Institut für Soziologie

Currentsociologyspecialissue69 Poster

15 Minuten Vortrag zur Impfbereitschaft am WZB

Vortrag mit Prof. Dr. Rainer Schnell und Prof. Dr. Sonja Haug (OTH Regensburg) am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) zum Thema: „Impfbereitschaft und Einstellungen zu Alternativmedizin und Verschwörungstheorien“

Eine Aufzeichnung des Vortrags finden Sie hier.

Summer School startet online

Zum zweiten Mal findet die Global and Transnational Sociology Summer School des IfS online statt. Ein herzliches Dankeschön an die Lehrenden, Gastdozierenden aus der Türkei, Brasilien und den USA sowie die Studierenden für ihr Engagement und einen guten Start in die Online-Seminare!

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ergebnisse des Lehrforschungsprojekts "Leben in Duisburg-Marxloh" Institut für SoziologieEinladung zum Vortrag: Divers und lebenswert? Ein Ausschnitt der Lebensrealitäten in Duisburg-Marxloh

Im Lehrforschungsprojekt „Leben in Duisburg-Marxloh“ (Leitung: Glaucia Peres da Silva und Helen Baykara-Krumme, April 2020 bis März 2021) untersuchten die Masterstudierenden im Fach Soziologie das Alltagsleben in Duisburg-Marxloh.

Ihre Forschung hatte zwei Schwerpunkte: Das Leben in urbaner Vielfalt und Multikultur sowie mögliche Einschränkungen der Lebensqualität durch Kriminalitätsfurcht. Beide Themen wurden ethnographisch und durch einen Online-Survey erforscht.
Die zentralen Ergebnisse werden von den Studierenden in zwei Vorträgen auf dieser Abschlussveranstaltung präsentiert und mit dem Publikum diskutiert.
Das Lehrforschungsprojekt wurde im Programm „Lehr-Lern-Innovation an der Universität Duisburg-Essen“ in der Förderlinie „Lehre Divers“ gefördert

28. April 2021, 18:00 – 20:00 Uhr, online
Anmeldung per Mail erforderlich bis 23. April 2021

Stellungnahme zur geplanten Änderung der Lehramtszugangsverordnung in Nordrhein-Westfalen

Stellungnahme anzeigen

An die Ministerin für Schule und Bildung des Landes
Nordrhein-Westfalen Yvonne Gebauer
sowie
die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des
Landes Nordrhein-Westfalen Isabel Pfeiffer-Poensgen,
die bildungspolitischen Sprecher*innen der NRW-Landtagsfraktionen,
den NRW-Landtagsausschuss für Schule und Bildung,
den NRW-Landtagsausschuss für Wissenschaft und
die soziologischen Institute der Hochschulen in NRW mit
Lehramtsausbildung

 

Sehr geehrte Frau Ministerin Gebauer, sehr geehrte Adressierte,


wir wenden uns heute an Sie als Vertreter*innen der für soziologische Inhalte verantwortlich zeichnenden
Institute, Fachbereiche und Fakultäten, gemeinsam mit dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für
Soziologie und dem DGS-Ausschuss Soziologie in Schule und Lehre.
In den letzten Monaten haben sich, wie Sie wissen, bereits zahlreiche Verbände und Organisationen,
inklusive der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung, dem Berufsverband Deutscher Soziolog*innen
und nicht zuletzt die Deutsche Gesellschaft für Soziologie (Stellungnahme vom 15.12.2020:
https://soziologie.de/aktuell/news/kritik-an-der-marginalisierung-von-soziologie-im-lehramtsstudiumfuer-
sozialwissenschaftliche-schulfaecher-in-nordrhein-westfalen) gegen eine Änderung der LZV
ausgesprochen. Studierende riefen die Social Media-Kampagne #sowibleibt ins Leben.
Die Argumente, die in diesen Stellungnahmen und Aktionen vertreten werden, unterstützen wir in Gänze.
Als Expert*innen in der soziologischen Lehre fordern wir explizit eine Rücknahme der geplanten Änderung
und eine aktive Unterstützung der nordrhein-westfälischen Landesregierung bei der Aufrechterhaltung
der Trias Politikwissenschaft, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften in der sozialwissenschaftlichen
Lehrer*innenausbildung, die seit Jahrzehnten landesweit erfolgreich durchgeführt wird und im Rahmen
der Qualitätssicherung aller Lehramtsstudiengänge regelmäßig Lehrinhalte an die gesellschaftliche
Gesamtsituation wie auch die in den Kernlehrplänen geforderten Kompetenzen anpasst.
Eine Umbenennung, wie in der neuen LZV geplant, führt zu Unruhe bei den Schulen, den Universitäten,
den Lehrer*innen und den Studierenden, ohne dass diese erforderlich wäre, denn das Fach
Sozialwissenschaften bildet seit jeher für ein breites Spektrum von Schulfächern aus (z.B. Arbeitslehre,
Gesellschaftswissenschaften, Politik/Wirtschaft etc.). Trotz vieler Nachfragen in zahlreichen Debatten ist
bis jetzt noch keine hinreichende Erklärung zu der geplanten Umbenennung erfolgt, insbesondere keine
fachliche und bildungswissenschaftliche. Angesichts der allseitig registrierbaren zentralen
gesellschaftlichen Herausforderungen, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie besonders
prononciert hervortreten, mutet es sachlich wie politisch geradezu widersprüchlich an, eines der
Kernfächer, das die Expertise besitzt, derlei gesellschaftliche Problemhorizonte versteh- und erklärbar zu
machen, in der Lehramtsausbildung in eine nur untergeordnete Position zu rücken. Nicht zuletzt ist das
Lehramt „Sozialwissenschaften“ eine starke traditionsreiche Marke, dessen Renommee sich entlang
seiner über Jahrzehnte hinweg konsistenten Bezeichnung etabliert hat. Daher wehren wir uns vehement
gegen eine solche weitreichende Änderung.
Lehrkräfte müssen auch in Zukunft so ausgebildet werden, dass die drei Disziplinen gleichermaßen
kompetent vermittelt werden können. Wie die zahlreichen Stellungnahmen bereits ausführlich dargelegt
haben, besteht schon bei einem Blick in die Kernlehrpläne kein Zweifel an der Zentralität der
soziologischen Fachinhalte. Zentrale Themen und auch Herausforderungen des gesellschaftlichen
Zusammenlebens wie soziale Ungleichheit, Migration und Teilhabe, Identität, Lebensgestaltung,
Bildungsverläufe, Sozialstaat oder die sich wandelnde Sozialstruktur sind soziologische
Kernforschungsinhalte. Diese Themen können im schulischen und damit auch im universitären Bereich
nicht marginalisiert werden, sondern gehören ganz im Gegenteil eher gestärkt in das Zentrum politischer
Debatten und gesellschaftlicher Diskurse. Nur durch eine ebenbürtige Einbindung der Soziologie kann die
Vermittlung der Inhalte weiterhin so fruchtbar aus der gemeinsamen Perspektive von
Wirtschaftswissenschaften, Soziologie und Politikwissenschaft erfolgen. Nirgendwo in Deutschland, aber
insbesondere nicht in einem Bundesland wie Nordrhein-Westfalen, können soziologische
Themenbereiche als „nebensächlich“ abgetan werden, was mit einer Umbenennung in der LZV und der
inhaltlichen Anpassung u. E. aber versucht wird.
Nicht zuletzt lässt der Vorstoß außer Betracht, dass sich die Soziologie bzw. die Sozialwissenschaften seit
Jahrzehnten wachsender Beliebtheit erfreuen, gerade weil das Interesse bei Studierenden, aber auch bei
Schüler*innen groß ist, sich gesamtgesellschaftlich als Bürger*innen und Mitmenschen zurecht zu finden
– mit dem schon immer auch vermittelten ökonomischen Wissen, aber nicht ohne weitere
sozialwissenschaftliche Kompetenzen. Die Hinzunahme soziologischen Wissens ermöglicht Schüler*innen
unter anderem eine umfassendere Reflektion ihrer eigenen, kinder- und jugendbezogenen
lebensweltlichen Bezüge. Für die angehenden Lehrer*innen erweitert sich durch soziologisches Wissen
nicht zuletzt das Verständnis ihrer pädagogisch-professionellen Identität, was sich auch positiv auf den
Schulkontext auswirken kann.
Diese Kompetenzen suchen wir mit der integrativen sozialwissenschaftlichen Lehrer*innenbildung zu
schulen und zu stärken und appellieren somit nachdrücklich, dies weiter in gewohnter Weise tun zu
können. Wir fordern daher eine Weiterführung der erfolgreichen Lehramtsausbildung im Fach
„Sozialwissenschaften“ unter gleichgewichtiger Berücksichtigung von Politikwissenschaft, Soziologie und
Wirtschaftswissenschaften.


Mit den besten Grüßen,


die Verantwortlichen der soziologischen Institute bzw. Abteilungen sämtlicher universitären Standorte in
NRW mit sozialwissenschaftlicher Lehramtsausbildung, namentlich die Universität Bielefeld, die Ruhr-
Universität Bochum, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, die Technische Universität
Dortmund, die Universität Duisburg-Essen, die Universität zu Köln, die Westfälische Wilhelms-
Universität Münster, die Universität Siegen und die Bergische Universität Wuppertal
der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Soziologie mit der Vorsitzenden Prof. Dr. Birgit Blättel-Mink
der Ständige Ausschuss Soziologie in Schule und Lehre der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Datenreport 2021 mit Kapitel zum Klimabewusstsein erschienen

Der Datenreport gibt regelmäßig einen umfassenden Überblick über die Lebensbedingungen der Menschen in Deutschland. In der aktuellen Ausgabe werden erstmalig auch Einstellungen zum Klimawandel und zum Klimaschutz thematisiert. Anhand unterschiedlicher Datenquellen stellt Christiane Lübke dar, wie die Menschen in Deutschland über den Klimawandel und Klimaschutz denken, wie sie Ausmaß, Ursachen und Folgen der globalen Erwärmung einschätzen und welche Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels sie unterstützen. Der Datenreport wird u.a. von der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Statistischen Bundesamt und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung herausgegeben.

Nähere Informationen finden sich auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung (https://www.bpb.de/shop/buecher/zeitbilder/328110/datenreport-2021).

Ein Interview zu den zentralen Befunden hat die taz (https://taz.de/Soziologin-ueber-Klimabewusstsein/!5760848/) veröffentlicht.

Alternative Zugänge zu intellektuellem Eigentum: Start des DFG-geförderten Projekts „Organizing Creativity under Regulatory Uncertainty: Alternative Approaches to Intellectual Property“

Offene Lizenzierungsmodelle, Open Access, Creative Commons: in wissenschaftlicher Forschung & Entwicklung, der Produktion kultureller Güter und in vielen weiteren gesellschaftlichen Bereichen ist eine Bedeutungszunahme von alternativen Zugängen zu intellektuellem Eigentum zu beobachten. Nachdem von 2016 bis 2020 ebenfalls DFG-gefördert „Challenges of Intellectual Property“ und dabei Unsicherheiten mit Bezug auf klassische intellektuelle Eigentumsrechte an der Universität Duisburg-Essen erforscht wurden, komplementiert das Projekt zu alternativen Zugängen zu intellektuellem Eigentum das Forschungsprogramm.

Insbesondere Urheber- und Patenrechte sind vermehrt in Kritik geraten und ihre sich wandelnde gesellschaftliche Bewertung unterstreicht die Wichtigkeit, sich mit Alternativen zu befassen. Urheberrechte haben zuletzt durch die Reform der EU-Urheberrechtsrichtlinien europaweit für Aufsehen und Proteste gesorgt. Diese Rechte betreffen weite Teile der digitalisierten Gesellschaft, was mit veränderten medialen, ebenso künstlerischen Praktiken zusammenhängt. Patentrechte hingegen müssen sich in der Pandemie der öffentlichen Kritik stellen. Der patentrechtliche Schutz der Vakzine-Herstellung trifft auf gesellschaftlichen Widerspruch, bspw. mit Bezug auf die globale Zugänglichmachung von Corona-Wirkstoffen. Intellektuelle Eigentumsrechte bestimmen den gesellschaftlichen Zugang zu Wissen und Kultur. Unsicherheiten mit Patent- oder Urheberrechten sind aber nicht zu übersehen. Trotz aller Probleme und Dispute spielen alternative Zugänge zu intellektuellem Eigentum und insbesondere ihr Einfluss auf kreative Prozesse weiterhin eine untergeordnete Rolle. Das DFG-geförderte Projekt „Organizing Creativity under Regulatory Uncertainty: Alternative Approaches to Intellectual Property“ nimmt sich dieser Lücke an und erforscht empirisch alternative Zugänge zu intellektuellem Eigentum in der Musik (Urheberrechte) und Pharmazie (Patentrechte).

Mit März 2021 nehmen die Soziolog*innen Prof. Dr. Sigrid Quack als primary investigator und Dr. Konstantin Hondros an der Universität Duisburg-Essen, sowie im FWF-geförderten Partnerprojekt an der Universität Innsbruck die Organisationsforscher*innen Prof. Dr. Leonhard Dobusch, ebenfalls primary investigator, sowie Milena Leybold ihre qualitativ ausgerichtete Forschung zu alternativen Zugängen zu intellektuellem Eigentum im Musikgeschäft sowie der pharmazeutischen Industrie auf. Während in Duisburg der Schwerpunkt auf das Musikfeld gelegt wird, erforschen die Kolleginnen in Innsbruck intensiver das Feld der Pharmazie. Dabei werden sie u.a. untersuchen, welche Alternativen in Kreativprozessen zur Verfügung stehen und inwiefern die Nutzung alternativer Lizenzen wie die der Creative Commons Einfluss auf Kreativität sowie rechtliche Unsicherheiten nimmt. Im Verbund steht „Organizing Creativity under Regulatory Uncertainty“ mit weiteren DFG- sowie FWF-geförderten Projekten an der Freien Universität Berlin, der Hafen City Universität Hamburg sowie der Johannes Kepler Universität Linz, die sich ebenfalls interdisziplinär der Organisation kreativer Prozesse widmen.

Zum Projekt

Konferenz "Empirical Globalization Research. Professions, Medical Practices, and Travelling Knowledge"

Konferenz "Empirical Globalization Research. Professions, Medical Practices, and Travelling Knowledge" am 25-26 März 2021 online. Keynotes: Hannah Bradby, Karin Knorr-Cetina, Peggy Levitt, Stefan Timmermans & Tobias Werron Veranstalter:innen: DFG-project “Mobiles Wissen" (Tao Liu, Benjamin Quasinowski, Ilka Sommer, Anja Weiß, Sarah Weingartz).

 

Nähere Informationen

Special Issue Soziologische Revue erschienen

Wir freuen uns Ihnen/ Euch heute mitteilen zu können, dass das Special Issue der Soziologischen Revue "Soziologie - Sociology in the German-speaking World" am Wochenende erschienen ist.

Wir freuen uns Ihnen/ Euch heute mitteilen zu können, dass das Special Issue der Soziologischen Revue "Soziologie - Sociology in the German-speaking World" am Wochenende erschienen ist. Euch/Ihnen allen, die sich daran mit inhaltlichen Beiträgen beteiligt haben, möchten wir an dieser Stelle herzlichen Dank sagen!

Wir denken, dass es insgesamt ein sehr schöner Band geworden ist, der einen guten Überblick über den Stand des Faches im deutschsprachigen Raum bietet und diesen nun auch einem breiten internationalen Leser/innenkreis zugänglich macht.

An dieser Stelle möchten wir uns beim De Gruyter-Verlag, und hier vor allem bei Stefan Giesen, bedanken, der dieses mehrjährige Projekt von Anfang an mit großem Enthusiasmus begleitet hat!

Ein besonders großer Dank geht an das Redaktionsteam der Revue - sowie an Stephan Elkins und sein Team, das die Durchsicht und zum Teil auch Übersetzung der Beiträge besorgt und betreut hat!

Unser Dank gilt schließlich auch der Universität Bremen, die es ermöglicht, dass der Band open access erscheint, ein Geschenk, das mit dazu beitragen wird, dass der Band eine größtmögliche Verbreitung findet.

Hier geht es zur Neuerscheinung

Zur Geschlechterdifferenzierung weiblicher Offiziere

Weibliche Offiziere stellen als Soldatin und als Führungskraft eine Abweichung der noch immer geltenden männlichen Norm in militärischen Organisationen dar. Judith Hendricks vom Institut für Soziologie thematisiert in ihrem Beitrag in den AIS-Studien die Geschlechterdifferenzierung weiblicher Offiziere.

Die deutsche Bundeswehr stellt als militärische Organisation trotz ihrer umfassenden Öffnung für Frauen im Jahr 2001 und veränderter Aufgabenbereiche noch immer eine männlich konnotierte dar und die Integration von Frauen erfährt weiterhin mediale und politische Aufmerksamkeit. Weibliche militärische Führungskräfte stellen in diesem Zusammenhang in zweifacher Hinsicht, als Soldatin und als Führungskraft, eine Abweichung bestehender stereotyper Zuschreibungen und Geschlechterdifferenzen dar.

 

In ihrem Beitrag „Weibliche Führungskräfte in der Bundeswehr – Zur Geschlechterdifferenzierung weiblicher Offiziere“ analysiert Judith Hendricks anhand leitfadengestützter Interviews, wie sich weibliche Offiziere in diesem doppelt männlich konnotierten Kontext auf die Kategorie Geschlecht beziehen und welche Geschlechterdifferenzierung sie aufweisen. Es wird gezeigt, dass sie im Rahmen der ausgeprägten militärischen Organisations- und Führungskultur ein „strategisches Differenzmanagement“ anwenden.

 

Hier geht es zum Beitrag

Einladung zur internationalen Woche vom 09.11. bis 13.11.2020

Im Rahmen der internationalen Woche des Akademischen Auslandsamtes (09.11. bis 13.11.2020) erfahren Studierende alles, was Sie zum Thema Auslandsaufenthalte wissen müssen. Neben der Teilnahme an Online-Vorträgen und Beratungsangeboten können sie sich aktiv mit anderen Studierenden austauschen sowie ihre internationalen und interkulturellen Kompetenzen stärken.

weitere Informationen

Neuer Master ab WiSe 2020/21

Der *MA Theorie des Sozialen* vermittelt ein integratives, Soziologie und Philosophie zusammenführendes Verständnis von Phänomenen, die zentral zur sozialen Lebensform menschlicher Personen gehören. Wichtige Gegenstände des Studiums sind entsprechend Empathie, geteilte und kollektive Intentionalität, soziale Normen und Institutionen, globale Dimensionen menschlicher Interaktion und transnationale Akteure.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.uni-due.de/philosophie/ma-theorie-des-sozialen.php

Gesellschaftliche Verantwortung in Zeiten von Corona

Für das Format "Live nach neun", einer täglichen Vormittagssendung im Ersten Programm, interviewte ein Journalist der ARD vergangene Woche Prof. Dr. Gregor Bongaerts (Allgemeine Soziologie / Soziologische Theorie). Thema war das "Feiern während Corona - was ist moralisch und gesellschaftlich aktuell vertretbar". Dazu wurde nicht nur Herr Bongaerts vor Ort in Duisburg befragt, der Sender führte zudem eine Straßenumfrage durch. Der komplette Beitrag findet sich aktuell noch in der Mediathek.

zur Mediathek

Online-Semester: Zusätzliche Sprechstunden und Beratungsangebote im Wintersemester 2020/21

Zusätzlich zu den regulären IBZ-Sprechstunden können sich Studierende der soziologischen Studiengänge mit Fragen und Problemen, die sich im Rahmen des Online-Semesters ergeben, an ihre Kommilitonin Greta wenden. Für einen Termin zur telefonischen Sprechstunde wenden Sie sich zunächst bitte per Mail an mentoring-soziologie@uni-due.de.

► Kontaktmöglichkeiten:
-per Mail mentoring-soziologie@uni-due.de
-Moodle-Kurs „Mentoring Soziologie 2020

Summer School 2020 - Internationalisation online


Vom 15. Juni bis zum 10. Juli fand in diesem Jahr erneut die jährliche Summer School der Soziologie statt. Normalerweise eine Gelegenheit, internationale Gastdozierende an den Campus zu holen und internationale mit Duisburger Studierenden in spannenden Seminaren zusammenzubringen. Da das Reisen in diesem Jahr aber unmöglich war, wurde auch die Summer School, wie die restliche Lehre, online abgehalten - mit großem Erfolg! In insgesamt drei englischsprachigen Seminaren zu"Global markets in the creative industries" (Dr. Peres da Silva), "Families in motion - Understanding migration and incorporation processes from a family perspective" (Prof. Baykara-Krumme) und "New Global Social Movements" (Gastdozierender Prof. Dario Azzellini von der Cornell University) wurden synchrone und asynchrone Lehre kombiniert, zusätzlichen Austausch gab es durch die Einbindung von Gastvorträgen innerhalb der Veranstaltungen und Whatsappgruppen für die einzelnen Seminare*. *Studierende wie Lehrende haben die Erfahrung als positiv bewertet, denn trotz des digitalen Formats konnten alle intensiv und produktiv an ihren Themen arbeiten und die Materie eintauchen.**Allen Beteiligten sei herzlich gedankt für das aktive Einbringen und das hohe Engagement.

Häusliche und familiäre Arbeitsteilung in der Coronasituation

Vor dem Hintergrund der Diskussion über mögliche Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern haben Anja Steinbach von Institut für Soziologie der Universität Duisburg-Essen und ihr Kölner Kollege, Karsten Hank, Veränderungen der Aufteilung von Hausarbeit und Kinderbetreuung in Paarbeziehungen vor und während der Corona-Krise untersucht. Die Ergebnisse der Studie basieren auf Vorabdaten des Beziehungs- und Familienpanels (pairfam) und dessen internetbasierter COVID-19 Zusatzstudie, die eine erste Betrachtung unmittelbarer Dynamiken der häuslichen und familiären Arbeitsteilung im Verlauf der Pandemie ermöglichen.

Obwohl sich im Aggregat keine grundlegenden Veränderungen etablierter Muster geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung zeigen, gibt es dennoch Hinweise auf gewisse Verschiebungen hin zu den Extremen (‚traditionell‘ und ‚Rollentausch‘) der Verteilung. Betrachtet man Veränderungen innerhalb von Paarbeziehungen, finden sich etwa gleich große Anteile an Paaren, in denen der relative Beitrag der Partnerin gestiegen bzw. gesunken ist. Insbesondere in zuvor egalitären Beziehungen haben Frauen stärker die überwiegende oder gesamte Verantwortung für die Hausarbeit und Kinderbetreuung übernommen. Wenn männliche Partner ihren Anteil gesteigert haben, geschah dies meist nur bis zum Schwellenwert einer gleichgewichtigen Arbeitsteilung (‚50/50‘). Veränderungen im zeitlichen Umfang der Erwerbstätigkeit führten zwar beim Mann zu Anpassungen seines relativen Beitrags zu Hausarbeit und Kinderbetreuung, aber nicht bei der Frau.

Insgesamt weisen die Befunde der Studie damit eher auf heterogene Anpassungsprozesse in Partnerschaften als auf eine in öffentlichen Diskussionen mitunter behauptete generelle Re-Traditionalisierung der Geschlechterbeziehungen während der Corona-Krise hin.

Hier geht es zur Studie.

Nachhaltigkeit und sozialer Wandel

Der AStA der Universität Duisburg-Essen beteiltig sich an der Aktionswoche der"Fridays for Future"- Bewegung und macht die Universität für eine Woche zur Public Climate School. Vom 25. bis zum 29. November werden dabei Lehrveranstaltungen mit nachhaltigkeitsbezogenen Themen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.