Informationen für Schülerinnen und Schüler
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Ja! Hier sind unsere Angebote für euch ...
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So könnt ihr uns erreichen:
- vor Ort an der Informationstheke,
- telefonisch,
- per E-Mail oder
- über unsere SocialMedia-Kanäle.
Ihr müsst eine Facharbeit
schreiben?
Wir haben alles Wichtige für Euch zusammengestellt:
- so findet ihr Euer Thema,
- so findet ihr Literatur,
- so checkt ihr, ob ihr an alles gedacht habt.
Ihr kommt nicht klar und braucht Hilfe bei der Literatursuche?
Vereinbart gerne einen individuellen Termin (persönlich vor Ort oder via Zoom) und lernt, wie Literaturrecherche funktioniert.
Vor Ort in der Bib
Wie kann ich mich anmelden?
Muss ich volljährig sein?
Ihr könnt euch in der Bibliothek registrieren, sobald ihr 16 Jahre alt seid.
Alle Infos und wie ihr vorgehen müsst, findet ihr auf unserer Webseite.
Wie funktionieren Ausleihe und
Rückgabe?
Für die Ausleihe und die Rückgabe gibt es in den Fachbibliotheken Automaten. Hier könnt ihr nachlesen, was zu tun ist:
Kann ich kopieren und scannen?
In allen Fachbibliotheken stehen Kopierer und Scanner zur Verfügung.
Zum Kopieren müsst ihr eine Kopierkarte kaufen. Das Scannen ist kostenlos - bringt euren USB-Stick mit!
Ich muss eine Facharbeit schreiben.
Wie fange ich an? Wie bleibe ich dran?
Einstieg in die Recherche: Dein Plan für Facharbeiten, Projektarbeiten, Referate und Co.
Wie du Themen findest, Quellen organisierst und Stress vermeidest.
Wie gehe ich am besten vor?
Wie funktioniert die Literaturrecherche?
Wie nutze ich die Bibliothek?
Eine Arbeit zu planen und zu schreiben ist ein kleines Projekt: Zeit und Ressourcen müssen eingeteilt, mehrere Schritte müssen erledigt werden, bis am Ende ein Text entsteht, der wissenschaftlichen Kriterien entspricht.
Wir zeigen dir die wichtigsten Schritte und geben hilfreiche Tipps.
Schritt 1: Die Planung
Die Recherche vorbereiten
Ein Thema finden: Von der Idee zum perfekten Forschungsthema
Keine Idee, worüber ihr schreiben sollt? Kein Problem! Die Suche nach dem richtigen Thema ist der erste Schritt zu einer guten Arbeit. Hier sind ein paar Tipps, wie ihr ein passendes Thema findet, das euch wirklich interessiert und sich gut bearbeiten lässt.
Wichtig:
Sprecht immer mit eurer Lehrkraft, bevor ihr euch auf ein Thema festlegt. Sie kann euch wertvolle Ratschläge geben und euch helfen, sicherzustellen, dass euer Thema für die Arbeit geeignet ist.
Ideen sammeln und das Thema eingrenzen
Am Anfang steht das Brainstorming. Schaut, welche Themen euch im Unterricht besonders begeistern. Was weckt eure Neugier? Sammelt alle Ideen, die euch in den Sinn kommen. Habt ihr ein großes Thema gefunden, das euch anspricht, wie zum Beispiel "Umweltschutz"? Dann geht es jetzt darum, es konkreter zu machen.
Vom Oberthema zur konkreten Frage
Ein riesiges Thema ist oft zu viel für eine Arbeit. Macht es kleiner, indem ihr eine spezifische Fragestellung daraus macht. Statt "Umweltschutz" könntet ihr euch fragen: "Inwiefern beeinflusst der Einsatz von Mikroplastik in Kosmetika die Lebensräume in Gewässern in unserer Region?" Das ist eine klare, fokussierte Frage, die sich gut bearbeiten lässt.
Die Trichter-Methode
Diese Methode hilft euch, euer Thema weiter einzugrenzen. Stellt euch vor, ihr schüttet eure große Idee in einen Trichter, und am Ende kommt ein kleines, präzises Thema heraus. Ihr könnt euer Thema eingrenzen, indem ihr einen bestimmten Zeitraum, einen Ort oder ein Fallbeispiel wählt:
- Zeit: Statt "Die Geschichte des Internets" wird es "Die Entwicklung sozialer Medien von 2010 bis 2020."
- Ort: Statt "Arbeitslosigkeit in Deutschland" wird es "Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Arbeitslosenquote in der Region XY."
- Vergleich: Statt "Die Darstellung von Drogen in Filmen" wird es "Ein Vergleich der Darstellung von Drogenabhängigkeit in den Filmen Trainspotting und Requiem for a Dream."
Quellen checken, bevor ihr startet
Bevor ihr euch endgültig auf ein Thema festlegt, macht eine kurze Recherche. Gibt es genug Bücher, Fachartikel und andere verlässliche Quellen zu eurem Thema? Das erspart euch Frust, wenn ihr mitten in der Arbeit feststellt, dass es kaum Material gibt.
Künstliche Intelligenz (KI), euer Helfer
Ihr habt all das probiert und findet immer noch kein passendes Thema? Ihr könnt auch ein KI-Chatbot wie ChatGPT, Google Gemini oder andere um Hilfe bitten.
Verwendet z.B. folgenden Prompt: "Welche Themen zu ... [hier euer Interessengebiet einsetzen!] eignen sich für eine Facharbeit?" Ihr erhaltet schnell eine Liste mit Ideen, aus der ihr euch inspirieren lassen könnt.
Beispiel:

Schülerin:
"Hallo! Ich sitze gerade an meiner Facharbeit und das Thema ist 'Umwelt'. Mir fällt es total schwer, mich da festzulegen. Hast du Vorschläge, wie ich das Thema eingrenzen oder welche Unterpunkte ich mir da anschauen könnte?"
KI-Chatbot:
- Nachhaltigkeit
- Nachhaltige Landwirtschaft
- Klimawandel
- Umweltverschmutzung
- Umweltgerechte Stadtplanung
- …
Schülerin:
"Das ist es! Ein Thema zu: Klimawandel und umweltgerechter Stadtplanung."
Mindmap
Um tiefer in das Thema einzusteigen, fangt eine Mindmap an. Sammelt erste Ideen für eure Recherche. Dabei könnt ihr euch auch von einer KI helfen lassen. Fragt sie einfach nach möglichen Unterthemen oder Aspekten!
In der Mindmap könnt ihr mit Linien direkt zeigen, welche Aspekte zusammenhängen.

Entscheidet euch für ein bis zwei Aspekte und vertieft diese in einer weiteren Mindmap. So gewinnt ihr an Schärfe und könnt eure Ideen präzisieren.
An diesem Punkt solltet ihr euren endgültigen Titel und eure konkrete Fragestellung für die Facharbeit haben. Perfekt! Nun könnt ihr mit der gezielten Vorbereitung der Literaturrecherche beginnen.
Suchbegriffe: Passende identifizieren
Ihr habt euch jetzt für das Thema Klimawandel und umweltgerechte Stadtplanung entschieden, aber wo fängt man jetzt an? Für den Überblick und die Recherche braucht ihr geeignete Suchbegriffe. Sammelt sie in einer Worttabelle:
Worttabelle zum Thema Klimawandel und umweltgerechte Stadtplanung:

Für eure eigene Recherche findet ihr hier eine leere Worttabelle als Vorlage.
Ideenquellen für weitere Suchbegriffe
Nachschlagewerke:
Schaut in Nachschlagewerken oder in Fachlexika nach. Einen Teil der online verfügbaren Nachschlagewerke könnt ihr nur an den PCs in der Bibliothek aufrufen. Wenn ihr Fragen habt oder nicht weiterkommt, wendet euch gerne vor Ort oder per E-Mail an uns.
Auch Wikipedia kann ein guter Startpunkt sein. Dort findet ihr oft verwandte Begriffe und Fachausdrücke, die euch bei der Suche weiterhelfen.
Synonyme:
Wenn ihr zu einem Begriff kaum Ergebnisse findet, sucht nach ähnlichen Begriffen in einem Synonymlexikon wie OpenThesaurus:
https://www.openthesaurus.de.
KI um Hilfe bitten:
Tools wie ChatGPT oder Google Gemini können Ober- und Unterbegriffe oder Synonyme zu eurem Thema liefern. Aber da Chatbots teilweise halluzinieren, vergesst nicht, die Antworten zu prüfen.
Schritt 2: Die Recherche
Suchtechniken nutzen
Wie suche ich am besten nach Literatur?
Damit eure Suche nach Literatur schnell und erfolgreich ist, solltet ihr Doppelarbeit vermeiden und effizient vorgehen. Der Schlüssel dazu ist eine einfache Dokumentation. Legt euch eine Tabelle an, in der ihr jede Suche festhaltet.
Was ihr sofort notiert:
- Wo und wie gesucht? (z.B. Bibliothek, Datenbank "xy“, Suchbegriffe)
- Der Nachweis: Wenn ihr etwas findet, schreibt sofort alle Infos auf, die ihr zum Zitieren braucht: Autor:in, Titel, Ort: Verlag, Jahr, Seite(n).
Vorteile:
- Ihr wisst immer, wo ihr schon wart.
- Ihr habt alle Daten für euer Literaturverzeichnis sofort parat.
Kurz gesagt:
Nur mit einer sauberen Dokumentation könnt ihr transparent zeigen, woher eure Infos kommen!
Suchtechniken
Ihr habt geeignete Suchbegriffe in eurer Worttabelle aufgeschrieben. Nun nehmt ihr sie und gebt sie in Katalogen und Suchmaschinen ein. Dabei könnt ihr verschiedene Suchtechniken kombinieren. Schaut euch dafür gerne unsere Hilfeseite "Hilfe, Tipps & Tricks zu Primo" an.
Tipp 1: Filter
Verwendet in Primo einen Filter (Autor/Herausgeber, Erscheinungszeitraum, Sprache, Peer-reviewed, Open Access, Campus Duisburg oder Essen etc.), um eure Treffermenge einzuschränken.
Tipp 2: Trunkieren
Um mehr Ergebnisse zu finden, schneidet man ein Suchwort am Wortstamm ab und fügt ein Sternchen (*) hinzu. Dieses Zeichen steht als Platzhalter und findet alle Wörter, die mit diesem Wortstamm beginnen.

Tipp 3: Phrasensuche
Ein weiterer Tipp genau das zu finden, was man sucht, ist die Phrasensuche. Stellt euch vor, ihr sucht nach einem Songtitel, einem Zitat oder einem ganz bestimmten Ausdruck, der aus mehreren Wörtern besteht, wie zum Beispiel climate change. Wenn ihr diese Wörter einfach so in die Suchmaschine eingebt, zeigt sie euch vielleicht Seiten, auf denen das Wort 'climate' irgendwo steht und das Wort change an einer ganz anderen Stelle. Das ist selten das, was ihr sucht.
Um eine Phrasensuche zu starten, setzt ihr die genaue Wortkette in Anführungszeichen. Zum Beispiel: "climate change". Damit sagt ihr der Suchmaschine: "Zeige nur Treffer an, mit genau dieser Wortfolge".
Das hilft euch, gezielt nach festen Ausdrücken, Titeln oder Zitaten zu suchen. So spart ihr Zeit, weil ihr präzisere Ergebnisse und weniger Treffer bekommt.

Suchwörter im Laufe der Recherche optimieren
Am Ende solltet ihr eure Suchbegriffe noch einmal überprüfen:
- Passen die Suchbegriffe noch?
Passt die Worttabelle noch? Ändert Begriffe, wenn die Ergebnisse nicht gut sind. - Kann ich fremdsprachige Begriffe nutzen?
Manchmal findet man in anderen Sprachen, zum Beispiel auf Englisch, mehr oder bessere Quellen. - Zu viele Quellen?
Dann ist euer Thema wahrscheinlich zu weit gefasst. Versucht, es genauer einzugrenzen. Verwendet Filter oder eine Phrasensuche, verknüpft Suchbegriffe miteinander. - Zu wenige Quellen?
Dann ist euer Thema vielleicht zu speziell. Um mehr Informationen zu finden überlegt, ob ihr es etwas breiter fassen müsst, z.B. indem ihr Oberbegriffe verwendet, Suchbegriffe weglasst oder das Trunkieren anwendet.
Recherche im Bibliothekskatalog
Wo sucht ihr am besten nach Literatur?
Der beste Ort für den Start ist der Bibliothekskatalog!
Vorteile:
Einfache Suche:
Ihr könnt ganz einfach nach dem Autor, dem Titel, dem Thema oder passenden Stichwörtern suchen, um das zu finden, was ihr braucht.
Zuverlässige Quellen:
Im Katalog findet ihr wissenschaftlich relevante Literatur, die ihr zitieren könnt. Das ist wichtig für eure Facharbeit!
Volle Übersicht:
Über den Katalog findet ihr heraus, welche Bücher, Zeitschriften und andere Medien die Bibliothek besitzt und wo genau sie stehen.
Digitale Quellen:
Neben gedruckten Büchern findet ihr auch eBooks und eJournals. Viele könnt ihr über den Online-Zugriff in der Bibliothek lesen. Bei Open Access ist der Volltext frei im Web verfügbar – also auch von zu Hause.
Weiterführende Literatursuche
Wenn ihr sehr spezielle, wissenschaftliche oder besonders aktuelle Fachartikel braucht, die ihr im normalen Katalog nicht findet, lohnt sich die Suche in Fachdatenbanken.
Tipp:
Fragt in diesem Fall das Bibliothekspersonal, welche Datenbanken für euer Thema geeignet sind und wie man dort effektiv sucht.
Recherche im Internet
Reicht es zu googeln?
Google durchsucht verfügbare Internetseiten über das Surface Web. Gut um einen ersten Überblick zu erhalten, aber für wissenschaftliche Arbeiten braucht ihr verlässliche und zitierfähige Quellen. Nutzt besser wissenschaftliche Suchmaschinen wie z. B. Google Scholar oder Base. Schaut euch bei Google Books um.
Google Scholar
- Spezielle Suchmaschine für wissenschaftliche Literatur (Artikel, Bücher, Konferenzbeiträge)
- Greift auf Fachdatenbanken und Bibliothekskataloge zu
- Bietet teilweise Volltexte und zeigt, wie oft ein Werk zitiert wurde
| Google Scholar | Google Books | ||
| Zweck | Allgemeine Infos | Wissenschaftliche Inhalte | Bücher und Zeitschriften |
| Datenbasis | Surface Web | Deep Web | Bibliotheken, Verlage, Online-Händler |
| Ergebnisse | Viel, aber oft ungenau | Relevante, meistens zitierfähige Quellen | Bücher, Kapitel, Artikel, oft mit Preview |
| Volltextzugang | Selten | Teilweise | Teilweise, oft nur Preview oder Snippets |
| Qualitätskontrolle | Keine | Grundsätzlich wissenschaftlich, aber prüfen! |
Grundsätzlich von Verlagen und Autoren geprüft, aber prüfen! |
Was ist der Unterschied zwischen Google Scholar und Google Books?
- Google Scholar: Fokus auf Forschung (Artikel, Studien, Fachbücher)
- Google Books: Fokus auf Bücher aller Art (auch Romane, Sachbücher); teilweise auch digitalisierte Zeitschriften (oft ältere Ausgaben)
Wikipedia
Dürft ihr Wikipedia nutzen?
Die freie Online Enzyklopädie Wikipedia sollte als Quelle in einer wissenschaftlichen Arbeit sehr kritisch betrachtet werden. Da jeder Internetnutzer Inhalte verändern kann, dürft ihr sie nicht als wissenschaftliche Quelle zitieren. Somit eignen sich die Artikel eher für einen Einstieg in ein Thema und zum Finden von geeigneten Suchbegriffen. Auch die Quellenangaben am Ende der Artikel können hilfreich sein.
Rechercheergebnisse prüfen
Der CRAP-Test
Überprüft eure Quellen auf ihre Informationsqualität. Dazu haben wir hier einen Tipp für euch. Mithilfe des CRAP-Tests (s. Video) könnt ihr ganz einfach und schnell alle Informationsquellen wie Bücher, Zeitschriftenartikel, Webseiten, Social-Media-Posts, usw. auf ihre Zitierfähigkeit prüfen.
Video "CRAP-Test" (2:18 min)
Quelle: Christoph Benedikt Heine und Sara Maria Koslowski, 2021, CC BY-SA 4.0)
Besonderheiten bei verschiedenen Quellenarten
Webseiten
- Webseiten werden schnell alt und sind oft nicht wissenschaftlich geprüft.
- Gibt es ein Impressum oder einen Autor? Steht ein Datum dabei?
- Wirkt die Seite wie Werbung und Sponsoring? Beeinflussung?
- Tipp: Nutzt bevorzugt Seiten von Universitäten, Behörden oder Forschungseinrichtungen. URL‑Domain kann Hinweis geben (.edu, .gov, .org usw.)
Wissenschaftliche Artikel
- Diese Artikel wurden meist von Fachleuten geprüft.
- Gibt es ein Methodenkapitel und Literaturangaben?
- Peer-reviewed: Von Fachexperten begutachtet; in Primo kann man danach filtern. Tipp: Solche Artikel sind sehr gut für Facharbeiten, wenn sie zum Thema passen.
Bücher und Printmedien
- Bücher von bekannten Verlagen sind oft zuverlässig und erklären Themen ausführlich.
- Wer ist der Verlag oder Herausgeber? Gibt es ein Inhaltsverzeichnis und ein Literaturverzeichnis? Wann wurde das Buch veröffentlicht?
- Tipp: Achtet auf das Erscheinungsjahr, das in Bezug zur Aktualität des Themas stehen sollte.
Social Media
- Beiträge sind kurz, oft Meinungen und selten geprüft. Autor ist häufig unklar.
- Wer hat das gepostet? Nennen sie Quellen? Lässt sich die Information in einer verlässlichen Quelle bestätigen?
- Tipp: Nutzt Social‑Media‑Infos nur als Hinweis und sucht danach eine vertrauenswürdige Quelle.
Graue Literatur (Berichte, Whitepapers)
- Berichte von Organisationen oder Firmen können nützliche Daten haben, sind aber nicht immer wissenschaftlich geprüft.
- Wer hat den Bericht herausgegeben? Wie wurden die Daten erhoben? Gibt es Interessenkonflikte (z. B. Firmenfinanzierung)?
- Tipp: Wenn ihr solche Berichte verwendet, erklärt kurz im Text, wer sie veröffentlicht hat.
Fazit:
Verwendet Literatur aus Bibliothekskatalogen, wissenschaftlichen Datenbanken und offiziellen Webseiten von Unternehmen, Behörden, und Forschungseinrichtungen. Andere Quellen nur nach positivem CRAP‑Test und mit zusätzlicher Überprüfung der (Literatur-)Angaben.
Schnelle Kontroll-Checkliste vor Verwendung einer Quelle
- Autor/Institution vorhanden?
- Datum vorhanden und passend?
- Quellen/Belege angegeben?
- Kein klarer Interessenkonflikt (z. B. Werbung, Lobby)?
Wenn alle Fragen mit "Ja" beantwortet werden können, kann die Quelle verwendet werden. Bei Unsicherheit: Lieber nicht verwenden bzw. die Quelle anderweitig überprüfen.
KI: Kann und darf man sie für eine wissenschaftliche Arbeit einsetzen?
Hilfe oder Risiko?
Eine KI eignet sich, nach aktuellem Stand, für kreative Prozesse, nicht aber für die Literaturrecherche. Sie kann Ideen liefern, Themen strukturieren oder beim Schreiben unterstützen – die eigentliche Literaturrecherche erfolgt in Bibliothekskatalogen und Datenbanken.
KI ist ein fortschrittliches Werkzeug, vergleichbar mit einer automatischen Rechtschreibprüfung, nur deutlich leistungsfähiger. Sie kann beim Überarbeiten helfen, darf aber nicht die eigene Arbeit ersetzen. Entscheidend sind eure eigenen Gedanken und die selbstständige Auseinandersetzung mit dem Thema. Quellen müsst ihr eigenständig finden und prüfen. Legt offen, wofür ihr KI genutzt habt – denn am Ende zählen euer Thema und die Qualität eurer Recherche.
Was geht - Hilfe erlaubt!
| Was die KI macht | Eure Pflicht | |
| Korrektur | Prüft Rechtschreibung und Grammatik | Zur Überprüfung nutzen - macht Euren Text sauber. |
| Struktur | Liefert Gliederungs-Vorschläge und Ideen. | Nur als Inspiration - die Struktur muss Euch gehören. |
| Formulierung | Macht Eure Sätze klarer und besser. | Text selbst schreiben, dann optimieren lassen. |
Was nicht geht - Tabu!
| Was Ihr nicht dürft | Warum? | |
| Text erstellen | Ganze Kapitel oder Abschnitte schreiben lassen. | Das ist Betrug! Die Arbeit muss Eure Leistung sein. |
| Quellen | Quellen suchen oder prüfen lassen. | KI erfindet Quellen! Überlasst ihr nicht die Suche. Sucht selbst im Bibliothekskatalog oder in wissenschaftlichen Datenbanken und Suchmaschinen. Lest die Originale. |
| Zitate | Zitate generieren lassen. | Zitate sind heilig! Immer selbst im Original prüfen und belegen. |
Schritt 3: Habe ich an alles gedacht?
Cheat Sheet: Tipps für eure Literaturrecherche
Hier zusammengefasst die besten Strategien und Tools für eure Literaturrecherche:
Bibliothekskataloge (OPAC): Jede größere Bibliothek hat einen Online-Katalog. Sucht hier zuerst! Ihr findet Bücher, E-Books und oft auch Zeitschriften, die ihr direkt vor Ort oder online nutzen könnt.
Suchmaschine: Vergesst normales Google! Für wissenschaftliche Themen startet ihr immer mit Google Scholar. Es filtert das Netz gezielt nach wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Quellen.
Nachschlagewerke: Für einen ersten Überblick helfen euch Nachschlagewerke – sowohl gedruckt als auch online. Dazu gehören Handbücher, Enzyklopädien und Datenbanken.
Suchwörter: Weitere Suchwörter findet ihr z.B. über Wikipedia, OpenThesaurus oder mit Hilfe einer KI.
Phrasensuche mit Anführungszeichen: Sucht ihr einen genauen Ausdruck oder einen Titel? Setzt ihn in Anführungszeichen (z.B. "Die Leiden des jungen Werther"), um nur präzise Treffer zu erhalten.
Trunkieren (*): Nutzt den Stern (*) am Wortstamm, um alle Wortvarianten gleichzeitig zu finden. Beispiel: Demokrati* findet "Demokratie", "demokratisch" und "Demokratisierung". Das spart Suchvorgänge!
Das Schneeballsystem (Retroperspektive Recherche): Findet ihr ein gutes Buch oder einen wichtigen Artikel zu eurem Thema? Schaut euch das Literaturverzeichnis / die Quellenliste an. Dort sind die grundlegenden Werke aufgelistet, auf die der Autor aufgebaut hat.
Google Scholar - Zitationen verfolgen (Prospektive Recherche): Macht es umgekehrt! Schaut, welche neueren Artikel euren gefundenen Artikel zitiert haben. Tools wie Google Scholar helfen euch dabei. So findet ihr die aktuellste Forschung zu eurem Thema.
Filtermöglichkeiten nutzen: Versucht immer, eure Treffer einzuschränken! Nutzt die Filter in den Katalogen und Suchmaschinen, um Ergebnisse nach Publikationsdatum (z.B. nur die letzten 5 Jahre), Sprache oder Publikationstyp (z.B. nur Zeitschriftenartikel) einzugrenzen.
Relevanz und Seriosität bewerten mit dem CRAP-Test: Wer hat das geschrieben? Ist der Autor ein Experte? Wo wurde es veröffentlicht? Achtet darauf, dass eure Quellen von anerkannten Fachzeitschriften oder vertrauenswürdigen Verlagen stammen. Das sichert die Qualität eurer Arbeit.
Ihr habt alles versucht und findet einfach nicht das Richtige?
Kein Problem!
Wir helfen euch gerne persönlich weiter.
Kommt während unserer Servicezeiten in die Bib oder vereinbart einen Termin über das Kontaktformular.
Wer kann mir noch weiterhelfen?
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Literatur über das Ruhrgebiet, den Niederrhein etc.


