Lehrveranstaltungen

Lehrveranstaltungen für das Wintersemester 2020/21

Das Datum bezieht sich auf den ersten Termin der Veranstaltung, weitere Termine werden in den jeweiligen Veranstaltungen bekannt gegeben.

09.10.2020 - Freitag
Dr. Melanie Beese, Dr. Kerstin Salewski-Teßmann
BFP Schwerpunkt Neu Zugewanderte im beruflichen Kontext

Studiengang: DaZ/DaF, Germanistik
Schulform: GS, HRSGe, GyGe, BK

Digitale Lehrform

Alle Seminarsitzungen finden online statt, und sowohl mit synchronen als auch mit asynchronen Anteilen. Es ist daher notwendig, für den Besuch dieser Veranstaltung die vorgesehenen Termine im Stundenplan einzuplanen.

Beschreibung

Ziel ist es, die Studierenden darauf vorzubereiten, neu zugewanderte Auszubildende oder zukünftige Auszubildende mit konkreten Projekten beim Erwerb berufsbezogener Sprachkenntnisse zu unterstützen. Hierfür werden die Studierenden in verschiedenen berufsbezogenen Sprachfeldern vorbereitet (technische Berufe, Hauswirtschaft, pflegerische Berufe, soziale und Erziehungsberufe, kaufmännische Berufe), bevor sie ihr Praktikum an unterschiedlichen Einrichtungen wie beispielsweise Caritas, Diakonie oder Jugendberufshilfe absolvieren.

03.11.2020 – Dienstag – 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Denise Büttner
SE Fachdidaktik (M.A.): Sprachbildung im Philosophieunterricht

Studiengang: Philosophie

Beschreibung

Dem Seminar liegt eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von ProDaZ und der Fachdidaktik Philosophie zugrunde. Thematisiert wird der Zusammenhang von fachlichem und sprachlichem Lernen im Philosophieunterricht. Drei zentrale Fragen sollen daher unter Berücksichtigung ihrer Verflochtenheit beantwortet werden:

  1. Welche sprachlichen Anforderungen kennzeichnen den Philosophieunterricht?
  2. Welche Praxisformen des Philosophieunterrichts zeigen sich in mehrsprachigen Lerngruppen? Und
  3. wie kann fachliches und sprachliches Lernen im Philosophieunterricht gelingen?

Die Seminararbeit wird auf videographisches Material aus dem Philosophieunterricht gestützt, wodurch fachdidaktische bzw. sprachbildende Theorie und Unterrichtspraxis wechselseitig aufeinander bezogen werden können. Da in diesem Zuge Erkenntnisse und Methoden der Fachdidaktik Philosophie und ProDaZ zusammengedacht werden, ist es für die Teilnahme am Seminar notwendig, ein grundlegendes Vorwissen über verschiedene philosophiedidaktische Theorien bereits erworben zu haben.

03.11.2020 – Dienstag – 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Dr. Susanne Guckelsberger, Dr. Kerstin Salewski-Teßmann
MB1: Forschungswerkstatt BiWi I: Sprachsensible Schul- und Unterrichtsentwicklung

Studiengang: Bildungswissenschaften
Schulform: HRSGe, GyGe, GS

Digitale Lehrform

Alle Seminarsitzungen finden ausschließlich online statt, und sowohl als synchrone als auch als asynchrone Sitzungen. Es ist daher notwendig, für den Besuch dieser Veranstaltung den vorgesehenen Zeitslot im Stundenplan einzuplanen.

Beschreibung

Dieses Seminar kann für die Zusatzqualifikation "Sprachbildung in mehrsprachiger Gesellschaft (ZuS)" angerechnet werden. In dieser Veranstaltung wird der Themenschwerpunkt „Sprachsensible Schul- und Unterrichtsentwicklung“ adressiert. Im Mittelpunkt steht die theoretisch fundierte, auf die Schulpraxis vorbereitende Auseinandersetzung mit den Bereichen Mehrsprachigkeit (sprachliche Heterogenität, Mehrsprachigkeit als Ressource; Förderung der Herkunftssprachen), linguistische Analyse (Diagnose der Sprachkompetenz von SuS; sprachliche Anforderungen von Unterricht; Ermittlung des sprachlichen Lernbedarfs) und Sprachbildung (Prinzipien der Sprachbildung und -förderung, Methoden und Werkzeuge). Die Studierenden sollen in diesem Kontext auch zu einer Reflexion eigener Einstellungen und Handlungen als (zukünftige) Lehrkraft angeregt werden. Aufgabe der Studierenden ist es, ein forschungsbasiertes Projekt für das Praxissemester zu konzipieren, das einen Schwerpunkt im Bereich Mehrsprachigkeit und/oder Sprachbildung auf unterschiedlichen Ebenen (z.B. einzelne Schüler*innen; Kleingruppen; Klassenverband; Schule als System) setzt.

10.11.2020 – Mittwoch – 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Dr. Stefanie Jahn
I.3 GyGe: Vorbereitung und Begleitung Eignungs-/ Orientierungspraktikum (EOP)

Studiengang: Institut für Erziehungswissenschaft, Bildungswissenschaft
Schulform: GyGe

Beschreibung

Dieses Seminar wird für die Zusatzqualifikation Sprachbildung in mehrsprachiger Gesellschaft anerkannt. Es hat einen speziellen thematischen Fokus (Mehrsprachigkeit und Sprachförderung in allen Fächern). Das Praktikum soll an einer Kooperationsschule absolviert werden.

19.10.2020 – Montag – 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Dr. Stefanie Jahn
PS: Themenschwerpunkt: "Sprachsensible Schul- und Unterrichtsentwicklung"

Studiengang: Bildungswissenschaften
Schulform: HRSGe, GyGe, GS

Beschreibung

Aufgabe der Studierenden ist es, ausgehend von einem gewählten Themenschwerpunkt, ein forschungsbasiertes Projekt für das Praxissemester zu planen. Die Studierenden sollen insbesondere Einstellungen und Handeln als Lehrkraft sowie die der Institution Schule in der Migrationsgesellschaft untersuchen, wobei sowohl eine Selbstreflexion (eigene Sprachlernerfahrung, Selbstbild als Lehrer in Bezug auf Mehrsprachigkeit, Sprachbildung und -förderung) als auch eine Reflexion von Einstellungen und Handeln anderer Lehrkräfte und der Institution Schule vorgenommen werden soll.

In der Veranstaltung werden die Themenkomplexe Mehrsprachigkeit, Heterogenität und Sprachbildung auf den Ebenen einzelner Schülerinnen und Schüler bzw. Kleingruppen, dem Klassenverband und Schule als System vertieft. In diesen drei Themenbereichen werden die Inhalte Mehrsprachigkeit (sprachliche Heterogenität, Mehrsprachigkeit als Ressource, Förderung der Herkunftssprachen), Linguistische Analyse (Diagnose der Sprachkompetenz von SuS; sprachliche Anforderungen von Unterricht; Ermittlung des sprachlichen Lernbedarfs) und Sprachbildung (Prinzipien der Sprachbildung und -förderung, Methoden und Werkzeuge) fokussiert.

Exemplarische Forschungsfragestellungen sind die folgenden:

  • Wie geht die besuchte Schule auf Mehrsprachigkeit ein und mit Mehrsprachigkeit um?
  • Wie können die sprachlichen Kompetenzen eines Schülers/ einer Schülerin oder einer gesamten Lerngruppe erfasst und ggf. geeignete Förderempfehlungen ausgesprochen werden?
  • Welche Sprachstandsmessverfahren werden an der Schule eingesetzt und welche Auswirkungen haben die Ergebnisse?
  • Wie reagieren Lehrkräfte auf nicht-deutsche Äußerungen im Unterricht?
  • Wie werden die Herkunftssprachen im Unterricht mit einbezogen?

Wie können kleine sprachfördernde Einheiten, einzelne Stunden oder Lernaufgaben sprachbildend gestaltet werden?

08.10.2020 – Donnerstag – 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Dr. Gülşah Mavruk, Siham Lakehal
Berufsfeldpraktikum für alle Fächer im Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund oder an vorgegebenen Kooperationsschulen

Studiengang: Deutsch als Zweit-/Fremdsprache, Germanistik
Schulform: BK, GyGe, HRGe

Beschreibung

Im Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund an der Universität Duisburg-Essen, am Campus Essen, erfahren die Studierenden durch die intensive Arbeit mit einer Kleingruppe in vertrauensvoller Atmosphäre, an welchen Stellen der schulische Fachunterricht zu fachlichen und / oder sprachlichen Problemen führt. Sie erwerben tiefgehende Kompetenzen in der Diagnose individueller Lernschwierigkeiten und lernen sprachfördernde Unterrichtsverfahren einzusetzen. Die Studierenden erhalten außerdem Einblick in viele außerschulische Tätigkeitsfelder, wie Organisation außerschulischer Bildungsarbeit, Elternarbeit, Kooperation mit Schulen und außerschulischen Institutionen.

Das zugehörige Seminar wird an drei Tagen in Form von Blockveranstaltungen durchgeführt. Die Studierenden nehmen zunächst an einer verpflichtenden vorbereitenden Blockveranstaltung (08.10.2020) teil, in der ihnen Fördergruppen zugeteilt. Sie geben dann ein Semester mehrere Stunden wöchentlich Förderunterricht an der Universität. Während ihrer Unterrichtstätigkeit finden zwei weitere Blockveranstaltungen statt, in denen sie sich weiter qualifizieren und Supervision erhalten. Die Studierenden werden durchgehend von Mentoren betreut, bei denen sie zunächst Hospitationsstunden ableisten.

Optional: Die Praxisphase kann auch an den Kooperationsschulen und -institutionen absolviert werden.

Studierende können im Rahmen des Seminars ihr Praktikum mit neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern an unterschiedlichen Schulformen (Hauptschule, Gesamtschule, Berufskolleg, Gymnasium, Realschule) absolvieren. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Unterstützung in den Vorbereitungsklassen/ Auffangklassen/ Internationalen Förderklassen und der Sprachförderung in allen Fächern.

In der Praxis erfahren die Studierenden an welchen Stellen der Deutsch als Zweit- und Fremdspracheunterricht sowie der schulische Fachunterricht zu fachlichen und / oder sprachlichen Problemen führt. Sie erwerben tiefgehende Kompetenzen in der Diagnose individueller Lernschwierigkeiten und lernen, sprachfördernde Unterrichtsverfahren einzusetzen.

Das Seminar ist NICHT für Studierende mit der Schulform GRUNDSCHULE geöffnet.

Das Seminar wird mit einem Portfolio abgeschlossen und umfasst 3 LP. Im Rahmen des Praktikums werden im genannten Zeitraum 80 Stunden absolviert, die ebenfalls mit 3 LP kreditiert werden.

Folgende Seminarinhalte werden abgedeckt:

Einsicht in das Themenfeld Mehrsprachigkeit und seine Bedeutung für institutionelle Bildungsprozesse

  • Kenntnis der sprachlichen Ressourcen mehrsprachiger Schülerinnen und Schüler
  • Kenntnis der sprachlichen Register von Alltags- und Bildungssprache
  • Grundkenntnisse von methodischen Prinzipien eines sprachsensiblen Unterrichts
  • Adaption der Sprachlehrmethoden auf die besonderen Lernbedingungen von Kleingruppen (3 – 5 Schüler)
  • Planungskompetenz für sprachsensiblen Unterricht und Unterrichtsinteraktion sowie zur Entwicklung kleinerer adressatengerechter Fördereinheiten

Die Studierenden melden sich gleichzeitig für Begleitseminar und Praxisphase im Förderunterricht an. Eine separate Anmeldung für die Praxisphase ist nicht erforderlich. Die erste Sitzung ist obligatorisch für die Zulassung zum Praktikum.

06.11.2020 – Freitag – 09:15 Uhr bis 15:00 Uhr
Dorota Okonska
Sprache durch Kunst

Studiengang: Deutsch als Zweit-/Fremdsprache, Germanistik
Schulform: GS

Digitale Lehrform

Seminarsitzungen finden online statt als synchrone und asynchrone Sitzungen. Daher ist es erforderlich, die vorgegebenen Termine im Stundenplan einzuplanen.

Notwendige technische Ausstattung: PC (inkl. Kamera + Mikrofon), WLAN und Moodle.

Zwei Sitzungen im Museum Folkwang finden in Präsenzform statt. Die Gruppenzuordnung bzgl. der Präsenzveranstaltung (begrenzt auf 10 Teilnehmer*innen) erfolgt in der ersten digitalen Sitzung. Jeder der Studierenden nimmt an einer der Sitzungen (12.11.2020 oder 26.11.2020) teil.

Beschreibung

Im Seminar setzen sich die Studierenden mit den Lehr-Lernmaterialien und -szenarien für eine integrative sprachlich-ästhetische Arbeit im Museum und in der Schule auseinander.

Nach einer theoretischen Einführung in die Thematik, nähern sich die Studierenden den Inhalten in Form einer Simulation: Sie erproben die unterschiedlichen methodischen Annäherungen an das Kunstwerk. Aus der Selbsterfahrung heraus und auf der Grundlage eigener Produkte reflektieren sie wie die Wahrnehmungsaktivitäten im unterrichtlichen Kontext (Grundschule) genutzt werden können. In einem zweiten Schritt erarbeiten die Studierenden weitere sprachlich-ästhetische Übungsformen für verschiedene Fächer (z.B. Kunst/Deutsch, Mathe, Religion oder Sachunterricht).

Die Veranstaltung wird gemeinsam von Dr. Karin Mohr (Museum Folkwang) und Dorota Okonska (UDE) durchgeführt.

Zu erbringende Studienleistungen bzw. Bedingungen zum Erwerb eines Leistungsnachweises werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Die Literatur wird ebenfalls in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

13:00 Uhr bis 15:00 Uhr
PD Dr. Daniela Schwarz, Jan Strobl
Rap im Musikunterricht - Möglichkeiten der Förderung sprachlicher und musikalischer Kompetenzen

Studiengang: Deutsch als Zweit-/Fremdsprache, Germanistik
Schulform: HRSGe

Digitale Lehrform

Digitale Lehrform: Notwendige technische Ausstattung: PC (inkl. Kamera + Mikrofon) / WLAN / Moodle / evtl. Kopfhörer / Telefon

Anmeldung aber erwünscht bei daniela.schwarz@folkwang-uni.de

Campus Universität Duisburg Essen (Raum und Beginn siehe Vorlesungsverzeichnis der UDE).

Beschreibung

Im Seminar werden zunächst die musikalischen und sprachlichen Besonderheiten von Rap-Musik sowie die theoretischen Grundlagen der Verbindung von sprachlichem, ästhetischem und fachlichem Lernen vermittelt. Anschließend werden werden auf dieser Basis Unterrichtsstunden und -reihen konzipiert, die Rap als Methode in den Musikunterricht integrieren und dabei einen besonderen sprachlichen Förderaspekt beinhalten.

Nach Absprache anrechenbar an der Folkwang-Universität bei Lehramt GyGe insbes. in Modul III.2, Teilmodul 2d (Vertiefung Musikpädagogik) sowie bei Lehramt HRSGe in Modul IV.2, Teilmodul 1b (musikalische Praxis).

Nach Absprache anrechenbar an der UDE als Seminar aus dem Bereich DaZ /Zusatzqualifikation ZuS sowie LA MA HRSGe Analyse von Lehrmaterialien in Bezug auf Mehrsprachigkeit und Deutsch als Zweit- und Fremdsprache: Methoden der Sprachförderung.

Die Veranstaltung wird gemeinsam von Dr. Daniela Schwarz (Folkwang Universität der Künste) und Jan Strobl (UDE) durchgeführt.

Die Veranstaltung ist an der Folkwang Universität der Künste verortet und richtet sich vorzugsweise an Lehramtsstudierende mit dem Unterrichtsfach Musik.

ProDaZ ist angesiedelt am Institut für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache und wird gefördert von der Stiftung Mercator