Friedensgutachten
Das Friedensgutachten ist das gemeinsame Gutachten der deutschen Friedensforschungsinstitute (BICC / IFSH / INEF / PRIF) und erscheint seit 1987. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten untersuchen darin internationale Konflikte aus einer friedensstrategischen Perspektive und geben klare Empfehlungen für die Politik.
Friedensgutachten 2026: Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen
Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte wie die Golfstaaten treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung – etwa in der Entwicklungszusammenarbeit oder in den Vereinten Nationen – in ihrer schwersten Krise. Innenpolitisch nehmen auch in Deutschland rassistische Einstellungen zu. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.
Alle Beiträge des Friedensgutachtens stehen hier kostenfrei zum Download zur Verfügung.
Stellungnahme der Herausgeber*innen
Die Evangelische Akademie zu Berlin veranstaltete am 9.6.2026 ein Abendformum anlässlich der Veröffentlichung des Gutachtens. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung findet sich hier: https://www.youtube.com/watch?v=OhXJjgb0_MY
Vorstellung des Friedensgutachtens 2026 im BMZ
Dr. Carmen Wunderlich und Prof. Johannes Vüllers haben am 12.6.2026 zusammen mit Prof. Tobias Debiel im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Friedensgutachten 2026 an Staatssekretär Niels Annen übergeben. In den Tagen zuvor war das Friedensgutachten bereits auf der Bundespressekonferenz sowie in verschiedenen Bundestagsfraktionen, im Bundesministerium der Verteidiung, im Bundeskanzleramt und im Bundespräsidialamt vorgestellt worden.

Prof. Dr. Johannes Vüllers, Dr. Carmen Wunderlich, Staatssekretär Niels Annen und Prof. Dr. Tobias Debiel (v.l.n.r.)
