Forschungsbereich: Schulentwicklung und Digitalisierung

Die Digitalisierung durchdringt die Gesellschaft und damit auch den Bildungssektor unaufhaltsam. Mit Blick auf die Chancen, Herausforderungen und Veränderungen, die Schulen aktuell und zukünftig im Kontext der Digitalisierung begegnen, untersuchen wir, wie Schulentwicklungsprozesse vor diesem Hintergrund nachhaltig gestaltet werden können. Unsere Forschung verortet sich dabei an der Schnittstelle zwischen Schulentwicklung, Schulpädagogik und Medienbildung und trägt diesem interdisziplinären Charakter mit multiperspektivischen und multimethodischen Ansätzen Rechnung.

Dimensionen der Schulentwicklung im Kontext der Digitalisierung

Die Schulentwicklungsforschung unterscheidet drei Dimensionen, auf denen sich Prozesse der Einzelschulentwicklung nachzeichnen lassen: Die Organisationsentwicklung, die Personalentwicklung und die Unterrichtsentwicklung. Die Digitalisierung erfordert notwendige Veränderungs- und Anpassungsprozesse bezüglich aller drei Dimensionen. Neuere Forschungsarbeiten plädieren zudem für eine Berücksichtigung der Technikentwicklung als vierte Dimension der Schulentwicklung. In unseren Projekten bilden die Schulentwicklungsdimensionen daher einen kontinuierlichen Rahmen für Forschungsfragen.

Schulentwicklung und Digitalisierung in Netzwerken

Insbesondere die systematische und kooperative Zusammenarbeit zwischen verschiedenen (schulischen) Akteuren wird häufig als Schlüssel erfolgreicher Schulentwicklung verstanden. Schulische Netzwerke eröffnen neue Perspektiven und Möglichkeiten der Schulentwicklung, die sich insbesondere im Kontext globaler Herausforderungen (wie die Digitalisierung) für Einzelschulen als hilfreiche Katalysatoren der innerschulischen Entwicklungsprozesse erweisen können. So können in Netzwerken gemeinsam innovative Lösungen entwickelt, Erfahrungen ausgetauscht sowie Beispiele guter Praxis transferiert und an die Bedarfe der Einzelschule angepasst werden.

Professionalisierung und Professionsentwicklung im Kontext der Digitalisierung

Die Digitalisierung birgt Veränderungen und Herausforderungen für alle schulischen Akteure. Insbesondere Lehrpersonen sehen sich aktuell mit der Situation konfrontiert, Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler im Sinne der bildungspolitisch geforderten Bildung in der digitalen Welt anzuleiten und über die gesamte Pflichtschulzeit zu begleiten. Zusätzlich zu notwendigen Anpassungen im Rahmen der Lehrersausbildung (in der ersten und zweiten Phase) durch verpflichtende medienpädagogische Anteile, stellt die Fort- und Weiterbildung von Lehrpersonen aktuell ein wichtiges Element dar, um bereits kurzfristig Medienbildungsprozesse in den Schulen initiieren zu können. Wir richten unseren Fokus daher aktuell verstärkt auf die dritte Lehrerbildungsphase.

Kontakt

Leitung
Dr. Manuela Endberg
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manuela.endberg@uni-due.de