Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des INEF veröffentlichen ihre Forschungsergebnisse sowohl in nationalen und internationalen Fachzeitschriften und Buchpublikationen als auch im Rahmen institutseigener Formate wie dem INEF-Report. Zusammen mit drei anderen deutschen Friedensforschungsinstituten (BICC / HSFK / IFSH) gibt das INEF zudem das einmal jährlich erscheinende Friedensgutachten heraus. Darüber hinaus publiziert das Institut gemeinsam mit der Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) die Reihe Globale Trends. Analysen.

Neuerscheinungen

Erthal Abdenur, Adriana

Konfliktprävention durch die UN. Den Anspruch verwirklichen (Globale Trends 02/2019)

Gewaltsame Konflikte zu verhindern ist das zentrale Anliegen der Charta der Vereinten Nationen. Doch bisherige Versuche, Konfliktprävention durch die UN umzusetzen, waren nur begrenzt erfolgreich. Wie kann Prävention effektiver gestaltet werden? Damit befasst sich Adriana Abdenur in den GLOBALE TRENDS. ANALYSEN 2|2019. Sie sieht den Schlüssel in verbesserten Methoden der Risikobewertung – unter Einbezug neuer Technologien, in einer stärkeren Vernetzung der drei Säulen Frieden/Sicherheit, Entwicklung und Menschenrechte sowie in dem entschiedenen Eintreten für Konfliktprävention auf politischer Ebene.

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Scheper, Christian

Assessing Human Rights Impacts in Global Value Chains: Can HRIA Go Beyond Social Audits in the Apparel Industry?

The chapter addresses the challenge of conducting HRIA in the context of transnational value chains, with a focus on the apparel industry. The author identifies two main challenges for creating meaningful HRIA approaches: (1) a managerial challenge in light of major conflicts of interest in buyer-driven value chains; and (2) an epistemic challenge based on the domination of corporate-led forms of knowledge generated through supply chain assessment techniques. The chapter suggests a conceptual turn in the debate about criteria for HRIA in buyer-driven value chains, which takes seriously the political character of HRIA and separates it from established practices of company-led value chain assessments (based on audits, certification and benchmarking). Instead, the author proposes a political conception of HRIA that focuses on institutional capacities for workers to address power asymmetries in the value chain and make claims based on national labour laws and international human rights.

Hirschmann, Gisela / Ulbert, Cornelia

Multilateralismus gestalten! Prinzipien und Chancen multilateraler Kooperation in den UN

Die schwindende Unterstützung multilateraler Zusammenarbeit durch wichtige weltpolitische Akteure bedroht auch die Handlungsfähigkeit internationaler Organisationen. Verschiedene Initiativen zum 75. Jubiläum der Vereinten Nationen (UN) im Jahr 2020 zielen darauf, diese Handlungsfähigkeit wiederherzustellen. Ansatzpunkte dafür sehen Gisela Hirschmann und Cornelia Ulbert im Global Governance Spotlight 5|2019 erstens in der flexiblen Bildung von Koalitionen, auch unter Einbezug nichtstaatlicher Akteure, zweitens in institutionellen Reformen zur effektiveren Problembearbeitung und drittens in der Vermittlung der Notwendigkeit multilateraler Problemlösung in die Gesellschaften hinein.

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