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Nachruf

Prof. Dieter Oelschlägel

von Beate Kostka | 15.03.2019 | Zur Person|Presseinfo|Gestorben

Die soziale Arbeit auf Gemeindeebene war nicht nur sein wissenschaftliches Fachgebiet – er packte auch selbst tatkräftig mit an, um Veränderungsprozesse anzuschieben. Viele vermissen ihn, denn Prof. Dieter Oelschlägel verstarb am 10. März im Alter von 80 Jahren. Bis 2004 lehrte und forschte er an der Universität Duisburg-Essen (UDE) über die Methoden der Sozialarbeit/Sozialpädagogik.

Dieter Oelschlägel stammte aus Chemnitz und studierte von 1957 bis 1959 zunächst Medizin an der FU Berlin, um dann als Pfleger in einer psychiatrischen Klinik zu arbeiten. Von 1965 bis 1970 war Oelschlägel an der PH Berlin eingeschrieben und schloss das Studium als Diplom-Pädagoge ab. Von 1974 bis 1981 war er an der Gesamthochschule Kassel tätig und wechselte schließlich als Professor an die damalige Universität Duisburg.

Oelschlägel war ein ausgewiesener Experte in Theorie und Praxis im Bereich „Gemeinwesen und Stadtteilarbeit“, davon zeugen nicht zuletzt zahlreiche Schriften und Veröffentlichungen. Ein weiteres Forschungsthema war u.a. die Geschichte der Zwangsarbeiter in der Region Dinslaken.

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit engagierte sich Oelschlägel bei den Dinslakener Grünen. Er führte die Fraktion von 1994 bis 2011, war Ratsmitglied und engagierte sich in der Lokalen Agenda 21. Über viele Jahre führte er zudem den Vorsitz im örtlichen Kinderschutzbund und war über das Forum Lohberg in verschiedene soziale Projekte zur Gemeinwesenarbeit eingebunden.

Redaktion: Beate Kostka, Tel. 0203/37 9-2430, beate.kostka@uni-due.de