Informationen zum Forschungsprojekt

Schule macht stark

Ziel und Aufgabenstellung

Bund und Länder haben am 23. Oktober 2019 eine auf zehn Jahre angelegte gemeinsame Initiative zur Unterstützung von Schulen in sozial schwierigen Lagen beschlossen (https://www.bmbf.de/de/schule-macht-stark-9954.html). Der Forschungsverbund „Schule macht stark – SchuMaS“ begleitet und unterstützt die Schul- und Unterrichtsentwicklung, die Professionalisierung der pädagogisch Tätigen sowie die Vernetzung in den Sozialraum an deutschlandweit 200 Schulen in herausfordernden sozialen Lagen aus dem Primarbereich und der Sekundarstufe I. Das Vorhaben beinhaltet die vier Forschungscluster (1) „Unterrichtsentwicklung Deutsch und Mathematik“, (2) „Professionalisierung“, (3) „Schulentwicklung und Führung“, (4) „Außerunterrichtliches Lernen und Sozialraumorientierung“. Die Arbeit der Inhaltscluster wird gerahmt und unterstützt durch die drei Metacluster (1) „Evaluation“, (2) „Assessment und Forschungsdatenmanagement“, (3) „Verzahnung und Transfer“. Die im Verbund bereitgestellten Konzeptionen und Strategien werden im engen Austausch in konkrete Entwicklungsmaßnahmen an den Schulen überführt. Dabei sollen wissenschaftliches Forschungswissen und Praxiserfahrung in einen fruchtbaren Austausch treten und sich auf Augenhöhe begegnen (Design Based Research). Die enge Zusammenarbeit mit den Schulen vor Ort erfolgt über vier Regionalzentren des Verbundes. Die Universität Duisburg-Essen leitet das Inhaltscluster „Schulentwicklung und Führung“ (S+F, Prof. I. van Ackeren), wirkt im Cluster Außerunterrichtliches Lernen und Sozialraumorientierung (ALSO, Prof. S. Stöbe-Blossey) mit und übernimmt eines von vier regionalen SchuMaS-Zentren.

Der Forschungsverbund wird koordiniert vom DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (Prof. Dr. Kai Maaz); beteiligt sind die Eberhard Karls Universität Tübingen, das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache, die Universität zu Köln, die Universität Mannheim, das IPN Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, die Technische Universität Dortmund, das Deutsche Jugendinstitut e. V., die Universität Potsdam, die Ruhr-Universität Bochum, das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität zu Berlin, die Universität Heidelberg und die Universität Duisburg-Essen.

Vorgehensweise

Im Cluster „ALSO“ erfolgt eine Verknüpfung von Arbeiten auf drei Ebenen – Qualitätsentwicklung außerunterrichtlicher Angebote, multiprofessionelle Kooperation (v.a. Schule-Jugendhilfe), Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern und die Bereitstellung von Sozialraumdaten für den SchumaS-Verbund. Der Forschungs- und Entwicklungsprozess in ALSO umfasst fünf Arbeitspakete:

 

(A)
Ist-Stand

(B)
Ressourcen

(C)
Bedarfe/Ziele

(D)
Konzepte

(E)
Monitoring

Alle 200 Schulen

Survey (Online-Befragung, Schulstatistik)

Bereitstellung Forschungsstand zu Konzepten
Standardisierte Analysen des Surveys

Unterstützung bei der Zielfestlegung

Aktivierung, Maßnahmen zu entwickeln und zu implementieren

Survey

Auswahl:
15-20

Auswahl von Fallstudienstandorten   

Fallstudien mit Interviews und Sozialraumanalysen

Entwicklungsworkshops an Fallstudien-Standorten zur Zieldefinition

Erarbeitung und Weiterentwicklung von Handlungskonzepten an Modellstandorten (Entwicklungsworkshops)

Formative Evaluation Handlungskonzepte

Die Forschungsabteilung BEST legt im Cluster ALSO den Fokus auf das Thema der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft an Grundschulen und entwickelt dafür auf multiprofessioneller Kooperation basierende Konzepte. Dazu gehören bspw. Strukturen für die Förderung dieser Kooperation (Lehrkräfte / weiteres pädagogisches Personal, bspw. Schulsozialarbeit oder sozialpädagogische Fachkräfte im Ganztag) und die auf Grundschulen bezogene Adaptierung des für Kindertageseinrichtungen in NRW entwickelten Konzepts der Familienzentren. Darüber hinaus ist BEST am Regionalzentrum beteiligt und legt dort den Schwerpunkt auf den forschungsorientierten Transfer zwischen dem Cluster ALSO und den Schulen.

Projektleitung: Prof. Dr. Sybille Stöbe-Blossey

Bearbeitung: Philipp Hackstein (ALSO), Dr. Caroline Richter (Regionalzentrum)

Verzahnung mit Forschungsarbeiten der Abteilung: Dr. Brigitte Micheel

Publikationen zum Projekt

Stöbe-Blossey, Sybille / Hagemann, Linda / Klaudy, E. Katharina / Micheel, Brigitte / Nieding, Iris, 2020: Familienzentren in Nordrhein-Westfalen : Eine empirische Analyse. Wiesbaden: Springer VS, ISBN: 978-3-658-30599-4| Info

Born, Andreas / Klaudy, Elke Katharina / Micheel, Brigitte / Risse, Thomas / Stöbe-Blossey, Sybille (Hrsg.): , 2019: Familienzentren an Grundschulen. Abschlussbericht zur Evaluation in Gelsenkirchen. Duisburg: Inst. Arbeit und Qualifikation. IAQ-Forschung 2019-04 | DOI-Link | Lesen

Ratermann, Monique / Stöbe-Blossey, Sybille (Hrsg.), 2012: Governance von Schul- und Elementarbildung. Vergleichende Betrachtungen und Ansätze der Vernetzung. Wiesbaden: Springer VS. Educational governance, ISBN: 978-3-531-18426-5

Projektdaten

Laufzeit des Projektes
01.01.2021 - 31.12.2025

Forschungsabteilung
Bildung, Entwicklung, Soziale Teilhabe

Leitung:
Prof. Dr. Sybille Stöbe-Blossey

Bearbeitung:
Philipp Hackstein,Dr. Caroline Richter

Finanzierung:
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Kooperationspartner:

defacto – Sozialwissenschaftliche Forschung und Beratung (defacto),

Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung e.V. (IAW)​

Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) Universität Duisburg-Essen

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