Willkommen im Institut Arbeit und Qualifikation
Das IAQ führt interdisziplinäre und international vergleichende sozialwissenschaftliche Forschung in den Bereichen Beschäftigung, Arbeit und Arbeitsgestaltung, Sozialsysteme und Bildung durch. Kennzeichnend für das Forschungsprofil ist die Kombination von grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung.
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DGB setzt Rentenkommission ein Experte der Uni Duisburg-Essen leitet Themenlabor
Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat die Einrichtung einer eigenen Rentenkommission beschlossen – vier thematische Labore werden mit entsprechenden Expert*innen besetzt. Prof. Dr. Martin Brussig aus dem Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen wird das Labor „Sozial abgesicherte Übergänge“ leiten. Der Arbeitswissenschaftler beobachtet in seinem Forschungsprojekt „Altersübergangs-Monitor“ bereits seit über 20 Jahren den Übergang zwischen der Erwerbs- und der Ruhestandsphase. Soeben ist sein neuer Altersübergangs-Report zum Thema „Erwerbstätigkeit im Rentenbezug“ erschienen.
IAQ debattiert Jobdrehscheiben: Chancen für die Industriearbeit?
Es ist wieder soweit: Wir laden herzlich ein zur nächsten Veranstaltung der Reihe „IAQ debattiert" am Montag, den 23.02.2026 von 14:30 bis 16:00 Uhr. Die Veranstaltung findet wie immer online über Zoom statt und beschäftigt sich diesmal mit dem Thema „Jobdrehscheiben: Chancen für die Industriearbeit?“ Gemeinsam mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Betrieben, Gewerkschaften und Verbänden beleuchten Arbeitsmarktforscher Dr. Andreas Jansen und Prof. Dr. Martin Brussig Ansätze zur Sicherung guter Arbeit und zur Deckung zukünftiger Fachkräftebedarfe. Die Anmeldung ist in Kürze möglich.
Trotz Rente kein Ruhestand Neuer Altersübergangs-Report untersucht Wandel auf dem Arbeitsmarkt
Immer mehr Menschen arbeiten auch nach dem Renteneintritt – viele davon aus finanziellen Gründen. In 2023 war jede*r Fünfte (20 Prozent) der 65- bis 69-Jährigen erwerbstätig – 2013 waren es noch 13 Prozent. Das zeigt der neue Altersübergangs-Report des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE), der gemeinsam mit der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht wird. UDE-Arbeitsforscher Prof. Dr. Martin Brussig spricht von einem klaren Trend auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Die aktuellen Daten zeigen jedoch: Der Beitrag erwerbstätiger Rentner*innen, um Fachkräftelücken zu schließen, bleibt begrenzt.
Einkommens- und Sozialpolitik Was kostet die Inflationskrise?
Die Inflationskrise 2022 und 2023 kostete erhebliche politische Anstrengungen und löste zusätzliche gesellschaftliche Konflikte aus: Während staatliche Entlastungspakete viele Haushalte vor drastischen Einkommensverlusten bewahrten, geriet die zuvor begonnene Aufwertung niedriger Löhne und Einkommen ins Wanken. Ein aktueller Report des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen zeigt, welche Folgen die Krisenpolitik insbesondere für die unteren Einkommensgruppen hatte. Der Report von Dr. Georg Barthel, Dr. Karen Jaehrling und Michel Breuer basiert auf einer international vergleichenden, von der EU-Kommission geförderten Studie zur „Bewältigung der Inflationskrise durch sozialen Dialog“ (MAINSOC).
Neue Veröffentlichungen
Wimmers, Corin. 2026. Auswirkungen von Arbeitszeitmodellen auf die Arbeitsorganisation. Eine qualitative empirische Studie. Wiesbaden: Springer VS. BestMasters
Wie können Beschäftigte Zeitoptionen nutzen, um ihre Erwerbsbiografien lebensphasengerecht zu gestalten – und wie reagieren Betriebe auf diese Veränderungen? Die Masterarbeit von Corin Wimmers, die im Kontext des IAQ-Projektes "Mehr Rechte für die einen, mehr Druck für die anderen? Lebensphasenbezogene Zeitoptionen und ihre Auswirkungen auf die betriebsinterne Arbeitsorganisation" (ZOBAO) entstanden ist, geht dieser Frage anhand einer qualitativ empirischen Fallstudie in einem Chemieunternehmen nach und liefert neue Einblicke in die betriebliche Praxis. Im Fokus stehen Chancen und Herausforderungen, die sich aus dem wachsenden Angebot an Zeitrechten ergeben – etwa Sabbaticals, Pflegezeiten oder verschiedene Teilzeitmodelle. Die Arbeit beleuchtet, wie Beschäftigte diese Optionen nutzen, welche betrieblichen Strukturen sie fördern oder erschweren und welche Strategien zur Kompensation des entfallenden Arbeitsvolumens entwickelt werden. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Debatte über moderne Arbeitszeitgestaltung und lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle.
Bosch, Gerhard und Frederic Hüttenhoff. 2025. Durchsetzung von Arbeitnehmerrechten: zur Reform der Finanzkontrolle Schwarzarbeit. Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung
Der deutsche Arbeitsmarkt ist alles andere als homogen. Abhängig von Region, Branche, Unternehmensform und Betrieb können sich die Bedingungen und Erfahrungen der Arbeitenden teils erheblich unterscheiden. Für alle Beschäftigten aber gilt das gleiche Arbeits(schutz)recht, das ihre Gesundheit, Sicherheit und Rechte sichern soll. Im komplexen Zusammenspiel der unterschiedlichen Behörden, die in Deutschland diese Rechte kontrollieren und schützen, nimmt die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) eine zentrale Stellung ein. Die vorliegende Studie konzentriert sich auf die FKS und setzt sich mit den vielschichtigen Herausforderungen, denen sie sich seit ihrer Gründung 2004 sowie aktuell gegenübersieht, auseinander.
Gerlmaier, Anja. 2025. Gesundheit stärken in der Transformation - Entwicklung und Erprobung eines partizipativen Verfahrens zur anlassbezogenen Gefährdungsbeurteilung. Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung
Unternehmen im Wandel stehen vor enormen Herausforderungen, die oft zu gesundheitlichen Beschwerden und insbesondere psychischen Belastungen der Beschäftigten führen. Das hier vorgestellte HOT-Verfahren ist ein praxisnaher Ansatz zur anlassbezogenen Gefährdungsbeurteilung. In fünf Workshop-Schritten identifizieren Arbeitsschutzakteure und Betriebsräte zusammen mit Führungskräften und Mitarbeitenden psychische Gefährdungen und entwickeln partizipativ Präventionsmaßnahmen. Ein Praxisbeispiel zeigt, wie Gesundheit und Mitbestimmung auch in kritischen Unternehmenssituationen gestärkt werden können.
2026-01 Einkommenspolitik von Staat und Sozialpartnern in der Krise
Kurz- und langfristige Auswirkungen der Inflationskrise von 2022 und 2023
Georg Barthel
Karen Jaehrling
Michel Breuer
2025-06 Erfolge, Herausforderungen, Perspektiven von PRO AKTIV
Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitforschung eines rechtskreisübergreifenden rehapro-Modellprojekts
Susanne Drescher
Charlotte Alfuss
Johannes Kirsch
Timothy Rinke
2024-03 Stellungnahme des IAQ zur geplanten Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG)
Eingereicht beim Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung für die Anhörung am 13.11.2024 im Deutschen Bundestag
Sybille Stöbe-Blossey und Ute Klammer





