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Rund 16.000 Euro für Lehrprojekt

3D-Druck in der Chemie

  • von Dr. Alexandra Nießen
  • 10.11.2023

Vom Haus bis zum Zahnersatz: Der 3D-Druck macht’s möglich und wird auch in unserem Alltag immer wichtiger. Die UDE-Fakultät für Chemie bildet unter anderem dafür notwendige Expert:innen aus. Der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) fördert ihr Lehrprojekt „Rethink Ink“ mit knapp 16.000 Euro.

Die Vorteile von 3D-Drucktechnologien liegen für Professor Michael Giese auf der Hand: „Wer sie einsetzt, nutzt Materialien und Energie effizienter. Individuelle Lösungen wie beispielsweise medizinische Produkte können preiswerter und schneller realisiert werden“, erklärt er.

Mit dem „Rethink Ink“-Projekt wird die materialwissenschaftliche Perspektive auf den 3D-Druck (additive Fertigung) in den Masterstudiengängen Chemie, Water Science und Chemie Lehramt verankert. Dazu schafft die Fakultät neue 3D-Drucker an und erstellt zusätzliche digitale Lehrmaterialien.

Zum Sommersemester 2024 wird eine neue Lerneinheit eingerichtet. Studierende bekommen insbesondere Einblick in unterschiedliche 3D-Druckverfahren für Polymere – wie den Filamentdruck, die Stereolithographie und das selektive Lasersintering. Zudem lernen sie die Vorteile der additiven Fertigung kennen und welche Materialien sich mit den unterschiedlichen Verfahren verarbeiten lassen.. Im Rahmen eines zweiwöchigen Praktikums können die Studierenden im Anschluss eigene 3D-Druckmaterialien herstellen und mit den neuen angeschafften 3D-Druckern verdrucken.

Das Besondere: Das Lehrformat wird an der UDE in unterschiedlichen Lernstationen mithilfe von QR-Codes organisiert. „Die Kombination aller Schritte – das synthetische Arbeiten im Labor, die Konstruktion technischer Zeichnungen mit einem CAD-Programm, die Aufbereitung der Konstruktionszeichnung für den 3D-Druck und seine Umsetzung inklusive Nachbearbeitung – ist herausfordernd“, so Giese. Perspektivisch soll das Angebot allen Studierenden offenstehen.

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