Internationale Migration

Internationale Migration ist eine zentrale Eigenschaft der Welt am Anfang des 21. Jahrhunderts. Ihre Ursachen im Herkunftsland und Ankunftsland sowie ihre Konsequenzen auf kultureller, sozialer, wirtschaftlicher und politischer Ebene sind wichtiger Bestandteil der sozialen und politischen Ordnungssetzung. Die international vergleichende Analyse dieser Muster aus einer interdisziplinären Sicht ist ein wichtiger Fokus des Profilschwerpunkts. Wer migriert und warum? Was sind die Makro- oder Mesofaktoren, die individuelles Handeln und Denken bestimmen? Welche Konsequenzen haben Migrantenströme für Gesellschaften, für die Wirtschaft und für die Politik? Gibt es so etwas wie „optimale" Migrationsflüsse? Inwieweit ist internationale Migration im historischen Vergleich die Norm und nicht die Ausnahme? Wie verändern sich Kultur durch Emigration und Immigration? Wie wird Denken in einer Welt mit hohen Migrationsströmen verändert?

Abschub- und Antragsförderung Familiensprachpolitiken als Ergebnis gesellschaftspolitischer, ökonomischer und institutioneller Praktiken

In diesem Projekt soll erforscht werden, welche Rolle migrationsbedingte Mehrsprachigkeit unter Jugendlichen und ihren Eltern hinsichtlich ihres Nutzens, Erwerbs, Gebrauchs und Erhalts spielt. Im Zentrum der Arbeiten des Forschungsverbunds steht die Frage, was als erfolgreicher Spracherhalt erlebt wird und wie dieser zustande kommt.  Dabei werden auch Austauschmöglichkeiten mit interkultureller Psychologie, sozialwissenschaftlicher Arbeitsmarktforschung und Kolleg*innen vor allem aus dem Profilschwerpunkt „Wandel von Gegenwartsgesellschaften“ und InZentIM ausgelotet.

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InZentIM-Forschungsgruppe Familiensprachpraxis zwischen Politik, Ökonomie und Institutionen

Forscher*innen aus den Fakultäten für Geistes- und Wirtschaftswissenschaften sowie des InZentIM (Interdisziplinäres Zentrum für Migration und Integrationsforschung) befassen sich mit der Frage, wie sich migrationsbedingte Mehrsprachigkeit unter Jugendlichen und ihren Eltern im Hinblick auf Erwerb, Gebrauch, Nutzen und Erhalt verhält. Im Rahmen der XXXV. Förderausschreibung wird das Projekt "Familiensprachpolitiken als Ergebnis gesellschaftspolitischer, ökonomischer und institutioneller Praktiken" gefördert, um eine DFG-Antragstellung anzustreben.

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Nachwuchsforschungsgruppe am Institut für Arbeit und Qualifikation Migration und Sozialpolitik: Studien zur Governance, Gestaltung und Nutzung von (lokaler) Sozialpolitik im Zeichen der Flüchtlingsmigration

Die durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Forschungsgruppe „Migration und Sozialpolitik“ geht der Frage nach, wie sich lokale Sozialpolitiken im Zuge der Fluchtmigration der vergangenen Jahre neue ausrichten und wie lokale sozialpolitische Akteure mit den sozialen Bedarfen von Migrant_innen umgehen. Hierbei wird der thematische Schwerpunkt auf die Felder Bildung, Erwerbsarbeit, Gesundheitsversorgung sowie auf Formen lokaler Vernetzung gelegt. Die Forschungsgruppe ist in das Interdisziplinäre Zentrum für Migrations- und Integrationsforschung (InZentIM) der UDE eingebunden und kooperiert u.a. mit dem Deutschen JuristInnenbund (djb e.V.).

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Verbundforschung am Institut für Politikwissenschaft Das Wahlverhalten von Deutschen mit Migrationshintergrund: Die erste Migrantenwahlstudie anlässlich der Bundestagswahl 2017

Politikwissenschaftler/innen und Soziolog/innen der UDE und der Universität zu Köln führten anhand der Bundestagswahl 2017 die erste umfassende Wahlstudie unter deutschen Staatsbürgern mit Migrationshintergrund durch. Untersucht wurden die Wahlentscheidungen von Personen, die entweder selbst nach Deutschland immigrierten oder die mindestens einen Elternteil mit eigener Migrationserfahrung haben. Während zur Erklärung der Wahlbeteiligung von Migrant/innen bereits Erklärungsmodelle bestehen, fehlten Überlegungen zur Erklärung ihres Wahlinhalts bislang fast völlig. Für die Wahlforschung stellen Wähler/innen mit Migrationshintergrund eine wachsende und aufgrund ihrer spezifischen Sozialisation interessante Zielgruppe dar. Das Projekt fokussierte auf die zwei bedeutendsten Migrantengruppen in Deutschland: deutsche Staatsbürger/innen mit türkischem Migrationshintergrund (ca. 1,3 Mio. Personen) und solche aus der Sowjetunion oder Nachfolgestaaten (ca. 2,4 Mio. Personen). Das mehrsprachige und mehrstufige Erhebungsdesign brachte neue und repräsentative Ergebnisse hervor. Nach u.a. einem vom PSP geförderten Themenentwicklungsworkshop wurde das Projekt wurde von 2016 bis 2020 von der DFG gefördert.

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Philosophisch-kulturwissenschaftliches Verbundprojekt Ethik der Immigration

Unter welchen Umständen kann Immigration erfolgen und wann müssen Menschen abgewiesen werden? Diese Frage steht im Zentrum aktueller politischer und gesellschaftlicher Kontroversen - aber auch langfristig in philosophischen Debatten. Um diese Frage zu beantworten, soll  geklärt werden, ob die Stärke bzw. die Grenzen dieses Rechts von Gründen für Migration oder von Realisierungsbedingungen abhängen und was daraus für die Methode und normative Perspektive einer Ethik der Immigration folgt. Das Projekt vereinte Forscher*innen aus UDE, KWI, RUB und TU Dortmund und wurde nach einem Erstimpuls durch den PSP Wandel von dem Mercator Research Centre Ruhr von 2015 bis 2018 gefördert.

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Linguistische Verbundforschung "Migration in Metropolen: Sprachgebrauch und Spracheinstellung im Ruhrgebiet"

Ziel des interdisziplinär konzipierten Vorhabens ist es, die sprachlichen Mittel und kommunikativen Strategien sowie die Einstellungen von SprecherInnen in der Metropolregion Ruhrgebiet in Alltagssituationen zu untersuchen. Dies erfolgt aus drei einander ergänzenden Perspektiven: Der Interaktionalen Linguistik und Gesprächsanalyse (Schwerpunkt Wolfgang Imo), der Soziolinguistik und Einstellungsforschung (Schwerpunkt Evelyn Ziegler) und der Migrations- und Integrationsforschung (Schwerpunkt Haci-Halil Uslucan). Analysiert werden sollen in dem Projekt erstens Entwicklungstendenzen im alltäglichen Sprachgebrauch unterschiedlicher Sprechergruppen (SprecherInnen mit Deutsch als Erstsprache und SprecherInnen mit Türkisch oder Arabisch als Erstsprache) im Ruhrgebiet sowie Sprachkontaktphänomene im Sinne einer gegenseitigen Beeinflussung zwischen den regionalen, kolloquialen und ethnolektalen Varietäten. Zweitens sollen Veränderungen in der gesellschaftlichen Wahrnehmung und der wechselseitigen Beurteilung unterschiedlicher Sprechergruppen – hier sind natürlich vor allem die Migrantengruppen von Interesse – der Diskurs um Pegida zeigt die gesellschaftliche Relevanz dieses Themas – aufgedeckt werden. Mit der Analyse von zwei Zeitschnitten leistet das Projekt auch einen Beitrag zum Verständnis der Dynamik sprachlicher und kultureller Integration und Akkommodation. Das Projekt wurde hier veröffentlicht. 

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Forschungsbericht

Der Forschungsbericht 2019 präsentiert die Highlights der Forschung der Profilschwerpunkte und ausgewählter Institute, eine Online-Version des Beitrags des PSP Wandel ist hier abrufbar. Dort befinden sich auch unsere Forschungsberichte seit 2007 im Archiv.

Aktuelle Ausschreibung Forschungsförderung

Informationen zur aktuellen Förderausschreibung des Profilschwerpunktes befinden sich hier.

Mitgliedschaft und Mitglieder

Eine Übersicht der aktuellen und ehemaligen Mitglieder des PSP Wandel sowie Regeln zur Mitgliedschaft finden sich hier.