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VolkswagenStiftung fördert UDE-Team

Der Ursprung des Lebens

  • von Isabelle De Bortoli
  • 20.08.2019

Wie ist der Mensch entstanden? Wie konnte sich aus einzelligen Organismen das Leben auf der Erde entwickeln, wie wir es heute kennen? Mit diesen grundlegenden Fragen der Evolutionsbiologie beschäftigt sich ein Team aus Biologen und Chemikern der UDE, dessen Forschung jetzt von der VolkswagenStiftung mit 1,5 Millionen Euro gefördert wird. 

Die UDE-Wissenschaftler Sven Meckelmann (Analytische Chemie), Markus Kaiser (Chemische Biologie), Christopher Bräsen und Bettina Siebers (Molekulare Enzymtechnologie und Biochemie) sowie Thijs Ettema (Universität Wageningen, NL) gehen einer bisher ungelösten Frage nach: Wie konnten sich die so genannten Eukaryoten aus der Domäne der Archaea entwickeln?

Eukaryoten – das sind Lebewesen, deren Zellen einen Kern aufweisen, also etwa Pflanzen, Tiere, und auch der Mensch. Die Archaea wiederum sind Einzeller ohne Kern. Sie haben einzigartige stoffwechselphysiologische Eigenschaften, die die Eukaryoten nicht aufweisen. So unterscheiden sich die Eukaryoten und Archaea etwa grundlegend in der Zusammensetzung der Membranlipide, also der Fette, die die Zellen von ihrer Umwelt abgrenzen.

„Unser Projekt ,Lipid Divide‘ geht der Frage nach, wann und warum während der Eukaryoten-Evolution ein fundamentaler Wechsel in der Zusammensetzung der Membranlipide stattgefunden hat“, sagt Professorin Bettina Siebers. „Dieses Projekt wird somit zu einem tieferen Verständnis der Eukaryoten-Evolution und damit auch der Entstehung des Lebens im Allgemeinen beitragen.“

Die Förderinitiative „Leben? – Ein neuer Blick der Naturwissenschaften auf die grundlegenden Prinzipien des Lebens“ der VolkswagenStiftung unterstützt jeweils über fünf Jahre Projekte, die daran forschen, die fundamentalen Prinzipien des Lebens besser zu verstehen. In der aktuellen Runde gab es 95 Bewerber. Acht Projekte, darunter das der UDE, wurden schließlich zur Förderung ausgewählt.

„Die drei beteiligten Gruppen an der UDE arbeiten bereits seit mehreren Jahren ohne Förderung an diesem Projekt und konnten so wichtige Vorarbeiten präsentieren“, sagt Bettina Siebers. „Umso glücklicher sind wir, dass unsere Bemühungen von Erfolg gekrönt sind und wir jetzt genügend finanzielle Mittel haben, um dieses spannende Projekt zu bearbeiten.“

 

Im Bild:
(v.l.:) Dr. Sven Meckelmann, Prof. Dr. Bettina Siebers, Dr. Christopher Bräsen, Prof. Dr. Markus Kaiser und Prof. Dr. Thijs Ettema.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Bettina Siebers, Molekulare Enzymtechnologie und Biochemie, Tel. 0201/18 3-7061, bettina.siebers@uni-due.de

Redaktion: Isabelle De Bortoli, Tel. 0203/37 9-2429

 

 

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