ProDaZ

ProDaZ: Auftaktveranstaltung zur zweiten Förderphase (2018-2022) am 15.01.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Modellprojekt „ProDaZ - Deutsch als Zweitsprache in allen Fächern“ geht in die zweite Förderphase (2018-2022)!

Seit 2010 entwickelt ProDaZ in enger Kooperation von Schule, Hochschule und außerschulischen Bildungsakteuren übertragbare Konzepte und Materialien zur Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften in allen Phasen der LehrerInnenbildung. Zielstellung ist eine durchgängige Sprachbildung, die mehrsprachig, vernetzt und fachorientiert gestaltet ist.

Durch die enge Kooperation mit den Bildungswissenschaften und Fachdidaktiken der Universität Duisburg-Essen sowie auch mit bundesweit kooperierenden Universitäten konnten modellhafte Konzepte wie die „Zusatzqualifikation Sprachbildung in mehrsprachiger Gesellschaft“ (ZuS) und „DaZ in allen Praxisphasen“ auf den Weg gebracht werden.

Das Projekt ProDaZ, das am Institut für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache der Universität Duisburg Essen angesiedelt ist, wird nun für weitere fünf Jahre von der Stiftung Mercator, zusätzlich vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW gefördert.

Wir laden Sie herzlich zu der Auftaktveranstaltung am Montag, den 15. Januar 2018 ein. Neben der Vorstellung von Ergebnissen und neuen Zielsetzungen von ProDaZ werden wir Gelegenheit geben, Desiderata und Perspektiven in Bezug auf die Herausforderungen der LehrerInnenbildung in der Migrationsgesellschaft zu diskutieren

Die Veranstaltung findet am Montag, den 15. Januar 2018 von 10-13 Uhr im Glaspavillon (R12 S00 H12) am Campus Essen der Universität Duisburg-Essen statt.

Das Programm finden Sie hier.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und würden Sie bitten, sich zu der Veranstaltung anzumelden. Im Anschluss sind Sie herzlich zu einem Imbiss eingeladen. Zur Anmeldung gelangen Sie hier.

Prodaz Quali

Die Lehrerausbildung muss sich verändern, um auf die veränderten gesellschaft­lichen Bedingungen zu reagieren. Ein wesentlicher Aspekt dieser Veränderungen besteht in der stärkeren Berücksichtigung der sprachlichen Komponente schulischen Lernens.

Am Ende der Laufzeit von ProDaZ sollen u . a. folgende Ergebnisse stehen:

  • Ein Lehrerausbildungskonzept mit interdisziplinären Veranstaltungen zum fachlichen und sprachlichen Lernen unter den Bedingungen von Mehrsprachigkeit

    ProDaZ wird das Pflichtangebot für alle Lehramtsstudierenden um interdiszipli­näre Veranstaltungen zum fachlichen und sprachlichen Lernen erweitern. Die Veranstaltungen sollen als Wahlpflichtveranstaltungen ange­boten werden, so dass Studierende in ihrem Studium einen ausgewie­senen Profilschwerpunkt zu diesem Themenbereich studieren können, für den Pflicht- und Wahlpflicht­bereich zusammen mit bis zu 21 LP. Mit Beginn des Wintersemesters 2014/15 können die Lehramtsstudierenden an der Universität Duisburg-Essen die Zusatzqualifikation "Sprachbildung in mehrsprachiger Gesellschaft" erwerben.

  • Ausgebaute Theorie- / Praxis-Projekte an der Universität Duisburg-Essen als Impulsgeber für Forschung, Lehre und schulischen Unterricht

    Die bestehenden Theorie-Praxis-Projekte der UDE an Schulen der Region sowie För­der­un­terrichtsprojekte zum fachlichen und sprach­li­chen Lernen unter den Be­dingungen von Mehrsprachigkeit werden im Rahmen von ProDaZ zusammen­geführt und ausgebaut.
    Die Studierenden sollen auf diese Weise in allen Praxisphasen der umge­stell­ten Lehrerausbildung die Möglichkeit haben, einen Schwerpunkt auf Diagno­se, Sprachförderung, sprachsensiblen Fachunterricht, Sprachförder­konzepte etc. zu legen. Der ausgebaute Theorie-Praxis-Bezug soll darüber hinaus für Forschungsprojekte genutzt und in die universitäre Lehre einbezogen werden.

  • Ein Kompetenzzentrum an der Universität Duisburg-Essen für Deutsch als Zweitsprache, Sprachstandsdiagnose und Sprachförderung als landes- und bundesweiter Impulsgeber

    Im Rahmen von ProDaZ wird ein Webportal entwickelt, das umfassende Informationen zu den Themen Mehrsprachigkeit, Sprachentwicklung, Sprachstandsdiagnose, Sprachbildung und Sprachförderung zur Verfügung stellt. Hierzu werden beispielsweise Dokumentationen zu Ausbildungsinhalten und einschlägigen Praxisprojekten, aber auch linguistische Grunddaten zu Migrantensprachen in verständlicher Sprache zusammengestellt. Am Ende der Laufzeit sollen hier auch Ausbildungskonzepte für das Lehreramtstudium hinterlegt sein.

    Für die Praxis in Schule und Universität wird das Kompetenzzentrum eine Servicestelle sein, die umfangreiche Materialien zur Verfügung stellt, aber auch Personen vermittelt, die bei der Implementierung von Ausbildungsinhalten mitwirken können, etwa über Teamteaching oder Beratung bei der Erstellung von Lehrkonzepten und Modulen.

    Fort- und Weiterbildungsangebote für Schulen können hier ebenfalls koordiniert werden.