Kunst am Campus

Kunst und Wissenschaft, Vergangenheit und Zukunft, individuelle Wahrnehmung und gesellschaftliche Reflexion – ein Ort, der einlädt, berührt und zum Nachdenken anregt.

Gesellschaften sind keine statischen Gebilde. Sie wandeln sich – mal langsam und kaum spürbar, mal mit erschütternder Wucht. Das Ruhrgebiet kennt diesen Wandel und erlebt auch heute noch tiefgreifende Transitionen: wirtschaftlich, demografisch, kulturell und sozial. Diese Veränderungen fordern Menschen heraus, verunsichern sie, können aber auch befreiend wirken und Raum für Neuerfindung schaffen.

Auch die Universität ist ständig im Wandel. Das Studieren hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert, und mit den technischen, materiellen und finanziellen Möglichkeiten wandelt sich auch das studentische Leben auf dem Campus. Die Soziologie setzt sich in allen gesellschaftlichen Bereichen mit dem Wandel und den daraus entstehenden Herausforderungen auseinander. Kunst hat die Menschheit auf ihrem Weg durch solche Veränderungen ebenfalls immer begleitet. Genau hier setzt „Kunst am Campus“ an.

Zur Entstehung

Das Projekt ist im Jahr 2024 aus einem konkreten Anlass entstanden – den Planungen zum 42. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) an der Universität Duisburg-Essen, der im September 2025 unter dem Motto „Transitionen“ stattfand – und wollte von Anfang an mehr sein als ein temporärer, schmückender Rahmen. Es geht um einen Ort, an dem Kunst und Wissenschaft, Vergangenheit und Zukunft, individuelle Wahrnehmung und gesellschaftliche Reflexion zusammenfinden: einen Ort, der einlädt, berührt, zum Nachdenken anregt, aber auch Ruhe schafft und die nächste Generation dazu ermutigt, die Welt nicht nur verstehen zu wollen, sondern sie aktiv mitzugestalten.

Brücke - Was ist Solidarität

Das Konzept

Das Projektkonzept ist einfach: Orte am Campus gestalten – mit Kunst und mit kreativen Ideen. Fenster werden gestaltet und beleuchtet, Flurflächen zu Ausstellungsräumen, ungenutzte Ecken zu Orten des Lesens und Auftankens. Auch das eigene Studienfach, die individuellen Wünsche und Zukunftsperspektiven sollen künstlerisch dargestellt werden.

Ein erster Ort: Das IBZ der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften

Ein erstes Herzstück und zugleich der Anfang dieser Idee ist der neu gestaltete Flur des Informations- und Beratungszentrums (IBZ) der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften. Nach der Teilrenovierung wurde der Bereich im Herbst 2025 neu gestaltet: Das Foyer und der Flurbereich wurden zu einem einladenden Ort mit einer Leseecke, die Besucherinnen und Besucher zum Verweilen einlädt, sowie einer kleinen Kunstausstellung, die drei sehr unterschiedlichen Kunstschaffenden eine Bühne bietet. An den Wänden sind Fotografien und Gemälde zu sehen.

ExtraSchicht 2026: MINT trifft Kunst am Campus

Die Erfahrungen mit dem 42. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) an der Universität Duisburg-Essen haben dem kleinen Projekt „Kunst am Campus“ ermöglicht, einen bescheidenen Beitrag zur Extraschicht 2026 und dem neuen Spielort, dem Duisburger Campus, zu leisten. Wir freuen uns über diese Gelegenheit die MINT-Fächer unserer spannenden Universität unterstützen zu dürfen und steuern gerne kleine Fensterinstallationen zwischen der Universitätsbibliothek und dem LF Gebäude bei. Die größere Installation (Richtung LA und LX Gebäude) soll dabei als Herzstück die Brücke zwischen soziologischen Fragestellungen und der künstlerischen Auseinandersetzung mit (gesellschaftlichen und städtischen) Transitionen schlagen.

Gefangen - Früher war alles besser

Wie es weitergehtWachsen und Anstecken

Diese Idee soll wachsen und weitere Gebäude anstecken. „Kunst am Campus“ unterstützt dabei, kann bei der Materialbeschaffung helfen, beraten, Gestaltung übernehmen oder Akteurinnen und Akteure miteinander in Austausch bringen. Ab dem Wintersemester 2026/2027 wird das Projekt den Schritt über das IBZ hinaus wagen und zunächst Studierende der Soziologie stärker einbinden. Geplant sind zudem gemeinsame Aktionen mit ausgewählten Duisburger Galerien und Museen.

So versteht sich „Kunst am Campus“ als Einladung, den Campus neu zu denken: als einen Ort, an dem Kunst Räume öffnet, Perspektiven verändert und Wandel sichtbar macht.

Informationen zu den einzelnen Kunstschaffenden und zum Programm ab Wintersemester 2026/2027 folgen!

Kooperationen

„Kunst am Campus" lebt von Zusammenarbeit – mit Kunstschaffenden, Institutionen und engagierten Menschen. Hier findest du bald mehr zu unseren Kooperationspartnerinnen und -partnern.

Ankündigungen

Neue Installationen, Ausstellungen, gemeinsame Aktionen – hier halten wir dich über alles auf dem Laufenden, was bei „Kunst am Campus" als nächstes passiert.

Termine

Wann und wo kannst du „Kunst am Campus" erleben? Hier findest du bald alle aktuellen Termine auf einen Blick.

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