Koordinierte Programme (DFG)

SFB 1093 Supramolekulare Chemie an Proteinen

Am 21. November fällte die Deutsche Forschungsgemeinschaft die Entscheidung zur Einrichtung eines neuen Sonderforschungsbereiches (SFB) an der Universität Duisburg-Essen. Es handelt sich dabei um eine besonders hochkarätige Forschungsinitiative, die auf der engen Zusammenarbeit zwischen den Fakultäten für Chemie, Biologie und Medizin beruht: Unter dem Thema „Supramolekulare Chemie an Proteinen" soll in den nächsten 4 Jahren intensiv interdisziplinär geforscht werden. Dabei nutzen die Chemiker das Wissen und die Methoden der Supramolekularen Chemie zur Konstruktion neuer Greifwerkzeuge für Eiweißmoleküle. Mit ihrer Hilfe klären die Biologen bisher unverstandene biochemische Mechanismen auf, und Mediziner entwickeln neue Ansatzpunkte zur Bekämpfung von Krankheiten. Der neue Sonderforschungsbereich (SFB 1093) wird zunächst für die Jahre 2014-2017 mit über 7 Mio. Euro gefördert. Er kann aber darüber hinaus (nach weiteren Begutachtungen) um bis zu 8 Jahre verlängert werden. (Sprecher: Prof. Thomas Schrader; Stellvertreter: Prof. Carsten Schmuck)

Internetauftritt

Forschergruppe "ALSTER"

Zum 01.Januar 2015 startet die Forschergruppe „Akademisches Lernen und Studienerfolg in der Eingangsphase von MINT-Studiengängen“. (ALSTER), die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für drei Jahre gefördert wird. In dieser Forschergruppe arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Didaktiken (Biologie, Chemie, Physik, Technik) und der Psychologie zusammen. Es wird untersucht, welche Faktoren den Studienerfolg von MINT-Studierenden beeinflussen.

Internetauftritt

Biological Responses to Nanoscale Particles

Dieses Schwerpunktprogramm untersucht die Frage, ob künstliche Nanopartikel, die in die Umwelt freigesetzt werden, bioverträglich sind oder eine Gesundheitsgefahr darstellen. Es wird von Prof. R. Zellner aus unserer Fakultät koordiniert.

Internetauftritt SPP 1313

Optisch erzeugte Sub-100nm Strukturen für biomedizinische und technische Applikationen

In diesem Schwerpunktprogramm geht es um die Herstellung neuer Materialien mithilfe von Licht und ihre Anwendungen in Medizin und Technik. Bei der Herstellung solcher Strukturen kommen Laser zum Einsatz, die Lichtpulse erzeugen, die nur wenige Billiardstel einer Sekunde lang sind. Durch die kurze Dauer dieser Lichtblitze lassen sich mikroskopisch kleine Strukturen erzeugen, die sich zum Aufbau von Materialien mit neuen Eigenschaften nutzen lassen. Mehr...

Internetauftritt SPP 1327

Regenerative Biology to Reconstructive Therapy (REBIRTH)

Der Körper ist ein Wunderwerk mit der beeindruckenden Fähigkeit, sich rasch zu erholen. Die Regenerative Medizin unterstützt diese Heilung und hilft, verlorene Körperfunktionen wiederherzustellen. Sie gilt als ein Zukunftsfeld der Medizin. Seit kurzem ist die Universität Duisburg-Essen (UDE) an einer Initiative beteiligt, die sich dieser Thematik widmet: Die Forschergruppe „Nanopartikel“ arbeitet für den DFG-Exzellenzcluster REBIRTH (Regenerative Biology to Reconstructive Therapy). Am Lehrstuhl für Technische Chemie I untersucht der Arbeitskreis von Prof. Dr. Stephan Barcikowski, wie durch lasergenerierte Nanopartikel neue Materialien für innovative Medizinprodukte entwickelt werden können. Gemeinsam mit der Forschergruppe „Bioartificial lung“ an der Medizinischen Hochschule Hannover sollen neue Wege gefunden werden, um die Langzeitstabilität von künstlichen Lungen deutlich zu verbessern.

Internetauftritt

SMILE (Smart Materials from Ionic Liquids for Energy)

Im Forschungsprojekt SMILE werden folgende Aufgaben wahrgenommen: " Thermoelektrika können Abwärme, Energie niedriger Qualität, in elektrische Energie, eine höherwertige Energieform, umwandeln und damit einen wesentlichen Beitrag zur effizienten Energienutzung liefern. Nanopartikuläre Materialien sind dabei im Vergleich mit Volumenphasen besonders effizient, da durch die Nanostrukturierung die zentralen Kenngrößen, elektrischer Transport und Wärmetransport, weitgehend entkoppelt werden können. Die Nanostruktur behindert den Wärmetransport, beeinflusst den elektrischen Transport jedoch nur moderat, was zu einer deutlichen Effizienzverbesserung führt. In SMILE werden ausgewählte nanostrukturierte Materialien mit verbesserten thermoelektrischen Eigenschaften ausgehend von molekularen Vorläuferverbindungen, sogenannten Precursoren, (Prof. Stephan Schulz, Universität Duisburg -Essen) in maßgeschneiderten ionischen Flüssigkeiten, ILs, (Prof. Anja Mudring, Ruhr Universität Bochum) unter ressourcenschonenden Bedingungen in kinetisch-kontrollierten Reaktionen bei Temperaturen unterhalb von 150 °C hergestellt und ihre thermoelektrische Performance im Detail untersucht (Dr. Gabi Schierning, Universität Duisburg-Essen). Das Projekt bildet somit die gesamte Prozesskette von der Synthese maßgeschneiderter molekularen Prekursoren über die Produktion des nanoskaligen Materials bis hin zu seiner Verarbeitung zum nanoskaligen Bauteil ab.