Oliver Oing gewinnt 1. Posterpreis für Quantenforschung

Auszeichnung auf der MECO


von Oliver Oing | 2026-06-23
CENIDE

Großer Erfolg für den wissenschaftlichen Nachwuchs: Oliver Oing, Doktorand in der Arbeitsgruppe von CENIDE-Mitglied Prof. Dr. Fred Hucht, hat in der 22. Kalenderwoche den 1. Posterpreis auf der MECO-Konferenz in Pont-à-Mousson erhalten. Die Auszeichnung würdigt seine Forschungsarbeit zur Interferenz in Quantensystemen, die direkt an seine Masterarbeit anknüpft.

Das prämierte Poster mit dem Titel “Aharonov-Bohm interferometry with interacting quantum dots” liefert eine detaillierte theoretische Beschreibung eines faszinierenden Quantenphänomens. Beim sogenannten Aharonov-Bohm-Effekt werden Teilchen von einem Magnetfeld beeinflusst, obwohl sie dieses räumlich gar nicht durchqueren. Oing untersuchte ein System mit zwei Quantenpunkten, um zu analysieren, wie diese Teilchen miteinander interferieren und wie die Wechselwirkungen zwischen Elektronen die Kohärenzen beeinflussen.

Für die komplexe Analyse nutzte Oing verschiedene analytische Techniken und integrierte diese in spezielle Mathematica-Routinen. Dadurch konnte visualisiert werden, welchen Einfluss die Energieniveaus und Wechselwirkungen auf die Sichtbarkeit der Interferenzmuster haben. Da in der Praxis schon kleinste Wechselwirkungen das Verhalten von Quantenbauelementen massiv verändern können, ist dieses theoretische Fundament unverzichtbar.

Langfristig leistet diese Forschung einen wichtigen Beitrag zur Praxis: Das genaue Verständnis solcher Quantenphänomene ist notwendig, um die physikalischen Grenzen aktueller Technologien zu überwinden. Die Ergebnisse weisen somit den Weg zu effizienteren Elektronik- und Quantencomputersystemen der Zukunft. CENIDE gratuliert Oliver Oing ganz herzlich zu dieser Auszeichnung!


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