Informationen zum Forschungsprojekt

Diversity-Maßnahmen und Diskriminierungsrisiken im Zusammenhang mit Beratung, Integration und Qualitätssicherung bei der Inanspruchnahme von Dienstleistungen der Arbeitsagenturen und Jobcentern

Der Bereich der personalen Dienstleistungen der Arbeitsverwaltung bildet ein ganz wesentliches Tor zur Teilhabe am beruflichen und damit auch am gesellschaftlichen Leben für jeden Arbeitsuchenden und jede Arbeitsuchende; die Kunden der Arbeitsverwaltung sind überproportional oft von Diskriminierungsrisiken, auch mehrdimensionalen, betroffen. Deshalb hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) eine Studie zur Untersuchung von strukturellen und institutionellen Diskriminierungsrisiken im Zusammenhang mit Beratung, Vermittlung und Qualitätssicherung sowie zu Diversity-Maßnahmen von Arbeitsagenturen und Jobcentern in Auftrag gegeben. Die explorative Untersuchung arbeitet den vorliegenden Forschungsstand auf, analysiert Arbeitsanweisungen, Kennziffern und Konzepte der Vermittlungsarbeit und führt leitfadengestützte Experteninterviews in Arbeitsagenturen und Jobcentern sowie Beratungsstellen durch. Eine ergänzende Rechtsexpertise klärt den Zusammenhang von nationalen und supranationalen gesetzlichen Anforderungen und Vorgaben sowie mögliche Regelungslücken und Umsetzungsdefizite. Die Ergebnisse sollen im Kontext des Dritten Gemeinsamen Bericht der ADS und der in ihrem Zuständigkeitsbereich betroffenen Beauftragten der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages (2017) veröffentlicht werden.

Projektdaten

Laufzeit des Projektes
01.06.2015 - 31.08.2016

Forschungsabteilung
Arbeitsmarkt – Integration – Mobilität

Leitung:
Prof. Dr. Martin Brussig

Bearbeitung:
Oya Baser, Johannes Kirsch

Finanzierung:
Antidiskriminierungsstelle des Bundes