Forschungsbereich: Schulentwicklung und Digitalisierung
Forschungsschwerpunkte
Die Digitalisierung durchdringt die Gesellschaft und damit auch den Bildungssektor unaufhaltsam. Mit Blick auf die Chancen, Herausforderungen und Veränderungen, die Schulen aktuell und zukünftig im Kontext der Digitalisierung begegnen, untersuchen wir, wie Schulentwicklungsprozesse vor diesem Hintergrund nachhaltig gestaltet werden können. Unsere Forschung verortet sich dabei an der Schnittstelle zwischen Schulentwicklung, Schulpädagogik und Medienbildung und trägt diesem interdisziplinären Charakter mit multiperspektivischen und multimethodischen Ansätzen Rechnung.
Der Forschungsbereich Schulentwicklung und Digitalisierung ist Teil der Research Community “Future of Education – Advancing Quality and Innovation in School and Higher Education”
Dimensionen der Schulentwicklung im Kontext der Digitalisierung
Die Schulentwicklungsforschung unterscheidet drei Dimensionen, auf denen sich Prozesse der Einzelschulentwicklung nachzeichnen lassen: Die Organisationsentwicklung, die Personalentwicklung und die Unterrichtsentwicklung. Die Digitalisierung erfordert notwendige Veränderungs- und Anpassungsprozesse bezüglich aller drei Dimensionen. Im Kontext der Digitalisierung wird vermehrt auch die Bedeutung weiterer Dimensionen – die Kooperationsentwicklung sowie die Technologieentwicklung – verwiesen. In unseren Projekten bilden die Schulentwicklungsdimensionen daher einen kontinuierlichen Rahmen für Forschungsfragen.
Professionalisierung und Professionsentwicklung im Kontext der Digitalisierung
Die Digitalisierung birgt Veränderungen und Herausforderungen für alle schulischen Akteure. Insbesondere Lehrpersonen sehen sich aktuell mit der Situation konfrontiert, Lernprozesse der Schüler:innen im Sinne der bildungspolitisch geforderten Bildung in der digitalen Welt anzuleiten und über die gesamte Pflichtschulzeit zu begleiten. Zusätzlich zu notwendigen Anpassungen im Rahmen der Lehrersausbildung (in der ersten und zweiten Phase) durch verpflichtende medienpädagogische Anteile, stellt die Fort- und Weiterbildung von Lehrpersonen aktuell ein wichtiges Element dar, um bereits kurzfristig Medienbildungsprozesse in den Schulen initiieren zu können. Wir richten unseren Fokus daher aktuell verstärkt auf die dritte Phase der Lehrkräftebildung.
Unterstützung für Schulentwicklung im Kontext der Digitalisierung
Auch wenn die Verantwortung für die Schulentwicklung bei der Einzelschule liegt, so werden im Forschungsbereich auch bewusst die Akteur:innen auf der intermediären Ebene des Mehrebenensystems Schule, die Fortbildungs- und Unterstützungssysteme für Schulentwicklung der Bundesländer, in den Blick genommen. Sie sind für die Unterstützung von Schulen und Lehrpersonen zuständig sind und können laut Modellen auf Veränderungsprozesse und Schulqualität vor Ort Einfluss nehmen. Die Forschungserkenntnisse zu Unterstützungssystemen, insbesondere im Kontext der Digitalisierung, sind bislang jedoch noch als sehr gering zu bezeichnen, auch wenn die Thematik zunehmend mehr Aufmerksamkeit erfährt. Im Fokus unserer Betrachtungen stehen dabei insbesondere die Analyse der (staatlichen) Fortbildungs- und Unterstützungssysteme hinsichtlich ihres Potenzials für Schulentwicklungsprozesse im Kontext der Digitalisierung und die Rolle von digitalisierungsbezogenen Multiplikator:innen (Fortbildner:innen und Berater:innen) in den Fortbildungs- und Unterstützungsstrukturen der Länder.
Schulentwicklung und Digitalisierung in Netzwerken
Insbesondere die systematische und kooperative Zusammenarbeit zwischen verschiedenen (schulischen) Akteuren wird häufig als Schlüssel erfolgreicher Schulentwicklung verstanden. Schulische Netzwerke eröffnen neue Perspektiven und Möglichkeiten der Schulentwicklung, die sich insbesondere im Kontext globaler Herausforderungen (wie die Digitalisierung) für Einzelschulen als hilfreiche Katalysatoren der innerschulischen Entwicklungsprozesse erweisen können. So können in Netzwerken gemeinsam innovative Lösungen entwickelt, Erfahrungen ausgetauscht sowie Beispiele guter Praxis transferiert und an die Bedarfe der Einzelschule angepasst werden. Schulische Netzwerke werden zudem als ein Element des Unterstützungssystems für Schulentwicklung (im Kontext der Digitalisierung) verstanden.
Kontakt
Leitung
Dr. Manuela Endberg
Raum: S06 S06 C16
Telefon: (0201) 183 - 6228
manuela.endberg@uni-due.de
Wissenschaftliche Mitarbeit
Lara-Idil Engec
Raum: S06 S06 C14
Telefon: (0201) 183 - 6234
lara-idil.engec@uni-due.de
Matthias Kramer
Raum: S06 S06 C14
Telefon: (0201) 183 - 6234
matthias.kramer@uni-due.de
Forschungspraktikum
Clara-Sophie Borst (Universität Kassel, Studiengang Master Empirische Bildungsforschung) unterstützt den Forschungsbereich im Zeitraum vom 04.05. – 31.07. als Forschungspraktikantin in den aktuellen Projektkontexten SD-AI und Multiplikator:innen im System | mit System
Das Team
1. Bild von links: Lara-Idil Engec, Manuela Endberg, Ayşegül Serpemen
2. Bild von links: Ayşegül Serpemen, Manuela Endberg, Matthias Kramer
Ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiter:innen
Dr. Marco Hasselkuß (01/2019 – 03/2023)
Ayşegül Serpemen (07/2023 – 06/2026)
Ehemalige studentische Mitarbeiter:innen
Kira Ansperger (06/2019 – 03.2020)
Annika Baltes (04/2020 – 12/2022)
Rojda Coskun (10/2023 –09/2024)
Aktivitäten im Forschungsbereich
PostdocLabs: Initial get-together at the College for Social Sciences and Humanities, 7 May 2026
Four working groups selected for the second cycle of the PostdocLab programme of the College for Social Sciences and Humanities launched their cross-university research projects in mid-April. They focus on disinformation and mistrust, AI agency in school development, and civic participation in urban planning.
At a kick-off meeting on 7 May 2026, the postdoctoral teams presented their research agendas, most of which take an interdisciplinary approach. The topics tie in with current societal issues: they explore, for instance, how disinformation spreads across academia, politics and civil society, and how this is related to an incipient ‘crisis of trust’. Moreover, the working groups examine questions of accountability in the use of AI in education, as well as approaches to involving citizens in the design of urban spaces. Disciplines represented by the PostdocLab participants include communication studies and journalism, American studies, history, educational sciences, political science, and spatial planning.
Ramona Lorenz and Manuela Endberg presented the outline of SD-AI
Read the complete news article here
Learn more about the PostdocLab programme and the individual working groups here
Rückblick auf das 10. Treffen des Arbeitskreises „Multiplikator:innen“ 28.–29. April 2026, Kulturwissenschaftliches Institut (KWI), Essen
Am 28. und 29. April 2026 kamen erneut Expert:innen aus Wissenschaft & Praxis in Essen zusammen, um sich zur Qualifizierung von Multiplikator:innen in der digitalen Bildung bundeslandübergreifend auszutauschen.
Das zehnte und zugleich letzte offizielle Treffen des Arbeitskreises „Multiplikator:innen“ in den Räumen des Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI) in Essen und war nach dem Vorjahr das zweite Präsenztreffen. Im Mittelpunkt stand die Weiterarbeit an einer gemeinsamen Publikation. Dabei wurden sowohl inhaltliche als auch strategisch-organisatorische Fragen intensiv diskutiert. Mit 11 Teilnehmenden aus verschiedenen Institutionen und insgesamt sieben Bundesländern war die Runde kleiner als im Vorjahr, was der Intensität der Diskussionen jedoch sehr gut zu Pass kam.
Neben zahlreichen virtuellen Arbeitstreffen hat sich der Arbeitskreis bereits im vergangenen Jahr in Essen getroffen, sodass nahtlos an bestehende Prozesse angeknüpft werden konnte. Der Arbeitskreis „Multiplikator:innen“ wurde im September 2023 vom Forschungsteam der Universität Duisburg-Essen im Rahmen der Beteiligung an der Transferstelle des Kompetenzverbund lernen:digital initiiert und bringt seitdem bundeslandübergreifend Vertreter:innen aus der Wissenschaft, den Bildungsministerien, Landesinstituten und staatlichen Fortbildungsakademien in einen ko-konstruktiven Dialog zusammen. Im Fokus stehen dabei Multiplikator:innen im Digitalisierungskontext, d.h. Fortbildner:innen und Berater:innen in den Fortbildungs- und Unterstützungssystemen.
Wir danken allen Teilnehmenden für das gelungene Treffen sowie dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen für die hervorragende Organisation und Begleitung.
„School Development and AI Agency Research Lab (SD-AI)“ am 15.04. offiziell gestartet
Das „School Development and AI Agency Research Lab (SD-AI) – AI Accountability at all Levels of the Education System?“ erforscht Schulentwicklung unter Berücksichtigung der Handlungsfähigkeit (Agency) und Verantwortlichkeit (Accountability) bei der Implementierung künstlicher Intelligenz (KI) auf verschiedenen Ebenen des Schulsystems. Die Nutzung von KI und deren Anwendung im Schulsystem schafft eine soziotechnische Umgebung, in der KI-Systemen eine Handlungsfähigkeit zugeschrieben wird. Dabei drängt sich die Frage auf, ob epistemische Verantwortlichkeit unter Wahrung eigener Handlungsfähigkeit in komplexen soziotechnischen Umgebungen gewährleistet werden kann, wenn KI im Schulsystem eingesetzt wird.
SD-AI erweitert bisherige Forschungsansätze, die vorrangig den KI-Einsatz im Unterricht und die Nutzung durch Schüler:innen in den Blick nehmen (Mikroebene), um Fragen nach Schulleitungshandeln, Lehrkräftekooperation und Fortbildungen (Mesoebene) sowie schulischen Unterstützungssystemen und bildungspolitischen Vorgaben (Makroebene). Ziel ist u.a. die Entwicklung eines theoretischen Modells zur Rolle von KI in der Schulentwicklung auf den verschiedenen Ebenen des Schulsystems und den zugehörigen Handlungsfähigkeiten und Verantwortlichkeiten im sozio-technischen Umfeld.
In Workshops wird das Theoriemodell durch Expert:innen aus Wissenschaft, schulischer Praxis und Bildungsadministration geprüft, validiert und feinjustiert. Die Workshops werden durch Gastvorträge international renommierter Wissenschaftler:innen gerahmt. Darüber hinaus wird eine experimentelle Designstudie mit Lehrpersonen und Schulleitungen durchgeführt, um den Einsatz von KI in Schulen für bestimmte Bereiche der Schulentwicklung unter kontrollierten Bedingungen im Vergleich zu unkontrollierter KI-Nutzung zu untersuchen.
Förderung: SD-AI ist Teil des PostdocLab-Förderprogramms des UA Ruhr College for Social Humanities und wird von Dr. Manuela Endberg (UDE, Institut für Schulentwicklung) und PD Dr. Ramona Lorenz (TU Dortmund, Institut für Schulentwicklungsforschung) durchgeführt.
Projektlaufzeit: 15.04.2026 – 14.10.2027
Austausch und Vernetzung auf dem lernen:digital Dialogforum 2026
Vom 26. bis zum 27.03.2026 fand im Café Moskau in Berlin das lernen:digital Dialogforum als abschließende Veranstaltung des Projektes mit zahlreichen Formaten wie Transfer-Cafés, Round Tables und Paneldiskussionen statt und bot damit Prof. Dr. Isabell van Ackeren-Mindl, Dr. Manuela Endberg, Ayşegül Serpemen und Matthias Kramer erneut Möglichkeiten zum Austausch und zur Vernetzung. In diesem Zusammenhang gestaltete Ayşegül Serpemen gemeinsam mit ihren Kolleginnen Paulina Block, Judith Erlmann und Dr. Christiane Kallenbach den Workshop Brückenbauer:innen in der digitalen Transformation: Rolle und Aufgaben von Broker:innen, in welchem sie u.a. verdeutlichten, wie die Rolle der Broker:innen für andere Institutionen zugänglich gemacht und implementiert werden kann. Unterstützt wurden sie dabei von Prof. Dr. Johannes Mayer (Projektverbund DigiNICs) und Hendrik Stammermann (Landesinstituts für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen, Hamburg).
Wissensmobilisierung zwischen Bildungsforschung, -praxis und -administration: Symposium auf der GEBF 2026 in München
Beim Symposium „Wissensmobilisierung zwischen Bildungsforschung, -praxis und -administration: Innovatives Knowledge Brokering im Kompetenzverbund lernen:digital“ stellten die Brückenakteur:innen der Transferstelle ihre Arbeit sowie die Evaluation eines Austauschformats zur Vernetzung mit Vertreter:innen aus Landesinstituten vor.
In einem der drei Beiträge gaben Ayşegül Serpemen und weitere Kolleg:innen Einblicke in die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung zu Rolle und Aufgaben der Broker:innen im Kompetenzverbund lernen:digital. Anschließend diskutierte Prof. Dr. Doris Holzberger, wie sich Knowledge Brokering als Ansatz der Wissensmobilisierung auf andere Kontexte übertragen lässt und welche Bezüge zu anderen Großprojekten, wie dem Startchancenprogramm, bestehen.
Der Kompetenzverbund lernen:digital auf der Didacta 2026 in Köln
Ayşegül Serpemen und weitere Mitarbeitende der Transferstelle informierten am lernen:digital-Stand Lehrkräfte, Schulleitungen, Studierende, Landesinstitute und weitere interessierte Akteur:innen über die Arbeit des Kompetenzverbund. Zudem wurden Einblicke in die vielfältigen Produkte gegeben, die in den vergangenen 3,5 Jahren Projektlaufzeit in den vier Kompetenzzentren entstanden sind.
Am Stand konnten Besucher:innen unter anderem entdecken:
- Broschüren mit Fort- und Weiterbildungsangeboten, Unterrichtskonzepte mit direkten Links sowie weiteres Anschauungsmaterial aus den Projekten
- die lernen:digital-Magazine zu Künstlicher Intelligenz und digitaler Souveränität
- sowie zahlreiche Goodies
Wir danken herzlich für das große Interesse an unserem Stand und die vielen anregenden Gespräche!
Alle Aktivitäten des Forschungsbereichs auf einen Blick
MehrAktuelle Publikationen im Forschungsbereich
Publikationen
*Endberg, M., Engec, L.-I., Kramer, M, & van Ackeren-Mindl. I. (angenommen). Die Black Box öffnen und Transfer ermöglichen: Zur Rolle von Multiplikator:innen für digitalisierungsbezogene Schulentwicklung im staatlichen Unterstützungssystem. In K. Scheiter, D. Richter, T. Mutschler (Hrsg.), Perspektiven auf Transfer in einer Kultur der Digitalität. Münster: Waxmann.
*Erhardt, N., Bonnes, C., Held, E., Endberg, M., Kramer, M, Engec, L.-I., Rösch, F. & Richter, E. (angenommen). Multiplikator:innen als Schlüsselakteur:innen für gelungenen Transfer in der Lehrkräftefortbildung?! In K. Scheiter, D. Richter, T. Mutschler (Hrsg.), Perspektiven auf Transfer in einer Kultur der Digitalität. Münster: Waxmann.
*Mutschler, T., Serpemen, A., Schmäing, T., Scherzinger, L., Krell, M., Spörer, N. (2026, angenommen). Transfer unterstützen durch Knowledge Brokerage: Rolle und Aufgaben zwischen internationalem Konzept und nationaler Umsetzung. In K. Scheiter, D. Richter, T. Mutschler (Hrsg.), Perspektiven auf Transfer in einer Kultur der Digitalität. Münster: Waxmann.
*Erlmann, J., Serpemen, A., Jäntsch, C. (2026, in Erscheinung). Das Kompetenzzentrum Schulentwicklung: Struktur, Schwerpunkte und Impulse für die digitale Transformation von Schule. In K. Scheiter, D. Richter, C. Reintjes, J. Erlmann (Hrsg.), Digitale Transformation von Schule und Fortbildung gestalten im Kompetenzverbund lernen:digital. Professionelles Handeln in einer Kultur der Digitalität: Ergebnisse des Kompetenzzentrums Schulentwicklung. Münster: Waxmann.
Endberg, M. & van Ackeren-Mindl, I. (i.V., 2026). Lehrkräftebildung in der digitalen Transformation – Diskurse, Desiderate und ‚Designpfade‘ für eine zukunftsfähige Professionalisierung. In D. Wittek., M. Walm & E. Terhart (Hrsg.), Lehrer*innenbildung in Deutschland: Professionstheoretische, empirische und strukturelle Perspektiven für die kommenden Dekaden. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
*Lipowsky, F., Rzejak, D., Endberg, M., Engec, L.-I., Katschnig, T., Krammer, K. & Wanitschek, I. (2026). Qualifizierung von Fortbildenden in Deutschland, Österreich und der Schweiz – Zwischen Anspruch und Wirklichkeit. In R. Porsch, T. Leonhard, S. Luttenberger & S. Kopp-Sixt (Hrsg.), Handbuch Professionalisierung pädagogischer Praxis (S. 485-500). Münster: Waxmann. https://doi.org/10.36198/9783838564920
Vorträge / Symposien / Diskussionen
Serpemen, A. & Mutschler, T. (2026). Rollen und Aufgaben der Broker:innen im Kompetenzverbund lernen:digital. Impuls im Rahmen des Workshops „Brückenbauer:innen in der digitalen Transformation: Rolle & Aufgaben von Broker:innen. lernen:digital Dialogforum. Berlin [17.03.2026].
Mutschler, T., Serpemen, A., Schmäing, T., Scherzinger, L., Krell, M. & Spörer, N. (2026). Welche Rollen und Aufgaben haben Broker:innen im Kompetenzverbund lernen:digital? Ergebnisse einer empirischen Untersuchung. Vortrag im Rahmen des Symposiums „Wissensmobilisierung zwischen Bildungsforschung, -praxis und -administration: Innovatives Knowledge Brokering im Kompetenzverbund lernen:digital“ (Diskutantin: Prof. Dr. Doris Holzberger). GEBF-Tagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung. Technische Universität München [18.03.2026].
Endberg, M. & Erhardt, N. (2025). Multiplikator:innen als Schlüsselakteure für gelungenen Transfer in der Lehrkräftefortbildung?! Eine Diskussion entlang ausgewählter Beispiele aus Forschung und Praxis. Diskussionsforum im Rahmen der Transfertagung 2025 „Transfer in der Bildung verstehen und gestalten“. GLS Eventcampus Berlin, 04.-05.12.2025.
Poster
Serpemen, A. (2026). Transfer unterstützen durch Broker:innen. Handout. lernen:digital Dialogforum. Berlin [27.03.2026]. Link zum Handout
laufende Projekte
School Development and AI Agency Research Lab (SD-AI)
Das „School Development and AI Agency Research Lab (SD-AI) – AI Accountability at all Levels of the Education System?“ erforscht Schulentwicklung unter Berücksichtigung der Handlungsfähigkeit (Agency) und Verantwortlichkeit (Accountability) bei der Implementierung künstlicher Intelligenz (KI) auf verschiedenen Ebenen des Schulsystems. Die Nutzung von KI und deren Anwendung im Schulsystem schafft eine soziotechnische Umgebung, in der KI-Systemen eine Handlungsfähigkeit zugeschrieben wird. Dabei drängt sich die Frage auf, ob epistemische Verantwortlichkeit unter Wahrung eigener Handlungsfähigkeit in komplexen soziotechnischen Umgebungen gewährleistet werden kann, wenn KI im Schulsystem eingesetzt wird.
Förderung: SD-AI ist Teil des PostdocLab-Förderprogramms des UA Ruhr College for Social Humanities und wird von Dr. Manuela Endberg (UDE, Institut für Schulentwicklung) und PD Dr. Ramona Lorenz (TU Dortmund, Institut für Schulentwicklungsforschung) durchgeführt.
Projektlaufzeit: 15.04.2026 – 14.10.2027
Weitere Informationen:
- Aktuelle Aktivitäten im Forschungsbereich
- auf der Seite des College for Social Sciences and Humanities
- und auf der Projektseite des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) der TU Dortmund
Ansprechpersonen:
Dr. Manuela Endberg
PD. Dr. Ramona Lorenz (TU Dortmund, IFS)
Kompetenzverbund lernen:digital - Transferstelle, Teilprojekt UDE
Im Kompetenzverbund lernen:digital ist die Universität Duisburg-Essen zweifach aktiv: Wir führen die Projektverbünde digitalisierungsbezogener Schulentwicklung zu einem Kompetenzzentrum zusammen (Broker für das Kompetenzzentrum Schulentwicklung) und nehmen gezielt Multiplikator:innen in den Blick, indem wir ihre Rolle gemeinsam mit Vertreter:innen im Bildungssystem erforschen und reflektieren (Multiplikator:innen im System | mit System)
Gefördert durch das BMBF; (Laufzeit: 02/2023 bis 06/2026), Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Isabell van Ackeren-Mindl und Dr. Manuela Endberg; (Verbundleitung: Prof. Dr. Katharina Scheiter und Prof. Dr. Dirk Richter, Universität Potsdam)
- Einen Einblick in das zugrundeliegende Transferverständnis bietet dieser Beitrag
- Die Zusammenarbeit im Kompetenzverbund lernen:digital wird in diesem Bericht beschrieben
- Das Poster zeigt die Beteiligung der UDE an der Transferstelle im Kompetenzverbund lernen:digital im Überblick
- weitere Informationen: https://lernen.digital/
Ansprechpersonen:
Prof. Dr. Isabell van Ackeren-Mindl
Dr. Manuela Endberg
Multiplikator:innen im System | mit System
Multiplikator:innen im System|mit System ist ein Teilprojekt der Transferstelle im Kompetenzverbund lernen:digital.
Das Teilprojekt nimmt digitalisierungsbezogen arbeitende Multiplikator:innen in den Blick, um ihre Rolle gemeinsam mit Vertreter:innen im Bildungssystem zu erforschen und zu reflektieren. Das Teilprojekt adressiert die Bildungssystemebene: dabei werden die Fortbildner:innen und Berater:innen in den Fortbildungs- und Unterstützungsstrukturen der Länder fokussiert. Um deren Rolle (insbesondere für Schulentwicklungsprozesse) besser zu verstehen, werden verantwortliche Akteur:innen in den Landesinstituten befragt. Von Beginn an werden Vertreter:innen der Landesinstitute als Kooperationspartner in den Arbeitskreis "Multiplikator:innen" eingebunden.
Im Teilprojekt wurde von Engec, Endberg & van Ackeren-Mindl eine (Arbeits-)Definition „Multiplikator:innen“ (im Kontext der Digitalisierung) entwickelt ((Stand 12/2023).
Ansprechpersonen:
Lara-Idil Engec (aktuell in Mutterschutz / Elternzeit)
Matthias Kramer (Koordination des Teilprojekts und des Arbeitskreises)
Dr. Manuela Endberg
Prof. Dr. Isabell van Ackeren-Mindl
Broker für das Kompetenzzentrum Schulentwicklung
Broker für das Kompetenzzentrum Schulentwicklung ist ein Element der Transferstelle im Kompetenzverbund lernen:digital.
Die UDE beteiligt sich im Rahmen der lernen:digital Transferstelle im Fokusbereich Kompetenzzentren: Um die Projektverbünde zu themenbezogenen Kompetenzzentren zusammenzuführen, agieren sog. ‘Broker’ zur Unterstützung der Teambildung in den Verbünden, indem sie vielfältige Vernetzungs- und Vermittlungsaufgaben wahrnehmen. Die Broker organisieren und koordinieren die Aktivitäten, setzen thematische Impulse und bieten den Kompetenzzentren gleichzeitig viel Freiraum, eigene Ziele und Fachspezifika einzubringen. Die Broker nehmen die Rolle einer vermittelnden Instanz ein, die die Verbünde unterstützen, ihre Erkenntnisse als integrative Synthesen möglichst schnell und reichweitenstark zur Verfügung zu stellen. Die UDE stellt einen Broker für das Kompetenzzentrum "Schulentwicklung".
Die Rolle der Broker:innen in lernen:digital als Posterbeitrag im Rahmen der GEBF-Tagung 2025
Ansprechpersonen:
Ayşegül Serpemen (Koordination des Teilprojekts und Brokerin für das Kompetenzzentrum Schulentwicklung)
Dr. Manuela Endberg
Prof. Dr. Isabell van Ackeren-Mindl
abgeschlossene Projekte
Digitale Schulentwicklung in Netzwerken "DigiSchulNet"
DigiSchulNet wurde durch das BMBF in der Förderlinie „Digitalisierung im Bildungsbereich - Grundsatzfragen und Gelingensbedingungen“ gefördert und in Kooperation von der AG Bildungsforschung und dem learning lab durchgeführt. (Laufzeit: 2018-2021)
In DigiSchulNet wurde an Schulen der Primar- und Sekundarstufe sowie an berufsbildenden Schulen untersucht, wie sich Transformationsprozesse der Digitalisierung (sowie vergleichend an Schulen in herausfordernden Lagen und zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)) auf die schulische Organisation, die Zusammenarbeit sowie insgesamt auf Prozesse der Schulentwicklung auswirken. Alle untersuchten Schulen sind dabei Teil von Schulnetzwerken. Betrachtet wurde, wie Schulen Digitalisierung als Prozess der Schulentwicklung angehen, welche Herausforderungen dabei entstehen, welche Aspekte zur „gelingenden“ Einführung und Verankerung digitaler Medien beitragen und welche Rolle Schulnetzwerke dafür spielen.
zentrale Publikationen:
- Abschlussbericht
- Themenheft: Schulentwicklungsprozesse für Bildung in der digitalen Welt.
- School Development within Networks in a Digital World: Risky Ride or Beneficial Blessing?
Alle Publikationen, Vorträge und Poster auf einem Blick
weitere Informationen: https://digi-ebf.de/digischulnet
Fortbildungs- und Unterstützungssysteme für Schulentwicklung im Kontext der Digitalisierung "ForUSE-digi"
ForUSE-digi wurde als Teil des Metavorhabens „Digitalisierung im Bildungsbereich“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von der Arbeitsgruppe Bildungsforschung umgesetzt. (Laufzeit: 2019-2021)
Ziel des Projektes war eine bundesweite Bestandsaufnahme der staatlichen Fortbildungs- und Unterstützungssysteme für Schulentwicklung im Kontext der Digitalisierung und Analyse ihres Potenzials für schulische Entwicklungsprozesse. Zudem wurden bundeslandspezifische Auswertungen im Rahmen von sogenannten Länderportraits für sieben Bundesländer vorgenommen.
zentrale Publikationen:
-
‹Optimierung› durch Fortbildung und Unterstützung für Schulen?!
Modellvorschlag zu Unterstützungsleistungen für Schulentwicklung im Kontext der Digitalisierung und erste Ergebnisse des Projekts ForUSE-digi für Nordrhein-Westfalen (Also available in English: here)
Alle Publikationen, Vorträge und Poster auf einem Blick
weitere Informationen: https://digi-ebf.de/foruse-digi
CoP (Community of Practice) zur 'Medienbezogenen Schulentwicklung'
CoP (Community of Practice) zur 'Medienbezogenen Schulentwicklung' ist Teil des Verbundprojektes ComeIn (Communities of Practice NRW für eine innovative Lehrerbildung) der Qualitätsoffensive Lehrerbildung ‚Digitalisierung'".
Die CoP MeSE setzt sich aus Mitgliedern neun lehrkräftebildender Universitäten sowie nicht-universitären Mitgliedern der zweiten und dritten Phase der Lehrkräftebildung zusammen und strebt durch die phasenübergreifende Arbeit die Errichtung von nachhaltigen Strukturen sowie die Erstellung von Konzepten und Ressourcen im Bereich der medienbezogenen Schulentwicklung für die Lehrkräftebildung an.
Für die UDE, AG Bildungsforschung, war Dr. Manuela Endberg in der CoP MeSe aktiv.
MOOC "Bildungsgerechte Schulentwicklung im Zuge der Digitalisierung": https://www.oncampus.de/bildungsgerechte_schulentwicklung_digitalisierung
Publikation
*Endberg, M., Bellenberg, G., Schulze-Uludasdemir, J. & Eickelmann, B. (2025). Lehrkräftebildung in NRW: bildungsgerecht, digital, kokonstruktiv. Ein standortübergreifendes bildungswissenschaftliches Seminarkonzept auf der Basis eines MOOCs. In I. van Ackeren-Mindl, K. Göbel & M. Ropohl (Hrsg.). Bildungsforschung und Bildungspraxis im regionalen Kontext. Schule, Unterricht und Lehrkräftebildung in der Metropole Ruhr (S. 291-299). Münster: Waxmann.
PosterSchulze, J., Krippendorf, U., Drossel, K. & Endberg, M. (2021). Eine digitale Landkarte zur medienbezogenen Schulentwicklung als Roadmap für die phasenübergreifende Zusammenarbeit in der Lehrkräftebildung.
Weitere Informationen: https://comein.nrw/portal/cops/cop-mese/


