In memoriam

Die Modellprojekte „ProDaZ – Deutsch als Zweitsprache in allen Fächern“ der Stiftung Mercator und „Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund“ an der Universität Duisburg-Essen trauern um ihre langjährige Leiterin

Dr. Claudia Benholz

Am 13. November 2016 wurde sie durch einen viel zu frühen Tod aus der Mitte ihres Schaffens herausgerissen. Ihr unermüdlicher Einsatz, ihre klaren Erkenntnisse zur sprachlichen Situation der Kinder und Jugendlichen mit anderen sprachlichen Herkünften als dem Deutschen und ihre Phantasie beim Entwickeln neuer Konzepte für eine mehrsprachige Schule der Zukunft haben mit diesen Projekten weit ausstrahlende und nachhaltige Wirkungen gezeigt.

Die Kontinuität der begonnenen Arbeit sehen wir als ihr Vermächtnis. Die von ihr gesteckten Ziele auf den von ihr entwickelten Wegen weiter zu verfolgen, ist für uns Aufgabe und Verpflichtung. Ihr Rat, ihre Erfahrung und die Wärme ihrer Persönlichkeit werden uns dabei fehlen und ihre Unersetzlichkeit immer neu vor Augen führen.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie.

 

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projekts „ProDaZ“:
Dr. Erkan Gürsoy

Für den Beirat des Projekts „ProDaZ“:
Prof. Dr. Dr. h.c. Konrad Ehlich,
Beiratsvorsitzender

Für das Projekt „Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit
Migrationshintergrund“:
Dr. des. Gülşah Mavruk

Konrad Ehlich

Rede zur Gedächtnisfeier am 29. November 2016 in der Universität Duisburg-Essen, Essen

Wir sind hier zusammen, um in gemeinsamer Klage Abschied zu nehmen von Claudia Benholz; eigentlich sind wir hier zusammen, um gemeinsam diesen Abschied zu bestehen, der vor aller Zeit geschehen muss, die für einen solchen Abschied die geeignete gewesen wäre – in sechs Jahren vielleicht, dann, wenn Claudia Benholz 65 Jahre gewesen wäre; dann, wenn die Gelegenheit gewesen wäre, ihrer Arbeit, ihrer Leistungen, ihres Engagements eingedenk zu sein, um ihr unseren Dank, unsere Anerkennung, unsere Hoffnungen für die Zukunft auszusprechen und ihr für Jahre der Entlastung und der Freiheit Glück zu wünschen. Diesen Zeitpunkt wird es nicht geben. Statt dankbarer laudatio vereint uns gemeinsame Trauer. Die, der wir danken wollen, kann diesen Dank nicht mehr hören, nicht mehr wahrnehmen, kann ihn nicht mehr in eine neue Phase ihres Lebens mit hineinnehmen im Bewusstsein, dass ihre Arbeit wahrgenommen und wertgeschätzt ist, dass ihr Wirken ....

Die ganze Rede können Sie hier nachlesen.