Horizon 2020

Horizon 2020 hat zum 01. Januar 2014 das 7. Forschungsrahmenprogramm abgelöst. Es hat eine Laufzeit von sieben Jahren (2014-2020) und bietet eine umfangreiche Förderung mit einem Gesamt-Etat von rund 80 Mrd €. Neben der Stärkung der wissenschaftlichen Exzellenz und der Beteiligung von Industrie bietet Horizon 2020 auch Programme zu Mobilität, Vernetzung von Wirtschaft und Industrie sowie gezielte Förderungen der großen gesellschaftlichen Herausforderungen an. Horizon 2020 bindet auch das Wettbewerbsprogramm (Europäische Innovations- und Technologieinstitut, EIT) ein.

> offizielle Website zu Horizon 2020

Veranstaltungen

Struktur

Die drei Schwerpunkte von Horizon 2020

Teilnahme

An H2020 teilnehmen können Rechtspersonen aus einem EU-Mitgliedstaat, einem assoziierten Staat (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Faröer-Inseln, Mazedonien, Island, Israel, Moldavien, Montenegro, Norwegen, Serbien, Türkei) oder einem Drittland (Staaten, die weder Mitglied noch Vertragspartner der EU sind). Es sind jedoch mindestens drei voneinander unabhängige Institutionen aus drei unterschiedlichen EU-Mitglied- oder assoziierten Staaten erforderlich (z.B. bei Kooperationsprojekten). Partner aus Drittstaaten können zusammen mit Institutionen aus EU-Mitgliedstaaten und assoziierten Staaten an einem EU-Projekt teilnehmen. Das neue Rahmenprogramm ist damit offen für alle Wissenschaftler weltweit.

Einzelförderungen sind in folgenden Maßnahmen möglich:

Ausschreibungen

Die Europäische Kommission hat im Juli 2014 die Arbeitsprogramme für 2014/2015 aktualisiert. Die Arbeitsprogramme sind strategischer ausgelegt und beinhalten weniger und einfachere Vorgaben als im 7. FRP. Darüberhinaus sind sie auf zwei Jahre angelegt und werden dann überarbeitet.

Aktuelle Ausschreibungen finden Sie hier.

Administrative Neuerungen

In der Antragsphase:

  • Einheitliches Regelwerk für alle Entwicklungsstufen von der Grundlagenforschung bis hin zur Markteinführung
  • Einheitliche IT-Plattform für die Beantragung eines Projekts und die administrative Abwicklung („Participant Portal“)
  • Beschleunigung der Verfahren: Evaluierung in maximal fünf Monaten, Zuwendungsvertrag in maximal acht Monaten ab Antragseinreichungsfrist
  • Verzicht auf Vertragsverhandlungen (heißt jetzt „Grant preparation“)
  • Verbesserung der internen Abläufe in der Kommission

Im Projektverlauf:

  • Erstattung der Mehrwertsteuer, sofern dies nicht auf nationaler Ebene vorgesehen ist
  • Vollzeitmitarbeiter müssen keine Stundenzettel führen
  • Budgetverschiebungen im laufenden Projekt werden einfacher
  • Audits werden reduziert und vereinfacht (zum Projektende ab einer kumulativen Fördersumme von 325.000€ erforderlich)
  • Verbesserung der internen Abläufe in den von der Kommission beauftragten Agenturen

Förderraten

In Horizon 2020 wird, anders als im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm, nicht mehr nach Aktivitäten und Einrichtungstypen unterschieden. Zur Vereinfachung der Budgetberechnung gelten einheitliche Förderquoten für alle Teilnehmer. Für Forschungsmaßnahmen, z.B. Verbundforschung, („Research and Innovation Actions“) ist die Förderquote auf 100% der direkten Kosten festgelegt, für Innovationsmaßnahmen („Innovation Actions“) beträgt die Förderquote 100% für non-profit-Organisationen und 70% für alle anderen Organisationen. Als indirekte Kosten werden einheitlich 25% der direkten Kosten angesetzt (außer für Unteraufträge und Dritte Parteien).

Infos

Links und Dokumente

rund um die EU-Forschungsförderung.

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