Internationale Migration

Internationale Migration ist eine zentrale Eigenschaft der Welt am Anfang des 21. Jahrhunderts. Ihre Ursachen im Herkunftsland und Ankunftsland sowie ihre Konsequenzen auf kultureller, sozialer, wirtschaftlicher und politischer Ebene sind wichtiger Bestandteil der sozialen und politischen Ordnungssetzung. Die international vergleichende Analyse dieser Muster aus einer interdisziplinären Sicht ist ein wichtiger Fokus des Profilschwerpunkts. Wer migriert und warum? Was sind die Makro- oder Mesofaktoren, die individuelles Handeln und Denken bestimmen? Welche Konsequenzen haben Migrantenströme für Gesellschaften, für die Wirtschaft und für die Politik? Gibt es so etwas wie „optimale" Migrationsflüsse? Inwieweit ist internationale Migration im historischen Vergleich die Norm und nicht die Ausnahme? Wie verändern sich Kultur durch Emigration und Immigration? Wie wird Denken in einer Welt mit hohen Migrationsströmen verändert?

Nachwuchsforschungsgruppe am Institut für Arbeit und Qualifikation Migration und Sozialpolitik: Studien zur Governance, Gestaltung und Nutzung von (lokaler) Sozialpolitik im Zeichen der Flüchtlingsmigration

Die durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Forschungsgruppe „Migration und Sozialpolitik“ geht der Frage nach, wie sich lokale Sozialpolitiken im Zuge der Fluchtmigration der vergangenen Jahre neue ausrichten und wie lokale sozialpolitische Akteure mit den sozialen Bedarfen von Migrant_innen umgehen. Hierbei wird der thematische Schwerpunkt auf die Felder Bildung, Erwerbsarbeit, Gesundheitsversorgung sowie auf Formen lokaler Vernetzung gelegt. Die Forschungsgruppe ist in das interdisziplinäre Zentrum für MIgrations- und Integrationsforschung (InZentIM) an der Universität Duisburg-Essen eingebunden und kooperiert unter anderem mit dem Deutschen Juristinnenbund (djb e.V.) sowie mit weiteren Forschungsvorhaben im Feld der Migrations- und Integrationsforschung.

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Das Wahlverhalten von Deutschen mit Migrationshintergrund: Die erste Migrantenwahlstudie anlässlich der Bundestagswahl 2017

Das von Prof. Dr. Achim Goerres und Dr. Dennis Spies (Universität zu Köln) eingeworbene DFG Projekt hat zum Ziel, für die Bundestagswahl 2017 die erste deutsche Wahlstudie unter deutschen Staatsbürgern mit Migrationshintergrund durchzuführen, d.h. unter solchen Personen, die entweder selbst nach Deutschland immigriert sind oder die mindestens einen Elternteil mit eigener Migrationserfahrung haben. Die DFG fördert dieses Projekt für eine Laufzeit von 36 Monaten, vorr. Beginn im September 2016.

 

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Arenen der pol. Interessenvermittlung

Interessengruppen sind in liberalen Demokratien bedeutende politische Akteure. Die Antragsteller wollen die Strategien von Interessengruppen – wie z.B. Wohlfahrts-, Migranten- oder Umweltverbände – in der  parlamentarischen, rechtlichen und der Medienarena sowie ihre Bildung personeller Netzwerke ermitteln und erklären. Die Analyse des Zusammenspiels der Arenen im Längs- und Querschnittsvergleich erlaubt es, eine Reihe von Fragen zu beantworten, die bislang in der Literatur nicht geklärt sind: (1) Hat die Nutzung unterschiedlicher Arenen über die Zeit insgesamt zugenommen, wie vielfach in der Literatur unterstellt wird? (2) Wie beeinflussen die Merkmale von
Organisationen, Sachfragen, Politikfeldern und Institutionen den Rückgriff auf die verschiedenen Arenen? (3) Kumuliert der Einfluss von Interessengruppen über die verschiedenen Arenen hinweg? Die modular aufgebaute Analyse wird für die Arenen der Interessenvermittlung in Deutschland von 1994 bis 2013 durchgeführt. Sie soll zum Aufbau von Kerndatensätzen beitragen, die es erlauben, die Vereinbarkeit unterschiedlicher theoretischer Überlegungen aus dem Neo-Institutionalismus, dem Ressourceninterdependenzansatz, der Organisationstheorie sowie der Policy-Analyse zur politischen Mobilisierung und Strategiewahl von Interessengruppen zu überprüfen und zentrale Entwicklungstendenzen liberaler Demokratien aufzuzeigen (MERCUR).

Projektverantwortliche
Prof. Dr. Andreas Blätte (Institut für Politikwissenschaft, UDE) >mehr
Prof. Dr. Rainer Eising (Institut für Politikwissenschaft, RUB)
Prof. Dr. Ludger Pries (Institut für Soziologie, RUB)
Prof. Dr. Britta Rehder (Institut für Politikwissenschaft, RUB)

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Ethik der Immigration

Unter welchen Umständen kann Immigration erfolgen und wann müssen Menschen abgewiesen werden? Diese Frage steht im Zentrum aktueller politischer und gesellschaftlicher Kontroversen - aber auch langfristig in philosophischen Debatten. Um diese Frage zu beantworten, soll  geklärt werden, ob die Stärke bzw. die Grenzen dieses Rechts von Gründen für Migration oder von Realisierungsbedingungen abhängen und was daraus für die Methode und normative Perspektive einer Ethik der Immigration folgt.

Projektverantwortliche
Prof. Dr. Andreas Niederberger (Institut für Philosophie, UDE) >mehr
Prof. Dr. Volker Michael Heins (Kulturwissenschaftliches Institut, UDE) >mehr
Prof. Dr. Corinna Mieth (Institut für Philosophie, RUB)
Jun.-Prof. Dr. Christian Neuhäuser (Institut für Philosophie und Politikwissenschaft, TU Dortmund)

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"Migration in Metropolen: Sprachgebrauch und Spracheinstellung im Ruhrgebiet"

Ziel des interdisziplinär konzipierten Vorhabens ist es, die sprachlichen Mittel und kommunikativen Strategien sowie die Einstellungen von SprecherInnen in der Metropolregion Ruhrgebiet in Alltagssituationen zu untersuchen. Dies erfolgt aus drei einander ergänzenden Perspektiven: Der Interaktionalen Linguistik und Gesprächsanalyse (Schwerpunkt Wolfgang Imo), der Soziolinguistik und Einstellungsforschung (Schwerpunkt Evelyn Ziegler) und der Migrations- und Integrationsforschung (Schwerpunkt Haci-Halil Uslucan). Analysiert werden sollen in dem Projekt erstens Entwicklungstendenzen im alltäglichen Sprachgebrauch unterschiedlicher Sprechergruppen (SprecherInnen mit Deutsch als Erstsprache und SprecherInnen mit Türkisch oder Arabisch als Erstsprache) im Ruhrgebiet sowie Sprachkontaktphänomene im Sinne einer gegenseitigen Beeinflussung zwischen den regionalen, kolloquialen und ethnolektalen Varietäten. Zweitens sollen Veränderungen in der gesellschaftlichen Wahrnehmung und der wechselseitigen Beurteilung unterschiedlicher Sprechergruppen – hier sind natürlich vor allem die Migrantengruppen von Interesse – der Diskurs um Pegida zeigt die gesellschaftliche Relevanz dieses Themas – aufgedeckt werden. Mit der Analyse von zwei Zeitschnitten leistet das Projekt auch einen Beitrag zum Verständnis der Dynamik sprachlicher und kultureller Integration und Akkommodation.

Projektverantwortliche
Prof. Dr. Evelyn Ziegler ist Professorin für germanistische Linguistik mit dem Schwerpunkt Soziolinguistik an der Universität Duisburg-Essen. > mehr

Prof. Dr. Wolfgang Imo ist Professor für germanistische Linguistik mit dem Schwerpunkt Syntax an der Universität Duisburg-Essen. > mehr

Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan ist Professor für Moderne Türkeistudien und Integrationsforschung an der Universität Duisburg-Essen. > mehr 

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Forschungsbericht

Der Forschungsbericht 2019 präsentiert die Highlights der Forschung der Profilschwerpunkte und ausgewählter Institute, eine Online-Version des Beitrags des PSP Wandel ist hier abrufbar. Dort befinden sich auch unsere Forschungsberichte seit 2007 im Archiv.

Aktuelle Ausschreibung Forschungsförderung

Informationen zur aktuellen Förderausschreibung des Profilschwerpunktes befinden sich hier.

Mitgliedschaft und Mitglieder

Eine Übersicht der aktuellen und ehemaligen Mitglieder des PSP Wandel sowie Regeln zur Mitgliedschaft finden sich hier.