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Botschafter der Region

US-Elitestudierende im Ruhrgebiet

von Beate Kostka | 09.06.2017 | International|UA Ruhr

Das Ruhrgebiet ist eine Top-Adresse für angehende Natur- und Ingenieurwissenschaftler amerikanischer Eliteuniversitäten: Als RuhrFellows 2017 lernen Studierende der Universitäten Berkeley, Harvard, Pennsylvania und Princeton in diesem Sommer die Region kennen. Auf Einladung des Initiativkreises Ruhr und der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) werden 17 US-Studierende zu „Botschaftern des Ruhrgebiets“.

Zum Auftakt begrüßten sie jetzt der höchste US-Diplomat im äußersten Westen Deutschlands, Generalkonsul Michael R. Keller, und Dr. Thomas A. Lange, Co-Moderator des Initiativkreises Ruhr. Das im sechsten Jahr angebotene Programm besteht aus zwei Phasen: Im Juni besuchen die RuhrFellows eine Summer-School. Das akademische Programm organisiert die UA Ruhr in diesem Jahr unter der Federführung der Universität Duisburg-Essen.

Zu Gast in Unternehmen und an den UA Ruhr Unis

Im Juli absolvieren die zehn US-Stipendiatinnen und sieben Stipendiaten vierwöchige Praktika bei Unternehmen der Region. „Diese Austauschprogramme sind von unschätzbarem Wert für die teilnehmenden Studierenden und Firmen, aber man sollte auch nicht übersehen, wie außerordentlich wichtig solche Austausche insgesamt für das transatlantische Verhältnis sind“, sagt Generalkonsul Michael R. Keller.

Ein Ziel des Stipendien-Programms sind langfristige Forschungs- und Wirtschaftskooperationen zwischen dem Ruhrgebiet und den US-Eliteuniversitäten. Zu diesem Zweck werden die RuhrFellows eng in das Alumni-Programm des Verbindungsbüros der UA Ruhr in New York eingebunden. „Unsere Gäste kommen als Fremde und gehen als Freunde. Manche US-Stipendiaten kehren sogar ins Ruhrgebiet zurück, um ihre berufliche Zukunft in der Region zu suchen“, betont Co-Moderator Lange, der gleichzeitig Vorsitzender der National-Bank AG ist.

Anspruchsvolles Programm

„Wir haben ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt“, sagt Professor Dr. Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen. „Ich bin mir sicher, dass wir unsere Gäste vom hohen internationalen Standard unserer Universitäten und Unternehmen überzeugen können.“

Praktikumsplätze bieten in diesem Jahr die Unternehmen Brenntag, Contilia, duisport, Emschergenossenschaft und Lippeverband, Evonik, Hochtief, innogy, ista, KPMG, National-Bank, RAG und Vaillant an. Das Programm sieht zudem vor, das Ruhrgebiet als attraktives Arbeits- und Lebensumfeld zu präsentieren. So wechseln sich Besuche bei Unternehmen und kulturelle Angebote ab. Natürlich stehen auch Deutschkurse auf dem Stundenplan.

Transatlantic RuhrFellowship

Erstmals führt das Stipendienprogramm in diesem Sommer auch in die entgegengesetzte Richtung: Beim Transatlantic RuhrFellowship können besonders begabte und interessierte Studierende aus dem Ruhrgebiet Einblicke in die amerikanische Unternehmenskultur gewinnen und praktische Arbeitserfahrungen in der Metropolregion New York sammeln.

Der Initiativkreis Ruhr ist ein Zusammenschluss von mehr als 70 führenden Wirtschaftsunternehmen und Institutionen. Sie beschäftigen zusammen etwa 2,25 Millionen Menschen weltweit und generieren einen globalen Umsatz von rund 630 Milliarden Euro. Sie wollen die Entwicklung des Ruhrgebiets vorantreiben sowie seine Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Unter dem Motto „Gemeinsam besser“ haben sich die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen zur Universitätsallianz Ruhr zusammengeschlossen. Seit 2007 bündeln die drei großen Ruhrgebietsuniversitäten ihre Kompetenzen und stärken damit ihre Leistungskraft.