Max-Planck-Medaille

Max-Planck-Medaille 2009 der DPG Prof. Dr. Dr. h.c. Robert Graham

Universität Duisburg-Essen - Fakultät für Physik

Prof. Dr. Graham

Die höchste Auszeichnung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, die Max-Planck-Medaille für theoretische Physik, ist jetzt Prof. Dr. Dr. h.c. Robert Graham (66) von der Universität Duisburg-Essen zuerkannt worden. Verliehen wird sie für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der theoretischen Physik und ist eine der höchsten Auszeichnungen in der Physik weltweit.

Professor Graham befasst sich seit vier Jahrzehnten überaus erfolgreich mit quantenmechanischen Fragestellungen aus der Quantenoptik und gehört zum Kreis Theoretischer Physiker, die weltweit höchstes Ansehen genießen. Die Max-Planck-Medaille wird für „solche Beiträge vergeben, die sich an Max Plancks Werk anschließen“. Damit führt Graham die Arbeiten von berühmten Forschern wie Planck, Einstein, Heisenberg, Schrödinger und später auch Fermi und Dirac fort, die ebenfalls mit der Medaille ausgezeichnet wurden.

Professor Graham hat sich unter anderem mit der „Bose-Einstein-Kondensation“ befasst. Dabei geht es um Atome, deren Bewegung quantenmechanischen Wellencharakter zeigt und durch Laserlicht beeinflusst werden kann. Gewisse Atome zeigen dann bei den tiefsten heute im Labor erreichbaren Temperaturen die sogenannte Bose-Einstein-Kondensation. In diesem erst seit 1990 realisierbaren Zustand bewegen sich die Atome in fast perfektem Gleichtakt in der gemeinsamen quantenmechanischen Welle. Ihre Bedeutung liegt darin, dass sie sich als Versuchsobjekte eignen, mit denen technologisch interessante Quantenphänomene wie die „Supraleitung“ – der Stromfluss ohne Widerstand – erklärt werden können.

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