Forschungsbereich II: Menschenrechte und Regulierung der globalen Wirtschaft

Forschungsschwerpunkte

► Politik der Lieferkettenregulierung und unternehmerischer Sorgfaltspflichten
► Menschenrechte, Arbeitsrechte und soziale Ungleichheiten in globalen Wertschöpfungsketten
► Corporate Accountability und Regelbefolgung in transnationaler Perspektive
► Strategien und Praktiken von Gewerkschaften, sozialen Bewegungen und zivilgesellschaftlichen Akteuren in der globalen Wirtschaft
► Möglichkeiten und Grenzen transnationaler Partizipation und Solidarität

Globale Wertschöpfungsketten sind zentrale Arenen politischer Auseinandersetzungen um Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Macht. Der Forschungsbereich untersucht, wie sich neue Formen der Regulierung – wie Lieferkettengesetze, internationale Standards und Nachhaltigkeitsmetriken – in transnationalen Produktionsnetzwerken entwickeln, wie sie umgesetzt werden und Gegenstand multiskalarer politischer Auseinandersetzungen sind. Im Fokus steht dabei, wie staatliche, unternehmerische und zivilgesellschaftliche Akteure Regeln der globalen Wirtschaft entwickeln, interpretieren und praktisch umsetzen und wie sich dabei neue Möglichkeitsräume für Rechte, Beteiligung und soziale sowie ökologische Transformationen eröffnen oder verschließen.

Forschungsprojekte

► Informalität als epistemischer Blind Spot: Menschenrechtsbezogene Rechtsmobilisierung im Kontext von Ungleichheit und Staatlichkeit in Lateinamerika

Rechtskämpfe in transnationalen Lieferketten

Aktuelle Publikationen

► Scheper, C. 2026: Due Diligence Legislation and the Politics of Implementation: The Case of the German Supply Chain Law, in: Regulation & Governance (online first). DOI: https://doi.org/10.1111/rego.70134

► Scheper, Christian / Ciesielski, Markus 2026: Catching Up, Pushing Back: The Politics of Due Diligence in Global Value Chain Regulation, in: Ulbert, Cornelia / Kaplan, Marcus (eds.): Global Trends: Prospects for Development and Peace, Vol 1: Multilateral Cooperation for People and Planet, Opladen/Berlin/Toronto: Verlag Barbara Budrich, 60-81. https://doi.org/10.3224/84743197.

► Scheper, Christian / Ciesielski, Markus 2025: Erst Aufholen, dann Zurückdrängen: Die Politik der Sorgfaltspflichten in globalen Wertschöpfungsketten, in: Ulbert, Cornelia / Kaplan, Marcus (Hrsg.): Globale Trends: Perspektiven für Entwicklung und Frieden, Band 1: Multilaterale Kooperation für Mensch und Planet, Opladen/Berlin/Toronto: Verlag Barbara Budrich, 65-88. https://doi.org/10.3224/84743197.

► Scheper, Christian 2025: Sorgfaltspflichten und Rechtskämpfe: Gesetzliche Lieferkettenregulierung in Europa, in: GWP - Gesellschaft. Wirtschaft. Politik, 74: 2, 194-105. DOI: https://doi.org/10.3224/gwp.v74i2.08 

► Scheper, Christian 2025: Global governance, in: Jahn, Beate / Schindler, Sebastian (Hrsg.): Elgar Encyclopedia of International Relations: Edward Elgar Publishing, 151–152. DOI: https://doi.org/10.4337/9781035312283.00072

► Scheper, Christian (2025): Corporate due diligence in global value chains. In: Madelaine Moore, Christoph Scherrer und Marcel van der Linden (Hg.): The Elgar Companion to Decent Work and the Sustainable Development Goals: Edward Elgar Publishing, S. 370–381.

► Scheper, Christian / Engelhardt, Anne 2024: Neue Sorgfaltspflichtengesetze in Europa. Effektive Regulierung von Nachhaltigkeit und Menschenrechten in globalen Lieferketten? (Global Governance Spotlight 1/2024). Bonn: Stiftung Entwicklung und Frieden.

 

Forschungsbereichsleitung

Dr. Christian Scheper

Raum: LS 032
Telefon: +49 (0)203-379-4424
E-Mail: christian.scheper[at]uni-due.de
Mitarbeiterprofil

Mitglieder des Forschungsbereichs

Senior Associate FellowProf. Dr. Markus Ciesielski

E-Mail: markus.ciesielski[at]htwsaar.de
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