Aktuelles vom Institut für Soziologie

01.05.2018 DFG-Projekt "Crowdsupporting als Gabentausch. Zur Verbindung von Konsum, Engagement und Gemeinschaft im Crowdfunding" zum 1.5. gestartet

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt ca. 435.000 € geförderte Forschungsprojekt wird von Prof. Dr. Frank Kleemann und Prof. Dr. Ingo Schulz-Schaeffer (Institut für Soziologie der TU Berlin) geleitet. Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Duisburger Professur für Arbeit und Organisation ist Eltje Gajewski, M.A..

Untersucht werden die Wechselbeziehungen zwischen Initiator*innen und Unterstützer*innen von Crowdsupporting-Projekten. Crowdsupporting ist eine Form der über spezifische Internetplattformen vermittelten Finanzierung verschiedenster Projekte durch eine Vielzahl von Unterstützer*innen  (Crowdfunding), die als Sponsoring gegen nicht-geldliche Belohnungen charakterisiert werden kann. Der Fokus des Forschungsvorhabens liegt auf der Verbindung von Markttausch und Spende im Crowdsupporting, die auf der sozialtheoretischen Grundlage des Gabentausch-Theorems analysiert wird. Hierzu werden web-ethnografische Fallstudien einzelner Crowdsupporting-Projekte erstellt, die sowohl die fortlaufend erfassten projektbezogenen Web-Kommunikate als auch umfangreiche Befragungen der Beteiligten umfassen. Auf diese Weise werden sowohl die Deutungsmuster als auch die Prozessdynamiken von Crowdsupporting empirisch erfasst und die Wechselwirkungen zwischen beiden untersucht.

Grundbegriffe der Soziologie: 12. Auflage erschienen

Die von Prof. Dr. Anja Steinbach (IfS) und Prof. Dr. Johannes Kopp (Universität Trier) herausgegebene Publikation „Grundbegriffe der Soziologie“ beleuchtet das Forschungsfeld der Soziologie anhand von über 100 Grundbegriffen und stellt neben der begrifflichen Klärung einen kompakten Überblick über die theoretischen Grundlagen der Soziologie bereit. Die Publikation bietet eine verlässliche Orientierungs- und Einführungshilfe im Bereich der Soziologie.

Ausführliche Informationen finden Sie auf der Verlagsseite.

20.03.2018 Soziologisches Kolloquium im Sommersemester 2018

Das Institut für Soziologie veranstaltet im Sommersemester wieder ein wöchentlich stattfindendes soziologisches Kolloquium. Für Vorträge im Rahmen dieses Kolloquiums wurden wie immer externe Referentinnen und Referenten eingeladen. Darüber hinaus werden wieder laufende und abgeschlossene Forschungsarbeiten am Institut für Soziologie präsentiert. Wir laden herzlich dazu ein, daran teilzunehmen!

Mittwochs I 18-20 Uhr (c.t.) I LF 156

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Sitzungen finden Sie hier.

30.01.2018 Spitzenforscherin Sylvia Walby als neue Kooperationspartnerin

Das Institut für Soziologie freut sich, gemeinsam mit dem Essener Kolleg für Geschlechterforschung Prof. Dr. Sylvia Walby als Kooperationspartnerin begrüßen zu können.

Die britische Soziologin Sylvia Walby prägt die öffentliche Debatte um Gender und Geschlecht seit gut 25 Jahren – sie zählt zu den international führenden Persönlichkeiten zum Thema.

Walby befasst sich mit sozialen Ungleichheitsverhältnissen in Gegenwartsgesellschaften, insbesondere in Bezug auf Gender und Geschlecht. In ihren Forschungen untersucht sie aktuelle Phänomene wie die Auswirkungen der Finanzkrise oder der Globalisierung, Themen wie Gewalt und Menschenhandel.

Sylvia Walby wirkt dabei weit über den Bereich der Gender Studies hinaus in die Sozial- und Gesellschaftswissenschaften insgesamt hinein. Und auch im politischen und öffentlichen Raum ist sie als Expertin gefragt, wie etwa als Sachverständige für die EU-Kommission, für britische Regierungsagenturen, das EU-Parlament oder die UN-Frauenkommission.

Mit dem Anneliese Maier-Forschungspreis wird sie als Kooperationspartnerin der Universität Duisburg-Essen zur weiteren Internationalisierung der hiesigen sozialwissenschaftlichen Geschlechterforschung beitragen. Zudem sind gemeinsame Projekte beispielsweise zur Erforschung von Zwangsprostitution und Menschenhandel vorgesehen.

*Gastinstitut: *Universität Duisburg-Essen, Institut Soziologie und Essener Kolleg für Geschlechterforschung
*Gastgeberin: *Prof. Dr. Karen Shire

  Foto: Lancester University
 

26.01.2018 DFG bewilligt Projekt „Die Bedeutung des Wechselmodells für das kindliche Wohlbefinden nach elterlicher Trennung oder Scheidung“ (Laufzeit: 1.4.2018 - 31.3.2021)

Das Forschungsvorhaben wird gemeinsam von der Soziologin Prof. Dr. Anja Steinbach, Universität Duisburg-Essen, und dem Juristen Prof. Dr. Tobias Helms, Universität Marburg, durchgeführt und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit ca. 1 Million Euro gefördert.

Im Rahmen des auf drei Jahre angelegten Projektes werden Familien untersucht, die nach einer Trennung oder Scheidung ein Betreuungsmodell praktizieren, bei dem die Eltern zu etwa gleichen Teilen für ihre Kinder sorgen (Wechselmodell).

Der Fokus der Untersuchung richtet sich dabei insbesondere auf das Wohlbefinden von Kindern. Dazu werden Daten von Familien mit unterschiedlichen Betreuungsmodellen erhoben (Wechselmodell, Residenzmodell und Kernfamilien), um Analysen durchführen zu können, die bislang für Deutschland nicht möglich waren. Auf Basis dieser Analysen werden Maßstäbe entwickelt, um den Gerichten bei der Entscheidung über die Anordnung eines Wechselmodells Hilfe zu leisten.

Außerdem soll, vor dem Hintergrund vergleichbarer Entwicklungen in ausländischen Rechtsordnungen, eine Empfehlung für eine gesetzliche Regelung des Wechselmodells erarbeitet werden.

Tagung - "(E)valuating Transnational Music Pracitices: Space, Diversity, and Exchange"

"(E)valuating Transnational Music Pracitices: Space, Diversity, and Exchange", damit beschäftigt sich eine Tagung am Insitut für Soziolgie der Universität Duisburg-Essen im Juni 2018.

Heute startet der Call for Abstracts. Dr. Glaucia Peres und Konstantin Hondros möchten dabei die Diskussion zwischen den Wissenschaftsfeldern der transnationalen Kultur und der Evaluationsforschung anregen. Denn gerade zwischen Transnationalität und Bewertung zeigen sich im Feld der Musik starke Spannungen, stößt doch die Grenzenlosigkeit von Klängen auf politische, kulturelle, oder auch ökonomische Grenzziehungen.

Nicht nur (aber auch) mit Bezug auf gegenwärtige Nationalisierungstendenzen ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit transnationalen Praktiken der Musik deshalb von größter Aktualität.

Alle weiteren Informationen sind auf https://www.uni-due.de/soziologie/musicpractices.php zu finden.
Wir freuen uns sehr über spannende Einreichungen. Danke für das Weiterleiten an und Teilen mit interessierten Forschenden!