Digital Humanities Ruhr (DH Ruhr@UDE)

Das Digital-Humanities-Zertifikat der UA Ruhr

In den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften werden digitale Methoden immer wichtiger. Mit dem Digital-Humanities-Zertifikat können Studierende an der Universität Duisburg-Essen und im Verbund der Universitätsallianz Ruhr nachweisen, welche digitalen Kenntnisse sie im Studium im Umgang mit Daten, Begriffen, Konzepten und Methoden der Digital Humanities (DH) erlangt haben. Dies ist ein Plus für den zukünftigen Arbeitsmarkt, sei es in Forschung, in GLAM-Berufen (Galleries, Libraries, Archives, Museums), in NGOs oder Politik oder in der freien Wirtschaft.

Das DH-Zertifikat der UA Ruhr deckt einführende Überblicksinformationen über die DH und einen Vertiefungsbereich mit gezielter Anwendung von DH-Methoden und -Tools ab. Der Umfang beträgt mindestens 15 ECTS. Die Veranstaltungen können im eigenen Fachstudium, im Ergänzungsbereich oder an den Partneruniversitäten Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund belegt und angerechnet werden. In einem fächerübergreifenden Kolloquium werden die Ergebnisse eigener DH-Projekte vorgestellt.


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Logo Digital Humanities

Digital-Humanities-Kompetenzen (DH-Kompetenzen) werden für den Umgang mit digitalen Werkzeugen, Infrastrukturen und Daten in den Geisteswissenschaften benötigt und gewinnen auch in weiteren Disziplinen an Bedeutung.

Das im Rahmen der Linie "Freiraum 2023" durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre vom 01.04.2024 bis 30.06.2026 geförderte Projekt "Digital Humanities Ruhr – Korpuslinguistische und texttechnologische Methoden an der Universität Duisburg-Essen" soll hierfür einen Grundstein legen.

Die Universität Duisburg-Essen (UDE) kooperiert im Rahmen des Projekts mit den Hochschulen der UA Ruhr im Bereich der Entwicklung von Konzepten zur curricularen Verankerung sowie im Bereich der Integration und Evaluation von Digital-Humanities-Angeboten. Abgerundet wird die Zusammenarbeit durch eine studiengangs- und hochschulübergreifende Öffnung der entwickelten Module.

Das Projekt an der UDE zum Anschauen: Video auf DuEPublico

Das Video “Digital Humanities Ruhr UDE“ informiert über Maßnahmen des Projekts „Digital Humanities Ruhr – Korpuslinguistische und texttechnologische Methoden an der Universität Duisburg-Essen" und lässt die verschiedenen Aktuer:innen des Proejktteams zu Wort kommen.

Maßnahmen

Im TeilprojektDigital Humanities Ruhr – Korpuslinguistische und texttechnologische Methoden an der Universität Duisburg-Essen" stehen die drei folgenden Bereiche im Mittelpunkt der Projektarbeit:

Curriculare Integration von Digital Humanities in die Germanistik

Bachelor- und Master-Studiengänge des Instituts für Germanistik der UDE werden weiterentwickelt, um fachintegriert Digital Humanities-Kompetenzen zu fördern. Dies erfolgt im Wesentlichen über die Weiterentwicklung eines bestehenden Linguistik-Moduls, das künftig eine erste Einführung in Digital Humanities-Methoden und -Techniken geben wird. 

Entwicklung eines fächerübergreifenden Selbstlernkurses

Für den Ergänzungsbereich der Bachelor-Studiengänge wird derzeit der Online-Selbstlernkurs „Discover Digital Humanities“ (2 ECTS) zur Einführung in das Thema entwickelt. Der aktuelle Stand des Kurses wird aber bereits zum WiSe 25/26 für Studierende aller Fächer unter dem Titel Let's Discover Digital Humanities im Ergänzungsbereich geöffnet und verfolgt einen ko-kreativen Ansatz: Die Teilnehmenden evaluieren nicht nur die bereits entwickelten Kursinhalte, sondern werden selbst zu Gestalter:innen von Lehr-Lernmaterialien für den zukünftigen Online-Selbstlernkurs Discover Digital Humanities

Digital-Humanities-Zertifikat

Der Fokus der hochschuIübergreifenden Zusammenarbeit liegt auf der Implementierung eines Digital-Humanities-Zertifikats für Studierende aller drei Standorte. Mit der Einführung des Zertifikats zum WiSe 25/26 verfolgt der Projektverbund mehrere strategische Ziele: Es schafft Sichtbarkeit für Lehrveranstaltungen mit Bezug zu digitalen Methoden, fördert den UAR-weiten interdisziplinären Austausch zwischen Lehrenden und Studierende und stärkt Teilnehmende für den Arbeitsmarkt durch eine formale Zusatzqualifikation. Für Lehrende bietet es den Vorteil einer niedrigschwelligen Integration in bestehende Lehrkonzepte, da bereits vorhandene Veranstaltungen flexibel angerechnet werden können.

Einblicke in die Zusammenarbeit in der UA Ruhr

Hochschulöffentlichen Konferenz am 13. Mai 2024 an der UDE

In der Zusammenarbeit zur Förderung von Datenkompetenzen können die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen bereits auf gemeinsame Erfolge zurückblicken. Nun ist es ebenfalls gelungen, als Universitätsallianz Ruhr die Förderung des Projekts "Digital Humanities Ruhr" im Rahmen des Vorhabens "Freiraum 2023" (Stiftung Innovation in der Hochschullehre) einzuwerben.

Die standortspezifischen Teilprojekte adressieren dabei die Förderung von Datenkompetenzen in den Geisteswissenschaften und wir haben uns dem Ziel verschrieben, engagierte Lehrende der drei Hochschulen miteinander zu vernetzen sowie an einem universitätsübergreifenden Data-Literacy- und Digital-Humanities-Lehr-Lernangebot zu arbeiten.

In der Auftaktveranstaltung des Projekts an der Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, sind wir über das Vorhaben ins Gespräch gekommen und haben gemeinsam Perspektiven für die Zusammenarbeit zur Förderung von Digital Humanities entwickelt.

Weitere Informationen

Zweite Projektveranstaltung am 18. Februar 2025 an der TU Dortmund

Im Fokus stand diesmal das Teilprojekt „Digital Humanities Ruhr: Algorithmic Accountability an der TU Dortmund“. Darin geht es neben grundlegenden Digital Humanities Kompetenzen insbesondere um die Frage, wo die Verantwortlichkeiten liegen, wenn Algorithmen automatisierte Entscheidungen treffen.

In einer Keynote hat Elisa Harlan vom SWR Data Lab interessante Einblicke in die Arbeit im Bereich Algorithmic Accountability Reporting geben.

Im Anschluss wurde die Zeit für den Austausch über den aktuellen Projekt-Stand und die Implementierung von Digital Humanities in die verschiedenen Studiengänge genutzt.

 

Zum Workshopbericht der TUDo

Abschlussveranstaltung am 9. Februar 2026 an der RUB

Am 9. Februar 2026 fand im Makerspace der Ruhr-Universität Bochum die Abschlussveranstaltung des Projekts „Digital Humanities Ruhr" statt. Lehrende, Mitarbeiter:innen und Studierende der drei UA-Ruhr-Universitäten kamen zusammen, um den zweijährigen hochschulübergreifenden Kooperationsprozess in einem festlichen Rahmen zu beschließen.

Nach Projektberichten aller drei Standorte würdigten die Prorektor:innen für Studium und Lehre die Ergebnisse der intensiven Projektarbeit und diskutierten ferner über die Zukunftsperspektiven der DH an den Ruhr-Universitäten. In der anschließenden Postersession präsentierten Studierende erstmalig ihre im Rahmen des DH-Zertifikats erarbeiteten Projektergebnisse einem breiten Fachpublikum, hierbei waren zwei Studierende der UDE mit eigenen Postern vertreten. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete schließlich die Verleihung der ersten DH-Zertifikate an sechs Absolvierende aus dem UA-Ruhr-Verbund. Zum Abschluss des Tages wurden Ideen zur Perspektive und strukturellen Weiterentwicklung des Zertifikats in einem World-Café mit allen Teilnehmenden diskutiert.

Zum Bericht der RUB

DataCommunity

Das Projekt wird durch engagierte Lehrende der Geisteswissenschaften umgesetzt. Sie gestalten kooperativ disziplinspezifische und -übergreifende Angebote zur Förderung der DH-Kompetenzen Studierender für die UDE. Gleichzeitig agieren die Lehrenden als Multiplikatoren,  indem sie Impulse für die Weiterentwicklung der Studiengänge liefern.

Prof. Dr. Michael Beißwenger

Prof. Dr. Bernhard Schröder

Sarah Steinsiek, M. A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Universität Duisburg-Essen | Institut für Germanistik
sarah.steinsiek@uni-due.de

Sarah Schiffbäumer, M. Ed.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Universität Duisburg-Essen | Institut für Germanistik
sarah.schiffbaeumer@uni-due.de

Yvonne Schlootz, M. A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Universität Duisburg-Essen | Institut für Germanistik
yvonne.schlootz@uni-due.de