Wirtschaftsgeographie, Verkehr & Logistik: Aktuelles

WiGeo-Lehrstuhl wird im UDE-Programm Lehr-Lern-Innovationen gefördert

Die Universität Duisburg-Essen hat einen Programmaufruf zu Lehr-Lern-Innovationen gestartet. Antragsberechtigt für eine Förderung waren Projekte zur Weiterentwicklung von Lehre und Studium. Lehrende, die Ihre Lehrpraxis oder ein Curriculum weiterentwickeln möchten, konnten sich für die Förderlinien Lehre konkret, Lehre divers und Lehre digital bewerben. Der Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie war bei dem Aufruf erfolgreich mit einem Konzept, dass eine Anreicherung und Aufwertung der Vorlesungen durch jeweils zwei eintägige Exkursionen vorsieht. Da die Vorlesungen der Wirtschaftsgeographie zum größten Teil von Nicht-Fachstudierenden der Geographie bzw. Wirtschaftsgeographie besucht werden, kommt dem Einüben der „geographischen Perspektive und Denkweise“ gerade in der unmittelbaren Veranschaulichung eine große Bedeutung zu. Dies kann zukünftig durch gezielte, an den Vorlesungsinhalten ausgerichteten und integrierten Exkursionsprogrammen realisiert werden. Das gesamte Lehrstuhl-Team freut sich über die Förderung – gerade weil Exkursionen eine zentrale Arbeitsform im Fach Geographie darstellen.

Neues BMBF-Forschungsprojekt: InvitinG – Nachhaltige Mobilität in Gewerbegebieten

Der Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie, insbes. Verkehr und Logistik ist Partner in den vom Fraunhofer-Institut UMSICHT in Oberhausen koordinierten und vom BMBF geförderten Forschungsprojekt „InvitinG - Incentivierung für emissionsarme Mobilität in urbanen Gewerbegebieten“. Unser Lehrstuhl ist verantwortlich für die verkehrs- und wirtschaftsgeographische Regionalanalyse und Implementierung von Incentievierungsnetzwerken in den vier als Fallstudien ausgewählten Gewerbegebieten: Am Kaisergarten (Oberhausen), Waldteich/Weierheide (Oberhausen), Heißen-Ost (Mülheim an der Ruhr), Gewerbepark M1 (Essen). Das Projekt sucht nach Ansätzen und Konzepten, um in traditionellen Gewerbegebieten Formen einer nachhaltigen Personen- und Güterverkehrsmobilität zu implementieren.
Das Auftakttreffen zum Forschungsprojekt fand Anfang Dezember im Fraunhofer Institut in Oberhausen statt. Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Rudolf Juchelka (Foto: 2.v.l.) und Dipl.-Geogr. Friedrich Schulte-Derne (4.v.r.) haben daran teilgenommen.

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Vorankündigung Exkursion WS 2020/21 Dubai und Vereinigte Arabische Emirate

Am Ende des kommenden WS 2020/21 bieten wir eine große Exkursion nach Dubai und in die Vereinigten Arabischen Emirate an. Vor Ort werden die urbanen, wirtschafts- und kulturräumlichen Transformationsprozesse untersucht, diskutiert, eingeordnet und bewertet. Studierende der Masterstudiengänge Urbane Gesellschaft, Kultur und Raum, Sustainable Urban Development sowie Kulturwirt sind als Teilnehmergruppe willkommen. Nähere Informationen zum Zeitraum, zum Programm, zu den Leistungen, zu den Kosten sowie zum Voranmeldeverfahren finden Sie hier.

Noverodus/Pixabay

Forschungsprojekt RegioTrans Niederrhein im Rahmen des CONUS-Netzwerkes

Im Rahmen des EFRE-Förderprogramms der Europäischen Union startete ein neues Forschungsprojekt mit Beteiligung des Lehrstuhls für Wirtschaftsgeographie, insbes. Verkehr und Logistik zum Thema „RegioTrans Niederrhein“. Das Projekt ist eingebunden in das CONUS-Netzwerk „ Competence Net Urban-industrial Supply – Kompetenznetz Urban-industrielle Versorgung“, das vom Zentrum für Logistik und Verkehr der UDE koordiniert wird. Die beiden Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Dipl.-Geogr. Astrid Keller und Annabell Mensing M.A. untersuchen, wie aus den verschiedenen Living Lab-Pilotprojekten des CONUS-Projektes ein Mehrwert im Sinne eines regionalen Added-Value für die gesamte Region generiert werden und ein Beitrag zur Regionalentwicklung entstehen kann.

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WiGeo-Lehrstuhl mit eigenem YouTube-Kanal

Die Veränderungen und Herausforderungen der digitalen Lehre bringen auch neue Konzepte für die Wissenschaftskommunikation unseres Lehrstuhls mit. Seit Ende März haben wir einen eigenen YouTube-Kanal eingerichtet, wo wir in Form kurzer „hand- und hausgemachter" Videos über aktuelle Entwicklungen aus Forschung und Lehre bei uns berichten. Bislang sind fünf kurze Video-Clips entstanden, die hoffentlich Interesse finden werden.

 

wikimedia.commons 2019

Lehrstuhlmitarbeiter Dipl.-Geogr. Friedrich Schulte-Derne Düsseldorf - Eine wirtschafts- und stadtgeographische Exkursion

„Das Leben in der Stadt“ ist ein Schwerpunktthema im raumbezogenen Sachunterricht. Dies wirtschafts- und stadtgeographisch zu fundieren, war zentrales Anliegen der Exkursion von Lehrstuhlmitarbeiter Dipl.-Geogr. Friedrich Schulte-Derne mit Studierenden des Lehramts Grundschule nach Düsseldorf am 11. Januar 2020. Zu den vermittelten Inhalten gehörten u.a. die Veränderung der Einzelhandelsstruktur entlang der Königsallee, die städtebauliche Umgestaltung im Bereich des Kö-Bogens II mit dem sog. Ingenhovental, der Städtetourismus und die Altstadtentwicklung, Waterfrontdevelopment am Bsp. Medienhafen sowie die Bedeutung japanischer Industrie- und Gewerbeunternehmen für das Wirtschafts- und Kulturleben der Stadt im japanischen Viertel.

Reihe „Geographie in der Praxis“: Dissertation von Dr. Jana Chistine Koppe erschienen „Innovative Transport on the Rhine-Alpine Corridor”

In der von Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Rudolf Juchelka herausgegebenen Reihe „Geographie in der Praxis“ ist soeben der Band 8 mit der Dissertation der ehemaligen Lehrstuhlmitarbeiterin Dr. Jana Christine Koppe erschienen.
Die sog. Verkehrswende ist in aller Munde. Gerade im Schienenverkehr sind dabei infrastrukturelle, technische und Knotenpunkt-bezogene Aspekte zu berücksichtigen, die sich oftmals in negativer Wechselwirkung oder fehlender Passform gegenüberstehen. Die Dissertationsschrift von Jana Christine Koppe – eingebunden in das europäische Forschungsprojekt ERFLS (European Rail Freight Line System on the Rhine-Alpine Corridor) greift diese Problemstellung auf. Räumlich eingebunden und lokalisiert wird die Untersuchung auf der sowohl vom Verkehrsaufkommen als auch hinsichtlich der Transportmenge wichtigsten transeuropäischen Transportroute, dem sog. Rhein-Alpen-Korridor, der von Rotterdam bis nach Genua in Norditalien reicht. Untersucht werden in Form einer wirtschafts- und verkehrsgeographisch ausgerichteten Verkehrsanalyse und anschließend darauf aufbauenden Simulationsbetrachtung Aspekte der Verkehrs- und Knotenstandorte, der infrastrukturellen Voraussetzungen und schließlich mögliche Potenziale für die Umsetzung eines "smarten" Frachtzugsystems auf diesem zentralen europäischen Transportkorridor.
Der Band kann über die ISBN 978-3-947208-03-6 über den Buchhandel  zum Preis von € 34,90 bezogen werden.

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Exkursionsangebot im WS 19/20

Sie interessieren sich im Rahmen Ihrer Studiengänge Master Kulturwirt und Urbane Systeme (UKGR und SUD) für unser Exkursionsangebot?
Leider müssen wir das ursprünglich geplante Exkursionsangebot modifizieren: Wir haben uns entschieden, nur eine Exkursion anzubieten, und zwar die „bewährte“ Donau-Hauptstädte-Exkursion nach Wien, Budapest und Bratislava.
 
Die drei europäischen Hauptstädte Wien (Österreich), Bratislava (Slowakei) und Budapest (Ungarn) liegen relativ dicht beieinander (im Falle von Wien und Bratislava handelt es sich um die nächstgelegenen beiden europäischen Hauptstädte überhaupt) und sind über die Donau miteinander verbunden.  Zudem zeichnen sich die drei Städte durch eine gemeinsame historische Vergangenheit auf Basis der Habsburger-Monarchie aus.
Gleichwohl haben die unterschiedlichen Entwicklungen diesseits und jenseits des sog. Eisernen Vorhangs nach 1945 zu erheblichen Differenzierungsmerkmalen geführt, die sich - seit der Öffnung der Grenzen nach Osteuropa und gegenwärtig immer noch anhaltend - in unterschiedlichen Veränderungs- und Anpassungsprozessen der jeweiligen Stadtentwicklungen erkennen lassen.
Anhand entsprechender Vergleichsraster sollen diese unterschiedlichen Muster urbaner Systeme hinsichtlich der Stadtstrukturen, -entwicklungen und -planungen vor Ort beobachtet, erarbeitet, diskutiert und interpretiert werden. Thematischer Schwerpunkt wird somit in den Bereichen der Stadt- und Wirtschaftsgeographie liegen. Aber auch Aspekte der Tourismusgeographie sowie der Verkehrsgeographie sowie der Regionalplanung kommen nicht zu kurz.
 
Zur Absprache der Details (Kosten, Termin, Vorbereitungsseminar, Referate) laden wir  zu einer verpflichteten Vorbesprechung ein:
Termin: Montag 11. November 2019, 10.00 Uhr (s.t.)
Raum: SM 102
Die Teilnahme an dieser Vorbesprechung ist ausnahmslos für alle Teilnehmer verpflichtend!
 
 Wir freuen uns, Sie am 11. November begrüßen zu können.

 

Foto: Rudolf Grothues, LWL, GeKo Westfalen

Das neue Dortmund

Die Jahrestagung der Geographischen Kommission für Westfalen, in Trägerschaft des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe und mit Sitz in Münster, widmete sich am 11. und 12. Oktober 2019 der Stadt Dortmund als größter Metropole Westfalens. Die Tagung hatte zum Thema „Das neue Dortmund - aktuelle Stadtentwicklung und ökologische Veränderungsprozesse“. Im Rahmen einer zugehörigen Exkursion, die u.a. von Dr. Christian Krajewski, Universität Münster, und Lehrstuhlmitarbeiter Dipl.-Geogr. Friedrich Schulte-Derne geleitet wurde, besichtigten ca. 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Hochschule, Schule, Politik und Planung Innovationsstandorte, die den Strukturwandel verdeutlichen. So sind auf der Fläche des ehemaligen Hochofenwerks in Dortmund-Hörde der prosperierende Hightech-Standort Phoenix West sowie auf der Fläche des früheren Stahlwerks der Phoenix See entstanden. Phoenix Ost hat sich zu einem attraktiven Wohn- und Freizeitstandort am Wasser entwickelt, der zugleich wichtige ökologische Ausgleichsfunktionen im urbanen Raum erfüllt.