Tag der Bildungsforschung 2020

Tag der Bildungsforschung 2020 Abstracts und Poster der Beiträge

Hier finden Sie die Abstracts und Poster aller Beiträge zum Tag der Bildungsforschung 2020.
Die farbigen Zahlen neben dem Abstract geben die Standnummer des Posters an.

Nr. Poster light   Nr.Speed Science

Hier finden Sie eine kurze Übersicht aller verfügbaren Poster.

Entwicklung und Erprobung einer Lernumgebung für gemeinsames Lernen im Geometrieunterricht in der Sekundarstufe I
Autor: Bebernik, Ruth
Co-Autoren:
Abstract: Ziel des Design-Research Projektes ist, inklusives Lernen in der Sekundarstufe I im Rahmen einer entwickelten Lernumgebung zur Exploration von Viereckseigenschaften zu erforschen. Die Designprinzipien umfassen vor allem die natürliche Differenzierung sowie die Nutzung und Vernetzung digitaler und nicht digitaler Werkzeuge (GeoGebra, Geobrett) in individuellen und kooperativen Lernphasen. Die Schülerinnen und Schüler können mathematische Zusammenhänge individuell erkunden, die Entdeckungen systematisieren und anschließend kooperativ Rekonstruktionsaufgaben bearbeiten. Es wird in Fallstudien durch klinische Interviews (jeweils ein Kind mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf) untersucht, was und in welcher Art und Weise die Schülerinnen und Schüler gelernt haben. Somit können Aussagen über die Lernförderlichkeit der Designprinzipien im ausgewählten Setting getroffen und diskutiert werden. Die Lernprozesse werden mit Blick auf den gemeinsamen Gegenstand rekonstruiert und analysiert.
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Soziale Unterstützung im Berufsorientierungsprozess – Die Rolle von Talentscouts aus der Sicht von Bildungsaufsteiger*innen
Autor: Bienek, Magdalena
Co-Autoren:
Abstract: Das qualitativ-rekonstruktive Promotionsprojekt widmet sich dem Berufsorientierungsprozess von Bildungsaufsteiger*innen. Unter Rückgriff auf den Sozialkapitalansatz (Bourdieu 1983) und die sozial-kognitive Laufbahntheorie (Lent et al. 2002) als heuristischen Rahmen wird Berufsorientierung als individueller Orientierungsprozess verstanden, der vom sozialen Umfeld abhängt. Das Forschungsinteresse richtet sich auf die soziale Unterstützung während der Berufswahlphase. Im Fokus stehen Abiturient*innen, die am Programm NRW-Talentscouting teilnehmen. Um Einblicke zu erhalten, wie die Bildungsaufsteiger*innen ihren Berufsorientierungsprozess sowie die erhaltene Unterstützung erleben, wurden problemzentrierte Interviews mit Abiturient*innen aus Nichtakademikerfamilien geführt, die mindestens ein Jahr durch einen Talentscout begleitet wurden. Als Methodologie sowie für die Interviewinterpretation dient die dokumentarische Methode. Die Rekonstruktion von Orientierungsmustern eröffnet einen Zugang zur Handlungspraxis der Interviewten im Berufsorientierungsprozess und damit auch zum Stellenwert des Talentscouts.
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Förderung des ikonischen Modellverständnisses in Chemiestudiengängen
Autor: Bille, Veronika
Co-Autoren: Maria Opfermann, Julian Roelle, Stefan Rumann
Abstract: Der Umgang mit Visualisierungen stellt eine zentrale Anforderung in Chemiestudiengängen dar und ist aufgrund der gefundenen prädiktiven Kraft des visuellen Modellverständnisses für den Studienerfolg in der Allgemeinen Chemie in den Fokus gerückt. Das Projekt widmet sich dem Einfluss des ikonischen Modellverständnisses auf Leistungen in der Organischen Chemie. Ikonische Modelle werden hierbei als Visualisierungen mit strukturellem Abbildungscharakter eines Referenzobjektes oder einer Theorie beschrieben. Studierende in der Anfangsphase haben häufig Schwierigkeiten bei der mentalen Übertragung zweidimensionaler Visualisierungen, zum Beispiel aus Lehrbüchern, in dreidimensionale Modelle. Zentrales Ziel der Studie ist, die Verbesserung der Studienleistungen in dieser Disziplin. Methodisch orientiert sich die Trainingsgestaltung hierbei am Lösungsbeispiel-Ansatz.
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Medienbasierte Wissenskonstruktion (Lehrstuhlvorstellung)
Autor: Prof. Dr. Bodemer, Daniel
Co-Autoren: Sven Heimbuch, Lenka Schnaubert, Melanie Erkens, Christian Schlusche, Jule Krüger, Lisa Ollesch und Lydia Harbarth
Abstract: Das Fachgebiet Psychologische Forschungsmethoden – Medienbasierte Wissenskonstruktion an der Universität Duisburg-Essen wird geleitet von Prof. Dr. Daniel Bodemer und gehört zur Abteilung Informatik und Angewandte Kognitionswissenschaft der Fakultät für Ingenieurwissenschaften. Es beschäftigt sich mit der Analyse medienbasierter und bildungsrelevanter Kommunikations- und Verarbeitungsprozesse sowie mit den Möglichkeiten einer kognitionspsychologischen und mediendidaktischen Unterstützung dieser Prozesse. Schwerpunkte der Forschung des Fachgebiets sind hierbei multimediales und selbstreguliertes Lernen (z.B. unterstützt durch neuartige Technologien), computerunterstütztes kollaboratives Lernen und die Analyse sozialer Interaktionsprozesse. Die Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit diversen formalen und informellen Lernsettings, in denen Informationen technologiegestützt dargestellt werden, fokussieren unterschiedliche Arten von Informationen und Darstellungsformen, und wenden verschiedene Analysemethoden an. Ziel ist es dabei, effektive Lernprozesse und Lernverhalten zu unterstützen.
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Kooperative Unterrichtsvideoreflexion in universitären Praxisphasen
Autor: Bönte, Julia
Co-Autoren: Kerstin Göbel, Andreas Gösch
Abstract: Der Nutzen von Unterrichtsvideos in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften wurde bereits hinreichend empirisch bestätigt (u. a. Seidel & Thiel, 2017). Kooperative Reflexionsstrukturen haben sich zur Reflexionsunterstützung als besonders ertragreich erwiesen, da durch den Austausch neue Anregungen und Impulse entstehen können (Wyss, 2013). In einem quasi-experimentellen Kontrollgruppendesign erhielten Praxissemesterstudierende Gelegenheit zur videogestützten Reflexion eigenständig durchgeführter Unterrichtsstunden. Die Reflexion, deren inhaltliche Ausrichtung eine von den Studierenden gewählte Facette von Unterrichtsqualität bildete (Helmke, 2015), erfolgte in Anlehnung an das Reflecting Team (Andersen, 1990) mit Unterstützung von Reflexionsprompts (Goeze, Hetfleisch & Schrader, 2013). Die Ergebnisse weisen insgesamt auf eine positivere Entwicklung der Reflexionseinstellung von Studierenden mit eigenem Unterrichtsvideo hin, gerade diese Gruppe profitiert von dem eingesetzten Reflexionssetting. Literatur Andersen, T. (1990): Das reflektierende Team. Dialoge und Dialoge über Dialoge. Dortmund: Verlag Modernes Lernen. Goeze, A., Hetfleisch, P., & Schrader, J. (2013): Wirkungen des Lernens mit Videofällen bei Lehrkräften: Welche Rolle spielen instruktionale Unterstützung, Personen- und Prozessmerkmale? Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 16 (1), 79-113. Helmke, A. (2015): Unterrichtsqualität und Lehrerprofessionalität – Diagnose, Evaluation und Verbesserung. Seelze-Velber: Erhard Friedrich Verlag. Wyss, C. (2013). Unterricht und Reflexion. Eine mehrperspektivische Untersuchung der Unterrichts-und Reflexionskompetenz von Lehrkräften. Münster: Waxmann.
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Mobiles Lernen, Selbststeuerung und Gamification: Blended Learning in der Lehrer*innenprofessionalisierung
Autor: Borukhovich-Weis, Swantje
Co-Autoren: Inga Gryl
Abstract: Da Digitalisierung zunehmend im Fokus der Lehrer*innenbildung steht, wie das entsprechende Strategiepapier der KMK (2017) und fachdidaktische Positionspapiere (u.a. GFD 2018) aufzeigen, liefert das präsentierte Lehr-Lernprojekt und seine Begleitstudie einen Beitrag zu der Frage nach der konkreten, angemessenen und erfolgreichen hochschuldidaktischen Umsetzung der genannten Strategien.. Untersucht wurde hierfür die Lehrveranstaltung „Einführung in die Didaktik des Sachunterrichts“, welche im SoSe 2019 erstmalig als Blended Learning pilotiert wurde. Die Einführungsveranstaltung für alle Lehramtsstudierenden des Sachunterrichts an der Universität Duisburg-Essen (UDE), wird vom Institut für Sachunterricht (ISU) durchgeführt und im Rahmen der Fellowships des Stifterverbands für Innovationen in der digitalen Hochschullehre gefördert. Unterstützt wird es durch das (ZLB), die Universitätsbibliothek sowie durch das (ZIM) der UDE.
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Videobasierte Untersuchung von Schwierigkeiten bei der Versuchsauswertung
Autor: Brockmüller, Steffen
Co-Autoren: Mathias Ropohl
Abstract: Um Versuchsdaten auszuwerten, müssen Lernende ihr Fachwissen sowie prozedurales und epistemisches Wissen anwenden. Viele Lernende zeigen dabei Schwierigkeiten. Angesichts der unbefriedigenden Forschungslage zum Unterstützungsbedarf fortgeschrittener Lernender wird eine Videostudie in der Oberstufe durchgeführt, anhand derer Schwierigkeiten beim Auswerten von selbstgenerierten Daten im Fach Chemie identifiziert werden sollen. Dazu sollen die Handlungen und Kommunikation dieser Lernenden untersucht werden, während sie in Zweiergruppen Versuche auswerten, in welchen sie quantitative Daten generieren. Die Datensätze werden von den Lernenden in der Folge anhand von offenen Aufgabenstellungen ausgewertet. Währenddessen werden ausgewählte Gruppen videographiert. Eine Analyse dieser qualitativen Daten dient der Identifikation von Schwierigkeitskategorien, die auf Zusammenhänge mit den oben genannten Wissensbereichen untersucht werden. Die dazu nötigen Testinstrumente wurden in einer Pilotstudie evaluiert. Des Weiteren wurde ein Experimentiersetting pilotiert. Die Ergebnisse werden auf dem Poster zur Diskussion gestellt.
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Videofälle zur Vorbereitung von Lehrkräften auf das Unterrichten mit digitalen Medien
Autor: Ebers, Patrick
Co-Autoren:
Abstract: Die Digitalisierung der Schulen in Deutschland bleibt ein hochaktuelles Thema, wie die Verankerung in Lehrplänen und Bildungsstandards, die Veröffentlichung des Strategiepapiers zur Bildung in der digitalen Welt (KMK, 2016) oder des DigitalPakts Schule zeigen. Im hier vorgestellten Projekt wurde ein Videofall entwickelt, um Lehrkräfte auf die besondere Herausforderung beim Umgang mit offenen, mediengestützten Aufgaben vorzubereiten. Er wird in der Fortbildungsreihe Digitale Medien zur kognitiven Aktivierung (DigMA) des Deutschen Zentrums für Lehrerbildung Mathematik (DZLM) eingesetzt. Die Analyse der Unterrichtssituation zeigt, auf welch unterschiedliche Weisen das Nutzen eines digitalen Mathematikwerkzeuges einen Erkenntnisgewinn beim fachlichen Lernen bewirken kann, vom ungerichteten Verwenden bis zum reflektierten, gerichteten Nutzen. Die Analyse des Videofalls durch Lehrkräfte in Fortbildungen zeigt das Potenzial zur Wahrnehmung dieser Tiefenstruktur.
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Schulentwicklung im Kontext der Digitalisierung: Wie werden Einzelschulen und Lehrpersonen in den Bundesländern unterstützt? Das Projekt „Fortbildungs- und Unterstützungssysteme für Schulentwicklung im Kontext der Digitalisierung“ (ForUSE-digi)
Autor: Engec, Lara Idil
Co-Autoren: Manuela Endberg, Isabell van Ackeren
Abstract: Die Bundesländer unterstützen Einzelschulen und Lehrpersonen mittels unterschiedlich etablierter Systeme mit Angeboten der Fortbildung und Schulberatung. Für eine „Bildung in der digitalen Welt“ fordert die KMK-Strategie dies verbindlich ein. Die nationale Befundlage zu Unterstützungssystemen ist überschaubar. Als ein Teil dessen ist Lehrerfortbildung besser erforscht, u.a. zu Merkmalen wirksamer Fortbildungen. Erkenntnisse zu medienbezogenen Fortbildungsaktivitäten von Lehrkräften lassen nur bedingt auf das Angebot schließen. Eine systematische Erfassung der Angebote im Kontext der Digitalisierung fehlt bislang. Diesem Desiderat wird mit dem Projekt ForUSE-digi anhand einer bundeslandvergleichenden Bestandsaufnahme zu Strategien, Strukturen und Maßnahmen der Fortbildungs- und Unterstützungssysteme und Analyse ihres Potenzials für Schulentwicklungsprozesse nachgegangen. Nach einer Analyse angefragter und frei zugänglicher Dokumente staatlicher Akteure folgen vertiefende Interviews mit Akteuren aus Institutionen in ausgewählten Bundesländern. Das Studiendesign sowie der aktuelle Stand sollen vorgestellt werden.
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Französisch als 2. Fremdsprache: interkulturell und mehrsprachigkeitsorientiert – Eine quasiexperimentelle Studie zur Mehrsprachigkeitsorientierung im Französischunterricht
Autor: Frede, Georgia
Co-Autoren: Julie Buret, Lars Schmelter, Kerstin Göbel
Abstract: Das Poster stellt Befunde des DFG-Projektes „Französisch als 2. Fremdsprache: interkulturell und mehrsprachigkeitsorientiert“ vor. Im Jahr 2019 wurden in 9 Klassen an Gymnasien in NRW sprachsensibilisierende Aufgaben im Französischunterricht der 7. Jahrgangsstufe eingesetzt. Die eingesetzten Aufgaben stellen Bezüge zu den Schulfremdsprachen und den Herkunftssprachen der SchülerInnen (z.B. Türkisch, Russisch, Polnisch) her. Das Poster stellt Befunde der Studie zur Wahrnehmung und Bewertung des Aufgabeneinsatzes durch die SchülerInnen und Lehrpersonen vor. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere multilinguale SchülerInnen die Aufgaben positiv bewerten und machen damit auf das Potenzial solcher Aufgabenformate mit Blick auf die Einbindung mehrsprachigkeitsorientierter Lernstrategien gerade bei mehrsprachig aufgewachsenen SchülerInnen aufmerksam.
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Interkulturalität und Mehrsprachigkeitsorientierung im Fachunterricht - eine explorative Studie zur Entwicklung und Evaluation eines aufgabenorientierten Fortbildungskonzepts
Autor: Prof. Dr. Göbel, Kerstin
Co-Autoren: Bernd Frankemölle
Abstract: Das Poster stellt ein Projekt zur Förderung interkulturellen und mehrsprachigkeitsorientierten Fa-chunterrichts durch Aufgabenorientierung vor. Hierbei wird die Entwicklung und Evaluation einer Fortbildung für Lehrpersonen der Sekundarstufe skizziert, die für die Integration interkultureller und mehrsprachigkeitsorientierter Themen mithilfe dafür konzipierter komplexer Aufgaben im eigenen Unterricht sensibilisieren soll. Hierfür sieht die Fortbildung die Erarbeitung ausgewählter Lernaufgabenkonzepte aus Geographie- und Fremdsprachendidaktik zur Beförderung interkulturellen und mehrsprachigkeitsorientierten Lernens sowie deren Anwendung in der Aufgabenentwicklung für den eigenen Fachunterricht vor. Die Fortbildung gliedert sich in vier thematische Phasen: Aufgabenentwicklung, Aufgabenpräsentation & -reflexion, Aufgabenimplementation und Aufgabenevaluation. Sie soll mit ca. 30 Lehrpersonen in drei Durchgängen durchgeführt und im Rahmen eines explorativen Untersuchungsdesigns mit Prä- /Postbefragung auf seine Wirksamkeit hinsichtlich der Förderung interkultureller und mehrsprachigkeitsorientierter Einstellungen überprüft werden.
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Dual Studieren im Blick – Projekte zum ‚Dualen Studium
Autor: Hähn, Katharina
Co-Autoren: Iris Nieding, Monique Ratermann-Busse
Abstract: Die Abteilung BEST des Instituts Arbeit und Qualifikation (UDE) beschäftigt sich seit 2010 intensiv mit den Besonderheiten des dualen Studiums als Schnittstelle zwischen Berufs- und Hochschulbildung. An die explorative Studie „Entstehungsbedingungen, Interessenlagen und Umsetzungsbedingungen bei ausbildungsintegrierenden dualen Studiengängen“ (BMBF; 2010-2013) knüpften die beiden Verbleibstudien „Karrieren von Absolventen dualer Studiengänge in Unternehmen der chemischen Industrie“ (CSSA; 2014-2015) und „Karrierewege dual Studierender“ (HBS; 2015-2017) an. Durch die Anwendung von Mixed Methods Ansätzen liegen empirisch gesicherte Daten zur Gruppe der dual Studierenden als Spezialpopulation unter den Studierenden, den Zugangsmöglichkeiten zum dualen Studium und dem Studienverlauf in den Lernorten Hochschule und Betrieb sowie dem Übergangsprozess in den Beruf auch im Vergleich zu regulär Studierenden zahlreicher Interviews, Gruppendiskussionen und quantitativen Befragungen vor.
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Diesseits und jenseits der Polis. Ethnographische Studie zu Kindern als politischen Subjekten im Kontext einer sozialen Bewegung
Autor: Hattinger-Allende, Sabine
Co-Autoren:
Abstract: Soziale Bewegungen öffnen Möglichkeitsräume für kollektives und individuelles Handeln und bieten den teilnehmenden Subjekten symbolische und materielle Ressourcen und Spielräume zur Exploration und Bildung politischer Subjektivität. Auch Kinder nutzen diese Räume, um die Möglichkeiten des eigenen Werdens zu erkunden und um auf ihre soziale Umwelt Einfluss zu nehmen. Die Ethnographie analysiert Subjektivierungsprozesse von Kindern in einer Sozialen Bewegung und interessiert sich dafür, wie sich Kinder in den Räumen der Bewegung inszenieren, wie sie mit verschiedenen Existenzmöglichkeiten experimentieren und wie sich intergenerationale Vermittlungsprozesse darin ausgestalten. Die einjährige Feldforschung wurde als ethnographischer Forschungsprozess angelegt. Es wurden mit der teilnehmenden Beobachtung, dem ethnographischen und narrativen Interview sehr klassische Methoden der ethnographischen Forschung verwendet und zudem arts-based research Methoden zum Einsatz gebracht.
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Schülervorstellungen zu Potenzen
Autor: Itsios, Christos
Co-Autoren:
Abstract: Im Projekt wird zum einen untersucht, welche Grundvorstellungen zu Potenzen sich in Aufgaben und Anwendungskontexten als relevant und sinnvoll erkennen lassen, zum anderen wird der Frage nach den Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern im Bereich der Potenzen nachgegangen. Zunächst wurden anhand einschlägiger Literatur sowie Diskussionen mit Kolleginnen und Kollegen der Mathematikdidaktik die Grundvorstellungen zu Potenzen normativ aufgestellt. Auf der Basis dieser Grundvorstellungen wurden 23 Single-Choice Items entwickelt, welche das Diagnoseinstrument darstellen, anhand dessen die Schülervorstellungen aus deskriptiver Sicht erhoben wurden. Im Poster werden die Grundvorstellungen zu Potenzen sowie vier Beispiel-Items aus dem Diagnoseinstrument präsentiert, zusammen mit den dazugehörigen Ergebnissen.
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Studierendentypen im Studiengang Chemie und ihr Zusammenhang mit dem Erfolg in den Modulabschlussklausuren
Autor: Janke, Salome
Co-Autoren: Elke Sumfleth, Sebastian Habig, Maik Walpuski
Abstract: Im Studiengang Chemie liegt mit aktuell 45 % eine hohe Studienabbruchquote vor (Heublein et al., 2018). Um zu verstehen, mit welchen Herausforderungen Chemiestudierende zu Studienbeginn konfrontiert sind, werden Studienerfolgsmerkmale im Fach Chemie immer relevanter. Im Rahmen der Forschergruppe ALSTER (WS 16/17) konnten Studienerfolgsprädiktoren für das erste Semester im Studiengang Chemie beschrieben werden (Averbeck et al., 2017). In diesem Projekt wird auf den diesen Ergebnissen aufgebaut und zur Identifikation von verschiedenen Studierendentypen eine hierarchische Clusteranalyse durchgeführt. Es wurden die Abiturnote, das Vorwissen in der Allgemeinen Chemie, die Rechenfähigkeit, die kognitiven Fähigkeiten, die Abbruch-/Wechselneigung und das Studieninteresse als Variablen ausgewählt. Ziel ist es, durch die Kombination mehrerer Studienerfolgsmerkmale, unterschiedliche Studierendentypen und Merkmalsausprägungen zu unterschieden, um Risikogruppen eindeutiger identifizieren zu können.
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Förderung internaler Modellbildung in Chemie durch Augmented Reality
Autor: Keller, Sebastian
Co-Autoren: Stefan Rumann, Sebastian Habig
Abstract: Für das Erlernen chemischer Fachinhalte ist ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen essentiell. Die Konstruktion mentaler Modelle ist für viele Lernende jedoch schwierig, insbesondere bei der Verarbeitung dreidimensionaler Strukturen. Ein vielversprechender Ansatz zur Förderung der internalen Modellkonstruktion bietet das Einbinden von Augmented Reality (AR) in konventionelle Lernmaterialien. Damit ist es möglich, mittels mobiler Endgeräte virtuelle 3D-Objekte oder Animationen in realen Lernumgebungen abzubilden. So können verschiedene Repräsentationsformen chemischer Moleküle, wie z.B. komplexe Molekülorbitale visualisiert werden. Bisher ist jedoch wenig über die Wirksamkeit AR unterstützter Lernsettings auf kognitive und affektive Lernervariablen bekannt. Dieser Beitrag stellt ein DFG-Forschungsprojekt vor, das an dieser Lücke ansetzt und unter anderem die Lernwirksamkeit dieses Medieneinsatzes im Rahmen zweier experimenteller Studien untersucht.
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Sprachkompetenzen beim Lernen mit verschiedenen Repräsentationsformen im Physikunterricht: Herausforderung und Chance
Autor: Leisen, Wiebke
Co-Autoren: Hendrik Härtig, Maria Opfermann
Abstract: Die Interpretation von und Übersetzung zwischen Repräsentationen sind einerseits Ziel, andererseits Anforderung im naturwissenschaftlichen Unterrichts. Im Idealfall erwerben die Lernenden diesbezügliche Kompetenzen und wenden sie an. Ob Lehrkräfte aber explizite Lerngelegenheiten zum Umgang mit Repräsentationen anbieten und inwiefern die Lernenden diese wahrnehmen und nutzen, ist für den Physikunterricht unklar. In meinem Projekt vergleiche ich daher zunächst die Angebotswahrnehmung der Lernenden mit dem intendierten Angebot der Lehrkräfte zum Umgang mit Repräsentationen. Die Ergebnisse des Vergleichs führen zu Ansatzpunkten für ein optimiertes Lernangebot: U.a. Fading wird Unterstützungsmethode zur Konstruktion, Interpretation und zum Wechsel zwischen verschiedenen Repräsentationsformen für spezifische Lerngelegenheiten genutzt. Untersucht wird in einer Interventionsstudie die Auswirkung eines entsprechend angepassten Angebots auf den Fachwissenserwerb der Lernenden.
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Geschichte lernen digital. Zum Lernbegriff webbasierter Lernsoftware. Eine empirische Untersuchung
Autor: Liebern, Lena
Co-Autoren:
Abstract: Für das Fach Geschichte existieren bereits zahlreiche praxisnahe digitale Anwendungen; fraglich bleibt dabei jedoch, inwiefern die Angebote ihre Lernversprechen einhalten können und welche Lernbegriffe sich hinter den Projekten verbergen. Das Projekt "Geschichte lernen digital", welches in das GKqL eingebettet ist, möchte am Beispiel der Lernplattform segu empirisch überprüfen, inwiefern die Ansprüche und Erwartungen, die an das digitale historische Lernen gestellt werden, erfüllt werden können. Es stellen sich folgende Forschungsfragen: Welche Aufgaben und Materialien stellt die Lernplattform segu bereit und wie lässt sich das Angebot typologisieren? Wie gehen Schüler*innen mit dem Lernangebot um und wie kommunizieren sie darüber? Um diese Fragen zu beantworten, wurde ein zweigeteiltes Forschungsdesign konstruiert. Zum einen soll das vorliegende Angebot der Lernplattform segu analytisch ausgewertet werden. In der anschließenden empirischen Untersuchung soll zum anderen die Performanz von Schüler*innen im Umgang mit der Plattform in den Blick genommen werden. Schüler*innen-Tandems sollen mittels Videografie bei der Aufgabenbearbeitung beobachtet werden, um zu ermitteln, wie die Schüler*innen bei der Bearbeitung der Aufgaben miteinander kommunizieren.
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Unterrichtsentwicklung digital und inklusiv durch Research Learning Communities (UDIN)
Autor: Dr. Liegmann, Anke Barbara
Co-Autoren: Kathrin Racherbäumer, René Breiwe, Isabell van Ackeren
Abstract: Mit dem Poster wird das Verbundprojekt UDIN (BMBF Förderlinie „Digitalisierung II“, FKZ 01JD1909B, 5/2020-4/2023) vorgestellt. UDIN zielt darauf, Digitalisierung und Inklusion zu verzahnen und an Schulen der Sekundarstufe nachhaltig voranzutreiben. Im Mittelpunkt von Entwicklung und Forschung steht der Gestaltungsansatz der Research Learning Communities (RLC), in denen Wissenschaftler*innen, Lehrkräfte und Studierende zusammenarbeiten und die Chancen digitaler Tools nutzen, um inklusive Lernarrangements zu entwickeln. Diese werden von den Lehrkräften erprobt und in einem datenbasierten, iterativen Prozess (Design Based Research Ansatz) weiter entwickelt. Prozesse der Schulentwicklung wie die Zusammenarbeit der RLCs, die Akteurskonstellationen, die Dissemination in die Breite innerhalb der Netzwerkschulen sowie die Lernerfolge der Schüler*innen werden mit der Heuristik der Design-Based School Improvement in den Blick genommen.
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Bewegungsbasierte Lernförderung im Fachunterricht (Teilprojekt I, GKQL)
Autor: Liersch, Jennifer
Co-Autoren: Karin Eckenbach, Petra Scherer, Michael Pfitzner
Abstract: Die Relevanz von Bewegung für das Lernen genießt wachsende Anerkennung. In den vergangenen Jahren konnten Nachweise geliefert werden, dass Bewegung, Spiel und Sport ein geeignetes Medium zur Förderung kognitiver Fähigkeiten sind. Insbesondere zeigen die exekutiven Funktionen eine hohe Sensibilität gegenüber körperlicher Belastung. „Bewegung, Spiel und Sport“ als ein meist beliebtes Feld kann dabei als Türöffner für eine fachübergreifende kognitive Förderung dienen. Dieser Ansatz wird in diesem Kooperationsprojekt der Sport- und Mathematikdidaktik verfolgt. Es wird eine bewegungsbasierte Lernförderung für den Mathematikunterricht in Form von Spielen mit kognitiven Anspruch für eine Bewegungspause entwickelt und über ein Schuljahr mit Schüler*innen der 7. Jahrgangsstufe durchgeführt. Abschließend ist zu klären, wie das exekutive System und die Mathematikleistung durch die fachdidaktisch angepassten und exekutiv-funktional profilierten Bewegungsinhalte verbessert werden konnten.
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Die über SkaLa gemessene schriftsprachliche Kompetenz als Prädiktor für Studienerfolg
Autor: Lorenz, Maurice
Co-Autoren:
Abstract: Die bisherigen Ergebnisse der Untersuchungen des seit dem WiSe 2015/16 für alle Lehramtsbewerber/innen obligatorische Online-Self-Assessments SkaLa (Sprachkompetenz angehender Lehramtsstudierender) attestieren vielen Studierenden einen großen sprachlichen Förderbedarf. Das Promotionsvorhaben beschäftigt sich mit der Korrelation zwischen den Ergebnissen der SkaLa-Testungen und den tatsächlichen Studienerfolgen und soll die Frage beantworten, ob und, falls ja, inwieweit gute schriftsprachliche Kompetenzen ein Prädiktor für Studienerfolg sein können. Während des Forschungszeitraum ist geplant, eine Kohorte bei der Überwindung sprachlicher Defizite zu unterstützen und die daraus entstehenden Auswirkungen auf das Studium zu untersuchen.
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INTERCONNECT (Vocational Interaction and Competence Development) – Kompetenzentwicklung in beruflichen Enkulturationsprozessen
Autor: Ma, Beifang
Co-Autoren: Esther Winther, Julia Sangmeister
Abstract: Das Projekt INTERCONNECT untersucht kaufmännische Prüfungen im Zusammenhang mit Fragen der betrieblichen Ausbildungsqualität. Im Zentrum der Forschungsaktivitäten stehen die Entwicklung valider Prüfungsaufgaben sowie die Erforschung der betrieblichen Einflussbedingungen auf kaufmännische Kompetenzentwicklung. Das Vorhaben wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und findet in Kooperation mit der Universität Mannheim statt. Zu den Zielen gehört (1) die Modellvalidierung im Längsschnitt (2) die Beschreibung individueller Trajektorien der Kompetenzentwicklung sowie (3) die Modellierung der kausalen Beziehungen beruflicher Kompetenzentwicklung. Um eine möglichst realitätsnahe Erfassung der Handlungskompetenzen zu gewährleisten, werden moderne, arbeitsplatzbezogene Testaufgaben eingesetzt. Zur Erfassung der Lernbedingungen am Arbeitsplatz wird ein standardisiertes Tool eingesetzt. Zielgruppe bilden Industriekaufleute, die an drei Erhebungszeitpunkten im Zeitraum 2019-2022 zu Beginn, während und am Ende ihrer Ausbildung befragt werden.
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Problemorientierter Unterricht und darbietender Unterricht im Vergleich – Auswertung einer empirischen Studie
Autor: Möller, Anne
Co-Autoren:
Abstract: In einer empirischen Studie zur Mittelsenkrechten werden Schülerinnen- und Schülerleistungen aus zwei Unterrichtsansätzen zu demselben Thema analysiert und in Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede untersucht. Je zwei Klassen je Unterrichtsansatz wurden hierzu zielgleich, über einen Zeitraum von sechs Unterrichtsstunden, mit größtenteils denselben Übungsaufgaben unterrichtet. Die Unterrichtseinheiten unterscheiden sich in Ihrem Einstieg: Es wird ein problemorientierter, entdeckender Einstieg einem lehrerzentrierteren, stärker gelenkten Einstieg gegenübergestellt. Dabei werden u. a. die folgenden Forschungsfragen fokussiert: 1. Inwiefern sind die Schülerinnen- und Schülerleistungen am Ende der beiden Unterrichtseinheiten vergleichbar? 2. Inwiefern können Unterschiede im Hinblick auf das langfristige Lernen zur Mittelsenkrechten aufgezeigt werden?
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Sprachbildung interaktiv: Professionalisierung von Lehrkräften für diskurserwerbsförderliche Unterrichtsinteraktionen
Autor: Prof. Dr. Morek, Miriam
Co-Autoren: Valentin Schneider
Abstract: Sprachbildung interaktiv ist Teilprojekt von „Gemeinsam Ganztag“ (RAG-Stiftung, 2019-2021), das Schulen in herausfordernden Lagen bei der Schul- und Unterrichtsentwicklung unterstützt. Es fokussiert dabei die Förderung mündlicher Sprachkompetenzen in der Sekundarstufe und zielt auf die Erforschung von Professionalisierungsprozessen im Bereich lehrerseitigen Gesprächsverhaltens: In einem explorativen Zugriff wird untersucht, ob und wie LuL dabei unterstützt werden können, ihre Unterrichtsgespräche so zu entwickeln, dass sie SuS beim Aufbau diskursiver Kompe-tenzen (z.B. Erklären, Argumentieren) helfen. Ausgehend von Vorarbeiten zu diskurserwerbsförderlichen Mustern in Unterrichtsgesprächen wurde ein Professionalisierungskonzept zu interaktiver Sprachbildung entwickelt. Erprobt wird es mit n=14 Lehrkräften an drei Real-, Haupt-, Sekundar-schulen, die ein Jahr lang in einem Innovations-Netzwerk begleitet werden und alternierend Fortbildungen und videobasierte Coachings erhalten.
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Entwicklung eines Testinstruments zur Erfassung des Professionswissens von angehenden Lehrkräften des Sachunterrichts
Autor: Moseler, Lisa
Co-Autoren: Inga Gryl, Stefan Rumann
Abstract: Fachdidaktisches Wissen von Lehrkräften ist eine Facette des Professionswissens (Kunter, Baumert & Blum, 2011). Professionswissen wird als ein Konstrukt verstanden, welches sich aus den Facetten Fachwissen, fachdidaktisches Wissen und pädagogisches Wissen zusammensetzt (Park & Oliver, 2008). Die Vermittlung eines breiten Professionswissens sollte Ziel für angehende Lehrkräfte sein. Im Rahmen des Forschungsprogramms Qualitätsoffensive Lehrerbildung wurde an der Universität Duisburg-Essen ein Testinstrument entwickelt, welches die Ausprägungen von Fachwissen und fachdidaktischem Wissen bei angehenden Lehrer*innen des Sachunterrichts misst. Die Items des Testinstruments wurden zur Vergrößerung der Stichprobe so modifiziert, dass sie universitätsübergreifend einsetzbar sind. Das Instrument wird vor und nach dem Praxissemester bei Masterstudierenden eingesetzt, um eine mögliche Entwicklung des Professionswissens aufzeigen zu können. Das Poster wird die Ergebnisse der Pilotierung zeigen.
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HandLeVR - Handlungsorientiertes Lernen in der VR-Lackierwerkstatt
Autor: Mulders, Miriam
Co-Autoren: Michael Kerres, Pia Sander
Abstract: HandLeVR ist ein Verbundprojekt zwischen der ZWH, den Universitäten Potsdam und Duisburg-Essen, sowie der Mercedes Benz GmbH. Ziel des Projekts ist es, mittels Virtueller Realität (VR) eine handlungsorientierte Lernanwendung für Auszubildende zum Fahrzeuglackierer zu entwickeln. Begleitend wird ein Autorenwerkzeug und eine Reflexionsanwendung erstellt. Der Gesamtanwendung liegt ein Lehr- und Lernkonzept zugrunde, welches zu mehreren Zeitpunkten evaluiert und iterativ weiterentwickelt wird. Im Rahmen gestaltungsorientierter Forschung soll untersucht werden, wie VR-Technologien didaktisiert werden können, um Lernerfolge sicherzustellen. Eine Forschungsfrage beinhaltet den Vergleich einer von Lernenden selbst gesteuerten Anlage mit einer stärker (vom Lehrenden) fremdgesteuerten Anlage. In einer langfristigen Panelstudie wird die Lernanwendung nach der Auswertung von Interviews mit Lehrenden und Auszubildenden iterativ evaluiert. Aus den Projektergebnissen können für die empirische Bildungsforschung relevante Implikationen bzgl. des Einsatzes von VR-Anwendungen in didaktischen Szenarien gezogen werden. Das Lernangebot soll als OER veröffentlicht werden.
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Einstellungen zur Reflexion von angehenden und praktizierenden Lehrkräften im Kontext der Nutzung von Schülerrückmeldungen
Autor: Neuber, Katharina
Co-Autoren: Kerstin Göbel
Abstract: Reflexionsbereitschaft und -fähigkeit gilt als zentrales Merkmal der Professionalität von Lehrkräften (Combe & Kolbe, 2008). Bereits Dewey (1933) betont, dass neben der Vermittlung von geeigneten Strategien zur Reflexion insbesondere persönliche Einstellungen kultiviert werden sollen, die für die Umsetzung professioneller Reflexionsprozesse erforderlich sind. Im Fokus des Posters steht die Frage, wie sich angehende (n = 53) und praktizierende Lehrkräfte (n = 51) hinsichtlich ihrer Einstellungen gegenüber Unterrichtsreflexion unterscheiden und wie sich diese Einstellungen durch das Reflexionsangebot Schülerrückmeldungen zum Unterricht verändern. Die Analyseergebnisse weisen auf eher positive Einstellungen zur Unterrichtsreflexion aller Befragten hin, allerdings nehmen Studierende schriftliche und kollegiale Reflexionsformate für hilfreicher wahr als Lehrkräfte. Nach dem Einsatz von Schülerrückmeldungen zum Unterricht zeigt sich für die Studierenden eine leichte Zunahme der Relevanzeinschätzung von Reflexion, für die Lehrkräfte zeigen sich hingegen kaum Einstellungsveränderungen.
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Untersuchung der Wirksamkeit von Schreibfördermaßnahmen im Chemieunterricht
Autor: Österlein, Jan Martin
Co-Autoren: Mathias Ropohl, Sebastian Habig
Abstract: In Deutschland wurde ein hoher Zusammenhang zwischen der zu Hause gesprochenen Sprache und dem Kompetenzerwerb im naturwissenschaftlichen Unterricht festgestellt. Es gilt als empirisch gesichert, dass sprachliche Fähigkeiten den Kompetenzerwerb wesentlich beeinflussen. Folglich erscheint es zielführend, Schülerinnen und Schüler mit ungünstigen sprachlichen Voraussetzungen besonders zu fördern, beispielsweise beim Verfassen naturwissenschaftlicher Texte wie Versuchsprotokollen. Im Rahmen einer Untersuchung wird die Wirksamkeit unterschiedlicher Schreibfördermaßnahmen auf die Textproduktion und die Fachkompetenz am Beispiel von Versuchsprotokollen analysiert. Dazu werden drei Fördermaßnahmen auf der Wort-, Satz- bzw. Textebene entwickelt und in einer quasi-experimentellen Interventionsstudie im Prä-Post-Testdesign evaluiert. Es wird erwartet, dass die Fördermaßnahmen in Abhängigkeit von den sprachlichen Voraussetzungen und mit Blick auf den Kompetenzerwerb unterschiedlich effektiv sind.
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CurVe (Curriculum und Professionalisierung der Finanziellen Grundbildung)
Autor: Paeßens, Jessica
Co-Autoren: Esther Winther, Julia Sangmeister
Abstract: Im Forschungsprojekt CurVe wird gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) empirische Evidenz darüber erlangt, (1) wie sich Finanzielle Grundbildung (FGB) vermitteln lässt, (2) welche Inhalte relevant sind und (3) wie sich Lernprozesse bei Geringliteralisierten anregen lassen. Die empirischen Befunde der Interventionsforschung werden genutzt, um ein Curriculum für die FGB zu entwickeln, Weiterbildungsangebote für Multiplikatoren zu schaffen und innovative Lernspiele für Lernende umzusetzen. Ziel ist es, FGB als Teilbereich der Alphabetisierung und Grundbildung zu etablieren und neue pädagogische Konzepte für lebenswelt- und alltagsorientiertes Lernen und Lehren zu entwickeln, zu erforschen und in die Praxis zu transferieren. In dem durch das BMBF geförderten Vorhaben werden mit dem Design Based-Research nachhaltige Bildungs-Innovationen kollaborativ mit Praktikern erarbeitet; entwickelte Materialsets basieren auf der Instruktionstheorie des Anchored Instruction-Ansatzes. Das Curriculum mit Materialien für Lehrende und Lernende ist hinsichtlich des Inhalts, der Dauer und der Lehr-/Lernmethode flexibel und modular einsetzbar.
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Beschreibung von Professionalisierungsprozessen von Multiplikator*innen in Mathematik
Autor: Peters-Dasdemir, Joyce
Co-Autoren:
Abstract: Die Qualifizierung von Multiplikator*innen liegt im Fokus der Arbeit des DZLM. Die vielen unterschiedlichen Bezeichnungen, die Multiplikator*innen in der Bildungslandschaft zugetragen werden, zeugen von der großen Heterogenität ihrer Tätigkeiten. Die Frage einer angemessenen Ausbildung von Multiplikator*innen lässt sich klarer beantworten, wenn geklärt ist, über welche Kompetenzen ein Multiplikator*innen verfügen muss und über welche sie bereits verfügen, um den vielfältigen Anforderungen gewachsen zu sein (z.B. Borko et al., 2014). In diesem Projekt geht es daher um die Entwicklung eines Testinstruments basierend auf einem Kompetenzmodell, mit Hilfe dessen die Professionalisierungsprozesse im Kontext einer entsprechenden Qualifizierungsmaßnahme beschrieben werden können. Ein solches mathematikspezifisches Kompetenzmodell für Multiplikator*innen auf der Grundlage des GRETA-Modells und eines Delphi-Prozesses deckt berufspraktisches Wissen und Überzeugungen ebenso ab wie die professionelle Selbststeuerung (Lencer et al., 2016; Barzel et al., in Bearbeitung).
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Teilhabe in der digitalisierten Arbeitswelt – Potenziale des Berufskollegs für eine berufliche Qualifizierung 4.0 (BeQua 4.0)
Autor: Dr. Ratermann-Busse, Monique
Co-Autoren: Marina Ruth, Philipp Hackstein
Abstract: Die Digitalisierung stellt Berufskollegs vor die Herausforderung, ihre Bildungsangebote für Schüler*innen mit unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen an steigende Kompetenz- und Qualifikationsanforderungen anzupassen. Dafür müssen sie ihre eigene Arbeit und Organisation weiterentwickeln. Im Hinblick auf eine berufliche Qualifizierung 4.0 gibt es bisher wenige Erkenntnisse zu institutionellen Anpassungsanforderungen, zu Potenzialen, durch passgenaue Bildungsangebote die Teilhabe junger Menschen in der digitalisierten Arbeitswelt zu stärken sowie zu Stand und Perspektiven der Organisationsentwicklung. Mit Bezug auf diese Forschungsbedarfe befasst sich das Projekt BeQua 4.0 mit der Erforschung und Weiterentwicklung von Gestaltungskonzepten für die berufliche Qualifizierung 4.0 an Berufskollegs auf Basis von Expert*inneninterviews mit Schulleitungen, Bildungsgangkoordinator*innen und weiteren relevanten Akteuren sowie Gruppendiskussionen mit Schüler*innen verschiedener Bildungsgänge.
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Der Umgang mit Vielfalt im Rahmen des Religionsunterrichts an Schulen in herausfordernden Lagen
Autor: Reindl, Silke
Co-Autoren: Thorsten Knauth
Abstract: Das vorliegende GKqL-Forschungsprojekt nimmt sich den Fragen an, wie Schulen in herausfordernden Lagen und ihre AkteurInnen Vielfalt entlang der Dimensionen Religion und Weltanschauung, soziale Lage, geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung, ethnische Herkunft und kultureller Hintergrund sowie (Dis-)Ability wahrnehmen und damit umgehen. Durch eine ethnographisch orientierte Fallstudie und Interviews mit AkteurInnen an Schulen in herausfordernden Lagen werden Möglichkeiten und Grenzen des (religions-)pädagogischen Umgangs mit Vielfalt rekonstruiert und vor dem Hintergrund sozialräumlich angelegter Kontextanalysen interpretiert. Die ersten Ergebnisse unterstreichen den Bedarf nach inklusionssensibleren und elementarisierteren Ansätzen und Materialien. Das Projekt versucht, diesem Umstand zu begegnen, indem es empirische Grundlagen für die Entwicklung einer inklusiven Religionspädagogik der Vielfalt für Schulen in herausfordernden Lagen sammelt und reflektiert.
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Inklusive Berufsorientierung - Herausforderung für die Schule, Qualifizierungsaufgabe für die Lehrerbildung
Autor: Prof. Dr. Retzmann, Thomas
Co-Autoren: Thomas Bienengräber
Abstract: Mit diesem Forschungsvorhaben der Universitäten Duisburg-Essen und Wuppertal wird das Ziel verfolgt, ein Qualifikationstableau für pädagogische Fachkräfte zu entwickeln, die innerhalb eines inklusiven Schulsystems für die inklusive Berufsorientierung Verantwortung tragen beziehungsweise daran mitwirken. Dieses Qualifikationstableau soll unter Einsatz von qualitativen und quantitativen Methoden der empirischen Forschung entwickelt werden. Ausgangspunkt dieses Erkenntnisinteresses ist das Fehlen universitärer Studiengänge beziehungsweise Studienangebote innerhalb der Bildungswissenschaften und der einschlägigen Fachdidaktiken, die angehende Lehrkräfte auf die schulische Aufgabe der beruflichen Orientierung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und zieldifferentem Lernen curricular vorbereiten. Perspektivisch sollen die Erkenntnisse dazu genutzt werden können, sowohl konkrete systemische Veränderungen der beteiligten Institutionen als auch curriculare Anpassungen im Lehrerbildungssystem oder in der Lehreraus- und -fortbildung vorzunehmen.
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Die Inklusive virtuelle Übungsfirma: Teilhabe an beruflicher Bildung und Arbeitsmarkt durch Digitalisierung der Arbeit und Vernetzung der Lernorte?!
Autor: Prof. Dr. Retzmann, Thomas
Co-Autoren: Cennet Yilmaz
Abstract: Mit diesem Forschungs- und Entwicklungsvorhaben wird das Ziel verfolgt, behinderte und nichtbehinderte Menschen gemeinsam unter Nutzung digitaler Medien kaufmännische Praxis erfahren zu lassen. Hierzu entwickelt die Zentralstelle des deutschen Übungsfirmenrings in Essen das in der kaufmännischen Berufsbildung vielfach praktizierte Übungsfirmenkonzept zu einem virtuellen Lernraum weiter, in dem behinderte und nichtbehinderte Menschen gleichberechtigt zusammenarbeiten. Das innovative Setting wird von verschiedenen Trägern, die unterschiedliche Zielgruppen erreichen, praktisch erprobt und vom Lehrstuhl für Wirtschaftsdidaktik der Universität Duisburg-Essen nach dem Design-Based-Research-Ansatz wissenschaftlich beraten und evaluiert.
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Herausforderungen angehender Lehrkräfte bei der Planung und Umsetzung Gemeinsamen Unterrichts an Berufskollegs
Autor: Rückert, Simone
Co-Autoren: Teilprojekt im Rahmen des GkqL
Abstract: Die Integration aller Schülerinnen und Schüler in das berufliche Ausbildungssystem ist ein wichtiger Grundsatz, der hinreichende Kenntnisse und eine aufgeschlossene Haltung der Lehrkräfte erfordert. Studien zeigen jedoch Kritik hinsichtlich der Vorbereitung auf inklusiven Unterricht und unzureichender Rahmenbedingungen an den Schulen. Ziel der Untersuchung ist die Analyse der Schwierigkeiten die Studierende sowie Referendare und Referendarinnen bei der Planung und Umsetzung eines inklusiven Unterrichts haben. Vor diesem Hintergrund werden Masterstudierende der Universität Duisburg-Essen sowie Referendarinnen und Referendare von ZfsLs mit naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern für das Berufskolleg anhand eines Fragebogens zur ihrer Einstellung, Bereitschaft und Selbstwirksamkeitserwartung in Bezug auf inklusiven Unterricht befragt. Zusätzlich werden schriftliche Unterrichtsentwürfe hinsichtlich ihrer Inklusionsorientierung ausgewertet und deren praktische Umsetzung im Unterricht videografiert.
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Wissenschaftliche Begleitung des Talentschulversuchs NRW
Autor: Dr. Rutter, Sabrina
Co-Autoren: Laura Beckmann
Abstract: Mit dem Talentschulversuch NRW sollen Schulen in sozialräumlich benachteiligter Lage gezielt in ihrer Qualitätsentwicklung unterstützt werden. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie es Schulen gelingen kann, ihre Schüler*innenschaft bestmöglich zu fördern und somit zu mehr Bildungsgerechtigkeit beizutragen. Hierbei sollen die Schulen ein besonderes fachliches Förderprofil in den Bereichen MINT oder kulturelle Bildung auf- bzw. ausbauen. Die wissenschaftliche Begleitung zielt darauf ab, die Schulentwicklungsprozesse der beteiligten Schulen unter Berücksichtigung der Komplexität der einzelschulischen Ausgangslage einerseits und der besonderen Projektarchitektur andererseits im Längsschnitt zu betrachten. Von besonderem Interesse ist, mithilfe welcher Strategien, mit welchem Ressourceneinsatz und mit welchen Formen der Zusammenarbeit die Schulen die fachlichen Leistungen der Schüler*innen – bis hin zu Bildungsabschlüssen und Übergangsquoten in Ausbildung und Beruf – steigern können.
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ASPE: Digitale Workbench für kompetenzorientierte Prüfungsaufgaben und Abschlussprüfungen – Assessments für aktuelle und zukünftige Bedarfe im Dualen System
Autor: Dr. Sangmeister, Julia
Co-Autoren: Esther Winther, Simon Hombücher
Abstract: Die Prüfungsaufgabenerstellung für kaufmännische Ausbildungsberufe steht vor der Herausforderung, qualitativ hochwertige, kompetenzorientierte Prüfungsaufgaben zu entwickeln und zugleich die Bedarfe und begrenzten zeitlichen Ressourcen von (ehrenamtlichen) Prüfern zu berücksichtigen. Das Transferprojekt ASPE begegnet dieser Herausforderung, indem es eine onlinebasierte, digitale Workbench entwickelt. Dazu wird auf Basis eines psychometrischen Kompetenzmodells ein standardisierter und professionalisierter Gestaltungsprozess für die digitale Erstellung kompetenzorientierter Prüfungen und Aufgaben aufgesetzt, methodisch begleitet und für die Prüfungspraxis ausgerollt. Die Workbench enthält u.a. einen Referenz-Aufgabenpool, eine Wissensdatenbank sowie Micro-Lerneinheiten zur Weiterbildung des Prüfungserstellungspersonals. ASPE ist ein Verbundprojekt zwischen der Universität Duisburg-Essen (Prof. Winther/Prof. Kerres) sowie der Aufgabenstelle für kaufmännische Abschluss- und Zwischenprüfungen (AkA,) und wird gefördert als ASCOT+-Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
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Digitale Lehr-Lern-Module für die inklusionsbezogene Lehramtsausbildung im Fach Deutsch
Autor: Dr. Schüller, Liane
Co-Autoren:
Abstract: Das Vorhaben zielt auf die Stärkung der digitalen Lehre in der inklusionsbezogenen Lehramtsausbildung im Fach Deutsch und leistet einen Beitrag zu einer barrierefreien Partizipation an Lerninhalten und -formen der Hochschule. Lehr- und Lernmaterialien zu dem Thema Sprache, Sprechen und Beeinträchtigungen der Sprechfähigkeit sowie deren didaktisch-methodische Implikationen werden erarbeitet, in interaktiven Lernmodulen zusammengetragen und digital aufbereitet. Um besonders auch Studierende mit Einschränkungen zu unterstützen, kommen kooperative und kollaborative Settings sowie adaptive Lernpfade im Rahmen des Lernmanagementsystems Moodle zum Einsatz. Gemeinsam konzipieren die Studierenden unter Einbezug digitaler Medien selbst innovative Unterrichtskonzepte, um dadurch verschiedene Teildimensionen ihrer Medienkompetenz in Hinblick auf ihre zukünftige Lehrtätigkeit zu schulen. Um die Lehr-Lern-Module allen interessierten Lehrenden der drei Phasen der Lehrerbildung zugänglich zu machen, werden diese nach Fertigstellung als Open Educational Resources (OER) zur Verfügung gestellt.
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Kinder als Akteur*innen der Inklusion
Autor: Sufryd, Katharina
Co-Autoren:
Abstract: Unter dem Arbeitstitel ‚Kinder als Akteur*innen der Inklusion‘ wird ein Projekt konturiert, das in dem Forschungsinteresse gründet, die Perspektive der Kinder für den gegenwärtigen Diskurs im Kontext von Inklusion aufzugreifen. Das Dissertationsprojekt ist eingegliedert in das Graduiertenkolleg „Querschnittsaufgaben in Lehrerbildung sowie Schul- und Unterrichtsentwicklung“ (GkQL). In dieser Qualifikationsarbeit wird Bezug auf die gegenwärtige erziehungswissenschaftliche Kindheitsforschung genommen, die auf gesellschaftliche Praktiken der Reproduktion von Ungleichheit aufmerksam geworden ist (vgl. Machold 2015). Kinder als Akteur*innen der Inklusion zum Ausgangspunkt zu nehmen, stellt ein Desiderat in der erziehungs- und bildungswissenschaftlichen Inklusionsforschung dar. Mit der Perspektive auf die grundsätzliche Teilnahme kindlicher Subjekte an der Re-Produktion sozialer Wirklichkeit wird auch von deren Involviertheit in Machtverhältnissen und in Ordnungen von Differenz und dessen Interdependenzen ausgegangen. Vor dem Hintergrund der erziehungswissenschaftlichen Fachdebatte, um das durchaus uneindeutige Konzept ‚Inklusion‘, setzt sich dieses Projekt mit der Erfahrung des Kindes auf die ‚neueren inklusive Verhältnisse‘ auseinander. Post-phänomenologisch wird Erfahrung hierbei grundsätzlich als die Erfahrung von Differenz verstanden (vgl. Waldenfels 1980). Im Zuge der ethnographischen Feldforschung werden sechs Kinder im Grundschulalter in ihren alltagsweltlichen Bezügen begleitet. Für die Datenerhebung ist außerdem vorgesehen, ‚mapping interviews‘ mit den Kindern zu führen. Erkenntnisleitend ist für mich die Fragestellung: Wie sich das kindliche Subjekt angesichts inklusiver Verhältnisse angerufen sieht? Meine Aufmerksamkeit wird sich dabei auf Formen der Re-Artikulation von Erfahrungen richten. Sozialtheoretisch wende ich mich darin den Annahmen der sozialkonstruktivistischen und post-strukturalistischen Anerkennungs- und Subjekttheorie zu (vgl. Ricken et al. 2017). Im Rahmen der Posterpräsentation am Tag der Bildungsforschung des IZFB, möchte ich meinen Feldzugang und meinen forschungstheoretischen Zugang diskutieren und reflektieren.
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Digitale Werkzeuge im Mathematikunterricht verankern
Autor: Thurm, Daniel
Co-Autoren:
Abstract: m Rahmen einer Kooperation des DZLM mit dem Kultusministerium Nordrhein- Westphalens wurde die staatliche Lehrerfortbildungsreihe „GTR kompakt“ durchgeführt, um Lehrkräfte auf einen sinnvollen Einsatz digitaler Werkzeuge im Mathematikunterricht der Oberstufe vorzubereiten. Das Konzept der Fortbildung wurde von einer Gruppe von Lehrenden aus Schule und Universität gemeinschaftlich und theoriegeleitet entwickelt. Das vorliegende Projekt beforscht diese Fortbildung auf der Ebene der Lehrkräfte.
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Entwicklung und Evaluation eines Lernmoduls mit Feedback für den Vorbereitungsdienst im Fach Chemie
Autor: Tonyali, Büsra
Co-Autoren: Mathias Ropohl, Julia Schwanewedel
Abstract: Die Erstellung von Lehr-Lern-Materialien (LLM) gehört zu den häufigsten Aufgaben von Lehrkräften. Besonders im naturwissenschaftlichen Unterricht sind LLM gekennzeichnet durch Repräsentationen wie Bilder, Diagramme und Formeln. Befunde zeigen jedoch, dass angehende Lehrkräfte über ein geringes Wissen zur Gestaltung von Repräsentationen verfügen und daher Unterstützungsbedarf haben. Im Rahmen eines von der DFG geförderten Projekts wird dieser Bedarf adressiert, indem eine Feedbacktechnik erprobt und evaluiert wird. Angehende Lehrkräfte sollen während des Vorbereitungsdienstes lernen, die Qualität ihrer LLM einzuschätzen und zu optimieren (N = 120). Als abhängige Variablen werden das Professionswissen und die Überzeugungen bezogen auf Repräsentationen untersucht. Unabhängige Variablen sind extern und intern generiertes Feedback, die mithilfe eines Bewertungsbogens erfasst werden. In einer Pilotierung wurden die Qualitäten der Testinstrumente untersucht, welche akzeptable Testkennwerte liefern. Die Pilotierungsergebnisse sowie Details zu der bevorstehenden Hauptstudie werden in einem Poster vorgestellt.
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Evaluation automatisierter Feedbackschleifen in einem E-Learning Setting in der Chemie
Autor: Trauten, Florian
Co-Autoren: Carolin Eitemüller, Maik Walpuski
Abstract: Der Übergang von der Schule zur Hochschule stellt die Studierenden vor eine Vielzahl an Herausforderungen (Inaltun et al., 2013). Um Defizite aufzuarbeiten, müssen Probleme selbstständig erkannt und in Fragen gefasst werden, was bereits ein adäquates Maß an Vorwissen voraussetzt (Jacobs, 1998). Geschieht dies nicht in den ersten Semestern, begünstigt das den Studienabbruch. So liegt laut Heublein et al. (2017) die Abbruchquote in der Eingangsphase des Chemiestudiengangs seit 2006 bei ca. 42 %. Vor dem Hintergrund der lernförderlichen Wirkung adaptiven Feedbacks (Narciss & Huth, 2006) wurde eine Online-Übung zur Allgemeinen Chemie entwickelt, die bei typischen Fehlern automatisiert spezifisches Feedback zur Verfügung stellt. Durch Kontrastierung zweier vom Informationsumfang verschiedenen Feedbackkomponenten (korrektives vs. informatives tutorielles Feedback; Narciss, 2006) soll auch der Einfluss des Vorwissens auf die Wirksamkeit unterschiedlicher Feedback Komponenten beleuchtet werden.
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Informatikwissen von Studienanfänger*innen des Lehramtsstudiums
Autor: Voorgang, Benjamin
Co-Autoren: Torsten Brinda
Abstract: In Folge der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ ergibt sich der Bedarf allen Lehramtsstudierenden entsprechende Qualifikationen zum Unterrichten in einer durch Digitalisierung geprägten Welt zu ermöglichen. Modelle, die das dementsprechende Wissen für Lehrkräfte beschreiben, beinhalten neben der Nutzungskomponente auch Technologie-/Informatikwissen. Eine Analyse von Modellen digitaler Kompetenzen Lehrender und Lernender soll Aufschluss über die explizit geforderten informatischen Kompetenzen geben. Über das informatische Wissen von Studienanfänger*innen anderer Studiengänge wurden bereits Erhebungen durchgeführt. An der Konzeption dieser Untersuchungen wird angesetzt, indem das Wissen und Vorstellungen zu informatischen Konzepten der Lehramtsstudierenden verschiedener Fachrichtungen erfasst wird. Ein Vergleich zum geforderten informatischen Allgemeinwissen erlaubt u. U. schließlich Hinweise zur Konzeption einer entsprechenden Lehrveranstaltung im Lehramtsstudium.
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Anwenden von Feedback Loop in physiologischen Systemen
Autor: Wellmanns, Andrea
Co-Autoren: Philipp Schmiemann
Abstract: Feedback Loops sind inhärentes Merkmal naturwissenschaftlicher Systeme. Zum systemischen Denken zählt die Fähigkeit, innerhalb eines Systems zu analysieren, wie sich Veränderungen einzelner Komponenten auf weitere Komponenten und auf sich selbst auswirken. Wir untersuchen, wie Schüler*innen zu Feedback Loop Phänomene schlussfolgern und welche Herausforderungen sich ihnen stellen. Anhand eines Causal Loop Diagramms zur Blutzuckerregulation beantworten Lernende (N=30; JgSt. 10), offene Aufgaben zur Analyse des pro- und retrospektiven Systemverhaltens. Protokolle lauten Denkens wurden durch qualitative Inhaltsanalyse ausgewertet. Das Kategoriensystem weist eine gute Intercoderreliabilität auf (κ>.7). Herausfordernd für Lernende ist die Berücksichtigung direkter und indirekter Wirkungszusammenhänge. Es zeigt sich zudem die Strategie Reversing Cause-Effect Relationships. Mit den Erkenntnissen kann dazu beigetragen werden, Schwierigkeiten von Lernenden zur Anwendung von Feedback Loops zu identifizieren, um mögliche Ansätze zur Förderung dieser Systemfacette zu entwickeln.
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Teaching English in Primary Schools. Befunde aus dem TEPS-Projekt
Autor: Prof. Dr. Wilden, Eva
Co-Autoren: Raphaela Porsch
Abstract: Seit dem Schuljahr 2004/05 lernen bundesweit alle Kinder in der Grundschule eine Fremdsprache, meist Englisch. Der Fremdsprachenunterricht beginnt in zwölf Bundesländern in Klasse 3, in vier Ländern in Klasse 1. Bislang liegen kaum empirische Befunde zu der Frage vor, ob der früher einsetzende Englischunterricht die erhofften Lernziele erreicht. Da es mit Einführung als Schulfach an qualifizierten Lehrkräften fehlte, wurden zum einen Lehrkräfte fortgebildet und zum anderen fachfremd eingesetzt. Bislang ist unklar, welche Auswirkungen diese Praxis auf die Unterrichtsqualität sowie die Lernerfolge der Kinder hat. Diesen beiden Forschungslücken widmet sich das TEPS-Projekt, welches 2017 a) die rezeptiven Englischfertigkeiten von 770 Grundschulkindern mit unterschiedlich langer Lernzeit am Ende der Klasse 4 getestet hat und b) 844 Englischlehrkräfte an Grundschulen befragt hat (u.a. zu Qualifikationen, Unterrichtsqualität). Der Beitrag fasst die zentralen Befunde des Projekts zusammen.
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