Neuer IAQ-Arbeitszeitmonitor Teilzeit-Trend hält an

Die individuellen Arbeitszeiten der Deutschen bleiben stabil: Bereits seit 2023 liegen sie bei durchschnittlich 34,6 Stunden pro Woche. Während für Männer Vollzeitarbeit nach wie vor die Norm darstellt, variieren die Arbeitszeiten von Frauen je nach Lebensphase – und das auch im EU-Vergleich – stark. In der EU haben nur die Niederländerinnen noch kürzere Wochenarbeitszeiten als Frauen in Deutschland. Zu diesen Ergebnissen kommt Dr. Angelika Kümmerling im aktuellen IAQ-Arbeitszeitmonitor. 

Mitteilung vom 15.10.2026

Prof. Gerhard Bosch stellt Zukunftsfonds Ausbildung vor DGB-Appell für mehr Ausbildungsplätze

Der DGB NRW fordert die Landesregierung auf, mit einem umlagefinanzierten Zukunftsfonds Ausbildung für mehr Ausbildungsplätze in NRW zu sorgen. Thorben Albrecht, Vorsitzender des DGB NRW, und Prof. Dr. Gerhard Bosch, Senior Professor am Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen, stellen heute in Düsseldorf das Konzept dazu vor. „Damit Nordrhein-Westfalen auch morgen über ausreichend Fachkräfte verfügt, braucht es heute neue Investitionen in Ausbildung“, erklärte Prof. Bosch. 

Mitteilung vom 13.10.2026
© Kruppa

Wissenschaftlicher Beirat der GVG Ute Klammer berufen

Neue Perspektiven, neue Impulse und ein gemeinsamer Blick auf die Zukunft der sozialen Sicherheit: Am 28. September ist der neu aufgestellte Wissenschaftliche Beirat der GVG in Berlin zu seinem ersten Treffen zusammengekommen. Mit dabei war auch unsere Direktorin, Prof. Dr. Ute Klammer (vorne, zweite v. r.) als neu berufenes Mitglied. 

Ziel des Beirats ist es, verschiedene wissenschaftliche Perspektiven zusammenzuführen und so einen interdisziplinären Blick auf die Entwicklung des Sozialstaates und der sozialen Sicherheit zu ermöglichen.

Weitere Informationen

Neuer Report zur Arbeitszeit älterer Beschäftigter "Mehr sollte es nicht sein!"

Bereits die letzte Bundesregierung setzte zur Bekämpfung des Fachkräftemangels auf ältere Arbeitnehmer*innen, insbesondere auf ältere Frauen: Sie sollen mehr und länger arbeiten. Der aktuelle Altersübergangs-Report des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen beleuchtet, wie sich die Arbeitszeiten älterer Beschäftigter in den letzten 10 Jahren entwickelt haben.  

Für ihre Untersuchung werteten die IAQ-Arbeitsforscherinnen Dr. Angelika Kümmerling und Dr. Susanne Drescher Daten der repräsentativen Arbeitskräfteerhebung von 2013 bis 2023 aus. 

Mitteilung vom 24.09.2026

Neue Veröffentlichungen

Kellmer, Ariana, 2026: Migration als Aufstiegsprojekt? Unwahrscheinliche Süd-Nord-Aufstiege in globalen Ungleichheiten. Frankfurt/New York: Campus Verlag

Die soeben erschienene Dissertationsschrift von Ariana Kellmer untersucht das Zusammenspiel von geographischer und sozialer Mobilität vor dem Hintergrund globaler Ungleichheitsstrukturen. Im Zentrum stehen seltene, migrationsbegleitete Aufstiegsbiographien von Menschen aus dem Globalen Süden, die trotz erheblicher struktureller Barrieren berufliche Positionen der Mittelschicht in Europa erreichen.

Auf Grundlage biographisch-narrativer Interviews und einer praxeologischen Analyseperspektive rekonstruiert Ariana Kellmer, wie sich Migrant*innen in globalen Ungleichheiten orientieren und welche Handlungsstrategien sie im Umgang mit begrenzten Bildungs-, Migrations- und Arbeitsmarktzugängen entwickeln. Die Arbeit verbindet Migrations- und Aufstiegsforschung über nationale Rahmungen hinaus und zeigt, dass auch »erfolgreiche« Aufstiege nicht als Beleg meritokratischer Aufstiegsnarrative zu verstehen sind. 

Im Rahmen des diesjährigen "Dies Academicus" am 10. Oktober wird Ariana Kellmer für ihre herausragende Dissertation besonders geehrt.

Verlagslink

Ruth, Marina. 2026: Schlüssel zur Teilhabe? Intermediäre Unterstützung junger Geflüchteter im Wohlfahrtsstaat. Frankfurt/New York: Campus Verlag

Deutschland ist ein erwerbszentrierter Wohlfahrtsstaat, der Kontinuität im Lebenslauf belohnt. Normalitätsvorstellungen sind durch strukturelle Rahmenbedingungen institutionalisiert und stellen Zielmarken zahlreicher politischer Aktivitäten dar. Die Abweichung von den Normalitätserwartungen geht mit unterschiedlich gelagerten Hürden einher. Am Beispiel der Lebenssituation junger geflüchteter Menschen im Übergang Schule-Ausbildung-Arbeit lassen sich zunächst wohlfahrtsstaatliche Hürden bestehend aus vier Elementen identifizieren, die durch die Heterogenität der Lebenslagen die Breite bildungs-, sozial- und arbeitsmarktpolitischer Unterstützungssysteme ansprechen. Dies ist der Ausgangspunkt der Arbeit von intermediären Akteur*innen. Sie loten Möglichkeiten aus, eine Passung zwischen individueller Biographie der Klient*innen und strukturellen Rahmenbedingungen herzustellen, um Teilhabe zu ermöglichen. Die Auswertung von Interviews mit Akteur*innen der Migrationssozialarbeit gibt Aufschluss über deren Wirkmächtigkeit, die sich aus ihrer Systemkenntnis und vertrauensvollen Vernetzung ergibt.

Open Access Link

Brussig, Martin, Andreas Jansen, Gernot Mühge und Bernd Reissert. 2026: Jobdrehscheibe Industriearbeit. Abschlussbericht. Duisburg, Darmstadt: Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) und Hochschule Darmstadt

Wie können Beschäftigungsübergänge in der Transformation gestaltet und damit der Industriestandort gesichert werden? Der Endbericht zu unserem Projekt liefert aktuelle Analysen und ein Umsetzungskonzept für eine regionale Jobdrehscheibe für die Industrie.

Die im Auftrag des ReTraNetz-BB vom Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen und der Hochschule Darmstadt erstellte Studie liefert einerseits aktuelle Daten zur Beschäftigungsentwicklung im Industriesektor in Berlin-Brandenburg und untersucht darauf aufbauend, wie das Instrument einer regionalen Jobdrehscheibe für die Industriearbeit branchenübergreifende Beschäftigungsübergänge wirksam unterstützen und damit einen Beitrag zur Sicherung des Industriestandorts leisten kann. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl die Absicherung der Beschäftigten durch sozialpartnerschaftliche bzw. tarifvertragliche Regelungen als auch Maßnahmen zur gezielten Vermittlung und Qualifizierung von Beschäftigten in zukunftsfähige Branchen.

Zur Studie

2025-06 Erfolge, Herausforderungen, Perspektiven von PRO AKTIV

Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitforschung eines rechtskreisübergreifenden rehapro-Modellprojekts

Susanne Drescher
Charlotte  Alfuss
Johannes Kirsch
Timothy Rinke

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Sozialpolitik Aktuell Aktuelles Thema

Anhaltend hohe Vermögenskonzentration - sollten Erbschaften und Schenkungen anders besteuert werden? 
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