Ansprechpersonen an der Universität oder außerhalb.

Hinweis: Alle Berater*innen verfügen über die Zusatzausbildung Mental Health First Aider des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit Mannheim. Dadurch können Belastungen frühzeitig erkannt, angemessen angesprochen und passende Unterstützungsangebote vermittelt werden.

Ihr Kontakt

Valentina Vasilov
personzentriert-integrativer Coach (DACB, GwG, RTC, DGSv) und Supervisorin (GwG, DGSv)
☎ +49 201-183-3176

Weitere Unterstützungsangebote an der UDE

Ihr Anliegen

Ansprechpersonen

Psychologische Beratung

Psychologische Beratung im ABZ

Studierendenwerk

Psychotherapie

Hochschulambulanz für Psychische Gesundheit

Diskriminierung & Belästigung

Diversity Support Center

Gleichstellungsbeauftragte der UDE

Konflikte und Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten

Ombudsperson

Inklusion

Inklusion im DSC

Konflikte und Herausforderungen

Soziale Ansprechpartner*innen (SozAP)

 

Unterstützung in akuten Krisensituationen

Wenn Sie sich in einer akuten psychischen Krise befinden oder unmittelbare Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte direkt an die entsprechenden Notfall- und Krisendienste:

1. Das Angebot der Telefonseelsorge über Telefon, Mail oder Chat

2. Krisenbegleitung der Telefonseelsorge Duisburg, Mülheim, Oberhausen 

3. Psychiatrische Ambulanzen der nächstgelegenen großen Kliniken wie z. B.:

4. In akuten Not- oder Gefährdungssituationen nutzen Sie bitte das Angebot der örtlichen Notversorgung über Polizei und Feuerwehr (112)