Produktiv spalten? Polarisierung als kommunikative Herausforderung
von Miriam Wienhold | 2026-06-05
Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)
Die Spaltung der Gesellschaft ist längst zu einem Gemeinplatz geworden. Hilft es uns aber weiter, sich an diesen wuchernden Topos zu klammern? Ist es nicht eher die Aufgabe guter Sozialwissenschaft, auch bei diesem Befund skeptisch nachzufragen? Diesen Fragen geht am 24. Juni ab 18.30 Uhr eine Podiumsdiskussion mit dem Bremer Soziologen Nils C. Kumkar im Kulturwissenschaftlichen Institut Esen (KWI) nach.
Kumkar unternimmt es, Polarisierung nicht nur als Krisensymptom, sondern als Funktionselement, nicht nur als Defizit, sondern auch als Routine demokratischer Selbstverständigung zu beschreiben. An der Polarisierung, so Kumkar, geht die Welt nicht zugrunde – sie ist vielmehr Code eines politischen Systems, das mit gespaltener Spitze spricht.
Auf unserem Podium wird der Leipziger Soziologe Hannes Krämer die fachlichen Rückfragen übernehmen. Friedrich Balke und Julika Griem werden mit Befunden aus den Medien- und Kulturwissenschaften den gegenwärtigen Diskurs über Polarisierung anreichern.
Die Veranstaltung ist Teil des KWI-Jahresthemas 2026/27 „Rote Linien“ und zugleich Teil des „Essener Wissenschaftssommers 2026“.
Referenten:
Nils C. Kumkar, Universität Bremen
Hannes Krämer, Universität Leipzig
Moderation:
Julika Griem, Direktorin des KWI
Friedrich Balke, Ruhr-Universität Bochum
Teilnahme vor Ort:
Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Gartensaal, Goethestraße 31, 45128 Essen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Teilnahme via Zoom:
Interessierte können der Veranstaltung auch online folgen.
Veranstalter
Eine Veranstaltung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI)
Weitere Informationen:
Link zur Veranstaltung auf der KWI-Homepage
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